Mit einem Facebook-Profil und einer Internetseite wollte der ehemalige Augsburger Bischof Walter Mixa junge Menschen für die Kirche gewinnen. Doch daraus wird erst einmal nichts.
Von
Tobias Dorfer
Plötzliche Kehrtwende: Walter Mixa lässt die Vorwürfe gegen die Kollegen Zollitsch und Marx fallen und akzeptiert den Verlust des Augsburger Bischofsamts. Auch aus dem Palais will er ausziehen.
Die Bischofskonferenz hat die Existenz der Papst-Akte über Walter Mixa bestätigt. Damit ist klar: Es kann keine Rückkehr des Skandalbischofs nach Augsburg geben. Dort soll nun wieder Friede einkehren - doch das könnte Mixa noch verhindern.
Von
Matthias Drobinski
Genug geschwiegen: Ein Jahr nach der Prügel-Affäre sucht Walter Mixa wieder die Öffentlichkeit. Im Internet will er die Jugend für die Kirche begeistern. Doch es scheint, als hätte der ehemalige Bischof von Augsburg noch eine zweite Mission.
Von
Tobias Dorfer und Stefan Mayr
Bilder
Vorwürfe - Leugnung - zähneknirschendes Eingeständnis: So sind die jüngsten Skandale um Bischof Mixa abgelaufen. Am Ende steht ein Rücktrittsgesuch, das viele zuletzt gefordert hatten. Chronologie in Bildern.
Neuer Ärger im Bistum Augsburg: Georg Alois Oblinger, der Stadtpfarrer von Ichenhausen, hat regelmäßig für die "Junge Freiheit" geschrieben - eine rechtskonservative Wochenzeitung. Bischof Konrad Zdarsa ist entsetzt - und hat dem Pfarrer nun die Mitarbeit verboten.
Von
Ulrike Heidenreich
Drei Dutzend Seiten schwerste Vorwürfe: Der zurückgetretene Bischof Walter Mixa soll ungebührliche Nähe zu jungen Männern gesucht haben. Vor allem ein Dialog, der in dem Dossier festgehalten ist, belastet ihn schwer.
Von
Matthias Drobinski und Stefan Mayr
Mixas Ehrgeiz war ebenso bekannt wie seine persönlichen Schwächen. Die Gründe, warum er Bischof werden konnte, muss die katholische Kirche auch bei sich selbst suchen.
Ein Kommentar von
Andreas Roß
Wenn der Provokateur zur Provokation für die katholische Kirche wird: Der ehemalige Bischof Walter Mixa will zurück in sein Amt. Doch die Medien sind sich einig: Das darf nicht passieren.
Von
Hanna Ziegler
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Der überfällige Rücktritt von Walter Mixa ist kein Schuldeingeständnis: Der umstrittene Bischof von Augsburg tut eigenes Fehlverhalten als entschuldbare Lappalie ab - und sieht sich als Opfer einer Kampagne gegen seine Person.
Ein Kommentar von
Matthias Drobinski
Nach seinem Rücktritt als Bischof von Augsburg kehrt Walter Mixa nun zurück: Er zieht ins Bischofspalais ein - und sorgt damit für Wirbel. Als ein "Akt der Anmaßung" werten das ranghohe Kirchenvertreter.
Walter Mixa gibt auf: Mit dürren Worten bestätigt der ehemalige Bischof von Augsburg seinen Rücktritt und kündigt seinen Auszug aus dem Bischofspalais an. Ein schaler Nachgeschmack bleibt dennoch.
Von
Stefan Mayr, Augsburg
Das Bistum Augsburg wartet noch immer auf eine Antwort des Papstes: Inzwischen kommen täglich neue und unangenehme Hinterlassenschaften von Walter Mixa ans Licht.
Von
S. Mayr
Hier die Verteidiger, da die Gegner - und mittendrin Stadtpfarrer Beyrer: Die ehemalige Gemeinde von Walter Mixa weiß nicht, was sie vom zurückgetretenen Bischof halten soll.
Von
Roman Deininger
Walter Mixa hat der katholischen Kirche mit seinen Lügen schwer geschadet. Er tritt nicht zurück - trotzdem hat das Bistum Augsburg keinen Bischof mehr.
Ein Kommentar von
Annette Ramelsberger
Der Missbrauchsvorwurf gegen Walter Mixa ist falsch, die Prügelvorwürfe gegen den Geistlichen fallen umso krasser aus. Die Taten sind verjährt - der moralische Schaden unterliegt keiner Frist.
Ein Kommentar von
Sebastian Beck
Nach seiner Audienz beim Papst äußert sich Walter Mixa erstmals öffentlich zu dem Gespräch - und lobt die gute Atmosphäre. In Augsburg wird derweil über seinen Nachfolger spekuliert.
Augsburgs Ex-Bischof Walter Mixa wird seinen Ruhestand in einem Franziskanerinnen-Kloster verbringen - die Nonnen sind jedoch nicht sehr begeistert. Über die Küchennutzung und andere Details muss sich die neue Wohngemeinschaft noch verständigen.
Heftige Kritik von Benedikt XVI.: Das katholische Kirchenoberhaupt hat sich von den Erzbischöfen Zollitsch und Marx mehr Unterstützung erwartet - und zwar für Walter Mixa.
Von
Matthias Drobinski
"Dieser Bischof ist nicht mehr zu halten": Massive Kirchenaustritte und Vorwürfe erhöhen den Druck auf Walter Mixa - doch der Bischof bleibt bei seiner Verteidigungsposition.
SPD-Chef Beck hat am Wochenende eine ziemlich freche Anspielung auf die Intervention des Augsburger Bischofs Mixa zur Familienpolitik gemacht. Am Montag danach vertrat der Genosse die Devise: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Von
Thorsten Denkler, Berlin
Die katholische Kirche steckt in einer tiefen Krise - wie die DDR 1989. Sie braucht jetzt Menschen, die über das System hinaus denken.
Ein Kommentar von
Annette Ramelsberger