David McAllister gegen Stephan Weil - das erste Polit-Duell 2013
Am 20. Januar 2013 sind die Niedersachsen aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Sie entscheiden auch, wer das Land regiert. Entweder David McAllister von der CDU bleibt Ministerpräsident. Oder sein SPD-Herausforderer Stephan Weil kann in die Staatskanzlei einziehen. Der Urnengang gilt auch als Stimmungsbild für die Parteien mit Blick auf die Bundestagswahl im September. Vom Abschneiden der FDP hängt die politische Zukunft von Parteichef und Vizekanzler Rösler ab. In den jüngsten Umfragen liegt die Koalition aus CDU und FDP Kopf an Kopf mit den Oppositionsparteien SPD und Grüne.
Chancengleichheit, Energiewende, Integration: Berlin kann sich ziemlich viel abgucken von Niedersachsen, findet SPD-Parteichef Sigmar Gabriel. Stephan Weil feiert seine Wahl zum Ministerpräsidenten hingegen leiser, kleiner - und widmet sich als Erstes demjenigen, dessen Verlust am größten ist.
Von Jens Schneidermehr...
Meinung
Das Bündnis von SPD und Grünen in Niedersachsen steht: Seit Jahren hat sich in Deutschland keine Koalition mehr so schnell und ohne Tamtam geeinigt. Der künftige Ministerpräsident Stephan Weil hat die Verhandlungen wie seinen Wahlkampf geführt: nicht als Schönheitswettbewerb sondern nüchtern bis zur Sprödigkeit. Dies könnte dem Land guttun.
Ein Kommentar von Charlotte Frankmehr...
Sie müssen Niedersachsen mit einer hauchdünnen Mehrheit von nur einem Sitz regieren: SPD und Grüne haben sich nach der Landtagswahl auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Die SPD soll dabei fünf Ministerien bekommen, vier Posten gehen an die Grünen.
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Meinung
Personell ausgebrannt, schwach in den Großstädten: Kanzlerin Merkel bringt der CDU zwar Sympathie, für erfolgreiche Landtagswahlen ist das aber zu wenig. Die Parteispitze hat in den letzten Jahren vieles über Bord geworfen, was wichtig war, von der Atomkraft bis zur Wehrpflicht. Die Bürger wissen nicht mehr, wofür die Christdemokraten stehen.
Ein Kommentar von Jens Schneidermehr...
Niedersachsens Noch-Ministerpräsident scheint vom Pech verfolgt zu sein: Zu wenige Leihstimmen für die FDP und die Skandälchen eines CDU-Direktkandidaten bescherten David McAllister die Wahlniederlage. Nun verpasst er auch noch den Anspruch auf eine lebenslange Pension.
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Meinung
In Europa ein Riese, daheim machtlos: Angela Merkel steht nach der CDU-Pleite in Niedersachsen eine gegnerische Mehrheit im Bundesrat gegenüber. Ohne SPD, Grüne und Linke geht nichts mehr - und das wird sich ganz lange nicht ändern.
Ein Kommentar von Robert Roßmannmehr...
Bloß keine Hilfe mehr für die FDP, tönt es aus der CDU. Schließlich seien die vielen Leihstimmen der Unionswähler für die Liberalen Schuld an der Pleite in Niedersachsen. Experten widersprechen: Nicht weniger, sondern mehr Leihstimmen hätten Schwarz-Gelb genutzt.
Von Robert Roßmann, Berlinmehr...
Für Angela Merkel hat die niedersachsen-Wahl eine bittere Konsequenz: Wegen der neuen Mehrheiten im Bundesrat wird ihre Politik nun total blockiert. Auf die Arbeit der Koalition in Berlin wird das großen Einfluss haben.
Von Heribert Prantlmehr...
Nach der Landtagswahl in Niedersachsen haben sich die Machtverhältnisse im Bundesrat geändert. SPD-Chef Gabriel wittert nun den Moment, das eigentlich beschlossene Betreuungsgeld doch noch zu kippen. Die Grünen zeigen sich skeptischer.
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Noch-Ministerpräsident David McAllister bleibt Chef der niedersächsichen CDU und denkt offenbar sogar über den Posten des Oppositionsführers nach. Die Partei muss sich mit ihrer neuen Rolle erst anfreunden - man werde es einer rot-grünen Regierung nicht leicht machen, heißt es aus der CDU.
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Stephan Weil poltert nicht. Viele hatten dem OB von Hannover nicht zugetraut, dass er neuer Ministerpräsident der SPD in Niedersachsen wird. Nun hat der 54-Jährige seine Kritiker eines Besseren belehrt.
Von Charlotte Frank, Hannovermehr...
Meinung
Ist hier noch alles richtig herum? Erst streitet sich die FDP - dann fährt sie in Niedersachsen ein irreführend gutes Ergebnis ein. Rösler geht gestärkt hervor - und nutzt den Moment, um seine Position zu festigen. Der Burgfrieden zwischen ihm und Brüderle offenbart schließlich, wie der Wahlkampf der FDP wohl aussehen wird.
Ein Kommentar von Nico Friedmehr...
Neue liberale Doppelspitze: Philipp Rösler bleibt FDP-Parteichef +++ Fraktionschef Brüderle wird "Spitzenmann" im Bundestagswahlkampf +++ Linke nominiert achtköpfiges Wahlkampf-Team +++ McAllister verzichtet auf Posten des Oppositionsführers +++
Wahl-Reaktionen im Liveblog. Von Thorsten Denkler, Oliver Das Gupta und Max Biederbeck, Berlinmehr...
Meinung
Beinahe hätte der Kanzlerkandidat den Genossen in Niedersachsen den sicher geglaubten Sieg verhagelt. Die knappe Mehrheit für Rot-Grün ist auch für Peer Steinbrück ein großes Glück, denn nun kann er seine Kandidatur aufpäppeln. Falls er das Signal von Hannover gehört hat.
Ein Kommentar von Thorsten Denkler, Berlinmehr...
Wie knapp der Wahlsieg von SPD und Grünen wirklich war, zeigt sich am Beispiel Hildesheim: Dort hätte der CDU-Kandidat nur wenige Hundert Stimmen mehr gebraucht, um Christdemokraten und Liberalen im Hannoveraner Landtag die Mehrheit zu sichern. Auch mit dem Wahlverfahren hatte Rot-Grün Glück.
Von Tobias Dorfermehr...
Die Niedersachsen haben ihren Landtag gewählt. In der interaktiven Grafik sind Prozent- und Sitzverteilung, sowie Verluste und mögliche Koalitionen dargestellt.
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Meinung
Die FDP feiert in Niedersachsen einen spektakulären Erfolg. Den hat sie aber nicht ihrem Parteichef Rösler zu verdanken, sondern vor allem Kanzlerin Merkel. Die Liberalen haben jetzt immerhin Zeit, sich bundesweit aus der demoskopischen Hölle in die Vorhölle hochzuarbeiten. Vergleichbares steht der SPD bevor.
Ein Kommentar von Heribert Prantlmehr...
Schluss mit der Personaldebatte! Die Wähler in Niedersachsen hätten sich klar für FDP-Chef Philipp Rösler ausgesprochen, sagt dessen Stellvertreter Holger Zastrow im SZ.de-Interview. Und das trotz "Störfeuer aus Berlin". Das Ergebnis von fast zehn Prozent müsse jetzt als "Steilvorlage" für die Bundestagswahl genutzt werden.
Von Oliver Das Guptamehr...
Kanzlerin Merkel könnte durch die Landtagswahl in Niedersachsen Probleme bekommen. SPD-Fraktionschef Steinmeier kündigt an, Rot-Grün werde die neu gewonnene "Gestaltungsmehrheit" im Bundesrat nutzen. Unionsfraktionschef Kauder befürchtet eine Blockade.
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Günther Jauchs Sendung nach der Niedersachsenwahl war auf mindestens einen strauchelnden Politiker angelegt. Von diesen war aber zum Zeitpunkt der Ausstrahlung keine Spur. Stattdessen gab es einen Patt und widerspenstige Gäste.
Eine TV-Kritik von Irene Helmesmehr...
Das Wahl-Drama endete erst in der Nacht, jetzt ist sicher: Die CDU ist in Niedersachsen zwar wieder stärkste Kraft, muss aber trotzdem in die Opposition. Rot-Grün erringt den Sieg - mit nur einem Sitz Mehrheit. Was das Ergebnis für die Parteien und ihre führenden Köpfe bedeutet.
Eine Analyse von Thorsten Denkler, Berlinmehr...
Die FDP und ihr Parteichef Philipp Rösler kommen trotz des guten Ergebnisses bei der Niedersachsen-Wahl nicht zur Ruhe. Entwicklungsminister Niebel fordert weiter einen vorgezogenen Parteitag.
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