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Castor-Transport auf dem Neckar 5 Bilder
Atomkraft

Atommüll wird erstmals mit einem Schiff transportiert

Nach einem erzwungenen Zwischenstopp konnte der Castor-Transport auf dem Neckar seine Fahrt inzwischen wieder fortsetzen.

Castor-Transport auf dem Neckar
Atomkraft

Atommüll-Schiff nach erzwungenem Stopp wieder unterwegs

Atomkraftgegner hatten sich mit einem Plakat von einer Brücke über dem Neckar abgeseilt und den Castor-Transport unterbrochen. Die Verschiffung des radioaktiven Mülls ist umstritten.

Barbara Hendricks
Umweltministerin

Hendricks will Atommüll in ganz Deutschland verteilen

Bis auf Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg weigern sich alle deutschen Bundesländer, Atommüll zu lagern. Umweltministerin Barbara Hendricks will die Castoren nun auf ganz Deutschland verteilen - und übt scharfe Kritik an Bayern und Hessen.

Atommüll

Rückrufaktion für Castorbehälter

Weil Teile der Container nicht richtig geprüft wurden, dürfen 44 Atommüllbehälter nicht benutzt werden. Das Problem: Vier Castoren stehen schon fertig beladen im Zwischenlager des niedersächsischen Atommeilers Unterweser.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Atom-Endlager Morsleben
Atommüll

Kompromiss bei Endlagersuche

Kurz vor den entscheidenden Verhandlungen über die Suche nach einem atomaren Endlager gibt es einen Kompromissvorschlag aus dem Bundesumweltministerium, mit dem auch die Länder leben könnten. Die Entscheidung über die künftigen Castor-Zwischenlager würde demnach erst einmal vertagt - auf die Zeit nach der Bundestagswahl.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Protest gegen Castor-Transport

Linke-Politiker Dehm wegen "Schotter"-Aufruf verurteilt

Der Bundestagsabgeordnete Dieter Dehm von der Linken hatte einen Aufruf zum massenhaften Herauswühlen von Schottersteinen entlang der Castor-Strecke unterzeichnet. Nun hat ihn das Amtsgericht Lüneburg deswegen zu einer Geldstrafe verurteilt. Dehm will bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gehen.

Castor-Transport 12 Bilder
Proteste gegen Castor-Transport

Letzte schwierige Kilometer

Der Castor-Transport mit hochradioaktiven Atommüll steht kurz vor seinem Ziel - doch die letzten Kilometer könnten mühsam werden. Atomkraftgegner bringen sich zu Tausenden in Position, versperren Straßen und bereiten am Ziel Gorleben eine Sitzblockade vor.

Castor-Transport
Proteste gegen Castor-Transport

Stop-and-go auf dem Weg nach Gorleben

Brennende Autos, Blockaden, Böller: Immer wieder kommt der Castor-Transport auf dem Weg zum Verladebahnhof Dannenberg zum stehen. Der Ort bereitet sich auf eine Großdemonstration vor. Bei Ausschreitungen in der Nacht wurden zahlreiche Personen verletzt. Polizei und Atomkraftgegner beschuldigen sich gegenseitig, die Gewalt ausgelöst zu haben.

Castor-Transport
Proteste gegen Atommüll-Transport

Wendland rüstet sich zum letzten Castor-Widerstand

Der Castor-Transport mit hochradioaktivem Müll ist wieder in Deutschland unterwegs. Tausende Atomkraftgegner bereiten sich im Wendland auf seine Ankunft vor. Bereits jetzt setzt die Polizei Wasserwerfer gegen gewaltbereite Demonstranten ein, Steine und Molotowcocktails fliegen. Nur mit einem Großaufgebot kann sie eine Besetzung der Gleise verhindern.

Winfried Kretschmann
Kretschmann gegen Castor-Proteste

Grauer Weiser statt grüner Eiferer

Wenn am Sonntag die "grünen Busse" zu den Castor-Protesten ins Wendland fahren, wird Winfried Kretschmann wohl nicht dabei sein. Der baden-württembergische Ministerpräsident sieht im Widerstand gegen das Atommüllendlager Gorleben keinen Sinn mehr - und zieht damit den heiligen Zorn der Atomkraftgegner auf sich: Kretschmann mache den Trittin, schimpfen sie.

Von Roman Deininger, Stuttgart

Schüler protestieren gegen Castor-Transport
Auf dem Weg nach Gorleben

Castor-Transport verzögert sich

Überraschend stoppt der Castor-Transport nahe der französischen Grenze. Anders als angekündigt, soll der Zug mit Atommüll erst an diesem Freitag in Deutschland ankommen. Welche Route er nehmen wird, ist nicht bekannt - doch schon jetzt protestieren Atomkraftgegner entlang der möglichen Strecke.

Rigider Sparzwang

Bundespolizei geht Geld für Sprit aus

Castortransport, Papstbesuch, Fußballspiele: Die Einsatzliste für die Beamten der Bundespolizei wird immer länger, doch gleichzeitig schrumpft das Budget. Die Polizei ist frustriert, aber die Politik zeigt nur wenig Verständnis. Der Sprit für Noteinsätze mit Blaulicht reicht ja noch.

Von Klaus Ott

Parteirat Buendnis 90/ Die Gruenen
Ergebnis der Grünen

Der Fluch der späten Wahlen

Die Grünen haben ein prächtiges Jahr hinter sich. Doch nicht nur ihr mäßiges Abschneiden bei den Hamburger Wahlen spricht dafür, dass 2011 sie ernüchtert.

Ein Kommentar von Michael Bauchmüller

Demonstration gegen Castortransport
Atommüll-Transport

Castor-Transport erreicht sein Ziel

Später als geplant hat ein Zug mit Atommüllbehältern sein Ziel in Lubmin erreicht. Zuvor hatten sich zwei Aktivisten mit einer Betonkonstruktion an die Schienen gekettet. Sechs Stunden stand der Zug still.

Überwachungsdrohne beim Castor
Drohneneinsatz beim Castor-Transport

Sehenden Auges in die Panne

Nicht zuständig, nicht informiert - und "bitte nicht Drohne sagen": Wie sich die niedersächsischen Behörden winden, wenn man sie zu eingesetztem Fluggerät beim Castor-Transport befragt.

Von Oliver Das Gupta

Überwachungsdrohne beim Castor
Gorleben: Streit um Polizei-Drohne

Heimlicher Bewacher der Castor-Gegner

Achtung, Videokamera von oben: Die Polizei hat zur Überwachung des Castor-Transports nach Gorleben eine Drohne eingesetzt. Datenschützer und Demonstranten beklagen einen "skandalösen Generalverdacht".

Französischer Polizist bei Castor-Protest handgreiflich
Polizeieinsatz bei Castor-Transport

Zusammenarbeit auf französisch

Die Empörung über den Einsatz eines französischen Polizisten beim Castor-Transport im Wendland ist groß. Während sich die Polizeidirektion Lüneburg ahnungslos gibt, sprechen die Grünen von Körperverletzung und Amtsanmaßung.

Von Jens Schneider

Proteste gegen Castor-Transport
Castor-Transporte

Das Recht des Stärkeren

Die Atompolitik ist eine nationale Angelegenheit, die die Gesellschaft spaltet, Widerstand provoziert - und immense Kosten verursacht. Der Bund allerdings ist sehr zurückhaltend in Sachen Finanzierung.

Ein Kommentar von Joachim Käppner

A Castor container arrives  at Germany's interim nuclear waste storage facility in the northern German village of Gorleben
Atommüll-Debatte: Liveticker

Castor-Streit strahlt in den Bundestag

Illegaler Krawall oder Sternstunde der Demokratie? Die Castor-Transporte waren Thema im Bundestag. Während die Regierung ihre Atompolitik verteidigt, sieht die Opposition das Ende von Schwarz-Gelb eingeläutet. Die Debatte zum Nachlesen im Liveticker.

Kernkraftwerk Gundremmingen
Atomtransport nach Russland

Strahlende Exporte

Die Bundesregierung will 951 bestrahlte Brennelemente aus dem Zwischenlager Ahaus nach Russland schicken. Die Idee: Deutschland ist den hochradioaktiven Müll los und Russland erhält frisches Plutonium.

Von Michael Bauchmüller und Frank Nienhuysen

GORLEBEN 19 Bilder
Castor-Transport

Warten auf die Tieflader

Im Morgengrauen entfernten Polizisten Atomkraftgegner von den Gleisen - manche mussten die Nacht in der Gefangenensammelstelle verbringen. Derzeit werden die Castorbehälter umgeladen. Auf der Straße nach Gorleben warten bereits die Demonstranten.

Der Protest in Bildern.

Renate Künast Berlin Grüne
Atomstreit

Modell Künast: Die Stunde der Grünen

Stetigkeit hat die Grünen nach oben gebracht. Selbst das Führungspersonal - von Jürgen Trittin bis Renate Künast - ist seit Jahren unverändert. In Berlin und Stuttgart kann die Partei womöglich den Regierungschef stellen. Der Erfolg aber hat seine Tücken.

Von Thorsten Denkler, Berlin

Thermografische Bilder des Castor-Transportes
Castor-Transport rollt Richtung Deutschland

Heiße Fracht, heftige Proteste

Das erste Mal mussten die elf Waggons mit 123 Tonnen Atommüll bereits kurz nach dem Start in Nordfrankreich zwangspausieren: Atomkraftgegner hatten sich an die Gleise gekettet. Indes machen sich im Wendland Zehntausende zum Protest bereit. SPD-Chef Gabriel beordert angesichts des massiven Widerstands die Kanzlerin nach Gorleben.

Proteste gegen Castor-Transport
Atompolitik

Der Castor: die rollende Ratlosigkeit

Der Widerstand von Gorleben ist zu einer Volksbewegung von Hausfrauen, Lehrern und Bauern geworden. Doch wenn die Gewalt den Protest überschattet, ist das ein Fiasko. So kann die Atompolitik von ihrer Ratlosigkeit ablenken.

Ein Kommentar von Heribert Prantl