BundesverteidigungsministeriumDie Oberbefehlshaber, ihre Kriege und Affären

Sechs Jahre leitete Ursula von der Leyen das Verteidigungsministerium - so lange hielt sich keiner ihrer Vorgänger in den vergangenen 20 Jahren. Ein Rückblick in Bildern.

Von Anika Blatz und Camilla Kohrs

Ursula von der Leyen (CDU), von 2013 bis 2019

Ursula von der Leyen verlässt den Posten als Verteidigungsministerin mit schwerem Ballast. In ihre Amtszeit fielen unter anderem Rüstungs- und Personalprobleme bei der Bundeswehr, die Kostenexplosion bei der Sanierung des Segelschiffes Gorch Fock, Skandale um rechtsextreme Bundeswehrangehörige und die "Berateraffäre", die in Berlin derzeit einen Untersuchungsausschuss beschäftigt.

Zu ihren Zielen zählte, die Modernisierung der Bundeswehr einzuleiten und die Bundeswehr familienfreundlicher zu machen, wofür sie zumindest die Grundlagen legte. Die Prüfer vom Bundesrechnungshof kritisierten allerdings teilweise zu hohe Kosten, etwa für die Marine-Flugzeuge vom Typ P-3C Orion. In der Diskussion um Rechtsextreme in der Bundeswehr sprach sie das Problem offen an, seit dem Skandal um Misshandlungen können sich Angehörige der Bundeswehr, die sich schikaniert fühlen, direkt an das Ministerium wenden.

Von der Leyen war insgesamt 14 Jahre Bundesministerin. Sie leitete das Familienministerium und das Arbeitsministerium, bevor sie als erste Frau das Verteidigungsressort übernahm. Den Posten gab sie nun nach sechs Jahren ab und wird die Kommissionspräsidentin der EU.

Bild: dpa 18. Juli 2019, 15:452019-07-18 15:45:49 © SZ.de/jsa