Radentscheid Rund 160 000 Unterschriften für bessere Radwege in München übergeben

Zu den Initiatoren des Münchner Radentscheids zählen der Fahrradclub ADFC, der Bund Naturschutz, Parteien und der Verein Green City.

(Foto: Stephan Rumpf)

Das Quorum für die beiden Bürgerbegehren wurde bei weitem übertroffen. Nun muss der Stadtrat darüber abstimmen, ob er den Forderungen des Radentscheids nachkommt.

Breite und sichere Radwege in ganz München und ein Radlring um die Altstadt: Die Initiatoren des Radentscheids München haben mit rund 160 000 Unterschriften die Grundlage für einen Bürgerentscheid gelegt. Sie übergaben die Stimmen der Bürger am Donnerstag den Angaben nach an Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

Am 24. Juli müsse nun der Stadtrat darüber abstimmen, ob er den Forderungen des Radentscheids nachkommt. "Lehnt er ab, kommt es spätestens im Herbst zu zwei Bürgerentscheiden." Um die erste Hürde für die beiden Bürgerbegehren nehmen zu können, hatten die Organisatoren jeweils rund 33 000 Unterschriften sammeln müssen - in beiden Fällen wurde dieses sogenannte Quorum bei weitem übertroffen.

Zu den Initiatoren zählen der Fahrradclub ADFC, der Bund Naturschutz, Parteien und der Verein Green City. Sonja Haider (ÖDP) sagte laut Mitteilung: "In München soll sich jeder auf dem Rad sicher fühlen, egal ob acht oder achtzig. Dafür brauchen wir breite Radwege und übersichtliche Kreuzungen im ganzen Stadtgebiet." Andreas Groh vom ADFC sagte: "Die Konzepte sind da. Sie müssen nur umgesetzt werden."

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