US-Präsident Obamas Budgetentwurf für 2013 ist schon Teil des Wahlkampfs: Er will 3,8 Billionen Dollar ausgeben - in Bildung und Infrastruktur investieren und Reiche stärker besteuern. Das Ziel, die Neuverschuldung des Landes auf drei Prozent zu drücken, würde damit in weite Ferne rücken. Die Republikaner im Kongress werden das zu verhindern wissen.
Von
Christian Wernicke, Washington
Mühsam hatte sich Japan nach Fukushima und Finanzkrise wieder erholt - jetzt ist die Wirtschaft erneut geschrumpft: Aufs Jahr hochgerechnet beträgt das Minus 2,3 Prozent. Schuld sind die weltweite Konjunkturflaute und die Flut in Thailand.
"Der ganze Staat soll neu gegründet werden": Der griechische Regierungschef Lukas Papadimos wagt den Bruch mit der Vergangenheit, das Parlament billigt sein gewaltiges Sparpaket. Wieviel Geld die Regierung nun sparen muss, welche Bereiche besonders betroffen sind und was das für das Wirtschaftswachstum in dem gebeutelten Land bedeuten könnte.
Ein
Überblick.
Gute Aussichten für 2012: In vielen Unternehmen laufen die Geschäfte gut, sie wollen in diesem Jahr neue Mitarbeiter einstellen. Doch das ist manchmal schwierig: Die Fachkräfte fehlen.
Von
Thomas Öchsner
Die Troika aus Internationalem Währungsfonds, Europäischer Union und Europäischer Zentralbank will Griechenland zum Handeln zwingen. Sie verlangt von der Regierung verbindliche Zusagen für Reformen. Andernfalls könnten das zweite Hilfspaket der Euro-Länder und der Schuldenerlass kippen. Auch wenn sich die Parteichefs in der Nacht auf wichtige Punkte geeinigt haben - ein konkreter Beschluss steht noch aus.
Von
Cerstin Gammelin und Christiane Schlötzer
Die Strukturen in Griechenland zu reformieren, ist eine Aufgabe sagenhaften Ausmaßes. Premier Papadimos soll nach dem Willen der Euro-Geldgeber eisern sparen. Doch die griechischen Politiker, auf die er angewiesen ist, sperren sich. Einer von ihnen beschwört sogar eine "revolutionäre Explosion" auf den Straßen. Warum seine Landsmänner Papadimos auflaufen lassen.
Ein Überblick von
Jannis Brühl
Die Schattenwirtschaft kränkelt - auch wenn mit 344 Milliarden unversteuerten Euro immer noch jeder siebte am Staat vorbeigeschleust wird. Verglichen mit den europäischen Nachbarn liegt Deutschland damit im Mittelfeld - und weit entfernt vom enteilten Spitzenreiter.
Das Jahr beginnt gut aus Sicht der Verbraucher. Der Schuldenkrise in einigen EU-Ländern zum Trotz sehen sie die deutsche Wirtschaft in guter Verfassung - und hoffen darauf, selbst stärker von der guten Entwicklung profitieren zu können.
Schlagersänger, Unternehmer, Sportstars: Griechenland hat die Namen der schlimmsten Steuerbetrüger online gestellt. Ganz oben auf der Liste steht ein Mann, der dem Staat fast eine Milliarde Euro schuldet. Er ist - Steuerberater.
Der Verzicht privater Gläubiger wird nicht reichen: EU-Kommissar Olli Rehn hält weitere staatliche Hilfen für Griechenland für unausweichlich. "Wir bereiten ein Paket vor, das den Weg für eine nachhaltige Lösung freimacht", sagte Rehn. An den Finanzmärkten herrscht Alarmstimmung: Die Renditen für griechische und portugiesische Staatsanleihen schnellten auf Rekordniveau.
Notfall in Athen: Die Troika der Geldgeber ist unzufrieden. In ihren ersten Inspektionen haben EU, IWF und EZB festgestellt, dass die versprochenen Reformen noch nicht umgesetzt sind. EU-Kommissar Rehn verkündet, dass weitere Milliarden her müssen. Und ein Top-Banker bevorzugt sogar die Pleite des Landes.
Von
Karl-Heinz Büschemann und Hans-Jürgen Jakobs
Alle EU-Länder außer Großbritannien und Tschechien haben zugesagt, sich an einem Pakt für strenge Haushaltsdisziplin zu beteiligen. Die Staaten verpflichten sich, eine Schuldenbremse verbindlich in nationalem Recht zu verankern. Strafverfahren gegen Defizitsünder sollen vereinfacht werden. Die Kanzlerin würdigt den Pakt als wichtigen Schritt hin zur Stabilitätsunion. Verfolgen Sie den Gipfel im Live-Blog.
Von
Jannis Brühl, Oliver Klasen und Martin Anetzberger
Der Anbau von Schlafmohn wird für die Bauern am Hindukusch immer lukrativer: Der Preis für Opium ist in Afghanistan im vergangenen Jahr dramatisch gestiegen - die Einkünfte aus der Droge machen inzwischen fast ein Zehntel des Bruttoinlandsprodukts aus. Die Vereinten Nationen fordern nun stärkere Gegenmaßnahmen der Regierung und der internationalen Gemeinschaft.
Bestenfalls ein Miniwachstum: Experten sind sich einig, dass das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr einen Dämpfer bekommt. Manche befürchten sogar eine Rezession. Doch der boomende private Konsum und die positiven Signale aus den Vereinigten Staaten geben Anlass zur Hoffnung.
Wellness-Angebote in Luxushotels auf den Malediven stören Islamisten, sie finden sie westlich-dekadent und setzen die Regierung unter Druck. Diese will die Spas schließen - sie seien getarnte Bordelle. Doch das nehmen die Hoteliers nicht hin.
Von
Jeanne Rubner
Die Regierung der Malediven befiehlt die Schließung von Wellness-Bereichen in Hotels des Inselstaates, da die Kosmetik- und Massagesalons als Bordelle genutzt würden. Nun ist die Islamistenpartei zufrieden, doch die Hoteliers fürchten um den Tourismus.
Die türkische Wirtschaft boomt ohne Ende. Davon versuchen auch deutsche Mittelständler zu profitieren. Doch der Markt hat seine Tücken.
Von
Björn Finke, Istanbul
Der Euro nutzt Europa - besonders Österreich und Finnland profitieren den Berechnungen der Unternehmensberatung McKinsey zufolge. Gerechnet in absoluten Zahlen ist der Euro aber vor allem ein Gewinn für Deutschland.
Bis vor kurzem ging es Deutschland prächtig - 2011 legte die Konjunktur fast genauso deutlich zu wie im Jahr zuvor. Und doch: Ersten Schätzungen zufolge könnte die deutsche Wirtschaft schon im vierten Quartal leicht geschrumpft sein. Die Prognosen für das Jahr 2012 sind deswegen entsprechend düster.
Es wird um jedes Detail gefeilscht, denn es geht um die Zukunft des Euro: Der neue Fiskalpakt der Europäischen Union soll künftig Hilfszahlungen mit Wohlbetragen der Länder verknüpfen. Ende des Monats soll das Werk fertig sein.
Von
Cerstin Gammelin und Hans-Jürgen Jakobs
Wahnsinn als Selbstverständlichkeit: Seit Jahren ist es offensichtlich, dass die Demokratie ruiniert wird und der Sozialstaat zerfällt. Privatisierte Gewinne und sozialisierte Verluste sind zur Selbstverständlichkeit verkommen. 13 Gründe, sich selbst wieder ernst zu nehmen.
Ein Gastbeitrag von
Ingo Schulze, Schriftsteller
Deutschland hat im vergangenen Jahr weniger Schulden gemacht als erwartet - dank der guten Konjunktur. 2012 ist allerdings nicht erneut mit einer ähnlich positiven Entwicklung zu rechnen.
Wirtschaftsexperten und der offizielle Bericht des Wirtschaftsministers sind sich einig: Deutschland bleibt womöglich von einer Rezession verschont. Der neue Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung sieht noch ein Mini-Wachstum - und gute Nachrichten für den Arbeitsmarkt.
Von
Thomas Öchsner, Berlin
Vor 20 Jahren brach der Politrentner Deng Xiaoping zu einer Fahrt in den Süden Chinas auf. Mit dieser Tour zwang er die Regierung, die Wirtschaft zu liberalisieren. Die Reise ist der zweite Gründungsmythos der Kommunistischen Partei.
Von
Christoph Giesen