Einst lebten 1,8 Millionen Menschen in Detroit, heute sind es nur noch etwas mehr als 700.000. Um Geld zu sparen, will die Stadtverwaltung jetzt in einigen Problemvierteln sogar die Straßenbeleuchtung abschalten. Die Botschaft ist klar: "Rückt zusammen, oder wir schreiben euch ab."
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Moritz Koch, New Yorkmehr...
Ein Desaster für JPMorgan: Nachdem die amerikanische Großbank einen Spekulationsverlust von zwei Milliarden Dollar eingestanden hat, ist in Presseberichten von einer weiteren Milliarde die Rede. Präsident Obama will das Zocken nun stoppen und an der Wall Street strenge Regeln durchsetzen - nicht nur für JPMorgan.
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Eurogruppen-Chef Juncker lehnte ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro ab. In Athen wurden die Gespräche zur Regierungsbildung auf Dienstag vertagt.
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Klare Ansage an Athen: Sollte Griechenland die bestehenden Verträge mit der EU und dem IWF nicht einhalten, entfalle damit die Grundlage für weitere Finanzhilfen, warnt Bundesbankpräsident Jens Weidmann. Auch einen Austritt des Landes aus der Euro-Zone schließt er im Interview mit der SZ nicht aus.
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"Fehler, Schlampereien und schlechtes Urteilsvermögen": Die amerikanische Großbank JPMorgan hat auf die Konjunktur gesetzt - und so zwei Milliarden Dollar an den Märkten verloren. Dabei war die Bank von der Finanzkrise gerade aus einem Grund weitgehend verschont geblieben: Sie hatte sich von Risikoinvestitionen ferngehalten.
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Sparen um jeden Preis - dieses Rezept scheint überholt. Wachstum ist die neue Wunderwaffe im Kampf gegen die Krise. Die Euro-Staaten diskutieren über ein milliardenschweres Kreditprogramm und andere "kreative" Maßnahmen.
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Cerstin Gammelin, Brüssel und Claus Hulverscheidt, Berlinmehr...
Dass es um die britische Wirtschaft nicht gut steht, wussten Experten und Politiker, doch die jetzt veröffentlichten Konjunkturzahlen haben selbst Pessimisten überrascht. Um 0,2 Prozent geht die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal zurück. Die konservativ-liberale Regierung gerät zunehmend unter Druck.
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Die IWF-Mitgliedsländer haben sich auf neue Mittel zur Stabilisierung der Märkte geeinigt. Damit ist der zweite Billionen-Dollar-Rettungsschirm aufgespannt. Die Euro-Staaten übernehmen knapp 200 Milliarden Dollar, 54 Milliarden davon entfallen auf Deutschland.
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Claus Hulverscheidt, Washingtonmehr...
Meinung
Risiko-Banker werden wieder fürstlich entlohnt, als hätte es die Finanzkrise nie gegeben. Die Rückkehr der Gier zeigt, dass sich Politiker endlich daran wagen sollten, Obergrenzen für Gehälter festzulegen. Die besondere Gefährdung des Steuerzahlers rechtfertigt das. Und es gibt durchaus Ideen, wie das gehen kann.
Ein Kommentar von
Alexander Hagelükenmehr...
Der demokratische Kapitalismus ist in Gefahr, die Staaten sind nur noch Inkassoagenturen schwerreicher Investoren: Der Soziologe Wolfgang Streeck kritisiert, dass immer mehr Freunde und Mitarbeiter der Investmentbank Goldman Sachs auf einflussreichen politischen Posten sitzen. Was sie dazu befähigt? Vor allem finanztechnisches Wissen. Und Intrigenkompetenz.
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Jens Biskymehr...
Mit seiner Wirtschaft steht Tokio nicht besser da als Athen: Japan hat riesige Schulden und ein miserables Steuersystem. Sollten die Zinsen merklich steigen, dann droht dem Land der Staatsbankrott. Immerhin hat es zwei Vorteile gegenüber Griechenland.
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Christoph Neidhart, Tokiomehr...
Hans-Werner Sinn, Chef des Ifo-Instituts, rechnet mit den vielen Krediten der EZB ab. Er sieht schwarz für Europa und fordert ein Umdenken. Seine Analyse der milliardenschweren sogenannten Target 2-Risiken ist umstritten. Doch jetzt springen ihm die Familienunternehmer bei.
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Hans-Jürgen Jakobsmehr...
Merkel unter Druck: Erst am Montag hat die Kanzlerin einer Ausweitung des Euro-Rettungsschirms zugestimmt, schon kommen von der OECD neue Forderungen. Statt der geplanten 500 Milliarden Euro für den ESM verlangt die Organisation eine Verdoppelung auf eine Billion Euro. Mindestens. Eine solche Aufstockung würde für Deutschland teuer werden.
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In der CSU gibt es offenbar Streit um die Euro-Rettungsschirme. Während Parteichef Seehofer die Haltung der Kanzlerin unterstützt, ist für die Euro-Skeptiker die rote Linie überschritten.
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Mit Geschäften abseits der klassischen Finanzmärkte machen die Banken gute Geschäfte. Doch in der Finanzkrise hat sich gezeigt, wie gefährlich der außerbörsliche Handel sein kann, bei dem es vor allem um Derivate geht. Nun will die Brüssel offenbar diese Geschäfte an die Börse verlagern - und damit unter Aufsicht stellen.
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Die Bundesregierung will einem Medienbericht zufolge eine Aufstockung des Euro-Rettungsschirms nicht mehr blockieren. Demnach sollen der vorläufige Rettungsschirm EFSF und sein dauerhafter Nachfolger ESM kombiniert werden. Das Finanzministerium verneint, dass schon eine Entscheidung gefallen sei.
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Bundesfinanzminister Schäuble fordert gemeinsam mit acht europäischen Amtskollegen die schnelle Einführung einer Steuer auf Börsengeschäfte. Bis Mitte des Jahres soll eine Lösung gefunden sein.
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Als die Investmentbank Lehman Brothers zusammenbrach, erzitterte die Welt. 1268 Tage nach der Bankrotterklärung ist das Symbol der Finanzkrise nun nicht mehr insolvent. Das ist mehr als eine Formalität: Jetzt bekommen Gläubiger Milliarden ausgeschüttet. Auch eine pikante Personalie in der Bankenlobby erinnert an die Pleite.
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Die Debatte um die Aufstockung des Euro-Rettungsschirms ESM droht die Koalition zu spalten. Während die Bundeskanzlerin die Bereitstellung weiterer Milliarden in Erwägung zieht, kommt aus den Reihen der CSU massiver Widerstand. Parteichef Seehofer will Merkel im Falle eines Kurswechsels die Unterstützung versagen.
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Es ist ein Milliarden-Bumerang: Gerade erst haben sich die Banken mehr als eine halbe Billion Euro von der Europäischen Zentralbank geliehen - um sie eigentlich an Unternehmen und Staaten weiterzuverteilen. Aber stattdessen bringen die Institute Hunderte Milliarden zurück zur EZB, obwohl sie damit kein Geld verdienen.
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"Bis hierhin und nicht weiter", hieß es. Jetzt ist die Bundeskanzlerin nach SZ-Informationen wohl doch bereit, den deutschen Beitrag zum Euro-Rettungsschirm auszuweiten. Das entspricht Angela Merkels Politik, Positionen zu räumen, wenn es opportun erscheint. Aber es bringt die Koalition an die Grenze ihrer Belastbarkeit.
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Thorsten Denkler, Berlinmehr...
"Europa scheitert, wenn der Euro scheitert": Angela Merkel hat in einer Regierungserklärung versucht, die Zweifelnden von der Richtigkeit der Hilfen für Athen zu überzeugen. Ihr Credo: "Die Chancen überwiegen die Risiken." Die Kanzlermehrheit verfehlt sie knapp - kann sich aber auf das Abstimmungsverhalten der Opposition verlassen.
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Nico Fried, Berlinmehr...
Trotz des im Bundestag gefassten Beschlusses fließen die Gelder nicht sofort - die Griechen müssen erst noch einige Bedingungen erfüllen. Der Internationale Währungsfonds knüpft sein Hilfsversprechen an eine Erhöhung der finanziellen Brandmauer in Europa. Dem wird Deutschland aber wohl nur im Gegenzug für weitere griechische Zusagen zustimmen.
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Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
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