Friedensstifter, Weltliteraten und brilliante Wissenschaftler
Sie sind die begehrtesten Auszeichnungen der Welt: Die Nobelpreise werden in Medizin, Physik, Chemie und Literatur vergeben. Hinzu kommen der Friedensnobelpreis und eine entsprechende Auszeichnung in Wirtschaftswissenschaften. Alles über die Preisträger, ihre Leistungen und ihr Leben in einem Spezial.
Ein Nobelpreis wurde bereits 1888 vergeben - allerdings nicht in Skandinavien, sondern in Sankt Petersburg. Dort wurde der Preis inzwischen wiederbelebt - doch die Nobel-Nachfahren führen nun einen erbitterten Kampf gegen die "unanständigen Trittbrettfahrer".
Von Tim Neshitovmehr...
Die italienische Hirnforscherin und Nobelpreisträgerin Rita Levi-Montalcini ist im Alter von 103 Jahren gestorben. Sie widersetzte sich den Faschisten und ihrem Vater, forschte im Heimlabor und entdeckte wichtige Wachstumsfaktoren. 1986 erhielt sie den Medizin-Nobelpreis.
Von Christina Berndtmehr...
Meinung
Es ist derzeit schick, Europas überdrüssig zu sein. Die Dreifachkrise aus Schulden, Wettbewerbsgefälle und schlechten Regeln stellt die Union auf eine harte Probe. Doch ohne die EU wäre der Kontinent wahrlich schlechter dran.
Ein Kommentar von Stefan Korneliusmehr...
Amerika kommt gar nicht vor, die Krise eher am Rande: Die Spitze der EU gibt sich auf der Verleihung des Friedensnobelpreises verliebt in die europäische Idee. Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande werden bejubelt. Und auch Helmut Kohl bekommt endlich ein bisschen Nobelpreis.
Von Michael Königmehr...
Der Literaturnobelpreis für Mo Yan hat bei manchen Jubel, bei anderen Empörung ausgelöst: Denn die Haltung des chinesischen Schriftstellers zum Regime in Peking ist Kritikern wie Ai Weiwei ein Dorn im Auge.
Wie die Kontroverse verlief.mehr...
Die Europäische Union erhält den Friedensnobelpreis - doch ist das für die Zukunft der Gemeinschaft ein gutes oder schlechtese Omen? Immerhin gibt es viele Preisträger, die nach der Auszeichnung ihre politischen Ziele erreichten. Was aus Friedensnobelpreisträgern wurde.
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Kritiker werfen Literaturnobelpreisträger Mo Yan eine unkritische Haltung zu den Machthabern in Peking vor. Jetzt nutzt er seine Nobelvorlesung, um sich zu wehren. "Dreckwasser" und "Steinewerfen" ließen ihn unbeeindruckt. Das Thema Zivilcourage scheut er dennoch nicht.
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Ein seltenes Lebenszeichen von der Frau des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo: Reportern ist gelungen, was seit fast zwei Jahren niemand geschafft hat. Sie schmuggelten sich in die Pekinger Wohnung, die Liu Xia zum Gefängnis geworden ist.
Von Kai Strittmatter, Pekingmehr...
Im Oktober fürchtete er noch die Frage "Wie kann ich nicht glücklich sein, wo ich doch soeben den Nobelpreis gewonnen habe?". Der Schriftsteller Mo Yan ist seither abgetaucht. Raus aus dem Wirbel. Wie geht es dem Chinesen jetzt, kurz vor der feierlichen Verleihung am 10. Dezember?
Von Kai Strittmattermehr...
Zwei amerikanische Ökonomen erhalten in diesem Jahr den sogenannten Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften: Die Jury zeichnet Alvin Roth und Lloyd Shapley für ihre Forschung zur Verteilung zwischen Menschen und Märkten aus. In der Arbeit der beiden geht es jedoch nicht ums Geld.
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Wer wurde vom Nobelpreis-Komitee eigentlich darüber informiert, dass die Europäische Union den Friedensnobelpreis erhält? Darüber rätselt man auch in Parlament, Rat und Kommission, denn einen EU-Sprecher gibt es schließlich nicht.
Von Markus C. Schulte von Drachmehr...
Meinung
Ja, die EU hat Frieden gestiftet. Die Europäer können stolz sein, dafür den Nobelpreis zu erhalten. Aber nicht zu lange. Denn die Gegenwart zeigt: Wenn es darauf ankommt, ziehen die Staaten nicht an einem Strang. Den aufstrebenden Nationen in Lateinamerika, Asien und Afrika liefert Europa gerade ein Beispiel dafür, wie sie es nicht machen sollten.
Ein Kommentar von Thomas Kirchnermehr...
Die Spekulationen haben ein Ende, der Literaturnobelpreis 2012 geht an den Chinesen Mo Yan. Die Reaktionen aus seiner Heimat sind äußerst gemischt. Von internationalen Schriftstellerkollegen kommt dagegen höchstes Lob. Martin Walser hält Mo Yan gar für den "wichtigsten Schriftsteller unseres Zeitalters".
Erste Stellungnahmen in Bildern.mehr...
Der Literaturnobelpreis geht in diesem Jahr an den chinesischen Schriftsteller Mo Yan. Zur Begründung hieß es, Mo Yan habe "mit halluzinatorischem Realismus Märchen, Geschichte und Gegenwart vereint". Der Autor wurde in den achtziger Jahren mit seinem Romanzyklus "Das rote Kornfeld" bekannt. Die Ehrung gilt als die wichtigste literarische Auszeichnung der Welt und wird am 10. Dezember in Stockholm feierlich verliehen.
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