Kriegsverbrechen

Bosnien-Herzegowina
:Das Vertrauen in den Frieden bröckelt

Vor den Wahlen am Sonntag schüren Nationalisten in Bosnien-Herzegowina alte Ressentiments. Selbst in der Stadt Brčko, bekannt für ihr multiethnisches Miteinander, fürchten viele Menschen wieder um ihre Sicherheit.

SZ PlusVon Tobias Zick

Israel
:Wer mitreden will, muss diesen Film gesehen haben

„Naza“ bringt israelische Soldaten vor die Kamera, die unvorstellbare Kriegsverbrechen in Gaza schildern – Netanjahus Regierung hat die Regisseure deshalb zu Staatsfeinden erklärt. Jetzt kann man die Dokumentation im Kino sehen.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Kriegsverbrechen
:25 Jahre Haft für Kosovos Ex-Präsident

Das Kosovo-Sondergericht in Den Haag sieht es als erwiesen an, dass Hashim Thaçi in 96 Fällen für politische Morde verantwortlich war.

Bosnisch-serbischer Kriegsverbrecher
:Serbiens Regierung deutet Staatsbegräbnis für Mladić an

Die serbische Regierung hat ein mögliches Staatsbegräbnis für den bosnisch-serbischen Kriegsverbrecher Ratko Mladić anklingen lassen. „General Mladić ist ein General, und das Protokoll ist bekannt“, sagte Justizminister Nenad Vujic dem ...

Nachruf auf Ratko Mladić
:Der „Schlächter von Bosnien“ ist tot

Ratko Mladić organisierte den ersten Völkermord auf europäischem Boden seit der Shoah, er ließ Scharfschützen auf Frauen und Kinder schießen. Dafür wurde der Ex-Oberbefehlshaber der bosnisch-serbischen Armee als Kriegsverbrecher verurteilt. Nun ist er gestorben.

SZ PlusNachruf von Tobias Zick

Gefährliche Friedensmission
:Zwei UN-Blauhelmsoldaten im Südsudan getötet

Bei den Toten handle es sich um zwei äthiopische Blauhelmsoldaten. Sieben weitere Menschen wurden bei dem Überfall auf einen UN-Konvoi verletzt. Die UN-Mission spricht von möglichen Kriegsverbrechen.

MeinungZweiter Weltkrieg
:Gedenken an die Verbrechen in Korea? Nicht mit Japans konservativer Regierung

Noch 81 Jahre nach dem Krieg verfolgen Südkoreaner mit Empörung, wie einseitig die offizielle Erinnerung in Tokio ist. Dennoch haben beide Länder ein größeres Problem als die Geschichte.

SZ PlusKommentar von David Pfeifer

SS-Verbrechen
:„Mit der Komplizenschaft der italienischen Faschisten“

Bei einem Massaker tötete die SS im toskanischen Sant’Anna di Stazzema 1944 Hunderte Menschen. Erstmals räumt ein Minister der Meloni-Regierung eine Mitschuld ein – aus Kalkül?

SZ PlusVon Elisa Britzelmeier

Österreich
:Verurteilter syrischer Folterer soll abgetaucht sein

Ein hochrangiger Funktionär des Assad-Regimes war während seines Prozesses in Wien auf freiem Fuß. Die österreichischen Behörden sahen keine Fluchtgefahr. Nun ist er offenbar verschwunden.

SZ PlusVon Verena Mayer

Bosnien-Herzegowina
:Das Schweigen der Männer

Amar Hodžić und Nedim Mustačević wurden sexuell misshandelt, wie Tausende Männer im Bosnienkrieg. Erst langsam kommt ans Licht, was zwischen 1992 und 1995 in den Gefangenenlagern wirklich geschah.

SZ PlusVon Yannik Yeşilgöz, Tuzla/Batković

Ukraine
:Als sich das Museum in ein Flammenmeer verwandelte

Immer wieder attackiert Russland ukrainische Kulturstätten, kürzlich traf es das Kunstmuseum in Charkiw. Was von dieser Perle der Zarenzeit noch übrig ist und wie die Mitarbeiter nun weitermachen – eine Erkundung.

SZ PlusVon Florian Hassel

Krieg im Sudan
:Angst vor dem nächsten Massaker

Die sudanesische Miliz RSF belagert Städte und hungert sie aus, sie ermordete Tausende Menschen auf grausame Weise in al-Faschir. Nun stehen ihre Truppen vor al-Obeid. Sind die Bewohner noch zu retten?

SZ PlusVon Arne Perras

Kriegsverbrechen im Sudan
:Den Haag meldet Fortschritte

Der Internationale Strafgerichtshof sieht deutliche Fortschritte bei den Ermittlungen zu Kriegsverbrechen im Sudan. Bei der Untersuchung von Massakern an der Zivilbevölkerung in den Städten Al-Faschir und Al-Dschunaina gebe es einen „Durchbruch ...

Krieg im Sudan
:„Was folgte, war ein Massaker“

Die Eroberung der Stadt al-Faschir schockierte Ende Oktober 2025 die Welt. Nun legt Amnesty International den bislang umfassendsten Bericht der Ereignisse vor – und spricht von einer „ganzen Reihe von Kriegsverbrechen“.

Von Paul Munzinger

SZ MagazinSudan
:Der vergessene Krieg

Seit drei Jahren herrscht Bürgerkrieg im Sudan, mit mehr als 150.000 Toten. Wer trägt die Schuld am Konflikt? Welche Rolle spielt der Westen? Der Schriftsteller Navid Kermani reist durch das versehrte Land – und findet inmitten des Leids auch Menschen, die noch Hoffnung haben.

SZ PlusText und Fotos von Navid Kermani

MeinungAngriff auf Höhlenkloster
:Russland spricht der Ukraine das Recht auf eine eigene Kultur ab

Das Bombardement der Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale in Kiew ist schrecklich, kommt aber nicht überraschend. In ihm spiegelt sich die krude Weltsicht des Mannes im Kreml.

Kommentar von Florian Hassel

Äthiopien
:Er will nicht töten, er will leben

Äthiopien hat den letzten Krieg noch gar nicht wirklich verarbeitet, da droht schon der nächste. Der ehemalige Soldat Hailesilassie Mahari weiß nur eines: Diesmal will er am Gemetzel in seiner Heimat Tigray nicht beteiligt sein.

SZ PlusVon Paul Munzinger

Krieg in der Ukraine
:Wie Russland Wasser zur Waffe macht

Die russische Armee greift gezielt die Wasserversorgung der Ukraine an. Der bisherige Höhepunkt dieser Strategie war die Zerstörung des Kachowka-Staudamms 2023. Doch im Nordosten des Landes droht die nächste Katastrophe.

SZ PlusVon Florian Hassel

Historie
:Als der Terror nach Hellas kam

Ein Fund von Fotos, die ein Kriegsverbrechen der Wehrmacht im Mai 1944 zeigen, wühlt Griechenland auf. Einmal mehr erinnert sich das Land an die Schrecken der deutschen Besatzung.

SZ PlusVon Christiane Schlötzer

SZ-Podcast „Das Thema“
:Getäuscht an die Front: Kenianer im Ukraine-Krieg

Moderner Menschenhandel: Wie ein junger Mann aus Kenia mit Lügen in den Ukraine-Krieg gelockt wurde.

Von Paul Munzinger und Lars Langenau

Ratko Mladić
:Der Massenmörder zeigt Mitgefühl –mit sich selbst

Der frühere Kommandeur der bosnisch-serbischen Armee  wurde vom UN-Tribunal für Jugoslawien wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt und sitzt seither in Den Haag ein. Nun möchte er zurück nach Serbien.

SZ PlusVon Tobias Zick

SZ-Podcast „In aller Ruhe“
:Überleben nach dem Krieg

Der Psychologe Yuriy Nesterko arbeitet mit traumatisierten Geflüchteten aus der ganzen Welt. Im Podcast spricht er über die Folgen von sexualisierter Gewalt und die Schönheit der Resilienz.

SZ PlusPodcast von Carolin Emcke

MeinungBürgerkrieg
:Der Sudan ist der Welt nahezu egal

Eine internationale Konferenz in Berlin soll drei Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs helfen, das immense Leid der Bevölkerung zu lindern. Daran wird sich wenig ändern, solange die Kriegsherren Waffen bekommen und es keine ernsthaften Verhandlungen gibt.

SZ PlusKommentar von Arne Perras

Australien
:Ex-Soldat wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen angeklagt

Wegen des Verdachts schwerer Kriegsverbrechen ist in Australien ein früherer Elitesoldat festgenommen worden. Dem 47-Jährigen werden mehrere Morde an unbewaffneten Zivilisten und Gefangenen in Afghanistan vorgeworfen, wie die australische ...

SS-Massaker in Italien
:Anonyme Opfer sollen identifiziert werden

Mehr als 80 Jahre nach einem der schlimmsten SS-Massaker während des Zweiten Weltkriegs in Italien sollen nun auch die letzten bislang unbekannten Todesopfer einen Namen bekommen. Mit Hilfe von DNA-Proben will eine Forschungsgruppe der Universität ...

MeinungPrantls Blick
:Wo der Frieden ausbricht

Die Kraft der Hoffnung beginnt im Kinderbuchladen. Das Ergebnis einer großväterlichen Recherche.

SZ PlusVon Heribert Prantl

Sudan
:Es gibt kaum noch sichere Orte

Mehr als 1000 Drohnen-Angriffe haben die Menschen im Sudan schon erlitten. Und der Waffennachschub äußerer Mächte befeuert den Krieg immer weiter. Eine immer wichtigere Rolle spielt offenbar der Nachbar Ägypten.

SZ PlusVon Arne Perras

Vorwurf der gezielten Tötung von Zivilisten in Gaza
:Umstrittener Abend zu Israel-Palästina-Konflikt in den Kammerspielen

Das städtische Theater lädt zu einem Gespräch über eine journalistische Recherche, die einem israelischen Soldaten aus München schwere Verbrechen in Gaza vorwirft. Doch die Courage der Veranstalter stößt an Grenzen.

Von Bernd Kastner

Ukraine
:Eine neue Bühne für die Invasoren

Das zerbombte Theater von Mariupol wurde wiedereröffnet – nun unter Leitung der Besatzer. Bilder von einem Ort, der wie kein Zweiter für die Grausamkeit des russischen Krieges steht.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Afrika
:Auch Sudans Armee begeht mutmaßlich Kriegsverbrechen

Untersuchungen stützen den Befund, dass nicht nur die Miliz RSF Zivilisten quält und tötet. Die Vorwürfe untergraben die Glaubwürdigkeit der Streitkräfte SAF, die sich gerne als Retter der Nation inszenieren.

SZ PlusVon Arne Perras

Russland und der Krieg
:„Es ist nicht okay, dass die Friedensverhandler nicht über die ukrainischen Kinder sprechen“

Seit Kriegsbeginn hat der Kreml etwa 20 000 Kinder nach Russland verschleppen lassen. Nur ein kleiner Teil von ihnen ist zurückgekehrt, einige wenige auch mithilfe von Melania Trump.   Den Einsatz der First Lady weiß die Friedensnobelpreisträgerin Oleksandra Matwijtschuk zu schätzen. Aber sie kritisiert: Die Weltgemeinschaft vergisst die Kinder in den besetzen Gebieten.

SZ PlusVon Frank Nienhuysen

Bürgerkrieg im Sudan
:Warum die Emirate ein heikler Partner für die EU sind

Heizen die Herrscher in Abu Dhabi den blutigen Bürgerkrieg im Sudan an? Die Europäische Union scheint das nicht so genau wissen zu wollen.

Von Josef Kelnberger

Antrittsbesuch in Israel
:Eine halbe Stunde Qual

Der Bundeskanzler will sich in Jerusalem der deutschen Verantwortung stellen. Dann lässt ihn Ministerpräsident Netanjahu in fast jedem Punkt auflaufen.

Von Daniel Brössler

Ausstellung im NS-Dokuzentrum München
:Was der Krieg mit uns macht

Eine sehenswerte Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum spürt den traumatischen und oft übersehenen Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen nach.

Von Jürgen Moises

MeinungUSA
:Pete Hegseth ist als Minister nicht länger tragbar

Es gibt manche Fehlbesetzung im Kabinett von Donald Trump, aber der Pentagonchef ist die auffälligste davon. Jetzt werden ihm sogar Kriegsverbrechen vorgeworfen.

SZ PlusKommentar von Peter Burghardt

USA
:Luftschlag gegen Schiffbrüchige

Zwei Menschen klammern sich vor der Küste Trinidads an Wrackteile eines Schmugglerbootes – und werden umgebracht. Hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die gezielte Tötung angeordnet? US-Medien widersprechen sich.

SZ PlusVon Boris Herrmann

Krieg im Sudan
:Die verlorenen Kinder von al-Faschir

Ausgehungert, traumatisiert – und jetzt auch noch von Sklaverei bedroht? Wie Jungen und Mädchen versuchen, dem Krieg in Darfur zu entkommen.

SZ PlusVon Arne Perras

Sudan
:RSF-Miliz ruft einseitige Waffenruhe aus

Nach der Intervention der USA stimmt die paramilitärische Gruppe einer dreimonatigen Feuerpause zu. Der sudanesische Militärchef hat den Vorschlag der Vermittler bereits abgelehnt.

MeinungKrieg gegen die Ukraine
:So gibt es keinen dauerhaften Frieden

Trotz der diplomatischen Intervention der Europäer sieht es schlecht aus für das überfallene Land. Donald Trump interessiert sich nur für schnelle Erfolgsmeldungen, nicht für eine langfristige Lösung. Wie in Gaza.

SZ PlusKommentar von Tomas Avenarius

Bosnien-Krieg
:Zum Spaß Menschen abgeknallt?

Schon lange gibt es Gerüchte, dass reiche, ausländische „Touristen“ während der Belagerung Sarajevos in den 1990er-Jahren auf Zivilisten geschossen haben. Aufgrund neuer Erkenntnisse will die italienische Justiz jetzt offenbar ermitteln.

SZ PlusVon Elisa Britzelmeier und Tobias Zick

80 Jahre Nürnberger Prozesse
:Fünf Frauen, die Weltgeschichte schrieben

Wie eine Völkerrechtlerin, eine Auschwitz-Überlebende, eine Stenografin, eine Technikerin und eine Übersetzerin den Jahrhundertprozess in Nürnberg prägten. Fünf Frauen, fünf Porträts.

SZ PlusVon Max Weinhold Hernandez

Koblenz
:Oberlandesgericht verhandelt Kriegsverbrechen in Syrien

Fünf Männer sind angeklagt, weil sie während des Bürgerkriegs in Damaskus gefoltert und getötet haben sollen. Es ist der erste Prozess dieser Art seit dem Sturz des Assad-Regimes.

Von Kathrin Wiesel-Lancé

MeinungAfrika
:Das zynische Vorgehen der Emirate im Sudan muss enden

Die Soldateska der RSF hat Zehntausende Menschen im Sudan gequält und hingerichtet – mit mutmaßlicher Waffenhilfe aus Abu Dhabi. Die Staaten der Welt haben bisher nur zugesehen.

SZ PlusKommentar von Arne Perras

Ukraine
:Häufigste Todesursache: Drohne

Ein UN-Bericht legt offen, wie systematisch Russland ein „Klima des Terrors“ in der Ukraine schafft. Mit Drohnen machen die Soldaten Jagd auf Krankentransporte und Feuerwehrleute – und begehen weitere schwere Kriegsverbrechen.

SZ PlusVon Florian Hassel

Bürgerkrieg im Sudan
:Mann ohne Gnade

Nach der Eroberung al-Faschirs gibt der Warlord Mohammed Hamdan Daglo alias Hemeti den Staatsmann. Er verspricht, die Gräueltaten aufzuklären und die Bevölkerung zu schützen. Doch wer soll ihm das noch glauben?

SZ PlusVon Paul Munzinger

Bürgerkrieg im Sudan
:So viel Blut, dass es aus dem All zu sehen ist

Eineinhalb Jahre lang wurde die Stadt al-Faschir belagert, nun hat die RSF-Miliz sie eingenommen. Und die schlimmsten Befürchtungen scheinen sich zu bestätigen.

SZ PlusVon Paul Munzinger

Internationaler Strafgerichtshof
:Ein Urteil wider Sudans „Teufel auf Pferden“

Wegen Kriegsverbrechen in Darfur vor mehr als 20 Jahren wird erstmals ein Milizenführer in Den Haag schuldig gesprochen. Die Anklage hofft auf eine abschreckende Wirkung. Doch daran gibt es Zweifel.

Von Paul Munzinger

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:BSW-Demo: Schwarz-rot-goldene Friedenstauben

Wer auf der Demonstration gegen den Gaza-Krieg in Berlin geredet hat, wer sie besucht hat und was die Teilnehmer bewegt.

Von Meredith Haaf und Lars Langenau

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Wo beginnt Antisemitismus, Meron Mendel?

Und wo endet Kritik an Israels Führung? Gespräch mit dem Leiter der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt.

Von Lars Langenau

Israelischer Scharfschütze
:Verdacht gegen Münchner wegen Kriegsverbrechen in Gaza

Hat ein junger Münchner als Soldat der israelischen Armee im Gazastreifen gezielt unbewaffnete Zivilisten erschossen? Diesen Vorwurf erheben Journalisten und Juristen nach monatelanger Recherche.

SZ PlusVon Ronen Steinke

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