München heute:Warum so viele U-Bahn-Kioske leerstehen / Rassismus-Vorwurf gegen Wiesn-Wirt

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München heute: Leerstand im Untergrund - hier an der U-Bahn-Station Josephsburg.

Leerstand im Untergrund - hier an der U-Bahn-Station Josephsburg.

(Foto: Robert Haas)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Lea Kramer

Als Studentin hatte ich wenig Zeitsinn. Die Anmeldung für die Zwischenprüfung ist mir nur gelungen, da gütige Professoren noch Hausarbeiten aus Kursen annahmen, die bereits zwei Semester zurücklagen. Das Studium habe ich geschafft, mit der Zeitwahrnehmung tue ich mich noch heute schwer. Daher vermisse ich die zeitgebenden Fixpunkte aus meiner Studienzeit in der Maxvorstadt ein wenig. Der Monatsbeginn war damals relativ leicht erkennbar. Wer eine Warteschlange vor den Kiosken in den Sperrengeschossen der U-Bahnen sah, konnte davon ausgehen: Heute ist der Monatserste.

Lange mussten Kunden der Münchner Verkehrsbetriebe (MVV) nämlich Zeitkarten am Anfang des Monats kaufen. 2013 wurde das Verfahren umgestellt, seither gibt es die gleitende Geltungsdauer. Das heißt, das Ticket muss nicht mehr am ersten Tag eines Monats gelöst werden, sondern gilt einen Monat lang - egal, wann es gekauft worden ist. Seinerzeit sind die MVV auch mit dem Handy-Ticket gestartet. Ein Service, der heute das Fahrscheingeschäft aus dem Kioskfenster heraus nahezu abgelöst hat. Läden, die U-Bahntickets verkaufen, gibt es inzwischen nur noch selten. Überhaupt: Die gesamte Kiosklandschaft im Münchner Untergrund lichtet sich. Mindestens 20 Prozent der um die 160 U-Bahn-Kioske stehen mittlerweile leer. Warum das so ist, habe ich hier für Sie aufgeschrieben. (SZ Plus)

OKTOBERFEST IN MÜNCHEN

"Ich sage jetzt bewusst Mohrenköpfe" Günter Steinberg, Wirt des Wiesn-Zeltes des Staatlichen Hofbräuhaus, prahlt in einer Talk-Runde damit, wie wenig er sich um Political Correctness schert. Am Tisch sitzt auch der Ex-Integrationsbeauftragte der Staatsregierung. Nach viel Kritik entschuldigt Steinberg sich und verspricht Besserung.

Zwischen Rausch und Religion Sascha Ellinghaus reist als Wiesn-Pfarrer mit den Schaustellern quer durch Deutschland. Immer mit dabei: ein tragbarer Altar und eine mobile Orgel. Doch wie passen Glaube und übermäßiges Feiern überhaupt zusammen?

"Auf italienische Uniformen reagieren Besucher aus Italien anders" Während der Wiesn helfen bei den deutschen Sicherheitsbehörden Polizisten aus Italien, Frankreich und anderen Ländern aus - als Ansprechpartner für ihre Landsleute, aber auch zur Verbrechensbekämpfung. Erste Straftäter konnten deshalb schon verhaftet werden.

Gottes Segen im Festzelt Pfarrer Sascha Ellinghaus tauft beim Wiesn-Gottesdienst im Marstall-Zelt Kinder von Schaustellerfamilien und predigt Freude.

Mann schläft gleich zweimal Rausch bei Wiesn-Sanitätern aus Die Folgen des ungewohnt starken Wiesn-Bieres waren für einen jungen Mann aus San Francisco grässlich. Aber es schmeckte ihm offenbar zu gut.

DER TAG IN MÜNCHEN

"Die Stammstrecke alleine reicht nicht" Erstmals seit ihrem Rauswurf als Verkehrsministerin äußert sich Kerstin Schreyer zu den Problemen bei der Münchner S-Bahn. Ein Gespräch über die jüngsten MVV-Tariferhöhungen, Markus Söder und Schreyers Chancen bei der kommenden Landtagswahl. (SZ Plus)

Pläne für einen "Schandfleck Münchens" Auf einer ehemaligen Kiesgrube im Münchner Osten soll ein neues Quartier mit Wohnungen und Gewerbebetrieben entstehen. Vorher allerdings müssen die Altlasten im Boden beseitigt werden - und das könnte teuer werden.

Stadt will Dawonia-Grundstück für 30 Millionen Euro kaufen Der gebotene Preis für die Immobilie aus dem Bestand der ehemals staatlichen GBW liegt 15 Prozent über dem Marktwert. Allerdings ist noch offen, ob die Verkäufer sich damit zufrieden geben.

Passant verfolgt Räuber und wird verprügelt Nach einem Überfall am Geldautomaten entkommt der Täter. Ein mutmaßlicher Komplize traktiert einen Verfolger mit Schlägen und Tritten.

"Endlich bekommen wir diese Wertschätzung" An den Grund- und Mittelschulen ist die Freude groß, dass künftig alle Lehrer das gleiche Einstiegsgehalt bekommen sollen. Dass sich der akute Lehrermangel damit kurzfristig beheben lässt, glauben die Schulleiter aber nicht.

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