Kriegsverbrechen

Ukraine
:Eine neue Bühne für die Invasoren

Das zerbombte Theater von Mariupol wurde wiedereröffnet – nun unter Leitung der Besatzer. Bilder von einem Ort, der wie kein Zweiter für die Grausamkeit des russischen Krieges steht.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Afrika
:Auch Sudans Armee begeht mutmaßlich Kriegsverbrechen

Untersuchungen stützen den Befund, dass nicht nur die Miliz RSF Zivilisten quält und tötet. Die Vorwürfe untergraben die Glaubwürdigkeit der Streitkräfte SAF, die sich gerne als Retter der Nation inszenieren.

SZ PlusVon Arne Perras

Russland und der Krieg
:„Es ist nicht okay, dass die Friedensverhandler nicht über die ukrainischen Kinder sprechen“

Seit Kriegsbeginn hat der Kreml etwa 20 000 Kinder nach Russland verschleppen lassen. Nur ein kleiner Teil von ihnen ist zurückgekehrt, einige wenige auch mithilfe von Melania Trump.   Den Einsatz der First Lady weiß die Friedensnobelpreisträgerin Oleksandra Matwijtschuk zu schätzen. Aber sie kritisiert: Die Weltgemeinschaft vergisst die Kinder in den besetzen Gebieten.

SZ PlusVon Frank Nienhuysen

Bürgerkrieg im Sudan
:Warum die Emirate ein heikler Partner für die EU sind

Heizen die Herrscher in Abu Dhabi den blutigen Bürgerkrieg im Sudan an? Die Europäische Union scheint das nicht so genau wissen zu wollen.

Von Josef Kelnberger

Antrittsbesuch in Israel
:Eine halbe Stunde Qual

Der Bundeskanzler will sich in Jerusalem der deutschen Verantwortung stellen. Dann lässt ihn Ministerpräsident Netanjahu in fast jedem Punkt auflaufen.

Von Daniel Brössler

Ausstellung im NS-Dokuzentrum München
:Was der Krieg mit uns macht

Eine sehenswerte Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum spürt den traumatischen und oft übersehenen Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen nach.

Von Jürgen Moises

MeinungUSA
:Pete Hegseth ist als Minister nicht länger tragbar

Es gibt manche Fehlbesetzung im Kabinett von Donald Trump, aber der Pentagonchef ist die auffälligste davon. Jetzt werden ihm sogar Kriegsverbrechen vorgeworfen.

SZ PlusKommentar von Peter Burghardt

USA
:Luftschlag gegen Schiffbrüchige

Zwei Menschen klammern sich vor der Küste Trinidads an Wrackteile eines Schmugglerbootes – und werden umgebracht. Hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die gezielte Tötung angeordnet? US-Medien widersprechen sich.

SZ PlusVon Boris Herrmann

Krieg im Sudan
:Die verlorenen Kinder von al-Faschir

Ausgehungert, traumatisiert – und jetzt auch noch von Sklaverei bedroht? Wie Jungen und Mädchen versuchen, dem Krieg in Darfur zu entkommen.

SZ PlusVon Arne Perras

Sudan
:RSF-Miliz ruft einseitige Waffenruhe aus

Nach der Intervention der USA stimmt die paramilitärische Gruppe einer dreimonatigen Feuerpause zu. Der sudanesische Militärchef hat den Vorschlag der Vermittler bereits abgelehnt.

MeinungKrieg gegen die Ukraine
:So gibt es keinen dauerhaften Frieden

Trotz der diplomatischen Intervention der Europäer sieht es schlecht aus für das überfallene Land. Donald Trump interessiert sich nur für schnelle Erfolgsmeldungen, nicht für eine langfristige Lösung. Wie in Gaza.

SZ PlusKommentar von Tomas Avenarius

Bosnien-Krieg
:Zum Spaß Menschen abgeknallt?

Schon lange gibt es Gerüchte, dass reiche, ausländische „Touristen“ während der Belagerung Sarajevos in den 1990er-Jahren auf Zivilisten geschossen haben. Aufgrund neuer Erkenntnisse will die italienische Justiz jetzt offenbar ermitteln.

SZ PlusVon Elisa Britzelmeier und Tobias Zick

80 Jahre Nürnberger Prozesse
:Fünf Frauen, die Weltgeschichte schrieben

Wie eine Völkerrechtlerin, eine Auschwitz-Überlebende, eine Stenografin, eine Technikerin und eine Übersetzerin den Jahrhundertprozess in Nürnberg prägten. Fünf Frauen, fünf Porträts.

SZ PlusVon Max Weinhold Hernandez

Koblenz
:Oberlandesgericht verhandelt Kriegsverbrechen in Syrien

Fünf Männer sind angeklagt, weil sie während des Bürgerkriegs in Damaskus gefoltert und getötet haben sollen. Es ist der erste Prozess dieser Art seit dem Sturz des Assad-Regimes.

Von Kathrin Wiesel-Lancé

MeinungAfrika
:Das zynische Vorgehen der Emirate im Sudan muss enden

Die Soldateska der RSF hat Zehntausende Menschen im Sudan gequält und hingerichtet – mit mutmaßlicher Waffenhilfe aus Abu Dhabi. Die Staaten der Welt haben bisher nur zugesehen.

SZ PlusKommentar von Arne Perras

Ukraine
:Häufigste Todesursache: Drohne

Ein UN-Bericht legt offen, wie systematisch Russland ein „Klima des Terrors“ in der Ukraine schafft. Mit Drohnen machen die Soldaten Jagd auf Krankentransporte und Feuerwehrleute – und begehen weitere schwere Kriegsverbrechen.

SZ PlusVon Florian Hassel

Bürgerkrieg im Sudan
:Mann ohne Gnade

Nach der Eroberung al-Faschirs gibt der Warlord Mohammed Hamdan Daglo alias Hemeti den Staatsmann. Er verspricht, die Gräueltaten aufzuklären und die Bevölkerung zu schützen. Doch wer soll ihm das noch glauben?

SZ PlusVon Paul Munzinger

Bürgerkrieg im Sudan
:So viel Blut, dass es aus dem All zu sehen ist

Eineinhalb Jahre lang wurde die Stadt al-Faschir belagert, nun hat die RSF-Miliz sie eingenommen. Und die schlimmsten Befürchtungen scheinen sich zu bestätigen.

SZ PlusVon Paul Munzinger

Internationaler Strafgerichtshof
:Ein Urteil wider Sudans „Teufel auf Pferden“

Wegen Kriegsverbrechen in Darfur vor mehr als 20 Jahren wird erstmals ein Milizenführer in Den Haag schuldig gesprochen. Die Anklage hofft auf eine abschreckende Wirkung. Doch daran gibt es Zweifel.

Von Paul Munzinger

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:BSW-Demo: Schwarz-rot-goldene Friedenstauben

Wer auf der Demonstration gegen den Gaza-Krieg in Berlin geredet hat, wer sie besucht hat und was die Teilnehmer bewegt.

Von Meredith Haaf und Lars Langenau

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Wo beginnt Antisemitismus, Meron Mendel?

Und wo endet Kritik an Israels Führung? Gespräch mit dem Leiter der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt.

Von Lars Langenau

Israelischer Scharfschütze
:Verdacht gegen Münchner wegen Kriegsverbrechen in Gaza

Hat ein junger Münchner als Soldat der israelischen Armee im Gazastreifen gezielt unbewaffnete Zivilisten erschossen? Diesen Vorwurf erheben Journalisten und Juristen nach monatelanger Recherche.

SZ PlusVon Ronen Steinke

Internationale Justiz
:Viel Schweigen in Den Haag

Mitten in den Gaza- und Putin-Ermittlungen ist der Internationale Strafgerichtshof gelähmt, weil Chefankläger Karim Khan wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe sein Amt ruhen lassen muss. Jetzt hat sich ein zweites mutmaßliches Opfer gemeldet.

SZ PlusVon Ronen Steinke

SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Zensurfrei zwischen Zwiebeltürmen

„Wollen Sie Ihren Kopf nicht zwischen Ihren Schultern haben?“ Einst musste unser Autor bei Begegnungen mit Politikern um sein Leben fürchten. Nun hat er in Deutschland erstmals einen syrischen Minister getroffen, ganz ohne Morddrohungen.

SZ PlusKolumne von Mohamad Alkhalaf

Krieg im Sudan
:Wegsehen ist eine Schande

Im Sudan wütet ein beinahe vergessener Krieg – dabei ist er einer der grausamsten Konflikte der Gegenwart. Eine erschütternde Reise in die einstige Millionenstadt Khartum, die kaum noch existiert.

SZ PlusGastbeitrag von Bernard-Henri Lévy

Grenzkonflikt
:Trump drängt Thailand und Kambodscha zu Waffenruhe

An der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha wird seit Tagen gekämpft, Tausende Kambodschaner sind auf der Flucht aus dem Nachbarland. Nun hat sich der US-Präsident in den Konflikt eingeschaltet.

Ukraine
:Ernten oder leben

Russland verstärkt seine Terrorangriffe auf die ukrainische Landwirtschaft. Warum ein Bauer nahe der Front nun aufgibt, und auf vielen Hundert Hektar Weizen, Raps und Sonnenblumen verloren sind.

SZ PlusVon Florian Hassel

Krieg und Sprache
:Gestern noch „Unwort des Jahres“, heute schon im allgemeinen Sprachgebrauch

Seit jeher versuchen Kriegsparteien, brutales Vorgehen in beschönigende Begriffe zu verpacken – und sind wie Israels Armee dabei leider erfolgreich. Dabei fehlt es eigentlich nicht an präzisem Vokabular.

SZ PlusVon Ronen Steinke

30 Jahre Srebrenica
:Das Leben mit dem Trauma

Ein Vater, der ermordet wurde. Ein Baby, das überlebt hat. Der Podcast „Irma. Das Kind aus Srebrenica“ rekonstruiert das Schicksal einer Familie, die den Völkermord in Bosnien erlebt hat. Und zeigt, dass auch 30 Jahre später noch nicht alles geklärt ist.

SZ PlusVon Monika Rathmann

Bosnien-Herzegowina
:Entspannung mit bitterem Beigeschmack

Kurz vor dem 30. Jahrestag des Völkermords von Srebrenica hebt die Justiz einen Haftbefehl gegen Separatistenführer Milorad Dodik auf. Das entschärft die politische Krise, schürt aber auch Zweifel am Rechtsstaat in Bosnien-Herzegowina.

SZ PlusVon Tobias Zick

Podcast „In aller Ruhe“ mit Carolin Emcke
:„Vernichtungsabsicht“ – Wolfgang Kaleck über den Begriff des Völkermords

Begeht Israel Völkermord in Gaza? Der Menschenrechtsanwalt Wolfgang Kaleck erläutert, welche Kriterien dafür erfüllt werden müssen – und warum er die Frage für zweitrangig hält.

SZ PlusPodcast von Carolin Emcke

Russische Verbrechen in der Ukraine
:Vor den Augen der Welt

Die ukrainische Schriftstellerin Victoria Amelina und ihr Kollege Oleksandr Mykhed dokumentieren den grausamen Kriegsalltag. Die schwer zu ertragende Lektüre dieser Bücher ist das beste Heilmittel gegen die Romantisierung Russlands.

SZ PlusRezension von Franziska Davies

Nahost
:Begeht Israel Völkermord in Gaza?

Internationale Strafrechtsexperten sind sich inzwischen ziemlich einig: Israel macht sich im Gazastreifen der Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig. Doch beim Vorwurf des Genozids bleiben sie zurückhaltend.

SZ PlusVon Ronen Steinke

Bücher über das Kriegsende vor 80 Jahren
:In der Niemandszeit

Der Alltag der Menschen in der Ausnahmesituation des Frühjahrs 1945 ist Gegenstand zahlreicher Bücher zum Kriegsende. Doch nur Tagebucheintrag an Tagebucheintrag zu reihen, reicht nicht für eine große Erzählung zwischen Katastrophe und Neubeginn.

SZ PlusRezension von Robert Probst

Politische Prägungen des Militärs
:Preußische Kriegstüchtigkeit

Der Streit um die Potsdamer Garnisonkirche illustriert wie kein anderer die Abgründe und Irrwege preußisch-deutscher Militärgeschichte. Diese Kontinuitäten haben Auswirkungen bis heute, wie ein famoser Sammelband zeigt.

SZ PlusRezension von Eckart Conze

US-Bomben auf Tokio vor 80 Jahren
:Als Feuer vom Himmel floss

Kein Luftangriff war so zerstörerisch wie das Bombardement Tokios am 10. März 1945 durch die US Air Force. Aber was, wenn die Verteidiger der Zivilisation von deren Feinden nicht mehr zu unterscheiden sind?

SZ PlusVon Joachim Käppner

Italien
:Meloni, Präsidentin der Kaninchen

Gut im Weglaufen und Deckungsuchen, höhnt Italiens Opposition über die Regierungschefin.  Es geht um die Abschiebung eines libyschen Generals, der mutmaßlich ein Folterer ist. Die Affäre setzt Meloni und ihre Minister massiv unter Druck.

Von Marc Beise

Deutsche Russlandpolitik seit der Wiedervereinigung
:Falsch abgebogen

Der Historiker Bastian Matteo Scianna hat für die deutsche Russlandpolitik die Metapher vom „Sonderzug nach Moskau“ erdacht.  Schonungslos zeigt er die Fehler von Kohl, Schröder, Steinmeier und Merkel auf.

SZ PlusRezension von Daniel Brössler

Israel
:Urlaub mit möglicher Festnahme

Droht israelischen Soldaten bei Reisen ins Ausland nun Strafverfolgung wegen Verdachts von Kriegsverbrechen im Gaza-Krieg? Ein Reservist ist deshalb gerade aus Brasilien geflohen.

Von Peter Münch

MeinungKrieg in Nahost
:Völkermord? Im Ernst?

Warum der Vorwurf des Genozids und des Aushungerns gegen Israel historisch falsch, unehrlich und antisemitisch ist.

SZ PlusGastbeitrag von Eva Illouz

Polen und Ukraine
:Die umstrittene Suche nach den Opfern 80 Jahre alter Verbrechen

Zwischen 1942 und 1947 ermordeten ukrainische Nationalisten etwa 100 000 Polen, bei polnischen Racheaktionen starben Tausende Ukrainer. Im Streit um die Aufarbeitung dieser Verbrechen gibt es nun nach Jahren wieder eine Annäherung.

SZ PlusVon Viktoria Großmann

Wassernot in Gaza
:4,74 Liter am Tag

Mindestens 15 Liter Wasser am Tag braucht ein Mensch laut WHO zum Überleben – nicht einmal ein Drittel davon haben die Menschen in Gaza. Zerstört Israel gezielt die Wasserversorgung? Satellitenbilder und Analysen von Hilfsorganisationen legen diesen Verdacht nahe.

SZ PlusVon Lea Weinmann

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Haftbefehl gegen Netanjahu: Der Strafgerichtshof ist keine Verurteilungsmaschine

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat gegen Israels Premier Haftbefehl erlassen. Eine juristisch komplexe und politisch brisante Entscheidung.

Von Ronen Steinke, Lars Langenau

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:UNRWA-Verbot: „Die letzte Rettungsleine der Palästinenser wird gekappt“

Israel will das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA verbieten. Was das für die humanitäre Lage bedeutet, erklärt Marcus Schneider von der Friedrich-Ebert-Stiftung im Nahen Osten.

Von Lars Langenau

Konflikte und internationales Recht
:Völker, wann hört ihr die Signale

Selten wurden so viele Verstöße gegen internationales Recht angeprangert wie nun bei den Kriegen in Gaza und der Ukraine. Nur: Was helfen all die Klagen?

SZ PlusVon Ronen Steinke

Exklusiv7. Oktober 2023
:Das Massaker als Triumph

Der 7. Oktober 2023 war kein Widerstand und auch kein Blutrausch der Hamas, sondern eine imperiale Geste ihres Willens zur Vernichtung der Juden.

SZ PlusGastbeitrag von Marina Münkler

„Amnestielobbyismus für NS-Verbrecher“
:Netzwerk der Nazi-Freunde

In der frühen Bundesrepublik agitierten Juristen vehement für die Freilassung von NS-Verbrechern und hatten damit oftmals Erfolg. Der Rechtshistoriker Philipp Glahé zeigt, wie der „Heidelberger Juristenkreis“ arbeitete und wie die Mitglieder davon profitierten.

SZ PlusRezension von Annette Weinke

Israel und Internationaler Strafgerichtshof
:Einwände gegen Haftbefehl

Die USA und Deutschland stellen sich schützend vor Israels Premierminister Netanjahu – und bitten den Internationalen Strafgerichtshof, von einem Haftbefehl wegen Gaza-Kriegsverbrechen abzusehen. Experten sehen das kritisch.

SZ PlusVon Ronen Steinke

ExklusivSpionage
:Der Mann mit den zwei Namen

In Frankfurt sollen mutmaßliche Agenten einen Mann aus der Ukraine ausgespäht haben. Nun gibt es Hinweise, dass die Zielperson an einem Kriegsverbrechen an russischen Soldaten beteiligt war. Plante Moskau deshalb ein Attentat in Deutschland?

SZ PlusVon Florian Flade, Ben Heubl, Palina Milling, Jörg Schmitt

MeinungRusslands Luftangriffe
:Natürlich sehen die Ukrainer solche Angriffe als versuchten Völkermord

Russische Raketen zerstören eine Kinderklinik in Kiew. Ob absichtlich oder versehentlich – das ist beinahe zweitrangig. Moskau nimmt solche Gräuel durch seine Art der Kriegsführung in Kauf.

SZ PlusKommentar von Sonja Zekri

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