Alles zu Diktatoren und autoritären sowie totalitären Herrschern
Krieg in Iran
:Was USA und Israel in Teheran zerstört haben
Die iranische Metropole ist das Hauptziel der Luftschläge gegen das Mullah-Regime. Neue Analysen zeigen das Ausmaß der Zerstörung. Welche Ziele wurden getroffen – und was verrät das über die Strategie der Angreifer?
Südostasien
:Massenamnestie in Myanmar
Der frühere Präsident von Myanmar, Win Myint, ist im Zuge einer Amnestie der Militärjunta freigelassen worden. Anlass sei das Neujahrsfest des Landes, zu dem fast 4500 Gefangene begnadigt wurden, wie staatsnahe Medien berichteten. Win Myint war nach ...
Myanmar
:Junta-Chef zum Präsidenten gewählt
Fünf Jahre nach der Machtübernahme durch das Militär in Myanmar hat das Parlament den damaligen Putschistenführer Min Aung Hlaing zum Präsidenten gewählt. Die Abgeordneten hätten mehrheitlich für General Min Aung Hlaing gestimmt, teilte das ...
Südostasien
:Myanmars Diktator will die Rolle des Präsidenten spielen
Junta-Chef Min Aung Hlaing möchte die Militärregierung wie eine gewählte Zivilregierung aussehen lassen – die jedoch wohl die Macht des Militärs absichern wird. Was bedeutet das für das Bürgerkriegsland?
Myanmar
:Junta-Chef tritt zurück
Myanmars Junta-Chef Min Aung Hlaing hat sein Amt als Oberbefehlshaber der Streitkräfte fünf Jahre nach dem Militärputsch und dem Sturz der demokratisch gewählten Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi niedergelegt - offenbar, um ...
Krieg gegen Diktatur
:„Die Herrschaftseliten Irans haben so viel zu verlieren“
Regimewechsel? Darauf zielten Trump und Israel allenfalls als „Nebenprodukt“ ihres Krieges ab, sagt der Politologe Aurel Croissant. Die Startbedingungen für eine Demokratie in Iran seien miserabel.
MeinungMord an Nawalny
:Ein Regime zeigt sein wahres Gesicht
Jetzt ist es wohl bestätigt: Putins Diktatur hat ihren bekanntesten Kritiker in der Haft mit einem tückischen Gift ermordet. Doch diese Erkenntnis wird in Russland wohl wenig ändern.
US-Politik
:„Er möchte ein Weltkaiser sein“
Der Politikwissenschaftler Robert Kagan über die tiefen Wurzeln des Antiliberalismus in den USA, Trump als Rammbock der Diktatur und Europas Zwickmühle zwischen den Raubtierimperien der Gegenwart.
Naher Osten
:Nervöse Funkstille in Iran
Nach Warnungen aus Washington hat das Mullah-Regime geplante Hinrichtungen offenbar ausgesetzt. Jetzt warten viele Menschen im Land darauf, wie die USA sich weiter verhalten. Das Internet bleibt abgeschaltet.
MeinungPersonenkult
:Mao, Stalin und Walt Disney – aus welchen Fantasien der Messias Trump schöpft
Der amerikanische Präsident lässt seinem Bilde huldigen, wie das sonst nur Autokraten bizarrster Diktaturen tun. Einen Unterschied allerdings gibt es.
Argentinien
:Mileis zweite Amtszeit
Wider allen Erwartungen hat Argentiniens Präsident die Zwischenwahlen hoch gewonnen. Seitdem arbeitet die Regierung ziemlich geräuschlos an den nächsten Reformvorhaben. Und viele fragen sich: Wo ist der Mann mit der Motorsäge geblieben?
ExklusivDamascus Dossier
:„Das Herz ist gebrochen“
Mindestens 160 000 Menschen sind seit 2011 in Syrien verschwunden, von vielen fehlt bis heute jede Spur. Interne Dokumente des Assad-Regimes können nun wenigstens Aufschluss über einige Schicksale geben.
ExklusivSyrien unter Assad
:Bilder einer Schreckensherrschaft
Verfolgung, Folter, Mord: Interne Dokumente und Fotos von mehr als 10 000 Leichen belegen, wie erbarmungslos Syriens Diktator Baschar al-Assad bis zu seinem Sturz gegen die eigene Bevölkerung vorging.
Opposition in Russland
:Lieder wider das Schweigen
Wie das Schicksal einer inhaftierten Petersburger Straßenmusikerin eine Welle der Solidarität bei jungen Leuten in ganz Russland ausgelöst hat.
Spanien
:„Meine eigene Mutter lieferte mich im Heim ab“
Zehntausende junge Frauen wurden während der Franco-Diktatur in Besserungsanstalten von Nonnen gequält, weil sie als rebellisch galten. Auch Paca Blanco erlebte jahrelange Folter. 50 Jahre nach dem Tod des Diktators fordert sie, dass die spanische Kirche diese Geschichte endlich aufarbeitet.
Südamerika
:Harte Zäsur in Chile erwartet
Am Sonntag soll in der einstigen Vorzeigerepublik Südamerikas ein neuer Präsident gewählt werden. Der Wahlkampf war vom Kampf gegen Kriminalität und der Hetze gegen Migranten bestimmt.
Pressefreiheit in Lateinamerika
:Unter dem Druck der Mächtigen
Exil oder Gefängnis, vor dieser Wahl stehen viele Journalisten in Mittelamerika. Beim Forocap-Treffen in Guatemala wird diskutiert, wie kritisches Berichten trotzdem funktionieren kann. Die Konferenz gilt als Seismograf für die politische Lage in der Region.
Kamerun
:Mit Präsident Biya bis zum bitteren Ende
Kameruns Präsident ist 92 Jahre alt, er regiert seit 1982. Am Sonntag wird er wohl erneut im Amt bestätigt. Viele wünschen sich ein Ende seiner Herrschaft, doch der Kampf um die Nachfolge könnte für das Land verheerend enden.
US-Autor George Packer
:„Es sieht bloß noch aus wie eine Demokratie“
Der Niedergang der USA gehe schockierend schnell voran, sagt der Schriftsteller und Journalist George Packer. In Bibliotheken werde nur noch geflüstert, und eine neue Führungsfigur der Demokraten könnte zu spät kommen.
Albaniens Diktator Enver Hoxha
:„Ich konnte in diesem Haus anfangs nicht schlafen“
Drei Jahrzehnte lang terrorisierte der albanische Diktator Enver Hoxha sein Land. Sein luxuriöses Anwesen blieb lange verwaist. Seit Kurzem aber leben und arbeiten Künstler hier – und fragen sich, wie sie der dunklen Vergangenheit des Hauses gerecht werden können.
USA
:Die Illusion der unerschütterlichen Demokratie
Viele Amerikaner sind offenbar überzeugt, ihre Demokratie sei unverwundbar. Doch die Trump-Regierung hat den Umbau in Richtung Autokratie bereits begonnen. Ihre Mittel erinnern an die der Kommunistischen Partei in China.
Albaniens Diktator Enver Hoxha
:„Ich konnte in diesem Haus anfangs nicht schlafen“
Drei Jahrzehnte lang terrorisierte der albanische Diktator Enver Hoxha sein Land. Sein luxuriöses Anwesen blieb lange verwaist. Seit Kurzem aber leben und arbeiten Künstler hier – und fragen sich, wie sie der dunklen Vergangenheit des Hauses gerecht werden können.
MeinungUSA
:Ob Trumps Plan Erfolg hat, hängt davon ab, wie wir ihn sehen
Der US-Präsident arbeitet an seiner Diktatur – der Einsatz von Soldaten in Städten ist dabei eine reine Machtdemonstration. Sind wir bei dieser Inszenierung nur Zuschauer oder können wir doch etwas tun?
Philippinen
:Der späte Triumph der Schuh-Königin
In Manila steht ein Schuh-Museum, das unter anderem 381 Paare der ehemaligen Diktatoren-Gattin Imelda Marcos zeigt. Was im Westen als Schrulle belächelt wird, erzählt viel über den Umgang der Philippiner mit ihrer Geschichte.
Turkmenistan
:Abnehmen zum Unabhängigkeitstag
In der zentralasiatischen Diktatur müssen Künstler schlank sein, sonst droht ihnen die Verbannung von der Bühne. Und das ist nicht die einzige Vorgabe, mit der die Staatsführung den Turkmenen zu Leibe rückt.
El Salvador
:Der selbsternannte „coolste Diktator der Welt“ macht Ernst
„Ein verdammt guter Präsident“, sagt Donald Trump über seinen Amtskollegen Nayib Bukele in El Salvador. Dort aber werden jetzt Aktivisten verhaftet und Journalisten fliehen aus dem Land.
Gefängnisse in Lateinamerika
:Schöner sitzen
Die ehemaligen Folterknechte des chilenischen Ex-Diktators Augusto Pinochet verbüßen ihre Haftstrafen bisher in einem recht netten Privatgefängnis. Doch damit soll jetzt Schluss sein.
Syrien
:Drei Leben in Syrien
Als Baschar al-Assad voriges Jahr nach Moskau floh, war es in Syrien, als hätte jemand das Licht angeknipst. Surreal. Eine große Feier. Aber wie lang lässt es sich feiern zwischen Ruinen? Ein Besuch bei Übriggebliebenen.
Argentinien
:Filmreife Suche nach geraubten Kindern
Warum die Netflix-Serie „Eternauta“ helfen könnte, Verbrechen aus der argentinischen Militärdiktatur aufzuklären.
Konträre Bücher über die Deutschen in der NS-Zeit
:Wie groß war der Abstand zum „Führer“?
Die Deutschen waren eigentlich „unwillige Volksgenossen“, schreibt der Historiker Peter Longerich. Doch diese steile These funktioniert mit seinen Quellen nicht. Eher trifft ein anderes Buch den Kern: „Hitlers treues Volk“.
Russland
:Ins Straflager, weil sie nicht schweigen will
Eine 19-Jährige klebt ein ukrainisches Gedicht an eine Statue in Sankt Petersburg. Dafür muss sie fast drei Jahre hinter Gitter. Darja Kosyrewa ist ein Beispiel von vielen dafür, wie die russische Justiz mit Meinungen umgeht, die dem Regime nicht passen.
MeinungWelthandel
:Es hilft nichts: Deutschland muss auch mit Diktatoren Geschäfte machen
Politiker und Manager werben in den Golfstaaten zurzeit sehr um Geschäfte und Investitionen. Auch wenn man es dort nicht mit Demokraten zu tun hat: Es dient deutschen Interessen.
USA
:„Die Leute fliehen vor Trump. Aber ich bin nicht weggelaufen“
Wie ist es um das intellektuelle Amerika wirklich bestellt? Ein Gespräch mit dem Historiker und Yale-Professor Timothy Snyder über den Regierungskrieg gegen Recht und Menschlichkeit – und darüber, welche Rolle Deutschland jetzt spielen muss.
Brasilien im Oscar-Rausch
:Ein Sieg für das ganze Land
Mitten im brasilianischen Karneval gewann „Für immer hier“ einen Oscar. Das Land feierte wie im Rausch – ausgerechnet einen Film über die düstere, allzu lebendige Vergangenheit der Militärdiktatur.
„Für immer hier“ im Kino
:Und dann haben sie Papa mitgenommen
Das Oscar-prämierte Drama „Für immer hier“ erzählt auf berührende Weise vom Schicksal einer Familie während der brasilianischen Militärdiktatur.
SZ-Podcast "Auf den Punkt"
:Haben Medien die AfD normalisiert?
Ist der Partei zu viel Beachtung geschenkt worden? Der Medienwissenschaftler Tanjev Schultz über den medialen Umgang mit Rechtsextremen.
Syrien
:Besser ist noch lange nicht gut
Als die Herrschaft der Assads im Dezember 2024 auf spektakulär unblutige, geräuschlose Weise verschwand, waren auch viele Frauen überrumpelt, betäubt, fassungslos. Aber einfach nur jubeln? Es ist eher ein Belauern der neuen Machthaber.
SZ-Podcast "Auf den Punkt"
:Trumps Angriff auf US-Justiz: Umsturz im Eiltempo
Der US-Präsident rüttelt an allen Fundamenten der USA. Jetzt will er sämtliche Bundesanwälte entlassen, die von seinem Vorgänger ernannt wurden.
MeinungUSA
:Mount McKinley, Golf von Amerika – damit zeigt Donald Trump seinen Machtanspruch
Es ist alles andere als egal, wie der höchste Berg Nordamerikas heißt. Schon oft haben Herrscher darauf gedrungen, ihr Programm auch auf die Landkarten zu bringen.
Belarus
:Ein Land, gefangen in Angst
Erstmals seit den niedergeschlagenen Protesten von 2020 lässt Alexander Lukaschenko bei einer Scheinwahl seine Alleinherrschaft verlängern. Wer dazu nicht schweigen will, spricht nur mit großer Vorsicht.
Spanien
:Der Caudillo spaltet das Land noch immer
In diesem Jahr jährt sich der Tod des spanischen Diktators Francisco Franco zum 50. Mal. Um das angemessene Gedenken an Bürgerkrieg und Diktatur ist heftiger Streit entbrannt.
Syrien
:Vier Jahre Zeit – für die Islamisten
Die lange Frist bis zu den ersten Wahlen, die der Führer der syrischen Übergangsregierung ansetzt, besorgt besonders die religiösen Minderheiten. Denn in der Zwischenzeit gehört die Macht Ahmed al-Scharaa, seiner islamistischen HTS-Miliz und ihren Verbündeten.
MeinungRussland
:Ein Vierteljahrhundert ist Wladimir Putin an der Macht. Wie soll das nur enden?
Seit 25 Jahren lebt seine Macht von seiner Undurchschaubarkeit und der Bereitschaft zur Gewalt. Den Wunsch nach Größe und Anerkennung wird man ihm nicht erfüllen. Für die Zukunft seines Landes verheißt das nichts Gutes.
Wege aus der Krise
:Fürchtet euch nicht
Der Aufstieg von Populisten, Krieg in Europa, Klimawandel: Kann man aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen? Die SZ hat drei Menschen gefragt, deren Fachgebiet die Geschichte ist. Warum Magnus Brechtken, Ines Geipel und Heinrich August Winkler nicht ohne Zuversicht nach vorne blicken.
Südkorea
:Land der Gräben
Der Anschlag des Präsidenten Yoon auf Südkoreas Demokratie hat gezeigt, dass nicht alle im Land dieselben Lehren aus den Zeiten der Diktatur ziehen. Der 82 Jahre alte Lee Boo-young sieht trotzdem Grund zur Hoffnung, er war immer ein Freiheitskämpfer.
Ines Geipel: „Fabelland“
:Der Westen ist nicht an allem schuld
Was es bedeutet hat, in zwei Diktaturen zu leben, darüber sei in Ostdeutschland bis heute nicht wirklich geredet worden, schreibt Ines Geipel in ihrem Buch „Fabelland“. Daran werden sich viele stoßen. Gut so.
Gestürzte Diktatoren
:„Mein Gewissen ist rein“
Was mit Diktatoren wie Baschar al-Assad nach ihrem Sturz geschah – die meisten wurden von ihren Verbrechen eingeholt. Ein Blick in die Geschichte.
MeinungSyrien
:Die befreiende Botschaft des Umsturzes heißt: Tyrannensturz ist möglich, trotz allen Terrors
Das Mordregime von Damaskus ist Geschichte. Autoritäre Herrscher haben nichts mehr zu fürchten als den Augenblick, in dem sie den Unterdrückten nicht mehr genug Furcht einflößen können.
SZ-Autor über Sturz des syrischen Regimes
:„Geschieht das gerade wirklich?“
Mehr als ein halbes Jahrhundert Diktatur der Familie Assad ist nun vorbei. Das syrische Volk triumphiert, bricht die Beschränkungen, beendet die Ära der Tyrannei, und Freude breitet sich bei allen aus – auch bei SZ-Autor Mohamad Alkhalaf aus Kirchseeon.
Syrien
:Die Nacht, als der Diktator floh
Vierundfünfzig Jahre Diktatur, vierzehn Jahre Krieg: Baschar al-Assad ließ sein halbes Land zerstören, um an der Macht zu bleiben. Am Ende brauchten die Rebellen dann zehn Tage, um sein ausgehöhltes Regime zu stürzen. Szenen aus einem Land, dem der Despot weglief.