Zehntausende Demonstranten gingen gegen das geplante Milliardenprojekt Stuttgart 21 auf die Straße. Die Bürger fühlten sich von der Landespolitik überfahren und forderten mit Nachdruck Mitsprache an einem der größten Verkehrsprojekte Europas. Der Widerstand hat die Kraft, die politischen Machtverhältnisse in Baden-Württemberg zu verändern - und bereits eine bundesweite Debatte über mehr direkte Demokratie ausgelöst. Hier finden Sie aktuelle Meldungen, Hintergrundinformationen und interaktive Graphiken zu Stuttgart 21.
Hannes Rockenbauch, einer der bekanntesten Gegner des Bahnprojekts, will Oberbürgermeister in Stuttgart werden. Zur Wahl im Oktober tritt er als Kandidat an.
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Die letzte Bastion der S21-Gegner im Schlossgarten fällt: Die Polizei räumt ihr Protestlager und macht den Weg frei für weitere Bauarbeiten. Bis zu 200 Jahre alte Bäume müssen dafür weichen.
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Manchmal ist es besser, die Dinge vorher zu wissen - deshalb schreiben wir einmal die Woche auf, was wichtig wird. Was uns in der Woche ab dem 13. Februar 2012 erwartet? Unter anderem Helau und Alaaf, die Verfilmung eines beliebten Romans und Eltern, die Nervennahrung verteilen.
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Charlotte Haunhorstmehr...jetzt.de
Die Zwangspause für Stuttgart 21 ist vorbei, jetzt will die Deutsche Bahn rasch handeln: "Innerhalb von zwei Wochen ist mit der Fällung der Bäume im Mittleren Schlossgarten zu rechnen", sagte ein Bahnsprecher.
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Das Eisenbahnbundesamt hat der Bahn genehmigt, für den Bau des umstrittenen Tiefbahnhofs "Stuttgart 21" zahlreiche Bäume im Schlosspark zu fällen. Ob es tatsächlich dazu kommt, ist allerdings nicht sicher: Eine Umweltorganisation kündigt bereits rechtliche Schritte gegen die Entscheidung an.
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Beim Widerstand gegen Stuttgart 21 erhalten die Gegner des Bahnhofsprojekts unfreiwillige Hilfe von der Bahn. Diese will im Schlossgarten mehr als 100 Bäume fällen, doch dafür fehlt ihr noch immer die Genehmigung des Eisenbahnbundesamts - wegen artenschutzrechtlicher Bedenken. Verkehrsminister Hermann prophezeit bereits eine Verzögerung bis ins neue Jahrzehnt.
Von
Roman Deininger und Daniela Kuhrmehr...
Eilanträge von S21-Gegnern abgelehnt: Das von der Stadt Stuttgart erlassene Aufenthaltsverbot für den Schlossgarten ist rechtens. Das hat das Verwaltungsgericht entschieden. Die Besetzer des Parks müssen damit rechnen, jeden Moment von dem Gelände vertrieben zu werden. Jetzt fehlt nur noch eine Entscheidung des Eisenbahn-Bundesamts zu den geplanten Baumfällungen.
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Für den Bau des Bahnhofsprojekts Stuttgart 21 hat die Bahn in der Nacht 30 Bäume fällen lassen, begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot. Bahnhofsgegner versuchten lange, die Kettensägen zu stoppen. In der Stuttgarter Innenstadt demonstrierten über tausend Menschen. Doch der Dauerregen zermürbte die Gegner schließlich.
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Nach viereinhalb Stunden ist alles vorbei: Knapp 2000 Beamte räumen in der Nacht auf Freitag eine Demo gegen Stuttgart 21 - der Weg für den Abriss des Südflügels ist frei. Die Aktion verläuft friedlich, obwohl Teile der Protestbewegung vehement versuchen, Aggressionen zu schüren. Es zeigt sich das Problem der verbliebenen S21-Gegner: Sie kämpfen schon so lange, sie können nicht mehr anders.
Von
Michael Königmehr...
Etwa 2000 Polizisten sind im Einsatz, um den besetzten Platz vor dem Südflügel des Bahnhofs zu räumen. Hunderte Demonstranten hatten versucht, die Bauarbeiten hier mit einer Sitzblockade zu behindern. Die Einsatzkräfte setzen dieses Mal auf Deeskalation - mit Erfolg.
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Die Bürger haben für den neuen Bahnhof gestimmt, jetzt wird er gebaut - und die radikalen Gegner müssen ihr Zeltlager im Schlossgarten räumen. Weil sie das nicht freiwillig tun werden, steht die Stadt vor einem ihrer größten und schwierigsten Polizeieinsätze.
Von
Roman Deininger, Stuttgartmehr...
Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat einen Baustopp für Teile der Stuttgart 21-Baustelle verhängt. Baumaßnahmen zum Grundwassermanagement müssen in Zukunft unterbleiben - denn deren Umplanung ist rechtswidrig.
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Nach der Volksabstimmung über Stuttgart 21 wird der nihilistische Blockierer und Baumschützer, der frustrierte Veganer und Feierabendrevoluzzer, der buhende, schreiende, hassende "Wutbürger" an den Pranger gestellt. Er soll der große Verlierer sein. Doch in Wahrheit ist der "Wutbürger" ein moderner Aufklärer. Er zwingt den Staat zu mehr Demokratie - die Zeit der Basta-Politik ist vorbei.
Ein Gastbeitrag von
Heiner Geißlermehr...
Quo vadis Wutbürger? In Baden-Württemberg konnten sich die Gegner von Stuttgart 21 nicht durchsetzen - der Verdacht liegt nahe, dass ein Referendum eher ein Hebel für die Befürworter großer Infrastrukturprojekte ist als für deren Gegner. Hochmoselbrücke, dritte Startbahn, A 100: Wie die Streiter um andere deutsche Mega-Bauten zu Volksabstimmungen stehen.
Von
Jannis Brühlmehr...
"Der Bahnhof wird gebaut": Grünen-Chef Özdemir ruft dazu auf, den Volksentscheid zu akzeptieren. Auch in der Union blickt man nach vorn und spricht schon über eine Beteiligung des Bundes an den Mehrkosten des Projektes S21.
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Stuttgart 21 wird gebaut: Das Gute an diesem Ergebnis des Volksentscheids ist sein klares Ergebnis. Am Bahnhofsprojekt gibt es nichts mehr zu rütteln. Jetzt kann das Gezeter enden - und die Bahnhofsgegner gewinnen die Erkenntnis: Sie haben nicht nur die Mehrheit der Baden-Württemberger gegen sich, sondern auch die Mehrheit der Stuttgarter.
Ein Kommentar von
Detlef Esslingermehr...
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