SZ Espresso Das Wichtigste vom Wochenende

Macron bei seiner Rede im Bundestag.

(Foto: REUTERS)

Was an diesem Wochenende wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Xaver Bitz

Das Wochenende kompakt

Macron sieht EU am Scheideweg. Anlässlich des Volkstrauertags fordert der französische Präsident im Bundestag, dass Deutschland und Frankreich notwendige Reformen in der EU schneller vorantreiben. Europa müsse "stärker werden, mehr Souveränität erobern", sonst müsse man sich mit einer untergeordneten Rolle in der Weltpolitik abfinden. Von Nico Fried. In Macrons Heimat demonstrierten hunderttausende gegen steigende Spritsteuern. Eine Frau kommt bei einem Unfall währenddessen ums Leben, mehrere Menschen werden verletzt.

Söder will für CSU-Vorsitz kandidieren. Bayerns Ministerpräsident will Horst Seehofer auch an der Parteispitze ablösen. Zuvor erklärte sein wohl schärfster Konkurrent um den Posten, Manfred Weber, seinen Verzicht. Von Roman Deininger und Wolfgang Wittl. Weber wäre aber der bessere Kandidat für die CSU-Spitze. Denn die Partei braucht Öffnung - nicht Verengung, wie Katja Auer kommentiert.

Innenministerium will Abschiebungen erleichtern. Zu den Vorschlägen, die den Bundesländern gemacht wurden, zählt demnach der vermehrte Einsatz der nächtlichen Meldepflicht für ausreisepflichtige Asylbewerber. Bei Verstößen dagegen soll Haft angeordnet werden können, sofern Fluchtgefahr besteht. Zur Nachricht. Warum es zwiespältig ist, wenn Deutschland besonders schutzbedürftige Geflüchtete aufnimmt, erklärt Nina Klofac vom Münchner Flüchtlingsrat im Interview mit Bernd Kastner.

Trump besucht Brandgebiete in Kalifornien. Eine Woche nach den verheerenden Feuern kommt der US-Präsident an die Westküste der USA. Dort kritisiert er den demokratisch geführten Bundestaat erneut für das in seinen Augen schlechte Forst-Management. Zugleich versichert er aber, die Katastrophe gemeinsam mit den Betroffenen bewältigen zu wollen. Kritiker werfen ihm politisches Kalkül vor, berichtet Jürgen Schmieder aus Los Angeles.

"Mallorca-Jens" ist tot. Jens Büchner wurde bekannt durch Auftritte in diversen TV-Sendungen. Nun verstarb er im Alter von 49 Jahren, wie seine Agentur mitteilte. Büchner war einer, der sich fürs Reality-Fernsehen abschaffte. Einer, der ständig scheiterte und sich dabei filmen ließ. Bis fast zum Schluss. Zum Nachruf von Johanna Bruckner

Deutschland steigt in der Nations League ab. Nach dem 2:0-Sieg von Gruppengegner Niederlande gegen Frankreich steht das DFB-Team als Absteiger der Liga A fest. Deutschland droht dadurch bei der Qualifikation für die EM 2020 eine schwere Gruppe. Bundestrainer Löw läutet währenddessen den Umbruch im Team ein und will die Spielergeneration der Jahrgänge 1995 und 1996 stärker in die Verantwortung nehmen. Von Christof Kneer

3 aus 48 - Meistempfohlen am Wochenende

Ich bereue nichts. Mutterschaft gilt als Karrierekiller, Beziehungskiller und eine einzige Plage. Vergessen wir bei dieser Fixierung auf das Negative, was für ein unglaubliches Glück es ist, Kinder zu haben? Von Alena Schröder

"Wir dürfen und werden Hartz IV nicht abschaffen". Wirtschaftsminister Altmaier (CDU) hält den Vorschlag der Grünen, Hartz IV zugunsten einer Grundsicherung ohne Bedingungen für Arbeitslose abzuschaffen, für "hoch gefährlich".

Cannabis-Legalisierung bringt 2,7 Milliarden jährlich. Der Staat würde von einer liberaleren Drogenpolitik profitieren: Zusätzliche Steuern und sinkende Polizeikosten entlasten den Haushalt in Milliardenhöhe.

SZ-Leser diskutieren

Millionär und Teil der Mittelschicht: Wie bewerten Sie die Aussage von Friedrich Merz? "Durchaus nachvollziehbar für jemanden, der sich hochgearbeitet hat", urteilt Leser mwhiegl. Völlig anderer Meinung ist op1: "Wer sich mit einem Einkommen von rund 1 Mio., laut Statistik 0,05-0,1% der Steuerpflichtigen, zur 'gehobenen' Mittelschicht zählt, hat jeglichen Bezug zur Realität verloren." SeppB schließlich hat nichts dagegen, wenn Menschen gut verdienen, möchte aber keinen Manager von BlackRock als Parteichef oder Kanzler. Diskutieren Sie mit uns.