Korruption, Dreck, Armut: Charles Dickens hat wie kein anderer die Londoner Milieus geschildert. Sein einzigartiges Talent lag weder im Romaneschreiben noch im Journalismus, sondern in der brillanten Kombination von beidem. Damit wurde er vom amüsierten Beobachter zur moralischen Institution.
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Alexander Menden
Wir leben in Zeiten, in denen sich alles ändert. Wirklich? Unser Autor erzählt von Dingen, die ihm bleiben. Heute: eine graue Hauswand in Berlin. Immerhin in der ehrlichsten Farbe der Welt.
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Alf Frommerjetzt.de
Das Guggenheim in Berlin ist eine der führenden Adressen für zeitgenössische Kunst und zieht Tausende Besucher an. Nun schließt das Museum Ende des Jahres seine Pforten, teilten Deutsche Bank und die Guggenheim-Stiftung mit. Die genauen Gründe erläuterten sie jedoch nicht.
TV-Sendungen wie "Mietnomaden" oder "Messie-Alarm" gaukeln uns vor, Menschen mit Messie-Syndrom seien einfach zu faul für diese Welt. Fotografin Sibylle Fendt hat sich in ihrer Diplomarbeit bemüht, das Phänomen von einer anderen Seite zu beleuchten. Neues aus der Nachwuchs-Reihe "Talents".
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Ruth Schneeberger
Mario Adorf hat der Berliner Akademie der Künste sein Privatarchiv überlassen. Es zeigt, wie er in seinen Rollen vom kleinen Banditen zum gewichtigen Patriarchen wurde. Doch Adorf kann nicht nur den Schauspieler geben - die Ausstellung würdigt ihn auch als Foto-Künstler und Autor.
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Anke Sterneborg
Deutschland schließt gerade Bekanntschaft mit russischen Hochausläufern, doch vor Ort fühlt sich die sibirische Kälte noch mal ganz anders an. Wie, das spürte Werner Beck am eigenen Leib, als er ein Jahr am Baikalsee verbrachte. Seine Erfahrungen hielt der Abenteurer in einem Reisetagebuch fest. Darin geht es um Bären, Hunger und Durst sowie Grenzerfahrungen für Leib und Seele.
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Christopher Pramstaller
Wie so oft im Leben werden einem Dinge versprochen, die sich dann am Ende ganz anders entwickeln. So verhält es sich auch im Ruhewagen in Zügen - einer britischen Einrichtung, die der Entspannung dienen soll. Wenn es nur keine Handys gäbe.
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Christian Zaschke
Wilde Tiere und Waffenverweigerer, verblüffende Landschaften und verlorene Kinder: Bei den "Sony World Photography Awards" soll das weltweit beste Foto gefunden werden. Nun wurden Shortlists und Finalisten bekanntgegeben. Stimmen Sie mit ab!
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Ruth Schneeberger
Die meisten hielten es für einen schlechten Scherz, als Christoph Schlingensief 2008 verkündete, er wolle ein Opernhaus in Afrika bauen. Noch dazu in Burkina Faso, dem ärmsten Land des Kontinents. Mittlerweile ist bereits ein Drittel des Projekt fertig gestellt. Aino Laberenz, die Witwe des verstorbenen Künstlers, berichtete in Hamburg von den Fortschritten des Projekts "Operndorf Afrika".
Nicht zu vereinnahmen: Wisława Szymborska publizierte in der Zeit des Sozialismus in Untergrundzeitschriften, aber auch der erstarkende Nationalismus im Polen der neunziger Jahre fand in ihr eine distanzierte Betrachterin. Als Erforscherin des Augenblicks machte sie in ihren Gedichten die Vergänglichkeit und die kleinsten Zeiteinheiten zu Hauptfiguren. Nun ist die polnische Literaturnobelpreisträgerin gestorben.
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Lothar Müller
Lassen sich sportliche Erfolge kaufen? Diese große Frage versucht ein Baseball-Team im Film "Moneyball" zu beantworten. In der Adaption einer wahren Geschichte brilliert Brad Pitt als Vereinsmanager, der an seiner sehr speziellen Sicht der Dinge gegen alle Widerstände festhält - und schließlich einen triumphalen Erfolg feiert.
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Tobias Kniebe
Je älter Brad Pitt wird, desto ernstere Themen geht er an: Jetzt kommt er mit "Moneyball" in die Kinos, einem Film, in dem es um eine gewichtige Angelegenheit geht - den Pioniergeist im Kapitalismus. Erst im vergangenen Sommer stellte er sich in "The Tree of Life" den richtig großen Fragen der Menschheit. Der Sonnyboy will uns was sagen. Die Bilder.
Der Traum von besseren, einfacheren Zeiten: In der Neuverfilmung von John Le Carrés Spionage-Thriller "Dame König As Spion" nimmt uns Regisseur Tomas Alfredson mit zurück in die Siebziger. Die Welt, die wir dort sehen, ist nicht weniger brutal oder fairer als die, in der wir leben. Doch die Agenten kämpfen gegen lösbare Probleme - und müssen sich lediglich zwischen zwei Fronten entscheiden.
Von
Susan Vahabzadeh
Interaktiv
Die Dame mit dem berühmtesten Lächeln der Kunstwelt hat eine Zwillingsschwester: Seit Jahren hängt eine Kopie der "Mona Lisa" im Prado in Madrid. Doch erst jetzt haben Experten den wahren Wert des Gemäldes festgestellt - das vermeintliche Plagiat entstand wohl zeitgleich mit dem Original in der Werkstatt von da Vinci.
Kein Tempo, keine Pointen, witzlos: Helmut Dietl hat mit seinem lange erwarteten Film "Zettl" einen Schmarrn fabriziert, der grotesker kaum sein könnte. Dem Ur-Münchner Dietl muss es vor Berlin so gegraust haben, dass er der Stadt und seinen Finanziers sein Missvergnügen nur mehr vor die Füße knallen wollte. Da kann ein Staraufgebot mit Bully Herbig und Götz George auch nichts mehr retten.
Von
Willi Winkler