Gewalt in Zentralafrikanischer Republik
Bürgerkrieg seit 2013

UN warnen vor Völkermord in Zentralafrikanischer Republik

Das Bürgerkriegsland ist seit 2013 in eine Spirale der Gewalt zwischen Christen und Muslimen geraten. UN-Nothilfekommissar O'Brien sieht in der jüngsten Eskalation ein "frühes Alarmzeichen" für einen Genozid.

Völkermord in Ruanda

Blutige Spur in den Élysée-Palast

Frankreich hat während des Völkermords in Ruanda 1994 eine unrühmliche Rolle gespielt. Dokumente legen nun nahe, dass die Regierung Mitterrand den Konflikt sogar verschärft hat.

Von Isabel Pfaff

Spuren der Gewalt

Die kranken Kinder des Genozids

Mehr als 30 Jahre nach Folter und Hunger in Kambodscha zeigt sich: Die grausamen Erlebnisse der Opfer haben bei den Nachkommen Spuren im Erbgut hinterlassen.

Reportage von Hanno Charisius, Siem Reap

Rwanda's President Paul Kagame greets Pope Francis during a private meeting at the Vatican
Katholische Kirche

Papst entschuldigt sich für Rolle der Kirche beim Genozid in Ruanda

Hunderttausende Menschen wurden 1994 bei dem Völkermord getötet. Franziskus hat nun eingeräumt, dass dabei auch katholische Priester dem Hass verfallen seien. Sie hätten "das Antlitz der Kirche entstellt".

Ehemalige Kolonie Deutsch-Südwestafrika

Schrei aus der Wüste

Vor knapp 100 Jahren beging das deutsche Kaiserreich den Völkermord an den Herero. Ihre Nachfahren im heutigen Namibia kämpfen erbitterter denn je um Wiedergutmachung.

Von Tobias Zick

GEDENKSTÄTTE IN NTARAMA
Buch zum Völkermord in Ruanda

Sie sangen, sie soffen, sie schwangen ihre Macheten

Englebert Munyambonwa hat den Völkermord in Ruanda 1994 überlebt. Jetzt wird seine Geschichte veröffentlicht - es ist der intime Blick in eine zerstörte Seele.

Buchkritik von Cornelius Wüllenkemper

Demo gegen Armenien-Resolution
Türkei

Was ein Armenier in der Erdoğan-Partei von der Völkermord-Resolution hält

Der Bundestag will die Verbrechen an Armeniern als Völkermord geißeln. Markar Eseyan ist Armenier - und Abgeordneter der AKP. Er sieht die Abstimmung in Deutschland kritisch.

Von Mike Szymanski, Istanbul

Aydan Özoğuz
Resolution zum Massaker

Integrationsbeauftragte Özoğuz kritisiert Armenien-Antrag

Aydan Özoğuz hält das Vorgehen des Bundestags für den "falschen Weg". Für die Resolution, die die fast vollständige Vernichtung der Armenier als Völkermord verurteilen soll, will sie aber trotzdem stimmen.

Von Robert Roßmann, Berlin

Die Werkzeuge des Völkermords, so arrangiert, dass sie die Zahl 1915 ergeben: Eine Frau spiegelt sich in Jerewan in einer der Plakatwände, die in der ganzen Stadt hängen.
Report
Genozid-Erinnerung in Armenien

Zusammengeschweißt durch 100-jähriges Leid

Der Völkermord von 1915 hat die Armenier traumatisiert, ihren Zusammenhalt jedoch auch gestärkt. Denn der Genozid durchdringt alles, auch Kunst und Religion.

Von Paul Katzenberger, Jerewan

Wider Image - Srebrenica - Mass Graves Twenty Years On
Kommentar
Massaker von Srebrenica

An der Wahrheit führt kein Weg vorbei

Vor fast 20 Jahren töteten bosnische Serben Tausende Muslime in Srebrenica. Bis heute scheitert Serbien an der Aufgabe, das Massaker als Völkermord anzuerkennen.

Von Nadia Pantel

Völkermord an den Armeniern

Opfer kaiserlicher Interessen

Der Volksmord an den Armeniern wurde vom Deutschen Reich billigend in Kauf genommen: über das totgeschwiegene Menschheitsverbrechen.

Von Ludger Heid

Erdogan sworn in as president of Turkey
Kommentar
Armenien-Politik der Türkei

Angst vor dem Abgrund

Die türkische Regierung will das Wort vom "Völkermord" an den Armeniern nicht in den Mund nehmen. Sie fürchtet um ihre Politik des Nationalismus und Militarismus - und entfernt sich damit immer weiter vom Westen.

Von Christiane Schlötzer

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Ihr Forum
Ihr Forum

Völkermord an Armeniern: Wie sollte sich Deutschland positionieren?

Bisher hat das Auswärtige Amt stets vermieden, die türkischen Gräueltaten an den Armeniern als Genozid bzw. Völkermord zu bezeichnen. Nun lenkt Frank-Walter Steinmeier ein und räumt mehr Freiheiten ein. Wie beurteilen Sie diesen angedeuteten Kursschwenk?

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Lehren aus Ruanda

Verantwortungsvoll nach vorn blicken

Afrikaner, die Afrikaner töten - nicht unsere Angelegenheit. Aus dieser Überzeugung heraus ließ die internationale Gemeinschaft das Massaker in Ruanda geschehen. Zum 20. Jahrestag schauen nun alle bedauernd zurück, statt auf das Schicksal der Menschen in der Zentralafrikanischen Republik, im Südsudan und in Syrien.

Ein Kommentar von Tobias Zick, Kigali

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20 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda

Hohe Frauenquote, niedriger Demokratieindex

Viele Frauen in Parlament und Regierung sind ein Zeichen für Fortschritt und Demokratie? Dass das nicht so sein muss, zeigt Ruanda. Nach dem Völkermord übernahmen Frauen zahlreiche Ämter, ein autoritäres Regime ist das afrikanische Land trotzdem bis heute.

Von Marc Zimmer

20 Jahre nach Völkermord in Ruanda

Die Waisen vom Vormittag

Vor 20 Jahren töteten Hutu-Milizen in Ruanda 800.000 Menschen, zumeist Tutsi. Die Welt war entsetzt. Doch das Morden in Afrika fand auch danach kein Ende. Ruandas Regierung nahm fürchterliche Rache. Ein Augenzeugenbericht.

Von Hans Christoph Buch

Ernestine poses for photographs outside her home on the 20th anniversary of the genocide in Kigali
Genozid in Ruanda

Generation 1994

Die Geister der Vergangenheit, Traumata und Tabus - der Völkermord vor 20 Jahren wirkt mächtig nach bei der Jugend von Ruanda. Doch wer mit ihnen Zeit verbringt, der hört vor allem viel über die Zukunft.

Eine Reportage von Tobias Zick, Kigali

Genozid in Ruanda 1994 Völkermord 11 Bilder
Genozid vor 20 Jahren

Was in Ruanda geschah

Millionen Menschen in Todesangst, gnadenloses Morden, wirkungslose UN-Soldaten: Eine Bilder-Dokumentation des Genozids in Ruanda, bei dem 1994 mindestens 800000 Menschen ums Leben kamen.

20 Jahre nach Genozid

Was die Welt Ruanda schuldet

Einer der Völkermörder von Ruanda wurde in Paris verurteilt. 20 Jahre nach dem Genozid ist das ein wichtiges Signal - doch es ist nur ein Anfang.

Ein Kommentar von Tobias Zick

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

Gericht erlaubt Leugnen des Völkermordes an Armeniern

Wer den Völkermord an Armeniern im Jahr 1915 leugnet, kann sich auf die Meinungsfreiheit berufen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hebt ein Urteil aus der Schweiz gegen einen Türken auf. Strafbar bleibt allerdings das Leugnen des Holocausts.

Zvi Aviram mit seiner Schwester Betty, 1934 im Garten der Familie Grünberg.
Ausstellung über jüdische Kinder

Überleben im Versteck

Nicht nur Anne Frank hat sich vor den Nazis versteckt. In Berlin haben Tausende Juden versucht, im Untergrund zu überleben. Eine ergreifende Ausstellung erzählt von Kindern, denen das gelang - und von denen, die nicht so viel Glück hatten.

Von Ruth Schneeberger, Berlin

Streit über Kriegsverbrechen

Indien droht Regierungskrise

Das Thema Kriegsverbrechen in Sri Lanka spaltete die indische Regierung, ein wichtiger Koalitionspartner hat sich losgesagt. Die Partei DKM fordert, dass in einer von der Regierung getragenen UN-Resolution von Genozid gesprochen wird.

Bau des Weißmeerkanals in der UdSSR zwischen 1933 und 1935
Neue Forschungen zu Stalin und Shoah

Ist der Holocaust nicht mehr beispiellos?

Eine neue Generation von Historikern beleuchtet den Massenmord unter Hitler im Kontext mit den exorbitanten Verbrechen Stalins. Der Vorwurf an diese Wissenschaftler, sie ebneten den Holocaust ein, ist verfehlt. Vielmehr sorgen sie für ein besseres Verständnis der vielfach verflochtenen Geschichte der Gewalt im 20. Jahrhundert.

Von Michael Wildt

Frankreich

Abgeordnete wollen Völkermord-Gesetz stoppen

Das umstrittene Gesetz gegen die Leugnung des Völkermords an den Armeniern ist vorübergehend gestoppt: Französische Abgeordnete haben beantragt, dass es vom Verfassungsgericht überprüft wird. Die Türkei begrüßt die Entscheidung, Präsident Sarkozy ist verärgert.

Hotel Ruanda
"Hotel Ruanda"-Held in der Kritik

Zynisches Geschäft mit dem Völkermord

Geld, Autos und Häuser gegen Essen und Trinken: Im Film "Hotel Ruanda" wird ein Geschäftsmann als Held und Menschenretter gefeiert, weil er 1268 Menschen in seinem Hotel Zuflucht gewährt. Doch nun mehren sich Stimmen, die ihn für alles andere als einen Held halten. Paul Rusesabagina soll am Völkermord in Ruanda vor allem gut verdient haben.

Von Leo Lagercrantz