Homosexuelle Polizisten litten lange unter Vorurteilen, dummen Sprüchen und Benachteiligungen. Der Verein Velspol und andere haben geholfen, das zu ändern. Aber ganz reibungslos läuft der Dienst für Schwule auch heute noch nicht. Zwei Beamte aus München erzählen.
Von Florian Fuchsmehr...
Mit der Faust hat ein Polizeibeamter der 23-jährigen Teresa Z. in der Haftzelle das Nasenbein gebrochen. Vier Monate sind seither vergangen, das Opfer musste unzählige Ermittlungen über sich ergehen lassen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben - gegen den Polizisten.
Von Susi Wimmermehr...
Meinung
Ein erwachsener Mann schlägt einer gefesselten Frau ins Gesicht: Kann das Notwehr sein? Die Münchner Behörden haben vier quälend lange Monate gebraucht, um im Fall Teresa Z. darüber zu entscheiden. Jetzt müssen die Verantwortlichen endlich handeln.
Ein Kommentar von Peter Fahrenholzmehr...
Meinung
Noch ist nicht geklärt, was genau geschah - die Ermittlungen im Fall Teresa Z. laufen. Trotzdem stigmatisiert der oberste Dienstherr der bayerischen Polizei die junge Frau. Der Faustschlag gegen sie mag eine Affekthandlung gewesen sein, die Worte des christlich-sozialen Ministers sind es nicht. Herrmann macht Teresa Z. noch einmal zum Opfer.
Ein Kommentar von Bernd Kastnermehr...
Ob Ombudsmänner, erfahrene "Kampf-Mönche" oder eine Deeskalations-Strategie: Es gibt viele Möglichkeiten, Gewalttätigkeit von Polizisten entgegenzuwirken. Das kann allerdings nur funktionieren, wo falsch verstandener Korpsgeist einer konstruktiven Fehlerkultur weicht.
Von Constanze von Bullion und Jens Schneidermehr...
Von Polizisten wird erwartet, dass sie in kritischen Situationen beherrscht und besonnen umgehen. Gerade in jüngster Vergangenheit wurden allerdings immer wieder Fälle von drastischer Polizeigewalt bekannt. Es wird Zeit, dass die Polizei aus ihren Fehlern lernt.
Von Heribert Prantlmehr...
Cannabis, vielleicht auch Ecstasy: Teresa Z. hat Drogen konsumiert. Das geht aus einem Gutachten im Auftrag der Staatsanwaltschaft hervor. Der Anwalt des Opfers, das auf einer Münchner Polizeiwache gefesselt und geprügelt wurde, hält das allerdings für völlig irrelevant.
Von Susi Wimmermehr...
Exklusiv
Die Zahl der Anzeigen gegen Polizisten in Bayern ist gestiegen. Trotzdem sieht Bayerns Innenminister Herrmann im SZ-Gespräch kein generelles Gewaltproblem bei der Polizei. Eine Mauer des Schweigens in den eigenen Reihen will er aber nicht dulden.
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Nach den Prügel-Vorwürfen gegen einen Polizisten in der Au beugt sich Innenminister Joachim Herrmann dem öffentlichen Druck. Im Landeskriminalamt soll nun zentral gegen verdächtige Beamte ermittelt werden. Eine externe Stelle wird es aber nicht geben.
Von Florian Fuchsmehr...
Ein Beamter bricht einer gefesselten Frau auf der Polizeiwache in der Au Nasenbein und Augenhöhle. Jetzt rügt das Innenministerium die Münchner Polizei - sie hätte die internen Ermittler sofort einschalten müssen.
Von Florian Fuchs, Bernd Kastner und Susi Wimmermehr...
Neuer Fall von Polizeigewalt in München? Vor Gericht steht ein Nazi-Gegner wegen Widerstands gegen Beamten. Doch die Richterin spricht den Aktivisten frei - und beanstandet stattdessen die Faustschläge eines USK-Beamten. Gegen den Polizisten wird nun ermittelt.
Von Bernd Kastnermehr...
Auf den Videos sind sie deutlich zu sehen: Faustschläge eines Polizisten gegen einen Demonstranten. Doch monatelang ist nichts passiert. Wieder stellt sich die Frage, wie ausgeprägt der Aufklärungswillen der bayerischen Strafverfolger ist. Schon bei der Identifizierung des Beamten gibt es Probleme.
Von Bernd Kastnermehr...
Der Faustschlag eines Polizisten hat nicht nur das Nasenbein einer gefesselten Frau gebrochen, er hat auch das Image der Münchner Polizei schwer beschädigt. Gewerkschaftschef Benker kritisiert nun das fehlende Krisenmanagement - und nennt die internen Untersuchungen gegen Beamte "absolut unprofessionell".
Von Florian Fuchs, Bernd Kastner und Susi Wimmermehr...
"Unterste Schublade": Die Opposition im bayerischen Landtag wirft Innenminister Herrmann vor, die in München von einem Polizisten geschlagene Frau in ein schlechtes Licht rücken zu wollen. Herrmann hatte erklärt, bei der 23-Jährigen habe eine Unterbringung in die Psychiatrie im Raum gestanden. Davon kann aber offenbar keine Rede sein.
Von Susi Wimmer und Florian Fuchsmehr...
Weil Joachim Herrmann dem Prügelopfer Teresa Z. indirekt psychische Probleme unterstellt, wird der Innenminister heftig kritisiert. Möglicherweise hat er damit die Rechte der 23-Jährigen verletzt. Juristische Konsequenzen muss er allerdings nicht fürchten - solange ihn niemand anzeigt.
Von Peter Fahrenholz, Mike Szymanski, Frank Müller, Bernd Kastner und Florian Fuchsmehr...
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