Medizingeschichte

SZ PlusSchicksal der Sinti und Roma im Nationalsozialismus
:Sollte ein Dirigent mit NS-Vergangenheit weiter mit Straßennamen geehrt werden?

Vor ein paar Monaten ist in Würzburg eine Straße umbenannt worden. Sie trägt nun statt des Namens eines Komponisten den Namen einer Tänzerin, deren Karriere die Nazis zerstörten. Nicht für jeden Anwohner ist das nachvollziehbar. Ein Besuch.

Von Olaf Przybilla

SZ PlusMedizin
:"Sie wurden von Engeln der Hoffnung zu Todesboten"

Eine aktuelle Analyse zeigt, wie stark Ärzte in die Verbrechen des NS-Regimes involviert waren. Die Forscher widersprechen der Vorstellung, es handelte sich lediglich um die Exzesse einiger weniger besonders brutaler Doktoren. Im Gegenteil.

Von Werner Bartens

SZ PlusMedizingeschichte
:Wie Lepra-Kranke im Mittelalter in Bayern lebten

Einst gab es 220 sogenannte Siechenhäuser im Freistaat. Waren das gefängnisartige Orte der Ausgrenzung? Oder eher Hospize für privilegierte Patienten? Eine Spurensuche in Franken.

Von Max Weinhold

SZ-Podcast "Das Thema"
:Contergan: Der Skandal geht weiter

Deutschlands größter Medizinskandal liegt 60 Jahre zurück. Doch noch immer müssen Contergan-Geschädigte um Unterstützung kämpfen.

Von Christina Berndt, Lars Langenau und Laura Terberl

Medizingeschichte
:Ein Museum für den "Riesen vom Tegernsee"

Im Keller des Pathologieinstituts in Schwabing verbirgt sich ein Fundus von Organen und Skeletten, Obskuritäten und Besonderheiten. Die Stimmen werden lauter, dort ein Medizinhistorisches Museum für München einzurichten.

Von Ekaterina Kel

NS-Verbrechen
:Auschwitz Komitee fordert Erhalt der Erlanger "HuPfla"

Die ehemalige Heil- und Pflegeanstalt dürfe "auf gar keinen Fall abgerissen werden", heißt es in einer Erklärung der Organisation, die sich für würdevolles Gedenken aller Opfergruppen einsetzt.

Von Olaf Przybilla

SZ PlusMeinungNS-Geschichte
:Die historische Verantwortung darf nicht dem Forschungserfolg weichen

Auf die SS-Vergangenheit des Modeunternehmers Rudolf Wöhrl reagierte die Uni Erlangen schnell und entfernte den Namen aus einem Hörsaal. Auch den weiteren Abriss eines Ortes von NS-Medizinverbrechen sollte sie überdenken.

Kommentar von Olaf Przybilla

Friedrich-Alexander-Universität
:Uni verteidigt Abriss von "Euthanasie"-Ort

Der Abbruch der historischen Heilanstalt in Erlangen soll fortgesetzt werden. Einem für deren Erhalt kämpfenden Professor widerspricht die Uni - will aber dem Vorwurf nachgehen, auf ihn sei Druck ausgeübt worden.

Von Olaf Przybilla

Friedrich Alexander Universität
:Ärzte fordern Abrissstopp an historischer Heilanstalt

In einem Brief an Markus Söder warnt die Organisation "Ärzte für Frieden und soziale Verantwortung" vor einem "irreparablen Schaden für die Gedenkkultur".

Medizingeschichte
:Die Pocken sind viel älter als gedacht

Bereits antike Historiker beschrieben pockenartige Seuchen, dabei entstand der Erreger laut älteren Genanalysen erst viel später. Neue Berechnungen zeigen: Das stimmt so nicht.

Von Jakob Wetzel

SZ PlusGentherapie
:Teuerstes Medikament der Welt bekommt Zulassung

Eine einzige Spritze des Medikaments Hemgenix kostet mehrere Millionen Dollar. Wogegen es hilft - und wie.

Von Kathrin Werner

Geschichte
:Medizinhistorische Sammlung für die Staatsbibliothek

Die Bayerische Staatsbibliothek erhält eine nach eigenen Angaben "hochkarätige Sammlung" medizinhistorischer Werke. Das teilte das Haus am Donnerstag in München mit. Die mehr als 3000 Bände seien eine Schenkung des langjährigen Direktors der Klinik ...

SZ PlusMenschheitsgeschichte
:Die Pest steckt uns in den Genen

Der Schwarze Tod hat sich in das Genom des Menschen geschrieben, meinen Forscher. Das machte uns widerstandsfähiger - und schwächer zugleich.

Von Jakob Wetzel

SZ PlusErste Anfänge in Ingolstadt und Landshut
:Von der Hohen Schule zur Spitzenmedizin

Als die erste Universität in Altbayern im Jahr 1472 ihre Arbeit aufnimmt, beginnt auch die inzwischen 550 Jahre währende Geschichte der Medizinischen Fakultät an der Ludwig-Maximilians-Universität.

Von Stephan Handel

SZ PlusTransplantationsskandal
:Wenn Mediziner Gott spielen

Vor zehn Jahren wurde einer der größten Medizinskandale Deutschlands bekannt: Über Jahre hatten Ärzte bei Organtransplantationen manipuliert und betrogen. Was hat sich seitdem getan?

Von Christina Berndt und Vera Schroeder (Text) und Sead Mujic (Illustration und Infografik)

SZ PlusMedizingeschichte
:Der unbekannte Entdecker des Insulins

Kinder mit Diabetes mussten bis vor 100 Jahren oft ihr Leben lang hungern - viele überlebten die Krankheit nicht. Dann feierten kanadische Wissenschaftler den Durchbruch der Insulintherapie. Was kaum jemand weiß: Ein deutscher Arzt hatte das Hormon längst Patienten in Berlin gespritzt.

Von Astrid Viciano

SZ PlusVakzine
:Impfgegner? Gab's schon im 19. Jahrhundert

Was sagen die Corona-Proteste über die Gesellschaft der Gegenwart aus? Vielleicht weniger, als es oft heißt. Als die Pockenimpfung damals den Durchbruch feierte, organisierten sich auch schon wütende Skeptiker - und zwar weit besser als heute.

Von Michaela Schwinn

Ausstellung
:Im Angesicht des Todes

Die Wunderkammer Olbricht mit ihren Objekten zur Vergänglichkeit versetzt in Staunen - derzeit im Deutschen Medizinhistorischen Museum in Ingolstadt.

Von Evelyn Vogel

Nachruf auf Wolfgang U. Eckart
:Engagierter Vermittler

Der Heidelberger Arzt und Historiker widmete sich besonders den dunklen Seiten der Medizingeschichte. Nun ist Wolfgang U. Eckart im Alter von 69 Jahren gestorben.

Von Werner Bartens

SZ PlusMedikamente und ihre Namen
:Gehtwegwienix

Comirnaty, Vaxzevria, Sputnik V - wie kommen die Corona-Impfstoffe und andere Pharmaprodukte eigentlich zu ihren Namen? Nach welcher Rita Ritalin benannt ist und was Johnny Cash mit Hämorrhoiden zu tun hat.

Von Werner Bartens

SZ PlusPolio-Impfung
:Lehren aus einer Katastrophe

Schon einmal wurde ein Vakzin in enormem Tempo getestet und zugelassen. Ein bahnbrechender Erfolg, bis ein Hersteller schlampte - mit fatalen Folgen. Die Welt hat daraus gelernt.

Von Berit Uhlmann

SZ PlusInfektionskrankheiten
:Die Seuche, die plötzlich verschwand

1941 wütete eine verheerende Fleckfieber-Epidemie im Warschauer Ghetto - und ebbte völlig unerwartet wieder ab. Was hinter den Mauern geschah, bietet auch Lektionen für die aktuelle Corona-Krise.

Von Berit Uhlmann

Medizingeschichte
:Viren gegen Wikinger

Die Pocken kamen in Europa schon viel früher vor als bisher angenommen. Ein bislang unbekannter Virenstamm plagte bereits die nordischen Seefahrer.

Von Astrid Viciano

SZ PlusMedizingeschichte
:Als Europa die Pest besiegte

Dreimal in der Geschichte rollte die Pest über die Welt hinweg. Auch die letzte Pandemie im 20. Jahrhundert kostete Millionen Menschen das Leben, nur nicht in Europa. Warum eigentlich?

Von Clara Hellner

SZ PlusMedizin
:Ein Mensch mit Widersprüchen

Regime-Gegner oder doch ein Anhänger Hitlers: Die Notizen des Chirurgen Adolphe Jung erlauben einen neuen Blick auf seinen Kollegen Ferdinand Sauerbruch.

Von Astrid Viciano

SZ PlusSZ MagazinMedizin
:Was Frauen krank macht

In der Medizin wird seit jeher vor allem am Mann geforscht, getestet, gelehrt. Die meisten Medikamente und Behandlungen sind auf Männer zugeschnitten. Für Frauen kann das lebensgefährlich sein.

Von Mareike Nieberding

Nazi-Verbrechen im Zweiten Weltkrieg
:Skrupelloses Morden für die SS-Karriere

Der forensische Historiker Julien Reitzenstein dokumentiert akribisch den Massenmord an 86 KZ-Häftlingen für pseudo-medizinische Zwecke. Und benennt den wahren Täter.

Rezension von Wolfgang Benz

SZ PlusMedizingeschichte
:Zwischen Leben und Tod

Woran erkennt man, dass jemand gestorben ist? Bis heute diskutieren Wissenschaftler, wo die Grenze liegt - und Menschen fürchten, lebendig begraben zu werden.

Von Astrid Viciano

SZ PlusAbtreibung
:Das Recht am eigenen Körper

Einst arbeiteten sie mit Stricknadeln, versteckten Patienten im Schlafzimmer und fürchteten die Festnahme. Auch heute wandeln Ärzte auf einem schmalen Grat zwischen Beruf und Straftat, wenn es um Abtreibung geht.

Von Michaela Schwinn

SZ PlusSpanische Grippe
:Neue Angst vor alten Seuchen

Vor 100 Jahren brachte die "Spanische Grippe" mehr Menschen den Tod als der gesamte Erste Weltkrieg. Was der Umgang mit weltweiten Krankheitsausbrüchen über unsere Gesellschaft verrät.

Von Astrid Viciano

Geschichte der Diäten
:Alte Pein an neuen Bäuchen

Vieles, was die Diätindustrie als revolutionäre Methode anpreist, ist eigentlich uralt. Die Wunder-Diät, der Fett-Weg-Massierer, die Schlankheitspille: Alles schon seit Jahrhunderten auf dem Markt - und nach wie vor nicht empfehlenswert.

Berit Uhlmann

Medizingeschichte
:Der Pionier der Herzchirurgie: Erste Transplantation vor 50 Jahren

Am 3. Dezember 1967 verpflanzt der Arzt Christiaan Barnard erstmals ein neues Herz. Doch der Patient stirbt bald - und die Idealisierung des Eingriffs dauert bis heute an.

Von Werner Bartens

Herausragendes Wirken
:Historischer Verein Wolfratshausen ist Kulturpreisträger 2017

Die Stadt Wolfratshausen ehrt den Historischen als Anerkennung für zehn geschichtliche Publikationen und für die Rettung von Denkmälern.

Von Konstantin Kaip

Medizingeschichte
:Ganz viel Grips

Künstler, Fotograf und Nobelpreisträger: Der spanische Neuroanatom Santiago Ramón y Cajal erkannte als erster den Aufbau des Gehirns.

Von Astrid Viciano

Medizingeschichte
:Von Ärzten, Badern und Pfuschern

In seiner Reihe "Spurensuche" begibt sich der Förderkreis für Brauchtum und Kultur Benediktbeuern und Umgebung am Freitag, 29. September, auf einen Streifzug durch das Medizinalwesen des 19. Jahrhunderts. "Der Arzt gilt ihnen soviel wie der Bader ...

Medizingeschichte
:Doktor Eisenbarth, der gute Quacksalber

Der Chirurg Johann Eisenbarth aus Oberviechtach war ein Medizinstar des 17. Jahrhunderts. Wie kam es dazu, dass sein Name heute für Kurpfuscherei steht?

Von Harald Eggebrecht

Medizingeschichte
:Es gab viele Mengeles

Vor 70 Jahren endete der "Ärzteprozess" gegen NS-Mediziner, die Hunderttausende im Namen von Volk und Führer gequält und ermordet hatten. Das Urteil des Gerichts prägt die Debatte über die Ethik der Medizin bis heute.

Von Wolfgang U. Eckart

SZ PlusNS-Euthanasie
:Brandstifter der NS-Euthanasie

200 000 Menschen fielen dem "sanften Tod" im Dritten Reich zum Opfer. Psychiater und Ärzte setzten keineswegs nur Befehle um - sie lieferten den Nazis die Rechtfertigung.

Von Eva Schindele

Medizingeschichte
:Der Zahnarzt, der die Narkose erfand

Eine Tumorentfernung 1846 gilt als Beginn der Anästhesie. Der Arzt betäubte seinen Patienten mit einer Substanz, die "wilde Träume" hervorrief und die moderne Chirurgie erst ermöglichte.

Von Hubert Filser

Visionen in der Wissenschaft
:Und dann fliegen wir!

Dörfer im Weltraum, eine Welt ohne Krankheit: Visionen der Wissenschaft werden selten zur Realität. Trotzdem brauchen wir sie dringend.

Von Kathrin Zinkant

Medizingeschichte
:Archäologie des Kinderzimmers

Spielzeug, Perlen, Modellflugzeuge: Schon immer haben Kinder Dinge verschluckt und Ärzte sie wieder rausgeholt, wie die kuriose Sammlung eines verstorbenen HNO-Arztes beweist.

Von Christian Weber

Medizingeschichte in München
:Das Gehirn von Auguste

In der Königlich Psychiatrischen Klinik in der Nußbaumstraße entdeckte Alois Alzheimer die Krankheit

Von Stephan Handel

Medizingeschichte
:Annalen der Aufschneider

Operationen in Eigenregie, anatomische Wunder, Prominente mit ungewöhnlichen Vorlieben: Ein neues Buch beschreibt erstaunliche chirurgische Eingriffe - und Eitelkeiten.

Von Berit Uhlmann

Interview mit Alicia von Rittberg
:In ein anderes Zeitalter geschnürt

Deutschlands neue Hollywood-Hoffnung Alicia von Rittberg dreht eine Serie über die Berliner Charité. Ein Gespräch über Medizin, erotische Bilder und was eine Korsage mit ihr macht.

Von Lars Langenau

Nobelpreis für Malaria-Forschung
:Chinas Genugtuung

Der Nobelpreis für Tu Youyou ist für China ein Triumph. Er belohnt das Bestreben des Landes, die traditionelle chinesische Medizin in die moderne Biochemie zu überführen.

Von Paul Unschuld

Tod von Oliver Sacks
:Der menschenfreundlichste Arzt seit Sigmund Freud

Er erforschte seltene Krankheiten, experimentierte mit LSD und erfand den Roman in Pillenform. Oliver Sacks war als Arzt wie als Schriftsteller ein Wunderkind und Menschenfreund.

Von Willi Winkler

SZ PlusMedizingeschichte
:Gesunde Skepsis

Sie wurde als "Erbsenzählerin" verunglimpft: Wie die Pharmakologin Frances Kelsey verhinderte, dass der Contergan-Wirkstoff auch in den USA verkauft wurde.

Von Hanno Charisius

Wissenschaftsgeschichte
:Heureka!

Das älteste Wissenschaftsmagazin der Welt feiert 350. Geburtstag. In den "Philosophical Transactions" publizierten Genies wie Isaac Newton und Michael Faraday - und eine äußerst bescheidene Astronomin. Zum Jubiläum die besten Anekdoten.

Von SZ-Autoren

Geschichte der Quarantäne
:Inseln der Gezeichneten

Um eine Ausbreitung von Ebola oder anderen Infektionskrankheiten zu verhindern, werden die Kranken isoliert. Die Quarantäne ist ein altes Mittel gegen Seuchen - das nicht immer erfolgreich ist.

Von Christina Berndt

Medizingeschichte
:Dritte Zähne aus der Antike

Schon vor Jahrtausenden reparierten Menschen ihre Gebisse mit Implantaten. Die Behandlungen waren teils barbarisch: Die Zähne stammten von Toten oder wurden Spendern herausgerissen.

Von Susanne Wedlich

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