Immobilienwirtschaft:Wohnungspreise in Bayern spüren nichts von der Krise

Baukindergeld

Die Preise für Neubau-Eigentumswohnungen in Bayern sind um 5,1 Prozent gestiegen.

(Foto: dpa)

Die Corona-Pandemie kann der Immobilienwirtschaft nichts anhaben. Die Preise für Wohnungen sind in Bayern weiter gestiegen. In München, Regensburg und Augsburg zahlt man am meisten.

Während weite Teile der Wirtschaft unter der Corona-Krise ächzen, steigen die Preise für Wohnimmobilien in Bayern unbeeindruckt weiter. Seit dem Frühjahr sind beispielsweise Bestands-Eigentumswohnungen im Landesdurchschnitt um 5,9 Prozent teurer geworden, Neubau-Eigentumswohnungen um 5,1 Prozent, wie der Immobilienverband Süd am Freitag mitteilte. Die Baugrundpreise stiegen sogar noch etwas schneller. Die Entwicklung sehe aus, als gebe es keine Corona-Pandemie, sagte Stephan Kippes, der Marktforscher des IVD Süd.

Unter den Großstädten Bayerns ist München mit großem Abstand die teuerste Stadt. Selbst Reihenmittelhäuser kosten dort inzwischen mehr als eine Million Euro. Bestands-Eigentumswohnungen liegen laut IVD Süd in München inzwischen bei 8000 Euro pro Quadratmeter. Dahinter folgen Regensburg mit 4050 Euro, Augsburg mit 3680 und Ingolstadt mit 3520 Euro. In Erlangen und Nürnberg werden 3300 beziehungsweise 3170 Euro pro Quadratmeter fällig. In Würzburg sind es 2980 und in Fürth 2330 Euro.

Und auch in den Mittelstädten ist der Immobilienkauf teuer: Lediglich in Schweinfurt kostet die Bestands-Eigentumswohnung mit 1910 weniger als 2000 Euro pro Quadratmeter. In Rosenheim sind es dagegen 4230.

In manchen Gegenden treibt Corona die Nachfrage sogar: Weil die Pandemie das Thema Homeoffice vorantreibt werden laut IVD Süd auch weiter von den Großstädten entfernte Orte für Pendler attraktiv. Wenn man nur noch zwei oder drei Mal pro Woche ins Büro müsse, sei man bereit, weiter zu fahren, so der Verband.

© SZ.de/dpa/lot/van
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