Von einem, der auf die Insel zog - SZ-Korrespondent Christian Zaschke ist nicht das erste Mal in Großbritannien. Doch als Reporter in London erlebt er die Insel mit völlig neuen Augen.
In einer Bar in London dreht sich alles um Rihanna - und um das Schnauben von Weltmännern und Weltfrauen, allen voran der stets erstaunliche G. Und dabei wollte man doch nur Bier holen.
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Treibt es nun auch Herrenausstatter aus der edlen Savile Row in den Norden der Stadt, dorthin, wo das richtige Leben spielt? Die Reinigung nebenan verspricht die Antwort.
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Über dem Belfaster Flughafen lernt auch der unerschrockenste Vielflieger das Selbstverständliche nie wieder als selbstverständlich hinzunehmen. Außer vielleicht die Tatsache, dass schon George Best auf sein in Irland gezapftes Guinness schwor.
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Es ist gar nicht so leicht, auf dem schwierigen Londoner Wohnungsmarkt ein Angebot abzugeben, wenn man Hände hat, die nach Selbstverstümmelung aussehen. Doch es gibt ein schneidendes Argument.
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Kein normaler Mensch fliegt mit "Suckling Airways" von Terminal 1 in Dublin - außer der stets erstaunliche G. Aber auch Qualitäts-Airlines führen mit ratlosen Stewardessen bisweilen zu der Erkenntnis, dass man mal wieder knapp dem Tod entkommen ist.
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Der stets erstaunliche G. macht seinem Namen mal wieder Ehre, indem er einen ungewöhnlichen Getränkemix ordert. Der Barmann schaut angewidert, das Feuer prasselt im Kamin - und die unendliche Wohnungssuche in London scheint nur einen zu interessieren.
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Ganz London macht Osterurlaub in Cornwall und alle Mietwägen sind bereits vergeben - bis auf einen. Dieses Rennwägelchen zieht mal Mitleid, mal Hass auf sich und klingt wie ein angriffslustiges Raubtier.
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Milch trinken, die Kinder ärgern, im Internet herumlungern, ein Butternusskürbis-Curry langsam einköcheln lassen. In den Kellerlöchern, die Londoner Makler so herzeigen, spürt man körperlich, was die Menschen im Haus darüber gerade tun.
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Einen Haken haben Londoner Mietwohnungen immer: Zum Beispiel einen unentfernbaren Vogelscheißfleck auf dem Schlafzimmerfenster. Da helfen nur ein Umzug oder teilnahmsvolle Post.
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Wenn die Schlange vor dem Postschalter wächst, wird auch das Gezeter unter den Wartenden größer. Da behauptet doch einer, er könne Weltliteratur schreiben. Und alles nur, weil die Briten zu gerne mit Kreditkarte zahlen.
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Wer will schon etwas über Johnston und Gill wissen? Gut, die beiden gelten als wunderschön, aber der stets erstaunliche G. weiß mehr: Gill jedenfalls hatte ein skandalöses Sexleben.
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Wenn es bei der Ankunft in Dublin noch zu früh ist, um gute Laune zu haben, dann fehlt nur noch eins: Ein Taxi, in dem ein Wunderbaum mit kaum beschreiblichem Duft baumelt.
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Lesungen können interessante Erkenntnisse über den jeweiligen Autor zutage fördern. Doch der Sinn von unbekleideten Frauen, die in London vorlesen, erschließt sich nicht jedem sofort.
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Manche Menschen sind gut darin, auf Stehpartys Visitenkarten und Höflichkeiten auszutauschen. Andere haben dagegen die besondere Fähigkeit, der Themse beim Fließen zuzusehen.
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Für gewöhnlich fühlt man sich nach einem Besuch im Fitnessstudio erschöpft, aber glücklich. Schließlich hat man etwas für die Figur und die Gesundheit getan. Ganz anders wird einem aber bei den sportlichen Aktivitäten, wenn man von lauter Muskelmenschen umgeben ist.
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Was wären wir ohne das Internet? Wir würden noch nicht einmal merken, dass die mutigsten Menschen, denen wir im Laufe unseres langen Lebens an irgendeinem Punkt begegnet sind, nicht nur Aufschneider waren.
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Die Theken Londons sind öde und leer - Schuld daran sind die Abstinenzler, die sich vorgenommen haben, im Januar keinen Alkohol zu trinken und ein paar Kilo abzuspecken. Zum Glück hält das kaum jemand durch. Außer dem stets erstaunlichen G.
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Am Weltmittelpunkt des "&" wird einem wieder klar, dass es durchaus englische Vokabeln gibt, die man im Laufe seines Lebens bereits behutsam in den eigenen Wortschatz eingereiht hat.
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Unser Kolumnist wurde noch vor dem Touristenansturm genötigt, mit dem Aufzug die 68 Stockwerke der neuen Londoner Attraktion "The Shard" hochzufahren. Höhenangst? Auf geht's.
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Von Auckland nach London, von London nach Freising, von Freising nach Österreich: Wer so weit reist, braucht außer einem mannshohen Rucksack und der Geduld eines Engels vor allen Dingen das passende Schuhwerk.
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In unheimlicher Regelmäßigkeit trifft bei unserem Kolumnisten Post ein, die nicht für ihn bestimmt ist. Aserkoff steht auf den Umschlägen, aber von Aserkoff hat hier noch nie jemand gehört. Sagen sie zumindest.
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Nur kurz auf ein Bier im Osten der Stadt, und da waren sie wieder, die beiden großen Probleme des Mädchenfotografen: Die BMW springt nur auf einem Zylinder an, und sein sprechendes Telefon beleidigt ihn mit britischer Gelassenheit.
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Unser Kolumnist hat die gleiche Schuhgröße wie Günter Netzer. Was in aller Welt soll er mit den abgelegten Tretern von Gary Barlow anfangen? Zumal es sich um rote Stiefeletten handelt.
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Im strömenden Regen erst raus auf die Straße, dann rein in den Supermarkt. Am Milchregal schergt sich der leise klingelnde Glatzkopf heran. Showdown zweier sehr glatt rasierter Männer.
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Viermal die Woche die TV-Taste mit der Nummer 2: Unser Kolumnist ist süchtig geworden. Dabei war er lange so gut wie clean.
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