"Globalesisch oder was?" von Jürgen Trabant Zunge zeigen, Europa!

Selten ist ein Untergang kundiger, geistreicher und bewegender besungen worden. In seinem neuen Buch "Globalesisch oder was?" streitet Jürgen Trabant für die Sprachvielfalt. Vor kulturpessimistischen Jeremiaden ist man bei bei ihm allerdings sicher. Von Hermann Unterstöger mehr...

A demonstrator shouts slogans during a protest in front of a Chinese national flag in Shanghai Buchrezension zu "Chinas stille Armee" Ein Muss für China-Interessierte

China kauft halb Afrika und auch halb Amerika, was aber bedeutet das für die Menschen, die dort leben? Zwei Journalisten haben das ein Jahr lang recherchiert und in "Chinas stille Armee" aufgeschrieben - mit überraschenden Erkenntnissen. Eine Rezension im Video von Franziska Augstein mehr...

"Vergeltung" von Don Winslow Sixpack von Suhrkamp

In Don Winslows Roman "Vergeltung" tritt ein Einzelner gegen ein islamistisches Terrornetzwerk an. Einwände gegen den Plot werden weggeballert. Trotzdem schildert der Autor den Rachefeldzug knapp, spannend und gekonnt - und ohne sich an der Brutalität zu weiden. Von Werner Bartens mehr...

Buch über Sterbehilfe Im Reich der Lebensmüden

Schade, dass der Todescocktail nicht nach Champagner schmeckt: Die Schriftstellerin Emmanuèle Bernheim beschreibt, wie sie ihrem Vater zu einem selbstbestimmten Tod verhalf. Und untergräbt dabei alle vorgefassten Überzeugungen zur aktiven Sterbehilfe. Von Joseph Hanimann, Paris mehr...

SZ-Magazin Skurrile Reise-Buchtitel Ich war dann mal weg

Leben Journalisten längere Zeit im Ausland, schreiben sie darüber oft ein Buch. Scheinbar die einzige Bedingung für den Titel: ein möglichst albernes Wortspiel. Ein Kalauer-Kompendium. mehr... SZ-Magazin

Schritstellerin Yasmina Reza "Glücklich die Glücklichen" von Yasmina Reza Streit an der Käsetheke

Auf dem Schlachtfeld der kleinen Alltagsprobleme: In ihrem neuen Roman "Glücklich die Glücklichen" lässt Yasmina Reza alle Lebensweisheiten platzen. Von Joseph Hanimann mehr...

"Spieler Eins" von Douglas Coupland Eine bezaubernde Autistin

Douglas Coupland, der Erfinder der "Generation X", schreibt einen Thriller mit existenziellem Anspruch, der vor allem durch seine Figuren besticht. Die Eitelkeit des Schriftstellers muss man beim Lesen in Kauf nehmen. Von Burkhard Müller mehr...

Israel stürmt ´Solidaritätsflotte" - Mankell Schwedischer Krimiautor Henning Mankell an Krebs erkrankt

In einem Artikel für die schwedische Zeitung "Göteborgs Posten" hat Krimiautor Henning Mankell seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Der Schöpfer der Krimifigur Kurt Wallander will in einer Kolumne über seinen Kampf gegen die Krankheit berichten. mehr...

Deutsche Soldaten in Afghanistan "Der menschliche Körper" von Paolo Giordano Zweimal Hölle und zurück

Bestsellerautor Paolo Giordano hat einen eindrucksvollen Afghanistan-Roman geschrieben. "Der menschliche Körper" erzählt von gebrochenen Helden und falschen Rollenbildern - und dekliniert verschiedene Ausprägungen von Männlichkeit durch. Von Maike Albath mehr...

Simon Menner und BStU 2013 Verlag Hatje Cantz Top Secret Bildband über Stasi-Agenten Ritterschlag zum Großabhörer

Sonnenbrillen, Perücken, aufgeklebte Schnauzbärte: Mit diesen Hilfsmitteln versuchten Stasi-Agenten einst, mit Besuchern aus dem Westen in Kontakt zu kommen. Ein Bildband aus Archivfunden zeigt, was die Stasi für gute Agenten-Tarnung hielt. Von Burkhard Müller mehr...

Arno Schmidt Arno Schmidt zum 100. Geburtstag Sprachkünstler und Eremit

Er wurde nie so populär wie Günter Grass oder Heinrich Böll, aber inzwischen zählt Arno Schmidt zu den Klassikern der Moderne. Für seine Arbeit zog er sich in ein 200-Seelen-Dorf in Niedersachsen zurück. An diesem 18. Januar wäre er 100 Jahre alt geworden. mehr...

Norwegische Nationalbibliothek in Oslo Norwegen stellt Bücher kostenlos ins Netz Ein zweites Leben für Schmöker

Viele Bücher geraten in Vergessenheit, nachdem sie veröffentlicht wurden. Nun bekommen sie in Norwegen eine zweite Chance, denn die Nationalbibliothek des Landes stellt Lesern nun zigtausend Werke kostenfrei im Internet zur Verfügung. In andere Länder lässt sich das Modell allerdings nicht ohne weiteres übertragen. mehr...

"Krieg. Wozu er gut ist" von Ian Morris Vom Nutzen der Schlacht

Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg - Ian Morris will in seinem Buch "Krieg. Wozu er gut ist" nun erklären, was einen "produktiven" von einem "unproduktiven" Krieg unterscheidet. Dabei bewegt er sich oft auf spekulativem Boden. Von Burkhard Müller mehr...

Unfertige Wohnblocks Sesena Madrid Spanien Rafael Chirbes Am Ufer Roman Literatur "Am Ufer" von Rafael Chirbes Immer wieder im Sumpf

Gebrochen und gallig durchtränkt: In seinem in aller Bitterkeit großartigen Roman "Am Ufer" erzählt Rafael Chirbes von seiner Heimat Spanien nach dem Platzen der Immobilienblase. Von Ralph Hammerthaler mehr...

Haruki Murakami Neuer Roman von Haruki Murakami Harmonie ist nicht alles

"Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki", der neue Roman von Haruki Murakami, ist ein großes Buch voller Ruhe und Spannung. Es erzählt von einem schrecklichen Geheimnis und der Verbindung zwischen Menschen, die sich zwischen Wunde und Wunde, von Schmerz zu Schmerz, von Schwäche zu Schwäche einstellt. Von Burkhard Müller mehr...

Googles Bücherdatenbank "ngram" Forscher erfinden "Literarischen Elendsindex"

Acht Millionen Bücher hat Google eingescannt. Damit konnten Forscher nun die Wirtschaftslage einer Epoche ablesen - anhand von Wörtern des Ekels und der Freude. Von Christian Weber mehr...

Zadie Smith "London NW" "London NW" von Zadie Smith Hier ist alles ein Kampf

In "London NW", ihrem ersten Roman seit sieben Jahren, schildert Zadie Smith wieder das multiethnische Leben der Großstadt. Aber ihr Ton ist härter, ja herzloser geworden. Von Johan Schloemann mehr...

The Dreyfus Affair in satirical cartoon published in Italian magazine Papagallo, Italy, 19th century "Intrige" von Robert Harris Weltgeschichte im Opernglas

Der englische Thriller-Autor Robert Harris macht aus der Dreyfus-Affäre einen fesselnden Spionageroman, in dem der Antisemitismus sein Unwesen treibt und ein Oberstleutnant zum Aufklärer wird. Von Joseph Hanimann, Paris mehr...

Irina Korschunow, 2009 Zum Tode von Irina Korschunow Eulenruf und scharfer Blick

Sie war erst ganz bürgerlich Ehefrau und Mutter, doch dann entdeckte Irina Korschunow ihre Beobachtungsgabe und ihr literarisches Talent. So entstanden Klassiker mit häufig jugendlichen und weiblichen Protagonisten, die sie in einer Millionenauflage verkaufen konnte. An ihrem 88. Geburtstag ist sie nun gestorben. Von Roswitha Budeus-Budde mehr...

Hellmuth Karasek wird 80 Hellmuth Karasek wird 80 Gute Pointe, schlechte Welt

Hellmuth Karasek ist der ewige Klassenclown des Kulturbetriebs, und er verkörpert diese Rolle in einer Mischung aus Ungeniertheit und Understatement, Koketterie und Selbstironie. Nun wird der Journalist 80 Jahre alt. Von Kristina Maidt-Zinke mehr...

Skirennstrecke Streif bei Kitzbühel Pseudo-Krimi "Seine Zeit zu sterben" Wem der Hahnenkamm schwillt

Wenn Männer ihren Schwanz in "Botoxbuckelpisten" stoßen: Albert Ostermaier hat sich in seinem unheimlichen Heimatroman "Seine Zeit zu sterben" auf den Steilhang der Metaphern begeben, um seinen Hass auf die Statusgesellschaft zu artikulieren. Dabei hätte er in knappen Worten mehr erreichen können. Von Till Briegleb mehr...

Trotz Tod von Stieg Larsson Millennium-Serie wird fortgesetzt

Zehn Jahre nach dem Tod von Schriftsteller Stieg Larsson soll seine Millennium-Trilogie fortgeschrieben werden. Als Autor fungiert David Lagercrantz, der sich bereits einen Namen gemacht hat - mit seiner Biografie eines Profifußballers. mehr...

- Science-Fiction-Roman "Ausgebrannt" Wenn die letzte Ölquelle versiegt

Die USA besetzen Saudi-Arabien, auf dem gesamten Erdball entstehen Unruhen: In seinem Roman "Ausgebrannt" beschreibt Science-Fiction-Autor Andreas Eschbach, wie sich die Welt verändert, wenn das Öl fehlt. Im Gespräch erklärt er, warum er beim Auftanken staunt. Interview: Pia Ratzesberger mehr...

Schriftstellerin Alice Munro Alice Munro Menschen haben solche Gedanken

Ihr neuer Erzählungsband "Liebes Leben" zeigt Alice Munro auf der Höhe ihres Könnens. Kunstvoll verdichtet die Kanadierin die Fülle des Lebens - der Nobelpreis für Literatur geht an eine Meisterin der kleinen Form. Von Meike Fessmann mehr...

Autoren gegen Überwachung im Netz "Kaufkraftzombies des Kapitals"

"Ich habe nichts zu verbergen": Mit diesem Satz begründen viele User ihr Desinteresse am NSA-Skandal. 562 Autoren aus aller Welt, darunter Günter Grass und Umberto Eco, wollen die Gleichgültigkeit beenden und sie als folgenreichen Irrtum brandmarken - mit einem internationalen Aufruf zum Protest. Niemand dürfe sich zum "gläsernen Idioten" machen lassen. Von Ruth Schneeberger mehr...