Der Psychiater und Psychotherapeut Robert Doerr erklärt, wann die Arbeit zu viel wird und welche Berufsgruppen besonders gefährdet sind.
Arbeitsmarkt
:Wer in Deutschland mehr arbeiten könnte – und wer nicht
Die Boomer-Generation geht in Rente, einige Arbeitnehmer streben nach der Vier-Tage-Woche, und viele Menschen in Deutschland hängen in Mini- und Teilzeitjobs fest. Wie kommt das Land aus diesem Dilemma raus?
MeinungPro und Contra
:Sollten Minijobs abgeschafft werden?
Mehr als sieben Millionen Menschen arbeiten in Deutschland als geringfügig Beschäftigte. SPD und Grüne fordern schon lange die Abschaffung der Minijobs, weil diese oft reguläre Jobs verdrängen. Teile der Union ziehen nun nach.
Plakatierer in Deutschlands Litfaßsäulen-Hauptstadt
:Der Mann, der München zukleistert
Mit 2000 Litfaßsäulen hat München die meisten in ganz Deutschland. Plakatierer Dennis Elbing über die eindrücklichste Werbung, wo die teuersten Säulen stehen – und was er nicht aufhängt.
EU-Vergleich
:Anteil von Frauen in Deutschlands Top-Positionen gering
Weit hinter Schweden, Lettland, Polen: In Deutschland stagniert der Anteil seit einem Jahrzehnt.
Psychologie
:Wie man seine Ziele leichter erreicht
Viele gute Ideen verrotten im Kopf, bevor sie je umgesetzt werden. Eine neue Studie zeigt: Es gibt einen einfachen Trick, die Chancen auf Verwirklichung zu erhöhen.
Online-Konzern
:Amazon streicht rund 14 000 Bürojobs
Das Unternehmen erklärt den Abbau mit Änderungen in der Organisation. Inwiefern Jobs in Deutschland von den Kürzungen betroffen sind, ist bisher unklar.
Arbeit und Soziales
:Gerade Geringverdiener meinen, dass Sozialleistungen faul machen
Das Bedürfnis nach Leistungsgerechtigkeit ist in Deutschland hoch – ganz besonders bei Menschen mit kleinem Einkommen. Viele befürchten, dass Arbeitslose sich in die „soziale Hängematte“ legen.
Schule und Arbeitsplatz
:„Leistung ist an gute Beziehungen geknüpft“
Wie schafft man es, langfristig motiviert zu arbeiten oder zu lernen? Die Bildungswissenschaftlerin Gerda Hagenauer über die Bedeutung des Wörtchens „noch“, schädlichen Wettbewerb in der Schule und was Chefs über ihre Mitarbeiter wissen müssen.
SZ JetztArbeit
:„Ich gönne meinem Mann seine Karriere, aber ich würde sie mir auch gönnen“
Nachdem sie zwei Kinder bekommen hat, findet Katrin nicht zurück in ihren Job. Warum ist der Wiedereinstieg in die Arbeit für Mütter so schwer?
Kino
:Auch unter Engeln gibt es prekäre Jobs
Weder Geld noch göttlicher Beistand helfen, der Tretmühle zu entfliehen. Der Komiker Aziz Ansari hat eine charmante Komödie über die Absurditäten der Arbeitskultur gedreht.
Arbeitsmarkt
:Zwei von drei Geflüchteten sind armutsgefährdet
Viele Menschen, die nach Deutschland gekommen sind, haben inzwischen eine Arbeit gefunden. Trotzdem lebt ein Großteil unter ärmlichen Bedingungen. Doch es gibt auch positive Nachrichten.
Krankenkassen
:Kassenärzte-Chef regt Lockerung bei Krankschreibung an
Mehr Eigenverantwortung, weniger unnötige Arzt-Besuche: Der Chef der Kassenärzte findet, dass eine Krankschreibung frühestens ab dem vierten Tag nötig sein sollte. Das würde Millionen Euro sparen. Die Arbeitgeber lehnen den Vorschlag ab.
„Klassengesellschaft akut“
:Unten und oben
Die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja behauptet: Lohnarbeit spaltet! Klingt nach linker Mottenkiste – stimmt aber nicht. Ein spannendes Buch über Kapital und Arbeit, über Macht und Herrschaft und soziale Ungleichheiten – sowie über eine neue Solidarität.
Informations-Kampagne
:Migration ist notwendig
Mehr als ein Viertel aller Beschäftigten haben keinen deutschen Pass. Für das Funktionieren der Gesellschaft sind sie unabdingbar. Darauf macht die Kampagne „Wir für euch“ aufmerksam.
Hirnforschung
:„Home-Office ist nur für Champions“
Zu viele Termine, zu viele Konferenzen, zu viele E-Mails. Wie soll man da noch klar denken können? Der Neurowissenschaftler Henning Beck weiß, wie man im Job Prioritäten setzt.
Schifffahrt
:Aye, aye, Kapitänin
Freya Otte wollte schon immer ein großes Schiff führen. Jetzt hat sie es geschafft: Zehn Wochen ist sie unterwegs nach Südamerika. Über einen gefährlichen Job in einer der letzten Männerbastionen.
Vereinbarkeit
:Unter diesen Umständen darf das Baby mit zur Arbeit
Die Aufregung war groß, als die Grünen-Politikerin Hanna Steinmüller mit Baby im Bauchgurt im Bundestag sprach. Wer ihr das im eigenen Job nachmachen will, sollte mit Bedacht vorgehen.
Psychologie
:Passt mein Traumjob überhaupt zu mir?
Bei der Berufswahl kommt es nicht nur auf Leidenschaft an, auch Talent ist wichtig. Doch viele Menschen schätzen ihre Stärken falsch ein. Welche sind Ihre?
Junge Friedhofsgärtnerin in Augsburg
:„Der Friedhofsgärtner hat nichts mit dem Totengräber zu tun“
Katharina Schillig hat sich für einen seltenen Beruf entschieden: Die 21-Jährige ist Friedhofsgärtnerin. Warum sie sich für diese Fachrichtung entschieden hat, wie sie mit dem Thema Tod umgeht - und welche Vorteile ihr Arbeitsplatz hat.
SZ JetztOktoberfest
:Wie es wirklich ist, auf der Wiesn zu arbeiten
Unsere Autorin hat im Festzelt Brezen verkauft und verrät: Wie schlimm ist die Belästigung durch Besucher wirklich? Wie anstrengend ist der Job und lohnt er sich überhaupt?
Reden wir über Geld
:„Ich werde mir niemals einen Porsche kaufen, egal, wie viel Geld ich auf dem Konto habe“
Mit 14 gründete er seine erste Firma und wurde als „Deutschlands jüngster Chef“ berühmt. Dann fiel Charles Bahr tief. Heute, mit 23, hilft er anderen durch Krisen. Er spricht über Burn-out-Gefahren, seine Rolle als Gen-Z-Erklärer und darüber, warum er nur 24,70 Euro auf dem Konto hat.
MeinungPost-Holiday-Blues
:Urlaub vorbei, alles Mist? Von wegen
Nach dem Urlaub wieder zur Arbeit zu gehen, fällt vielen schwer. Doch wer den Ferienkater abschüttelt, stellt fest: Im Büro ist’s gar nicht mal so übel. Fünf Erkenntnisse einer Rückkehrerin.
Gründung
:Cappuccino statt Karriere
Für viele junge Menschen ist die Vorstellung vom eigenen Café ein heimlicher Traum. Aber kann das ohne Gastronomie-Erfahrung gelingen? Drei Protokolle.
MeinungArbeit
:Mehr Freiheit bei den Arbeitszeiten ist überfällig
Acht, höchstens zehn Stunden pro Tag, dann ist Schluss? Dieses Arbeitsmodell ist von gestern. Höchste Zeit, dass die Regierung das ändert und flexibleres Arbeiten ermöglicht.
Arbeit
:Umfrage: Mehrzahl der Beschäftigten lehnt längere Arbeitszeiten ab
Die Menschen müssen mehr und länger arbeiten – das wird angesichts des Fachkräftemangels immer wieder gefordert. Doch viele Beschäftigte sehen das anders.
Die Welt 2035 – Wohin führt uns die KI?
:„Wir werden alle auf den kleinsten gemeinsamen Nenner heruntergebrochen“
Big Tech im Bund mit politischer Macht. Jobs, die nur noch öde sind, weil die KI das Denken übernimmt. Eine EU, die ihre Bürger nicht vor Überwachung schützt. Ist das die Zukunft mit künstlicher Intelligenz? Die Philosophin Annette Zimmermann blickt voraus.
Die Welt 2035 – Wie leben wir in zehn Jahren?
:„Menschen werden der KI auch 2035 etwas voraushaben“
Schaffen Apps wie Chat-GPT menschliche Arbeitskräfte ab – und wenn ja, wer muss sich Sorgen um seinen Job machen? Ein Gespräch mit der Soziologin und KI-Expertin Sabine Pfeiffer über die Arbeitswelt der Zukunft.
Beruf und Karriere
:Mit diesen „Benefits“ wollen Firmen Auszubildende anlocken
Zahlreiche Betriebe im Münchner Umland suchen händeringend Auszubildende, allerdings finden ebenso viele junge Menschen keine geeignete Lehrstelle. Was läuft da schief?
Caroline Wahl
:Die junge Frau und der fiese Chef
In ihrem dritten, extrem smarten Roman „Die Assistentin“ erzählt die Bestsellerautorin Caroline Wahl von einem betreuungsintensiven Verlagsleiter. Aber vor allem von ihrer Heldin, die keine Lust hat, ihm zu dienen.
Arbeit
:Firmen werben selten mit familienfreundlichen Jobs
Nur ein kleiner Anteil der Job-Anzeigen verspricht Familienfreundlichkeit. Dabei halten sie fast alle Firmen für wichtig.
Autoindustrie
:Das neue China-Tempo
In den Vorstandsetagen der deutschen Autobauer kursiert das Modewort: „China-Speed“. Für die Manager ist das die Lösung – schnell werden wie die Chinesen und damit besser und profitabler. Klingt gut, ist aber nicht ganz so trivial.
Traumberuf Kranführerin
:„Bin da, kann losgehen“
Angelika Hirlimann steuert 20-Tonner am Grubenrand, lässt Swimmingpools durch die Luft schweben und trägt auch die Last der Verantwortung – ein Fehler könnte Leben kosten.
Lebensplanung
:Warum manche nach dem Studium neu beginnen
Erst studieren, dann etwas ganz anderes machen? Drei junge Menschen aus München erzählen, warum sie nach dem Bachelor oder Master einen neuen Weg einschlagen.
Arbeitswelt
:„Sexuelle Belästigung ist ein weitverbreitetes Phänomen“
Anzügliche Nachrichten vom Chef, die Hand vom Kollegen auf der eigenen: Rechtsanwältin Carolin Weyand darüber, wie man reagieren sollte und was Unternehmen tun können, damit es erst gar nicht dazu kommt.
Arbeit im Alter
:„75 ist das neue 60“
Wieder wird über die Rente mit 70 diskutiert. Aber wie lange können Menschen überhaupt arbeiten? Und was täte ihnen gut? Was die Wissenschaft dazu sagt.
SZ-Podcast „Das Thema“
:Bundeswehr: Werben für den Ernstfall
Noch ist der Militärdienst in Deutschland freiwillig. Aber wie attraktiv ist der Soldatenberuf für junge Menschen?
Sensible Informationen
:Ruhe, bitte!
Britische Unternehmen beschweren sich, dass Investmentbanker zu viel über geheime Deals ausplaudern. Dabei gehört Geschwätzigkeit zur Arbeitswelt dazu.
Berufsträume von Kindern
:Jetzt werd’ ich erst mal Influencerin
Tiktok-Star, Profifußballer, Gamer: Es ist gut, wenn Kinder große Ziele haben. Aber manchmal auch riskant. Für Eltern bedeutet das eine Gratwanderung.
Sachbuch
:Einfach nur dumm gucken
Kulturkritik und Forschung sind sich einig: Wie wir arbeiten und unsere Handys nutzen, schadet dem Gehirn. Die Lösung wäre eigentlich ganz einfach.
Start ins Berufsleben
:Wie Mittelschüler ihren Weg finden - gegen alle Widrigkeiten
Die Krux beginnt schon in der fünften Klasse: Kinder kommen auf die Mittelschule, für Gymnasium und Realschule hat der Schnitt nicht gereicht. Aber sind sie deswegen aussortiert? Keinesfalls. Vier Beispiele von jungen Frauen und Männern, die ihren Weg erfolgreich gehen.
MeinungAusbildungsmarkt
:Immer nur Lisa statt Habiba? Das kann sich Deutschland nicht leisten
Menschen mit nicht deutschen Namen werden bei der Suche nach Ausbildungsplätzen benachteiligt. Das muss sich dringend ändern.
ExklusivArbeitsmarkt
:Ivan kommt besser an als Habiba
Wer einen nicht deutsch klingenden Namen hat, wird bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz benachteiligt. Doch es gibt Unterschiede bei der vermuteten Herkunft – und ein Stadt-Land-Gefälle.
Ukrainische Geflüchtete
:Frau Edzhybiia will arbeiten
Hunderttausende Ukrainerinnen wollen in Deutschland Fuß fassen. Viele sind top ausgebildet und scheitern trotzdem: an Bürokratie, Deutschkenntnissen, Mentalität. So wie Oksana Edzhybiia.
Arbeitsrecht
:Wie Amazon gegen Betriebsräte vorgeht
Savino Opitz kam mit Ideen für gutes Management zu Amazon. Um die Rechte der Mitarbeiter zu stärken, entschied er sich dazu, einen Betriebsrat zu gründen. Doch damit begannen die Probleme.
Statistisches Bundesamt
:Weniger Menschen müssen Überstunden machen
Statistiken zufolge ist Mehrarbeit in immer weniger Jobs gefragt. Wer trotzdem Überstunden leistet, erhält in den meisten Fällen einen Ausgleich. Doch es gibt weiterhin Ausnahmen.
Berufswahl
:Kaum weibliche Konkurrenz für die Tech-Bros
Trotz aller Bemühungen von Politik und Wirtschaft liegt der Anteil an Frauen in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen immer noch unter 20 Prozent. Ein Besuch bei Schülerinnen in Ismaning zeigt: Viele sind durchaus aufgeschlossen – und entscheiden sich dann doch anders.
Nach fristloser Kündigung
:Jurastudent erstreitet 100 000 Euro von Gaststättenbetreiber
Weil er einen Betriebsrat gründen wollte, hatte der Arbeitgeber dem Studenten fristlos gekündigt. Das Landesarbeitsgericht sprach dem Minijobber nun eine hohe Entschädigung zu. Eine Entscheidung zum Trinkgeld könnte für die Gastronomie besonders wichtig sein.
Vier-Tage-Woche
:Wer weniger arbeitet, ist nicht weniger produktiv
Wer die Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich verkürzt, lebt gesünder und ist zufriedener − und überdies leidet nicht mal der Output. Das zeigt eine neue Studie. Ist die Vier-Tage-Woche also die Lösung? Schön wär’s.
Psychologie
:Wenn die Welt hart ist, soll der Chef noch härter sein
Ob Menschen rücksichtslose Chefs als inkompetent oder als führungsstark bewerten, hängt laut einer Studie vor allem von ihrer Weltsicht ab. Worauf es dabei ankommt.