Wahlen:Heftiger Dämpfer für Scharping

Verteidigungsminister Rudolf Scharping ist bei seiner Wiederwahl als stellvertretender SPD-Vorsitzender mit nur 58,8 Prozent bestätigt worden.

Scharping erhielt im ersten Wahlgang nur 301 von 512 Stimmen. 174 Delegierte votierten gegen ihn. Im Dezember 1999 hatte Scharping noch 73,42 Prozent der Delegiertenstimmen erhalten.

Scharping war in den vergangenen Wochen wegen seiner Amtsführung umstritten. Er hatte im Sommer mit Urlaubsfotos für Schlagzeilen gesorgt, während der Beschluss zum Mazedonien-Einsatz der Bundeswehr anstand.

Schröder mit gutem Ergebnis wiedergewählt

Der SPD-Chef, Bundeskanzler Gerhard Schröder, erhielt einen klaren Vertrauensbeweis für seine Politik mit 88,58 Prozent der Stimmen. 450 Delegierte votierten für ihn, 42 stimmten mit Nein, 16 enthielten sich. Dies war Schröders bestes Ergebnis seit seinem Amtsantritt im April 1999.

Das beste Wahlergebnis erzielte Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (90,66 Prozent). Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul bekam 83,8 Prozent, die SPD-Familienpolitikerin Renate Schmidt 82,67 Prozent.

Für NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement votierten 68,94 Prozent. Für SPD-Generalsekretär Franz Müntefering stimmten 80,83 Prozent der Delegierten. Müntefering bekam damit aber deutlich weniger Zustimmung als bei seiner Wahl vor zwei Jahren, als sich noch 94,27 Prozent für ihn ausgesprochen hatten.

Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier erhielt 82,03 der Stimmen. Die übrigen Mitglieder des Parteivorstandes sollen am Dienstag gewählt werden.

(sueddeutsche.de/dpa/AFP)

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