bedeckt München 26°

SZ Espresso:Der Tag kompakt - die Übersicht für Eilige

Donald Tusk stellt sich im EU-Parlament hinter Ursula von der Leyen.

(Foto: AFP)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Der Tag kompakt

Tusk wirbt im Europäischen Parlament für von der Leyen. Der scheidende EU-Ratspräsident macht sich in Straßburg für die von den Staats- und Regierungschefs als Kommissionspräsidentin vorgeschlagene Deutsche stark. Er richtet sich dabei insbesondere an die Fraktion der europäischen Grünen. SPD-Vize Stegner rechnet nach eigener Aussage damit, dass seine Parteikollegen geschlossen gegen von der Leyen stimmen werden. Mehr Infos. Frankreichs Präsident Macron präsentiert sich wegen der Nominierung von der Leyens als Retter der EU, schreibt Korrespondentin Nadia Pantel.

Deutsche Umwelthilfe darf weiter klagen und abmahnen. Der Bundesgerichtshof urteilt, für ein rechtsmissbräuchliches Verhalten gebe es keine Anhaltspunkte. Die DUH geht massiv gegen Luftverschmutzung und falsche Informationen vor. Sie setzte zahlreiche Diesel-Fahrverbote in deutschen Städten durch und verschickte Abmahnungen an Autohändler. Die Details

Weiterer Beschuldigter im Missbrauchsfall Lügde. Drei Männer sind bereits angeklagt, jetzt gibt es einen weiteren Verdächtigen. Der 57-Jährige ist durch die Vernehmung eines der Opfer in den Fokus der Ermittler geraten. Gegen ihn wird nun ebenfalls wegen schweren sexuellen Missbrauchs ermittelt. Bereits am Mittwoch hatte die Polizei auf dem Campingplatz von Lügde seine Parzelle durchsucht. Zum Bericht von Britta von der Heide und Jana Stegemann

Indonesien schickt verunreinigten Plastikmüll zurück nach Deutschland. Insgesamt gehen 49 Container wieder in die Länder, die den Müll ausgeführt hatten. Im Mai hatten 187 Nationen ein Abkommen unterzeichnet, wonach der Export besser kontrolliert werden soll. Bei den Müll produzierenden Ländern scheinen diese Kontrollen noch nicht richtig zu funktionieren. Vivien Timmler berichtet.

Arjen Robben beendet Fußballkarriere. Mit dem FC Bayern München gewann der schnelle und technisch starke Flügelspieler die Champions League und wurde mehrfach Deutscher Meister und Pokalsieger. Im Alter von 35 Jahren hört der Holländer nun auf. Zur Nachricht

160 000 Unterschriften für besser Radwege in München. Damit wurde das Quorum für zwei Bürgerbegehren deutlich übertroffen. Sie sehen breite und sichere Radwege und einen Ring um die Altstadt vor. Nun muss der Stadtrat über die Vorschläge abstimmen. Lehnt er sie ab, dürfte es im Herbst zu zwei Bürgerentscheiden kommen. Zur Nachricht

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Warum ich nicht mehr mit Rechtsextremen spreche. Kann man Antisemiten und Rassisten im Gespräch entlarven - oder gar überzeugen? Unsere jüdische Kolumnistin hat das lange Zeit probiert. Doch mit Demokratiefeinden kann es keinen echten Dialog geben. Von Linda Rachel Sabiers

Europa wagt endlich den weiblichen Aufbruch. Von der Leyen, Lagarde, Vestager: Drei Frauen sollen künftig die Geschicke der EU bestimmen. Das könnte dem Kontinent zu neuem Ansehen in der Welt verhelfen - und ist auch ein Verdienst von Kanzlerin Merkel. Kommentar von Cerstin Gammelin, Berlin

Warum eine niederländische Firma die Feiertage abschafft. "Alle waren dafür": Die Mitarbeiter dürfen jetzt auch an Pfingsten oder Weihnachten ins Büro kommen. An einem Tag arbeite aber garantiert niemand, erklärt Geschäftsführer Djordy Seelmann. Interview von Jutta Pilgram

SZ-Leser diskutieren​

Von der Leyens Nominierung zur EU-Kommissionspräsidentin: Sind SPD und CSU zu Recht sauer? "Nein, warum sollten sie", schreibt H.P.Schreck. "Dass die Sache mit den Spitzenkandidaten nicht unbedingt von den Regierungschefs geschluckt wird, war schon vorher klar." "Nicht die Parteien sind der Souverän", schreibt Anna_Bohlika, "sondern die Gesamtheit der Wähler". Aus deren Sicht sei "da in Brüssel etwas gewaltig schief gelaufen". Diskutieren Sie mit uns.