Das Europaparlament sollte den Emissionshandel retten - doch die Abgeordneten lehnen es mehrheitlich ab, die Zertifikate zu verknappen. Nun können Unternehmen weiterhin zum Spottpreis die Umwelt verschmutzen.
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Exklusiv
Vom Vorbild zum "Mogler": Eon-Chef Teyssen greift Europas Politiker nach dem Scheitern des Emissionshandels scharf an. Jeder, der erzähle, Europa sei Vorreiter beim Klimaschutz, solle sich schämen.
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Meinung
Das wichtigste Instrument für den Klimaschutz ist unbrauchbar geworden. Die EU will den Emissionshandel nicht regulieren. Und Kanzlerin Merkel lässt zu, dass Deutschland bei diesem Thema in Brüssel stumm bleibt. Vom Willen, alles dafür zu tun, um künftigen Generationen eine lebenswerte Umwelt zu erhalten, ist nichts mehr übrig.
Ein Kommentar von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
Meinung
Eigentlich sollten Firmen ordentlich zahlen, wenn sie CO2 in die Luft blasen. Doch die Rechte dafür kosten kaum noch etwas. Die EU versucht nun in einer Notoperation, den Preisverfall beim Emissionshandel zu stoppen. Dabei könnte Europa das Problem ganz einfach lösen.
Ein Kommentar von Michael Bauchmüllermehr...
Meinung
Auf internationalen Konferenzen spricht Angela Merkel noch immer wie die "Klimakanzlerin". Doch Reden und Handeln klaffen mittlerweile weit auseinander. Nun lässt Merkel verlauten, gegen die "geballte deutsche Wirtschaft" sei die Reparatur des Emissionshandels nicht möglich. Damit stellt sie die Fakten auf den Kopf.
Ein Kommentar von Michael Bauchmüllermehr...
Eigentlich müssen alle Fluggesellschaften, die in der EU starten und landen, seit Anfang dieses Jahres Zertifikate für ihre Luftverschmutzung vorweisen. Doch viele Länder wie die USA oder China weigern sich. Nun will die EU-Kommission die Regelung vorerst auf Eis legen.
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Der europäische Emissionshandel ist in Gefahr, die Preise für CO2-Zertifikate brechen ein. Das bringt jetzt auch die Bundesregierung in Not und die Finanzierung der Energiewende in Gefahr. Selbst Energiekonzern-Bosse warnen vor einem Zusammenbruch des Systems.
Von Markus Balsermehr...
Neue Schwierigkeiten im Emissionshandel: In dem System sind offenbar Rechte-Diebe unterwegs. Nach Vorfällen in Tschechien und anderen Ländern unterbrach die EU den Handel mit den Verschmutzungsrechten vorläufig.
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Exklusiv
Schwere Versäumnisse bei der Deutschen Bank: Bereits 2009 warnte der britische Fiskus das Geldinstitut vor kriminellen Geschäften beim Emissionshandel. Doch anstatt intern durchzugreifen, weitete die Bank diese Geschäfte sogar noch aus und ließ sich dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit dubiosen Firmen ein.
Von Andrea Rexer, Frankfurt, und Klaus Ottmehr...
Der Bundestag beschloss am Freitag mit den Stimmen von SPD und Grünen die rechtlichen Grundlagen für den Handel mit Verschmutzungsrechten. Die Minister Trittin und Clement streiten noch darüber, wer wieviele Schadstoffe ausstoßen darf.
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Der Handel mit Emissionsrechten galt einst als Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel. Mittlerweile steckt er in der Krise. Weil der Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid mittlerweile so wenig kostet wie ein Fast-Food-Menü.
Von Thomas Schmelzermehr...
Der Anteil von Ökostrom soll bis 2020 auf 20 Prozent wachsen. Ab 2005 brauchen etwa 2600 Industrieanlagen eine Genehmigung dafür, um Treibhausgase in die Luft zu blasen. Wer mehr verschmutzen will als erlaubt, braucht ein Zertifikat, wer weniger verschmutzen will, kann überschüssige Zertifikate verkaufen.
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Sechs Euro pro Tonne Kohlendioxid zahlen Europas Unternehmen derzeit für ihre Umweltverschmutzung. Viel zu wenig, meint die EU-Kommission. Der Preis soll kräftig steigen.
Von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
Schulden, Ungleichheit und globale Erwärmung: Für seine zweite Amtszeit als US-Präsident setzte Barack Obama bei seiner Siegesrede nach den Wahlen in Amerika diese drei großen Themen. Doch schon mit dem ersten Gesetz nach der Wiederwahl knickt er vor Lobbyisten der US-Luftfahrtbranche ein.
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Klagen, Proteste und wütende Briefe: Die von der EU geplante Ausweitung des Emissionshandels hat scharfe Reaktionen in den USA, China und Indien hervorgerufen. Selbst US-Außenministerin Clinton wandte sich an die EU-Kommission - und drohte der EU mit Vergeltungsmaßnahmen.
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Polen kämpft gegen das Herzstück der europäischen Klimapolitik: den Handel mit Zertifikaten - das EU-Gericht gibt dem Land Recht.
Von C. Gammelinmehr...
Der umweltpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Reinhard Loske, glaubt, dass Emissionshandel die globale Gerechtigkeit fördern kann.
Von Reinhard Loskemehr...
Die EU darf auch nichteuropäische Fluglinien zwingen, Emissionrechte zu kaufen. Das hat der EuGH entschieden. Für die Kläger, zwei US-Airlines, ist das eine Niederlage. Die hiesige Luftfahrtbranche fürchtet nun amerikanische Vergeltung. Umweltverbände loben das Urteil.
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Warum es dem Planeten hilft, wenn die armen Länder Verschmutzungsrechte an reiche Nationen verkaufen dürften.
Eine Außenansicht von Ernst-Ulrich von Weizsäckermehr...
Im Konflikt zwischen Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) und Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) über den Emissionshandel ist keine Einigung in Sicht. Bei einem Treffen der Staatssekretäre beider Häuser gab es nach Informationen der Süddeutschen Zeitung erneut keine Annäherung.
Von Von Philip Grassmannmehr...
Strom soll im Jahr 2013 um drastische 15 bis 20 Prozent teurer werden - weil die Erzeuger die Kosten des Emissionshandels auf die Verbraucher abwälzen.
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Kostenfaktor Klimaschutz: Die EU bezieht Lufthansa, Ryanair und Co. in den Emissionshandel mit ein - die zusätzlichen Kosten werden wohl auf die Passagiere abgewälzt.
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Schon immer war der Umsatzsteuer-Betrug verlockend - doch beim Handel mit CO2-Zertifikaten wurde es Ganoven offenbar besonders leicht gemacht. Und Mitarbeiter der Deutschen Bank sollen geholfen haben.
Von Klaus Ott und Nicolas Richtermehr...
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