1. Posse um Carla-Bruni-Bronze — Kopflos in Nogent-sur-Marne

    Der Bürgermeister einer französischen Gemeinde möchte mit einer Bronze nach dem Ebenbild von Carla Bruni-Sarkozy alle italienischen Einwanderer ehren - und hat damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Die Kritiker verwehren sich dagegen, dass ein Arbeiterdenkmal das "Gesicht einer steinreichen Frau" zieren soll. Und überhaupt: Die Première Dame verändere ihr Aussehen ständig und sei deshalb als Modell gänzlich ungeeignet. Von Stefan Ulrich, Paris

  2. Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich — Sarkozy gibt den Rechtsaußen

    Für seine neuerliche Präsidentschaftskandidatur vollzieht Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy einen Rechtsschwenk - und kündigt Volksabstimmungen für ein schärferes Arbeitslosen- und Ausländerrecht an. Doch das Stimmenfischen am rechten Rand ist riskant, denn Sarkozy gibt damit die Mitte frei. Und dort lauert bereits ein Liberaler. Von Stefan Ulrich, Paris

  3. Kanzlerin unterstützt Sarkozy im Wahlkampf — Wenn sich Mut in Übermut verwandelt

    Meinung Die Kanzlerin setzt im französischen Wahlkampf allein auf Amtsinhaber Sarkozy. Nicht ganz selbstlos: Dessen Herausforderer Hollande könnte ihr europapolitisches Werk zerstören. Doch je offener Merkel den chancenreichen Sozialisten jetzt brüskiert, desto mehr kostbare Zeit braucht das Zusammenraufen nach einem Sieg Hollandes. Ein Kommentar von Daniel Brössler

  4. Erstes gemeinsames Fernsehinterview mit Sarkozy — Madame Merkel gibt die bescheidene Helferin

    "Aus historischer Verantwortung und persönlicher Zuneigung": In ihrem ersten gemeinsamen TV-Interview erklärt Angela Merkel ihre Verbundenheit mit Präsident Nicolas Sarkozy. Der braucht die Kanzlerin derzeit mehr denn je - als Partnerin in der europäischen Finanzkrise, vor allem aber im Präsidentschaftswahlkampf. Ob das den Franzosen gefällt? Von Stefan Ulrich, Paris

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  6. Merkel und Sarkozy — Liebe in Zeiten des Wahlkampfs

    "Chère Angela" statt "la grosse", die Dicke: Nicolas Sarkozy preist die deutsche Kanzlerin und das politische "modèle allemand" derzeit so sehr, dass seine Landsleute schon über seine "Deutschland-Besoffenheit" spotten. Im Gegenzug unterstützt Angela Merkel den Wahlkampf des französischen Staatspräsidenten - und verprellt damit die Sozialisten und ihren Kandidaten François Hollande. Von Stefan Ulrich, Paris

  7. Präsidentschaftswahlen in Frankreich — Mein Mann, der Held

    Während François Hollande und Amtsinhaber Sarkozy um die Präsidentschaft In Frankreich kämpfen, bahnt sich in ihrem Schatten ein Duell der Damen an. Carla Bruni-Sarkozy und die nicht minder selbstbewusste und elegante Valérie Trierweiler wollen im Wahlkampf aktiv mitmischen - und üben beide auf ihre Art großen Einfluss auf ihre Partner aus. Von Stefan Ulrich

  8. Einigung beim EU-Gipfel in Brüssel — Europa tritt auf die Schuldenbremse

    Die EU verpflichtet sich zu striktem Sparen: Mit Ausnahme der Tschechen und Briten verständigen sich alle Mitglieder auf einen Fiskalpakt, der eine Schuldenbremse und automatische Sanktionen gegen Defizitsünder vorschreibt. Bundeskanzlerin Merkel lobt das Ergebnis als wichtigen Schritt hin zur Stabilitätsunion. Bei den Themen Wachstum und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bleibt der Gipfel jedoch hinter den Erwartungen zurück. Von Martin Winter, Brüssel

  9. Merkel beim EU-Gipfel — Die Frau, die in die Kälte kam

    Noch bevor der Gipfel anfängt, macht die Kanzlerin klar: Die europäischen Merkel-Festspiele der vergangenen beiden Jahre finden auch auf diesem Treffen ihre nahtlose Fortsetzung. Doch dann bekommt Merkel zu spüren, wie frostig die Stimmung ist. Von Cerstin Gammelin und Cornelius Pollmer, Brüssel

  10. Präsidentschaftswahl in Frankreich — Sarkozy macht den Schröder

    Meinung Frankreichs Präsident gerät im Wahlkampf immer mehr in die Bredouille. Nun setzt er den Steuerplänen des Sozialisten Hollande einen Reform-Cocktail entgegen, der nach der deutschen Agenda 2010 schmeckt. Sarkozy bleibt auch nicht viel mehr als eine Blut-Schweiß-Tränen-Strategie, um sein Amt zu retten. Ein Kommentar von Jeanne Rubner

  11. TV-Auftritt von Präsident Sarkozy — Kapitän Todesmut segelt der Wahl entgegen

    Nicolas Sarkozy lässt die Franzosen schmoren: Auch in einem Fernsehinterview vermeidet er, sich zum Präsidentschaftskandidaten zu erklären. Dafür kündigt er äußerst unbequeme Maßnahmen à la Gerhard Schröder an. Ist das Verzweiflung oder eine besonders schlaue Taktik? Von Lilith Volkert

  12. Fernsehauftritt des französischen Präsidenten — Sarkozy will als Reformer glänzen

    Seine Umfragewerte für die Wahl im Frühjahr sind desaströs, die sozialistische Opposition jubiliert: Mit späten Reformversprechen will Frankreichs angeschlagener Präsident Nicolas Sarkozy die Wähler überzeugen, es noch einmal mit ihm zu versuchen. Bei der Finanztransaktionssteuer zum Beispiel prescht Sarkozy in der EU vor. Von Stefan Ulrich, Paris

  13. Frankreich — Sarkozy will Finanztransaktionssteuer einführen

    Frankreich wäre mit diesem Schritt Vorreiter in der Euro-Zone: Präsident Nicolas Sarkozy hat für sein Land eine Finanztransaktionssteuer angekündigt. Die Steuer von 0,1 Prozent solle von August an erhoben werden. Auch die Mehrwertsteuer will er erhöhen.

  14. Präsidentschaftswahl in Frankreich — Merkels Wahlkampfauftritte für Team Sarkozy

    Sie wird die prominenteste Wahlkampfhelferin des Präsidenten: Merkel will sich aktiv dafür einsetzen, dass Sarkozy weitere fünf Jahre im Elysée-Palast bleiben kann. Die Kanzlerin werde im Frühjahr auf mehreren Wahlkampfveranstaltungen der UMP auftreten, versprach CDU-Generalsekretär Gröhe zum Wahlkampfauftakt der Sarkozy-Partei in Paris.

  15. Griechenland widersetzt sich Spardiktat der EU — Meuterei auf der Hellas

    Meinung In Griechenland sinkt die Bereitschaft, sich dem Spardiktat der Europäer zu unterwerfen. Wenn die Meuterei gegen Premier Papadimos so weitergeht, dürfte in der EU Panik ausbrechen. Niemand weiß, was passieren wird, sollte das Land die Euro-Zone verlassen - einen Notfallplan gibt es nicht. Was es aber geben müsste: Eine halbwegs ehrliche Bilanz, welche Fehler Griechenland und seinen Sanierern bislang unterlaufen sind. Ein Kommentar von Christiane Schlötzer

  16. Frankreichs Sozialist Hollande stellt Wahlprogramm vor — Gleichheit, Gerechtigkeit, höhere Steuern

    François Hollande nimmt in seinem Wahlprogramm Reiche und Banken aufs Korn. Damit gewinnt der Präsidentschaftskandidat der französischen Sozialisten an Profil - und Zustimmung. Von Stefan Ulrich, Paris

  17. Britischer Premier in Davos — Cameron nennt Finanzsteuerpläne "Wahnsinn"

    Der britische Premier David Cameron war zuletzt etwas außen vor: Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy diskutierten munter ohne ihn über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Nun kontert Cameron - und bezeichnet die Pläne seiner Kollegen als "Wahnsinn".

  18. Umberto Eco über den Zusammenhalt in Europa — "Nur die Kultur verbindet uns"

    Der italienische Schriftsteller und Philosoph Umberto Eco wünscht sich eine stärkere europäische Identität. Er fordert ein verpflichtendes Austauschprogramm für Berufstätige - und will die Bildnisse von Thomas Mann, Roberto Rossellini und Claude Chabrol auf den Euro-Scheinen sehen. Nur gemeinsame Symbole könnten die Menschen wirklich begeistern. Von Gianni Riotta ("La Stampa")

  19. Tod französischer Soldaten in Afghanistan — Dampfkochtopf am Hindukusch

    Meinung In Afghanistan geht es derzeit um kontrollierte Deeskalation: Der Abzug der internationalen Truppen muss behutsam erfolgen, um den Druck langsam abzulassen. Der Überfall auf französische Soldaten kommt zur Unzeit: Sarkozys Herausforderer Hollande gibt den populistischen Abzugs-Herold. Ein Kommentar von Stefan Kornelius

  20. Nach tödlichem Angriff auf französische Soldaten — Sarkozy droht mit vorzeitigem Abzug aus Afghanistan

    Schon wieder schießt ein afghanischer Soldat auf seine ausländischen Kameraden: Bei dem Angriff im Osten des Landes kommen vier französische Soldaten ums Leben, 16 weitere werden verletzt. Frankreichs Präsident Sarkozy erwägt nun ein schnelles Ende des Engagements seines Landes am Hindukusch.

  21. Wirtschaftspolitik in Frankreich — Sarkozy macht auf Schröder

    Hat Altkanzler Gerhard Schröder bei seinem jüngsten Besuch in Paris einen derart guten Eindruck gemacht? Oder ist Nicolas Sarkozy derart verzweifelt? Jedenfalls entdeckt Frankreichs Präsident kurz vor der Wahl den Reformer in sich - und sein großes Vorbild heißt Schröder. Von Michael Kläsgen, Paris

  22. Diskussion um Transaktionssteuer — Warum Rösler falsch liegt

    Die Spekulanten an den Kosten der Krise beteiligen: Das ist die Idee hinter der Finanzmarkt-Abgabe. Seit Jahren debattiert Europa über die Transaktionssteuer - ohne Ergebnis. Zwar spricht sich nun Frankreichs Präsident Sarkozy für eine solche Steuer aus. Doch uneinsichtige Banker und Politiker wie FDP-Chef Rösler sperren sich weiter. Dabei ist ihr zentrales Argument überholt. Von Cerstin Gammelin, Brüssel

  23. Einsatz für Transaktionssteuer — Sarkozys fadenscheiniges Manöver

    Meinung Frankreichs Präsident steht unter Druck: Nur noch knapp vier Monate bis zur Präsidentschaftswahl und in Umfragen liegt der sozialistische Herausforderer vorn. Zeit für mutiges Vorpreschen, mag sich Sarkozy gedacht haben. Doch sein Vorstoß zur Finanztransaktionssteuer ist vor allem eines: ein Wahlkampfgag. Ein Kommentar von Michael Kläsgen

  24. Koalition streitet über Regulierung der Finanzmärkte — FDP warnt Merkel vor Alleingang bei Transaktionssteuer

    Der Koalitionskrach war programmiert: Nachdem sich Angela Merkel für eine Finanztransaktionssteuer ausgesprochen hat, kommt massive Kritik aus der FDP. Die Maßnahme spalte Europa und benachteilige Deutschland, warnen führende Liberale - mit einer Ausnahme.

  25. Gipfeltreffen zur Euro-Krise — Merkel reizt die FDP mit Plänen für Finanzmarktsteuer

    Jetzt oder nie, das scheint die Devise des französischen Präsidenten zu sein. Nicolas Sarkozy will eine Finanztransaktionssteuer durchsetzen und weiß Kanzlerin Merkel an seiner Seite. Zumindest im Prinzip. Sie könne sich das vorstellen, sagt sie. Auch nur für die Euro-Zone. Aber ihr Koalitionspartner von der FDP wird das ganz anders sehen. Von Thorsten Denkler, Berlin

  26. Gipfeltreffen mit Frankreichs Präsident Sarkozy — Merkel will Finanzmarktsteuer für Euro-Zone durchsetzen

    Man müsse jetzt "Nägel mit Köpfen" machen - auch wenn es in der Bundesregierung noch keine Einigung gebe: Angela Merkel plädiert gemeinsam mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in den 17 Staaten der Euro-Zone. Doch für die Bundeskanzlerin ist es damit nicht getan.

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