US-Präsident Obamas Budgetentwurf für 2013 ist schon Teil des Wahlkampfs: Er will 3,8 Billionen Dollar ausgeben - in Bildung und Infrastruktur investieren und Reiche stärker besteuern. Das Ziel, die Neuverschuldung des Landes auf drei Prozent zu drücken, würde damit in weite Ferne rücken. Die Republikaner im Kongress werden das zu verhindern wissen.
Von
Christian Wernicke, Washington
Für seine neuerliche Präsidentschaftskandidatur vollzieht Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy einen Rechtsschwenk - und kündigt Volksabstimmungen für ein schärferes Arbeitslosen- und Ausländerrecht an. Doch das Stimmenfischen am rechten Rand ist riskant, denn Sarkozy gibt damit die Mitte frei. Und dort lauert bereits ein Liberaler.
Von
Stefan Ulrich, Paris
Schunkeln mit Margot Hellwig, Gratis-Kuchen und Kufstein-Lied: Mit einem volkstümlichen Wahlkampf wurde Michael Adam im niederbayerischen Regen jüngster Landrat der Republik. Jetzt zeigt sich, dass der SPD-Shootingstar dabei kräftige Unterstützung bekam - aus dem gegnerischen Lager.
Von
Wolfgang Wittl
Bisher hatte US-Präsident Obama das Mittel der Super-Pacs zur Spendensammlung vehement abgelehnt. Die Begründung: Über die Wahlhilfe-Vereine könnten Vermögende ihre Interessen besser durchsetzen als weniger Wohlhabende. Die Veröffentlichung der republikanischen Einnahmen durch Super-Pacs im vergangenen Jahr scheint dem Demokraten nun jedoch die Augen geöffnet zu haben.
Von
Reymer Klüver
Die Führung der Republikanischen Partei warnt in einer Resolution vor "extremen Umweltschutzbemühungen" der Vereinten Nationen: Die UN wollen so angeblich die Kontrolle über die US-Bürger erlangen. Auch Wahlkämpfer Newt Gingrich buhlt mit solchen Behauptungen um die Anhänger der Tea Party.
Von
Markus C. Schulte von Drach
Der Machtverlust des Westens ist evident, der Triumphalismus der Ära von George W. Bush eine peinliche Erinnerung. Doch arabische Freiheitskämpfer, chinesische Dissidenten, russische Bürgerrechtler - sie alle fordern nun Menschenrechte, Gewaltenteilung, Volkssouveränität. Der Westen kann sein Projekt niemandem aufzwingen, aber er kann sich selbst daran halten.
Ein Gastbeitrag von
Heinrich August Winkler
Chancengleichheit für ein starkes Amerika: US-Präsident Obama fordert die Reichen auf, ebenso viel Steuern zu zahlen wie die Arbeiter. Auch die Wall Street müsse sich künftig an Regeln halten. In seiner Rede zur Lage der Nation zeigt sich Obama als Staatsmann und teilt auch gegen die Republikaner aus.
Von
Matthias Kolb, Washington
"Un presidente excelente": Mit einem spanischsprechenden Sohn und einem lockeren Auftritt beeindruckt Mitt Romney die republikanischen Hispanics. Nicht nur vor der Vorwahl in Florida buhlen die Kandidaten um die Latinos - schließlich wächst in Amerika keine Wählergruppe schneller. Die Strategen der Republikaner wissen: Um Obama zu schlagen, müssen sie dessen Popularität bei den Latinos untergraben.
Von
Matthias Kolb, Miami
Für die Bewohner von Crawford, Texas, bleibt George W. Bush der einzig wahre Präsident der Vereinigten Staaten.
Ein Besuch von
Harald Hordych und Jörg Buschmann
Der Irak-Krieg 2003 begann mit Lügen und Fälschungen. Deutschlands Nein wollten die USA nicht akzeptieren. Nun erinnert sich Ex-Präsident George W. Bush - und lügt weiter.
Eine Außenansicht von
Uwe-Karsten Heye
Der Chefstratege von George W. Bush, Karl Rove, hat seine Memoiren veröffentlicht. Seine Ausführungen über den Irakkrieg sorgen für Wirbel.
Von
Sebastian Wolfrum
Nach dem Vorwurf, er würde in seinen Memoiren Lügen verbreiten, gibt es nun weitere Kritik am früheren US-Präsidenten Bush: Offenbar hat er dreist abgekupfert.
Von
Markus C. Schulte von Drach
Der US-Präsident hat ein neues Sicherheitsgesetz gebilligt. Die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo rückt damit in weite Ferne.
Von
Christian Wernicke, Washington
Bei den Republikanern drängelt sich eine ganze Schar von Kandidaten darum, Barack Obama herauszufordern. Von den sieben übrigen Bewerbern haben nur zwei realistische Chancen - doch die Republikaner waren bei der Kür ihrer Kandidaten schon häufig unberechenbar.
Von
Reymer Klüver, Washington
Neue Verzögerung beim Baubeginn für Stuttgart 21: Die Polizei hat die Planungen für die anstehende Räumung des besetzten Schlossgartens in Stuttgart gestoppt - weil die dort stehenden Bäumen nach wie vor nicht gefällt werden dürfen.
Kurzmeldungen im Überblick
Rick Santorum möchte mit homophoben Sprüchen Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner werden. Schwule Aktivisten rächen sich dafür mit einer sogenannten "Google-Bombe": Wer nach Santorum sucht, bekommt erstaunliche Treffer. Der konservative Hardliner ist nicht das einzige Opfer dieser neuen Form der politischen Attacke.
Von
Hannah Beitzer
Es ist ein unrühmliches Jubiläum: Noch immer sitzen 171 Häftlinge in dem US-Internierungslager, viele von ihnen wurden als ungefährlich eingestuft. Doch ihre Hoffnung auf Freiheit ist aussichtslos - auch die Regierung Obamas wird das Lager nicht schließen.
Von
Reymer Klüver
Caucus, Primary, Wahlmänner, Super-Tuesday: Der Weg ins Weiße Haus in Washington ist für die Bewerber lang und beschwerlich. Und für Beobachter ist er recht unübersichtlich. Süddeutsche.de erklärt die verschiedenen Vorwahlverfahren, den Zeitplan und die vielen Formalitäten.
Von
Raimon Klein und Verena Wolff
Er ist heute der Inbegriff des Hexenjägers, der mit seinen Verdächtigungen reihenweise Menschenleben ruinierte: US-Senator Joseph McCarthy entfesselte in den fünfziger Jahren eine gnadenlose Jagd auf vermeintliche Kommunisten und Spione in der Regierung. Lutz Hachmeister hat das Leben des Finstermanns in einem aktuellen Film rekonstruiert - leider etwas fernsehspielhaft.
Von
Willi Winkler
Der Republikaner und das liebe Geld: Mitt Romney hat zugegeben, lediglich 15 Prozent Steuern zu zahlen - deutlich weniger als die Mehrheit der Amerikaner. Das Honorar in Höhe von 370.000 Dollar im Jahr, das er für Auftritte als Redner bekommen hat, nennt Romney "nicht viel". Vor der Vorwahl in South Carolina tobt in seiner Partei die Debatte: Kann ein so reicher Mann die Interessen der Durchschnittsbürger vertreten?
Zurück nach Texas: Gouverneur Rick Perry steigt vor der TV-Debatte in South Carolina frustriert aus dem Vorwahlkampf der Republikaner aus. Er hat seinen Traum vom Einzug ins Weiße Haus selbst zerstört - in weniger als einer Minute.
Von
Matthias Kolb, Washington
Die Vorwahl in South Carolina könnte entscheidend für das Präsidentschaftsrennen der Republikaner sein. Pünktlich zur Wahl zeigen die beiden Favoriten Nerven. Romneys Schwäche ist Reichtum, die von Gingrich: Frauen.
Von
Reymer Klüver, Washington
Bilder
Er gab sich volksnah, hemdsärmelig, umarmte Helfer und Angehörige: Vor knapp zehn Jahren, kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September, hat Obamas Vorgänger George W. Bush Ground Zero besucht. Die Bilder.