Der Bischof von Limburg reagiert auf Missbrauchsvorwürfe - und entbindet den belasteten Priester von seinen Funktionen. Kurzmeldungen im Überblick
Nach sexuellen Missbrauchsvorwürfen hat am Montag der Bischof von Limburg einen Priester von seinen Funktionen entbunden. Es geht um drei Vorfälle aus den 1980er Jahren, wie das Bistum mitteilte. Der Missbrauchbeauftragte der Diözese, Guido Amend, habe am Montag den Verdacht der Bistumsleitung gemeldet. Daraufhin habe Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst umgehend den Betroffenen von seinen priesterlichen Aufgaben entbunden. Die Unterlagen seien an die Staatsanwaltschaft übermittelt worden. Weitere Details wollte das Bistum nicht nennen.
Der Bischof von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst, hat einen Priester wegen drei Missbrauchsvorwürfen aus den 80er Jahren von seinen priesterlichen Funktionen entbunden. (© Foto: dpa)
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Amend ist seit Mitte März Missbrauchsbeauftragter des Bistums. Er ist Rechtsanwalt und war vorher Leiter des Kommissariats der katholischen Bischöfe in Hessen. Sein Vorgänger Benno Grimm hatte sich nach Medienberichten mit den vielen eingehenden Verdachtsfällen überfordert gefühlt und war zurückgetreten. Im Bistum Limburg war die Zahl der Kirchenaustritte nach den Missbrauchsskandalen in der katholischen Kirche deutlich gestiegen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres seien 1.650 Menschen ausgetreten, 130 mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die Diözese mit.
Wie der US-Senat die Konzerne zukünftig bei Folgeschäden einer Ölpest zu Kasse bitten will und warum die USA die Sanktionen gegen Syrien verlängern: Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere Kurzmeldungen.
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Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
@Donata: "bis dato gibt es kein Gesetz, dass irgendwen dazu verpflichtet, eine Staatsanwaltschaft-Polizei etc. - davon zu unterrichten, dass er/sie einen Verdacht in obiger Preisklasse hegt."
Doch, liegt es. Es ist ein One-Strike Gesetz, das auch bei einem "leisen" Verdacht schon zum Handeln verpflichtet.
Zeigt der Betreffende sich nicht selbst an, lässt der Bischof das Verfahren von der Staatsanwaltschaft einleiten.
Bevor sich jemand, der sich in der Beichte schuldig bekennt, nicht selbst angezeigt hat, bekommt er auch keine Absolution!
"ergibt sich alleine schon aus dem, auch staatlich respektierten, Bußgeheimnis. Insofern dürfte eine Strafanzeige von Seiten der Kirche oftmals nicht möglich sein."
Hat der Papst für diese Fälle aufgehoben zu seinem Hirtenbrief an die irischen Bischöfe.
Davon stand aber in keinem gängigen, nicht-kirchlichen Medium etwas...
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Es ist schon bitter, wie lange bei der Kirche von innen nichts unternommen wurde. Was da gerade abläuft, ist eine Selbstvernichtung.
Sicher, es gibt auch Vergehen Imamen, auch dort kommt es zu schlimmen Übergriffen - von denen allerdings nichts in die Medien gelangt. Man denke etwa an die islamistische Gehirnwäsche kleiner Kinder. Jedoch ist dies ein ganz anderes Problemfeld.
Aber die Verdeckung der Taten in der Kirche macht mutlos. Wie soll man noch Halt in dieser Organisation finden?
Es ist Autoaggression at its best.
Im Ernst, das kann doch nicht sein, wie verkommen ist diese Institution denn?
Den Tag ohne Skandal wuensche ich mir aber nicht im Sinne der Kirche, die diese Skandale verheimlichen will, sondern im Interesse der Opfer der Kirche. Denn viel zu lange war ja die Devise, "blos nichts sagen", um "Schaden an der Kirche" abzuwenden. Ich wuerde es ja befuerworten, wenn die Kirche mal aufhoeren wuerde Verbrecher in den eigenen Reihen zu tolerieren, zu befoerdern und zu schuetzen.
Paging