68er Bewegung

Die Studentenrevolte in Deutschland

Von den Schüssen auf Benno Ohnesorg bis zum blutigen Terror der RAF: Texte, Interviews und Fotos zur 68er Bewegung.

MeinungPrantls Blick
:Ein Nachruf auf die Gammler

SZ PlusVon Heribert Prantl
Portrait (freie Mitarbeit) Heribert Prantl

Zum Tod von Peter Schneider
:„Er wusste um seine vielen Freunde“

Der Schriftsteller verstarb am Dienstagabend nach langer Krankheit. Der Regisseur Volker Schlöndorff erinnert an Schneiders letzte Tage in Berlin und an 50 Jahre Freundschaft.

Gastbeitrag von Volker Schlöndorff

Der neue Roman von Tiny Stricker
:Schreiben wie ein Hippie

Tiny Stricker war 1969 nach Südasien aufgebrochen und in Chittagong gestrandet. 55 Jahre später schreibt er über diese prägende Zeit – mit einem treibenden Stil, der das damalige Lebensgefühl einfängt: „Hippies in Chittagong“.

Von Michael Bremmer

Korrekturen
:Versfuß, Datum, Gericht

Eine Datumsverwechslung, ein falsches Gericht und ein Jambus, der ein Trochäus ist. Wir müssen wieder mal ein paar Dinge nachbessern.

Nachruf Claus Offe
:Wann kippt der Kapitalismus?

Das wollte der bedeutende Sozialforscher Claus Offe herausfinden. Jetzt ist er 85-jährig gestorben.

SZ PlusVon Johan Schloemann

Geistesgeschichte
:Runentänzer im Silicon Valley

Erst landete die deutsche Lebensreform in Kalifornien – dann auch die wichtigste Büchersammlung dazu. Was das mit Tech-Konzernen und, ja, auch Trump zu tun hat.

SZ PlusVon Peter Richter

MeinungGesellschaft
:Was man von Rudi Dutschke über die heutigen Parteien lernen kann

An Heiligabend 1979 stirbt der Anführer der Studentenrebellion an den Spätfolgen eines Attentats.  Über einen Antiparlamentarier, der zum Parlamentarismus fand.

SZ PlusKolumne von Heribert Prantl

Zum Tod von Michael Ruetz
:Gesichter der Rebellion

Michael Ruetz begleitete als Fotograf die Proteste der 68er-Generation und prägte ihre Ästhetik. Doch seine künstlerische Reise hatte da noch gar nicht richtig angefangen. Nachruf auf einen Lichtkünstler.

SZ PlusVon Willi Winkler

Wolfram Eilenberger: „Geister der Gegenwart“
:Es lebe die Metarevolution

Die dritte Folge der populären Philosophiebücher von Wolfram Eilenberger wickelt erzählerisch Leben und Denken von Theodor W. Adorno, Michel Foucault, Paul Feyerabend und Susan Sontag auf. Lernen wir aus ihren Fehlern?

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Neuer Roman von Tiny Stricker
:Zurück in eine bessere Welt

Tiny Stricker, Pionier der deutschen Pop-Literatur, ist auch in seinem neuen Roman on the road wie Jack Kerouac, nur eben im Orient. "Hotel Amir Kabir oder die Wege der Hippies" ist ein wehmütiger Blick zurück in die Zeit der 68er - und gleichzeitig eine Liebeserklärung.

SZ PlusVon Michael Bremmer

Michael Krüger wird 80
:"Ich habe mich der Literatur höflich genähert"

Michael Krüger hat unzählige Bücher lektoriert - und als Autor nicht wenige geschrieben. Ein Gespräch zum 80. Geburtstag - über das revolutionäre Berlin 1968 und die Frage, wer eigentlich den Titel von Walter Kempowskis "Tadellöser & Wolff" erfunden hat.

SZ PlusInterview von Willi Winkler

Pop und Politik
:Play it again, Fito

„Going up the Country“ von „Canned Heat“ wurde 1969 zu einer der Hymnen in Woodstock. Wer die Band jetzt hört, wird zurückgeworfen in eine Welt, in der kurz alles möglich zu sein schien. Klingt fast verrückt in diesen Zeiten.

SZ PlusVon Kurt Kister

Nachruf auf Wolfgang Schivelbusch
:Verlust und Neugier

Der Publizist Wolfgang Schivelbusch ist tot. Eine Erinnerung an Küchentischgespräche in New York wie Berlin - und an seine Bücher.

SZ PlusVon Peter Richter

MeinungRebellion in Gräfelfing
:Zur Reife auf Abwegen

Neuerdings will jeder Kreissparkassendirektor und jeder Promi eine wilde Jugend gehabt haben. Sogar Jutta Speidel.

Von Wolfgang Görl

Literatur zur Hippie-Ära
:Der Sound einer neuen Zeit

Tiny Stricker erzählt in seinem Buch "London, Pop und frühe Liebe" vom Aufbruch der Sechzigerjahre aus Sicht eines Jugendlichen.

Von Antje Weber

Filme und Performance
:Kulturrevolution aus Kunzelmanns Keller

Die 68er-Bewegung hat eine Münchner Vorgeschichte - davon erzählt das Kunstprojekt "Boykottiert die Systeme!" von Julia Wahren und Rudolf Herz.

Von Jutta Czeguhn

Husch Josten: "Eine redliche Lüge"
:Revolution aus der Zukunft

Husch Josten erzählt in "Eine redliche Lüge", wie aus sozialen Brüchen nach Jahrzehnten Legenden, Romane und Filme werden.

Von Fritz Göttler

MeinungProtestbewegungen
:Das sind doch keine Rebellen

Rebellen waren einmal Menschen, die für eine bessere Gesellschaft kämpften. Jetzt bezeichnen sich auch jene so, die Corona für eine Verschwörung halten. Warum das nichts mit der Tradition des Aufbegehrens zu tun hat.

SZ PlusKolumne von Karl-Markus Gauss

Eurasburg
:Die vergessene Künstlerkommune

In einer Villa bei Happerg haben einst Musiker von Amon Düül und später Maler zusammen gewohnt. Der Regisseur Hans-Jürgen Syberberg hat in einem Film dort das Lebensgefühl der 68er festgehalten

Von Benjamin Engel

William Boyds Roman "Trio"
:Alle machen das so

Die Geschichte wiederholt sich zweimal, das eine Mal als Komödie, das andere Mal als Porno: Das fabelhaft souveräne Alterswerk "Trio" des britischen Romanciers William Boyd.

Von Martin Ebel

Rudi Dutschkes FBI-Akten
:Red Rudi

Im Visier: Der Amerikaner Rich Jones veröffentlicht auf Reddit große Teile der Geheimdienst-Dossiers über Rudi Dutschke.

SZ PlusVon Willi Winkler

SZ-Serie: Streifzüge durch die Stadt
:Auf den Spuren von Gammlern, Aktivisten und Terroristen

Zur Zeit der 68er-Bewegung soll es in ganz Deutschland "keinen lebendigeren Ort" als Schwabing gegeben haben. Was davon heute noch sichtbar ist.

Von Julian Hans

Linke Bewegungen
:Solidarität mit den Kämpfern

Michael Frey zeigt eindrucksvoll, wie und warum sich die Neue Linke formierte - lange vor 1968. Ein lehrreicher Weitblick auf den transnationalen Protestzusammenhang der Fünfziger und Sechziger.

Rezension von Isabell Trommer

Rainer Langhans
:Liebe, Locken, langes Leben

Rainer Langhans war eine Ikone der 68er-Bewegung, provozierte mit blankem Hinterteil und propagierte die freie Liebe. Nun wird der Ex-Hippie 80 Jahre alt - und wirkt mitunter etwas wunderlich.

Von Martina Scherf

MeinungRote Armee Fraktion
:Von der Ideologie zum Mord

Vor 30 Jahren wurde Alfred Herrhausen, der damalige Chef der Deutschen Bank, von linksradikalen Terroristen ermordet. Heute geht die Gefahr von Rechtsextremisten und Islamisten aus.

Kommentar von Kurt Kister

Meinungsfreiheit
:Der Stoff, aus dem Blockaden sind

Linke Gruppen hindern Politiker und Ex-Politiker am Reden. Die Aufregung ist groß, aber es gibt ein berühmtes Vorbild.

Von Peter Burghardt

Erinnerungen an 1968
:Sex, Drogen und das nötige Kleingeld

1968 war kein Revolutionsjahr, sondern eine Kaufkraftrevolte - zumindest in Deutschland. Ein letztes Nachwort auf eine durch und durch verklärte Zeit.

Von Willi Winkler

"68. Pop und Protest" in Hamburg
:Im Licht der Lava-Lampe

Die Ausstellung "68. Pop und Protest" im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg hellt Mythen auf. Sie zeigt eine Gesellschaft im Übergang, in der Protest noch aus der Mitte kam. Die Möbel? Kommen zum Schluss.

SZ PlusVon Till Briegleb

Zeitgeschichte
:Fäuste für den Frieden

Sein Protest bei bei den Olympischen Spielen 1968 machte Tommie Smith zur politischen Figur. Wie ging sein Leben danach weiter? Ein Treffen.

SZ PlusVon Caspar Busse und David Pfeifer

Reden wir über Geld mit KD Wolff
:"Ich bin der beste Bettler im Verlagswesen"

KD Wolff war in den 60ern Studentenführer und erhielt das Bundesverdienstkreuz. Jetzt ging er mit seinem Verlag, den einst Helmut Kohl rettete, pleite. Ein Gespräch über die Jahre der Revolte und die sich ändernde Buchbranche.

SZ PlusInterview von Lars Langenau

Proteste
:"Die jungen Leute heute sind nicht blöder als wir damals"

Der Politologe Johano Strasser erkennt in den aktuellen Aktionen von Studenten Parallelen zur 68er-Bewegung.

Interview von Christina Hertel

Lebenswelten
:Heute wieder Lebensreform

Soviel Monte Verità, so viel nackte Körper waren noch nie zuvor: Zur geballten Renaissance des Hippietums in Literatur, Kunst, Fernsehen, Mode und dem Rest des Lebens.

SZ PlusVon Peter Richter

1968
:Vorteile des Mini-Rocks

Was bleibt von 1968? Die Mehrwertsteuer. Ein Streifzug durch Berliner Tageszeitungen des Jahres 1968 bettet die Großereignisse in den Alltag der geteilten Stadt ein. Dabei tritt Alexander Dubček an die Seite von Rudi Dutschke.

SZ PlusVon Jens Bisky

Geschichte
:Die Menschen von 1968

Die Ironie der Geschichte? Früher galten Linke als Verfassungsfeinde, heute sind sie die wahren Verfassungspatrioten. Ein Rundgang durch Berlin.

SZ PlusVon Hilmar Klute

Historische Zäsur
:Achtundsechzig war mehr als ein Aufstand

Wie wird die Studentenrevolte 50 Jahre später bewertet? Im Rückblick erscheint 1968 vielschichtiger, als viele glauben, aber auch provinzieller.

Rezension von Isabell Trommer

Linker Antisemitismus
:Von "Heuschrecken" und dem "Judenknacks"

Der offene Hass ist tabuisiert, man überlegt Ersatznarrative: Eine Konferenz in Frankfurt am Main versucht den linken Antisemitismus zu erklären.

Von Volker Breidecker

1968
:Der lange Weg zur späten Emanzipation

Die Frauen- und Homosexuellen­bewegung von 1968 setzt heute Maßstäbe. Erst in Zeiten von "Me Too" und sozialen Medien entfaltet der Satz "Das Private ist politisch" seine volle Wucht.

Kommentar von Kia Vahland

Wim Wenders über die 68er-Bewegung
:"Wir waren unantastbar"

Die Hölle über München: Wie Regisseur Wim Wenders 1968 die Filmhochschule besetzte, als Rädelsführer verhaftet und später in Wien verknackt wurde.

SZ PlusInterview von Willi Winkler

1968
:Ein Lob des Antiautoritären

Mit dem Attentat auf meinen Vater Rudi Dutschke war das Ende der 68er-Bewegung besiegelt. Doch bis heute sind die Nachwirkungen der Studentenrevolte von einst zu spüren.

Gastbeitrag von Marek Dutschke

Serie "Große Geschichte"
:Als wir wild waren

1994 zeigte Uschi Obermaier dem Reporter Michael Althen ihr München, in dem Schwabing die Mitte der Welt war. Ein Spaziergang mit dem It-Girl der 68er Bewegung.

SZ PlusVon Michael Althen

Hippie-Mode
:Trittbrettfahrer in Batik-Shirts

Die Modewelt nutzt den fünfzigsten Jahrestag der 68er-Revolte, um alte Klischees zu verkaufen. Dabei dient der Hippie-Style heute nur noch als Verkleidung für Festivals.

Von Jan Kedves

Paul Nolte im Gespräch
:"Wir haben Verschwörungstheorien zu lange wuchern lassen"

Ein Weltbild des permanenten Betrogenwerdens hat sich in die Gesellschaft hineingefressen, sagt der Historiker Paul Nolte. Ein Gespräch über Nährböden des Populismus, Dobrindts "konservative Revolution" und den neu-alten Antifeminismus.

Interview von Oliver Das Gupta, Berlin

1968er Bewegung
:Auf Rollschuhen um die Barrikaden

Bei einer Tagung im Deutschen Literaturarchiv Marbach umkreisen Geisteswissenschaftler den Mythos "1968".

Von Willi Winkler

Zeitgeschichte
:Umso schlimmer für die Tatsachen

Die Erinnerung an die Studentenrevolte von 1968 lädt zu vielem ein - auch zu reichlich neuer Mythenbildung. Eine vorläufige Diskursgeschichte des 50-jährigen Jubiläums.

Rezension von Wolfgang Kraushaar

1968
:Revolution oder Revolutiönchen?

Die 68er Revolte jährt sich in diesem Jahr zum 50. Mal. Darüber, was der Aufstand eigentlich bewirkt hat, gibt es unterschiedliche Ansichten. Für ihn als Student waren die Mai-Unruhen im Pariser Quartier Latin jedenfalls wie eine Befreiung, erzählt ein Leser.

1968 - Attentat auf Rudi Dutschke
:Linke Gene

Hosea-Che, Polly-Nicole und Rudi-Marek heißen die Kinder von Rudi und Gretchen Dutschke. Wie die drei heute über ihren Vater, Sprengstoff im Kinderwagen und den CSU-Landesgruppenchef denken.

Von Lars Langenau

50 Jahre später
:Was von 1968 geblieben ist

War alles umsonst? Die Ideale und Utopien von damals werden aufleben, wenn die Enkel und Urenkel der Achtundsechziger beschließen, die Trumps und Gaulands, die Spießer von heute, nicht mehr auszuhalten.

Kommentar von Heribert Prantl

Attentat auf Rudi Dutschke
:Schüsse auf die Revolution

Vor fünfzig Jahren wurde Rudi Dutschke bei einem Attentat in Berlin von drei Kugeln getroffen und lebensgefährlich verletzt. Es war der Anfang vom Ende der Studentenrevolte von 1968.

Von Lars Langenau

68er-Bewegung
:Die Grenzen der Freiheit

Schriftsteller Tiny Stricker ging 1969 auf den Hippie-Trail. Ein Gespräch über den Mief der Elterngeneration, die Gefahren beim Trampen und Mitstreiter, die den Ausstieg verpassten.

SZ PlusInterview von Michael Bremmer

Prantls Blick
:Wie 1968 der Aufruhr in die Provinz kam

Die tödlichen Schüsse auf Ohnesorg und Dutschke und der Protest in den Universitätsstädten waren in der oberpfälzischen Kleinstadt Nittenau ganz weit weg. Aber dann kam der Aufruhr. Genauer gesagt: ein Aufrührer.

Die politische Wochenvorschau von Heribert Prantl

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