Antisemitismus:Nur "ein harmloses Männlein"?

Lesezeit: 4 min

Antisemitismus: Eine Anlage in Erlangen erinnert an die beiden Mordopfer Shlomo Lewin & Frida Poeschke.

Eine Anlage in Erlangen erinnert an die beiden Mordopfer Shlomo Lewin & Frida Poeschke.

(Foto: Olaf Przybilla)

Die Erlanger Ebrardstraße wurde 1980 zum Tatort eines antisemitisch motivierten Doppelmords. Nun gerät der Namensgeber der Straße unter einen beklemmenden Verdacht.

Von Olaf Przybilla, Erlangen

Die Ebrardstraße in Erlangen ist ein Ort deutscher Geschichte und einer, der einem den Atem stocken lässt. Am 19. Dezember 1980 wurden dort Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke in ihrer Wohnung ermordet, einer der schwersten rechtsterroristischen Anschläge der Nachkriegshistorie. Dass der Täter in der "Wehrsportgruppe Hoffmann" aktiv war, daran gibt es keine begründeten Zweifel. Auch nicht über das Motiv: antisemitisch motivierter Menschenhass. Lewin, Verleger und vormals Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde, hatte leidenschaftlich gegen neonazistische Umtriebe gekämpft.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
nora tschirner
Kino
»Meine Depression war eine gesunde Reaktion auf ein krankes System«
Investigative Recherchen in Russland
"In seiner Welt hält Putin sich für einen großartigen Strategen"
Agota Lavoyer
Sexualisierte Gewalt gegen Kinder
"Viele schämen sich oder haben Angst vor den Konsequenzen"
grüne flagge
Dating
Diese grünen Flaggen gibt es in der Liebe
Digitale Währungen
Der Krypto-Crash
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB