Öl, Gas, Metall - die Bergbaufirmen Glencore und Xstrata saugen alles aus der Erde, was die Welt so braucht. Jetzt fusionieren sie zu einem 90 Milliarden Dollar schweren Branchenriesen. Der geheimniskrämerische Glencore-Chef Ivan Glasenberg hat den Deal eingefädelt - und lässt nun einem alten Studienkumpel den Vortritt.
Von
Wolfgang Koydl, Zürich
Für die einen ist es die Walachei, für die anderen das schönste Fleckchen der Welt: Bayerns Chemiedreieck zwischen Salzach und Inn kann mit Arbeitsplätzen bei Weltkonzernen punkten. An acht Standorten stellen 25 Unternehmen etwa 5000 Produkte her - aber das ist nicht der einzige Grund für die Attraktivität der Region.
Von
Nicole Grün
Mark Zuckerberg gibt sich bei seinen öffentlichen Auftritten betont bescheiden. Auch bei der Veröffentlichung des Börsenprospektes betont der Facebook-Gründer, ums Geld gehe es ihm nicht. Trotzdem zahlt er seinen wichtigsten Managern Millionengehälter. Auch der Chef selbst langt ordentlich zu - noch.
Mehr externe Mitarbeiter statt Festangestellte: Der IT-Konzern IBM will möglicherweise bis zu 8000 Stellen in Deutschland zu streichen. Das Unternehmen bezeichnet die Pläne als Spekulation.
"Der beste Boss Australiens": Der Busunternehmer Ken Grenda hat seinen Beschäftigten unverhofft Millionen Dollar an Boni gezahlt - für deren harte Arbeit und Loyalität. Die Mitarbeiter konnten ihr Glück nicht fassen. Viele glaubten an einen Fehler bei der Bank.
Es war eine E-Mail an alle Mitarbeiter von Nokia Siemens Networks. In der Betreffzeile stand nur: "Restrukturierung von NSN - nächste Schritte in Deutschland". Doch ihr Inhalt war verheerend: 2900 Jobs sind einfach weg. Die Nachricht von den Standortschließungen hat die schlimmsten Befürchtungen der Mitarbeiter übertroffen.
Von
Varinia Bernau, Thomas Fromm und Gunnar Herrmann
Einst ging es darum, Noten für die schönsten Mädchen auf dem Campus zu vergeben - mittlerweile nutzen 800 Millionen Menschen weltweit Facebook. Nun will das Unternehmen an den Aktienmarkt. Der angestrebte Börsenwert steht allerdings in einem geradezu bizarren Verhältnis zum Gewinn von Facebook.
Von
Varinia Bernau
Personalentscheidungen bei EADS sind hochpolitisch. Jetzt ist der Führungsstreit entschieden: Thomas Enders wird Chef und setzt auch gleich seine Personalvorstellungen durch. Sein Stil dürfte jedoch dem neuen Airbus-Chef Fabrice Brégier gegen den Strich gehen.
Von
Jens Flottau
Gehaltskürzungen bei Kundenprotesten: Die Managementgehälter bei der Deutschen Bahn sollen künftig zu einem Teil an die Kundenzufriedenheit gekoppelt werden. Außerdem sollen alle Führungskräfte einmal jährlich einen "Service-Tag" einlegen.
Amerikanische Anwälte kämpfen in einer Sammelklage für die Opfer des havarierten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia". Die geforderten Summen steigen rasant - ein Angebot der Reederei hingegen sorgt für Empörung.
Von
Christoph Giesen
Das Drogerieimperium von Anton Schlecker ist nun einer der spektakulärsten Sanierungsfälle Deutschlands. Doch unter Insolvenzexperten gibt es Zweifel, ob der Konzern überhaupt sanierungsfähig ist. Ein Ulmer Jurist soll es jetzt richten.
Von
Elisabeth Dostert, Max Hägler und Stefan Weber
Die Handys außer Mode, der Aktienkurs im Keller: Blackberry-Hersteller Research in Motion beugt sich seinen wütenden Aktionären und tauscht die Unternehmensspitze aus. Thorsten Heins war früher bei Siemens und soll nun RIM retten. Im Gegensatz zu seinen umstrittenen Vorgängern wird er sich nicht mehr selbst kontrollieren.
Wenn gestandene Männer sich um Schuhe prügeln, müssen es "Air Jordan" sein. Die Basketballstiefel mit dem Logo des Superstars Michael Jordan lösen Hysterie aus wie sonst nur Apples Statussymbole. Das Produkt erzählt eine Geschichte von der Kommerzialisierung des Sports - und manchmal sogar von Mord.
Von
Jannis Brühl
Airbus beteuert, dass die Risse an den Tragflächen seines Großairbus A380 ungefährlich sind. Die europäische Flugsicherheitsbehörde ist sich da nicht so sicher und ordnet die Untersuchung von einem Drittel der gesamten Flotte an. Welche Fluglinien betroffen sind, verrät Airbus nicht.
Der kürzlich geschasste Thyssen-Krupp-Manager Ekkehard Schulz holt zum Gegenschlag aus. Pünktlich zur Hauptversammlung des Konzerns wehrt er sich gegen den Vorwurf, er habe das Unternehmen getäuscht. Und räumt doch Fehler ein.
Die Zahlen sind gut, aber den Anlegern nicht gut genug: Weil der Internet-Konzern Google die selbstgeschaffenen hohen Erwartungen nicht erfüllen kann, rutscht der Kurs seiner Aktie um zehn Prozent ab. Ein Grund ist die Krisenangst europäischer Anzeigenkunden. Besser sieht es bei anderen IT-Unternehmen wie Intel und IBM aus.
Keine Chance für grüne Gentechnik in Europa: Der Chemiekonzern BASF gibt auf und verlagert diese Sparte komplett in die USA. Die Menschen auf dem Kontinent haben einfach keine Lust auf die Gen-Kartoffel Amflora.
Von
Daniela Kuhr
"Da haben wir uns überschätzt": Siemens will sich aus einem Krebstherapie-Projekt zurückziehen, weil sich die Anlage nicht rechnet. Dabei ist sie für manche die letzte Hoffnung - und für Krebsmediziner ein Traum. Es gibt eine Alternative, doch Siemens verweigert die Zustimmung.
Von
Karl-Heinz Büschemann
Viel zu spät hat die Media-Saturn-Gruppe erkannt, dass sich im Internet gutes Geld verdienen lässt. Am Montag steigt Media Markt ins Online-Geschäft ein. Das könnte den Elektronik-Handel kräftig durcheinanderwirbeln.
Von
Stefan Weber
Mehr Geld - oder wir springen in den Tod: Damit sollen Arbeiter in einer chinesischen Foxconn-Fabrik angeblich ihren Chefs gedroht haben. Die Arbeitsbedingungen bei dem Apple- und Microsoft-Zulieferer stehen seit langem in der Kritik. Das Unternehmen jedoch wiegelt ab.
Von
Marcel Grzanna, Peking
Ein neues Analyse-Gerät der US-Biotechfirma Life Technologies kann das Genom eines Menschen in einem Tag zerlegen. Der Clou: Die Analyse kostet nur 1000 Dollar. Unklar ist bislang nur, was mit den Daten gewonnen ist.
Von
Sibylle Haas und Nikolaus Piper
Constanze Buchheim ist immer auf der Suche - nach Intrapreneuren. Junge Leute, die wie Unternehmer handeln, auch wenn sie keine sind. Damit hat sie das Modell des klassischen Headhunters umgekehrt.
Von
Sophie Crocoll
Das Geld des Emirs macht's möglich: Durch den Einstieg der arabischen Airline Etihad fliegt Air Berlin billiger in den Nahen Osten - die Mitbewerber versuchen, das zu unterbieten.
Neue Vorwürfe gegen den Bundespräsidenten: Im Zusammenhang mit der Schadenersatzforderung gegen Volkswagen und Porsche sehen Investoren eine Mitverantwortung in seiner Zeit als Ministerpräsident. Er soll als VW-Aufsichtsrat seine Pflichten verletzt haben.
Bilder
Es war eine der besten Adressen der US-Industrie, über Jahrzehnte hat Kodak die Fotografie geprägt. Der Musiker Paul Simon hatte gar dem berühmten Kodachrome-Film ein Lied gewidmet. Nun ist alles vorbei - der Konzern ist insolvent. Ein Rückblick auf die guten Jahre. In Bildern.