Kultur und FreizeitDiese kleinen Münchner Kinos sollten Sie kennen

Mit dem Ende des Gabriel Filmtheaters hat München eines der ältesten Kinos der Welt verloren. Doch die Kinolandschaft der Stadt hat einige Alternativen zu bieten.

Von Alessa Becker und Ana Maria Michel

Museum Lichtspiele

Das Gabriel Filmtheater an der Dachauer Straße galt als eines der ältesten Kinos der Welt. Nun musste es nach fast 112 Jahren schließen, denn der Betrieb lohnte sich nicht mehr. Verzweifeln müssen Münchner Filmfans deshalb aber nicht, denn die Kinolandschaft der Stadt hat einige Alternativen zu bieten. Das Gabriel Filmtheater, das Carl Gabriel 1907 als das "The American Bio-Cie. -­ Carl Gabriels Theater lebender Bilder" eröffnete, war nicht das einzige Haus des Kinopioniers in München. 1910 gründete er gegenüber vom Müllerschen Volksbad nahe der Ludwigsbrücke in einem früheren Varieté-Theater ein zweites Kino, das seinen Namen trug. Heute kennt man es als das Museum Lichtspiele. Dort gibt es das vielleicht beste Popcorn der Stadt und vier unterschiedlich gestaltete Säle. Beliebt ist vor allem Saal 2 im Rokoko-Stil mit plüschigen roten Sesseln. Hier läuft zweimal pro Woche in der Spätvorstellung die "Rocky Horror Picture Show" - und das bereits seit mehr als 40 Jahren. Der Film wird wie fast alle Produktionen im Kino auf Englisch gezeigt. Auch bei Familien ist das Museum Lichtspiele beliebt, da viele Kinderfilme im Programm stehen. Für Kinder bis elf Jahren kostet der Eintritt fünf Euro. Alle anderen zahlen zwischen 7,50 und 9,90 Euro, montags ist Kinotag.

Museum Lichtspiele, Lilienstr. 2, 81669 München, 089/482403

Bild: Stephan Rumpf 26. April 2019, 18:232019-04-26 18:23:58 © SZ.de/imei