Der Umzug des Klinikums Harlaching verläuft leise, ohne Geschrei und Gepolter. Denn nicht nur Geräte und Möbel werden in den Neubau transportiert, sondern auch Patienten. Und die jüngsten von ihnen müssen dabei vor starken Erschütterungen bewahrt werden.
Bayerns kleinstes Frühchen
:Mit 265 Gramm ins Leben
Das Baby werde nicht überleben, sagen die Ärzte während der Schwangerschaft. Doch Marie entwickelt sich prächtig und ist inzwischen ein kleiner Social Media Star.
Frühkindliche Entwicklung
:Ein Wunder namens Sila
Vor eineinhalb Jahren kommt Sila mit 310 Gramm auf die Welt. Sie ist das kleinste Frühchen, das je in der Klinik Harlaching versorgt wurde. Wie geht es dem Mädchen, über das München staunte, heute?
Frühchen
:„Mir war es wichtig, dass niemand wieder das erleben muss, was wir erleben mussten“
1997 bringt Silke Mader Zwillinge zur Welt - in der 25. Schwangerschaftswoche. Nur ein Baby überlebt. Seither kämpft sie für einen besseren Umgang mit Frühchen und deren Familien. Über das Leben mit einem Schmerz, der niemals vergeht.
Neonatologie
:München-Klinik Harlaching startet Muttermilchbank
Sie ist die Zweite in der Stadt. Muttermilch ist das Beste, was ein Baby bekommen kann. Doch Frauen können sie nach einer Frühgeburt ihrem Neugeborenen oft nicht gleich geben.
Kinder-Intensivmedizin
:310 Gramm Leben: Wie ein extrem kleines Frühchen überlebt hat
Im September 2023 kommt Sila in der München-Klinik Harlaching zur Welt. Die Geschichte ihres Überlebens erzählt viel über die Möglichkeiten der modernen Medizin – und ist doch auch ein Wunder.
Geburtenzahlen 2023
:Immer mehr Frühchen in München - das kleinste wog nur 310 Gramm
In den drei kommunalen Frauenkliniken der München Klinik sind 2023 weniger Kinder auf die Welt gekommen als im Jahr zuvor. Besonders bei den Allerkleinsten gibt es einige Erfolgsgeschichten.
Zigarettenkonsum
:Wie die Gesundheit von Rauchverboten profitiert
Eine große Analyse zeigt, wie sehr das Risiko für Leiden an Herz und Atemwegen gesenkt werden kann, wenn Zonen für rauchfrei erklärt werden. Es kommt sogar zu weniger Geburtskomplikationen.
Infektionskrankheiten
:Irritationen um RSV-Impfstoffe für Babys
Zwei sehr ähnliche Impfstoffe sollen Neugeborene gegen RSV-Infektionen schützen. Der eine übersteht die Testphase nicht. Der andere könnte demnächst in den USA zugelassen werden. Wie erklärt sich das?
Eltern und Kind
:"Viele schauen häufiger ins Internet als auf ihr Baby"
Claudia Vogt betreut Eltern von Frühchen - und bringt ihnen bei, ihr Kind zu lesen. Die Bindungsberaterin weiß, auf was es ankommt, damit der Start ins Leben gut gelingt.
Pandemie
:Wie eine Corona-Infektion Schwangere und ihre Kinder gefährdet
Covid erhöht das Sterberisiko für werdende Mütter. Und weil eine frühe Entbindung manchmal Leben retten kann, steigt auch die Häufigkeit der Frühgeburten.
Frühgeburten
:Profite an der Grenze des Lebens
Werden in Deutschland Kinder früher auf die Welt geholt, weil es sich finanziell lohnt? Im Krankenhaus geht es zu oft um Geld - und nicht um Gesundheit.
SZ-Gesundheitsforum: Frühchen
:Die großen Chancen der Kleinsten
In spezialisierten Kliniken kann Frühgeborenen immer besser geholfen werden. Für Eltern bleibt die Geburt eines sehr unreifen oder kranken Kindes trotz allem eine Herausforderung.
Frühchen
:"Ich weiß mir keinen Rat mehr"
Immer kleinere Frühchen lassen sich retten, doch oft fehlt es am Personal. Die Kinderkrankenschwester Andrea Kaufmann erzählt im Interview von den Nöten ihres Berufs - und den großen Freuden.
Pflegemangel
:"Ich kann das den Eltern nicht mehr erklären"
In keiner Medizinsparte ist der Pflegemangel so groß wie in der Früh- und Neugeborenenmedizin. Ärzte stehen deshalb vor ähnlichen Fragen wie jetzt auch bei Covid-19: Nicht allen Kindern können sie helfen. Ein Gespräch mit dem Neonatologen Andreas Flemmer.
Oldenburg
:Tödliche Babymilch
Im Klinikum Oldenburg stirbt ein Frühchen, weil das Milchpulver mit einem Keim verunreinigt war. Das Klinikum überprüft seine Hygienevorschriften, die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Geboren mit 1445 Gramm
:Ein Frühchen auf dem besten Weg
Die Harlekin-Nachsorge in Starnberg kümmert sich seit fünf Jahren um Kinder, die wie Lotte schon in der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen. Für die Eltern ist das eine große Hilfe.
Medizin
:Mehr Erfahrung für die Kleinsten
Kliniken dürfen nur noch dann extreme Frühgeborene betreuen, wenn sie eine Mindestzahl solcher Behandlungen vorweisen können. Auch für Operationen der Speiseröhre gibt es neue Anforderungen.
Geburtsmedizin
:Beste Chancen für Frühchen
Eine Analyse in Deutschland zeigt, dass mehr Frühgeborene überleben, wenn sie in spezialisierten Zentren betreut werden - doch das ist nur in einem Viertel der Kliniken gegeben. Über einen absurden Streit auf Kosten der Kleinsten.
Frühchen-Station
:Wie Ärzte und Pflegende voneinander lernen können
Auf der Schwabinger Neugeborenen-Station gibt es ein weltweit einmaliges Ausbildungsprojekt. Mediziner und Pfleger arbeiten auf Augenhöhe. Gerade für die Frühchen kann solches Teamwork lebenswichtig sein.
Ulm
:Krankenschwester soll Frühchen Morphium verabreicht haben
Die Kinder in einem Ulmer Klinikum konnten gerettet werden. Gegen die Frau liegt Haftbefehl vor - sie bestreitet die Vorwürfe.
Landgericht Marburg
:Frühchen in Lebensgefahr: Lebenslange Haft für Krankenschwester
Die Frau soll drei Säuglingen unerlaubt Narkosemittel verabreicht haben. Gegen die Frau sprachen nur Indizien, ihr Motiv blieb ein Rätsel.
Pädiatrie
:Was Frühchen fühlen
Früher dachten Mediziner, dass Neugeborene noch keine Schmerzen empfinden können. Das weiß man heute besser. Wie versucht wird, sie selbst bei Frühchen möglichst genau zu erfassen.
Frühgeburt
:Wenn Ärzte und Pfleger Wunder vollbringen
Manche Babys kommen schon nach 25 Wochen zur Welt - statt nach den normalen 40. Noch vor wenigen Jahren hätten sie keine Chance gehabt.
Prozess in Marburg
:Vergiftete Frühchen
Eine Kinderkrankenschwester auf einer Frühchenstation soll drei Babys vergiftet haben, von denen eines starb. Schon jetzt deutet sich an, dass der Indizienprozess schwierig wird.
Medizin
:Frühchen überlebt mit 268 Gramm
Bei seiner Geburt wog der winzigste Junge der Welt wenig mehr als eine Packung Butter. Nun wurde er aus dem Krankenhaus entlassen.
Geburtsmedizin
:Warum in Deutschland immer noch Babys sterben
Laut einer neuen Statistik ist die Säuglingssterblichkeit in Deutschland höher als zum Beispiel in Japan oder Island. Geburtsmediziner Uwe Hasbargen über vermeidbare Todesursachen und die Verniedlichung der Geburt.
SZ MagazinDie Wehenschreiberin: Hebammenkolumne
:Arthur lebt
Als unsere Kolumnistin, die Hebamme, in dieser Woche einen jungen Bekannten wiedertrifft, ist sie zu Tränen gerührt. Denn bei seiner Geburt war das Kind nicht viel größer als eine Amsel.
Geburtsmedizin
:Lämmer wachsen in künstlicher Gebärmutter
US-Forscher wollen Kinder, die viel zu früh zur Welt gekommen sind, in einer Tasche aus Kunststoff reifen lassen. Ein Experiment zeigt: Bei Schafen klappt das schon ganz gut.
Medizin
:Feinstaub erhöht möglicherweise das Risiko einer Frühgeburt
Eine hohe Belastung mit den Schadstoffen könnte etwa drei Millionen verfrühte Geburten im Jahr 2010 erklären. Besonders deutlich wird das in Asien.
Frauenheilkunde
:Schwangerschaftsübelkeit ist ein gutes Zeichen
Eine neue Studie bestätigt: Schwangere mit starker Übelkeit und Erbrechen erleiden seltener Fehlgeburten. Angehende Mütter sollen essen, was sie mögen - auch Schwarzwälder Kirschtorte.
Geburtsmedizin
:Schicksalsfaden
Wenn sich der Muttermund einer Schwangeren vorzeitig öffnet, soll ein chirurgischer Verschluss die Frühgeburt verhindern. Jetzt zeigt sich: Etwas Simples wie die Wahl des Fadens kann über den Erfolg entscheiden.
Clomifen
:Die Zwillings-Pille
In Deutschland hat sich der Anteil der Mehrlingsgeburten seit den Achtzigerjahren verdoppelt. Das liegt auch an einem Medikament.
Frühgeburten
:Kinder der Grauzone
Bei den allerkleinsten Frühchen müssen die Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind sterben lassen oder ob die Ärzte um sein Leben kämpfen. Dabei kann man ihnen kaum sagen, welche Chancen ihr Kind hat.
Vox-Dokureihe "Frühchen - ein kleines Wunder"
:Babyaugen und billigste Stilmittel
Vox setzt bei seiner Frühchen-Doku auf Emotion. Da ist man froh um den Pragmatismus der Protagonisten.
SZ MagazinFamilie
:Ben und wie er die Welt sieht
In den USA lebt ein Junge, der zu erblinden droht. Er schreibt eine Liste aller Orte, die er unbedingt noch sehen will. Jetzt hilft ihm das ganze Land auf seiner Reise.
Frühgeburt in New York
:Eltern bleibt 150.000-Euro-Rechnung erspart
Noch schnell ein Kurztrip, bevor das Kind kommt - so hatte ein britisches Paar sich das vorgestellt. Doch jetzt sitzen die Eltern mit ihrem Baby in New York fest. Nachdem ihre Geschichte bekannt wurde, kommen sie aber wohl um die sechsstellige Krankenhausrechnung herum.
Kindersterblichkeit
:Zu früh für diese Welt
Im vergangenen Jahr sind weltweit 6,3 Millionen Kinder unter fünf Jahren gestorben. Häufigste Ursache: Komplikationen nach Frühgeburten. Dabei ließe sich das Problem schon mit einfachen Maßnahmen beheben.
Behandlung von Frühgeborenen
:Mehr Erfahrungen, weniger Leid
Wer vorzeitig ins Leben tritt, sollte sich den richtigen Ort aussuchen. Eine Studie zeigt erneut, dass Frühchen in Spezialkliniken häufiger überleben und weniger Komplikationen erleiden als in normalen Kliniken.
Öffentliche Rauchverbote
:Schutz für Ungeborene und Kinder
Kinder profitieren einer neuen Studie zufolge schon nach kurzer Zeit von Rauchverboten in öffentlichen Gebäuden. Ein Jahr nach Inkrafttreten des Verbots sinkt die Zahl der Frühgeburten. Zugleich erleiden weniger Kinder schwere Asthmaanfälle.
Säuglingssterblichkeit
:Im Osten sterben weniger Neugeborene
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben die geringste Todesrate unter Neugeborenen in ganz Deutschland. Vor allem Frühchen haben in Ostdeutschland bessere Überlebenschancen. Die Situation in Westdeutschland hingegen nenne Experten beschämend.
SZ MagazinFamilie
:Und Frieda lebt doch
21 Wochen, fünf Tage: Laut Lehrbuch hat ein Baby, das so früh geboren wird, nicht die geringste Chance. Heute ist ein gesundes Kind. Ihre Eltern, ihre Ärzte, sie selbst: eine Geschichte über Menschen, die nicht aufgeben wollten.
Schwangerschaft
:Zeugungs-Zeitpunkt beeinflusst Gesundheit des Kindes
Nicht nur der Geburtstag kann ein Stichtag für die Gesundheit sein. Im Mai gezeugte Kinder kommen häufiger früher zur Welt. Babys, die ihre Existenz lauen Sommernächten verdanken, sind eher schwerer.
Leben mit kranken Kindern
:Langer Weg in die Normalität
Jedes Jahr trifft etwa 40.000 Familien ein unerwarteter Schicksalsschlag: Ein Kind wird schwer krank geboren oder verunglückt. Ein normales Leben zu Hause ist ohne sozialmedizinische Unterstützung kaum möglich. Doch Hilfe bekommt nur ein Bruchteil der Betroffenen.
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Der Nächste bitte
:Das Beste für die Kleinsten der Kleinen
Nur erfahrene Kliniken bieten sehr jungen Frühgeborenen die besten Chancen. Dennoch dürfen auch kleine Krankenhäuser Frühchen behandeln. Eigentlich ein Skandal.
Urteil
:Kleine Kliniken dürfen Frühchen behandeln
Extrem leichte Frühchen müssen in spezialisierten Krankenhäusern betreut werden. Nun hat ein Gericht abgelehnt, höhere Hürden für die Zulassung solcher Häuser aufzustellen. Ärzte halten das für falsch.
Totes Frühchen in der Berliner Charité
:Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung
Wer ist verantwortlich für den Tod eines Säuglings und die Erkrankung sieben weiterer Babys? Nachdem sich in der Berliner Charité mehrere Frühchen mit Serratien-Keimen infiziert haben, hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Als Auslöser der Infektionen ist ein Babybadeschaum in Verdacht.
Frauen, die als Frühchen zur Welt kamen, entwickeln während ihrer eigenen Schwangerschaft häufiger Probleme. Ihr Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und eine Schwangerschaftsvergiftung ist erhöht.
Geburt kurz vor dem Termin
:Die Last der fehlenden Wochen
Auch Kinder, die nur zwei oder drei Wochen zu früh geboren werden, neigen im späteren Leben zu Gesundheitsproblemen. Sie haben mehr chronische Krankheiten, mehr psychische Probleme und müssen häufiger im Krankenhaus behandelt werden.
Klinikum-Mitte Bremen
:Experten finden mögliche Keimquelle
Ausgerechnet eine Anlage zur Herstellung von Desinfektionslösung vermuten Hygieneexperten als Quelle für den tödlichen Klebsiella-Keim. Mehrere Frühgeborene sind seit dem vergangenen Jahr an dem Bakterium gestorben.