Österreichische Gegenwartsliteratur

Wer die Ente stört

Eva Menasse begründet eine Zoologie der menschlichen Beziehungen.

Von Meike Fessmann

Zeitgeschichte

Die Hölle brach los

Drei Jugendliche schaffen es 1945 auf die "Wilhelm Gustloff", die auf der Überfahrt von Gotenhafen nach Kiel von einem russischen U-Boot versenkt wurde. Jeder der Jugendlichen hat seine eigene Geschichte über Flucht, Untergang und Rettung.

Von Verena Hoenig

Oberschleißheim

Letztes Kapitel

Geändertes Kauf- und Leseverhalten: Ronald Hanke schließt nach 13 Jahren seinen Laden "Bücher am Schloss"

Von Gudrun Passarge, Oberschleißheim

Literaturstreit

Borkenkäfer und Asseln

Dem russischen Pen-Club laufen scharenweise die Mitglieder davon, unter ihnen auch die Nobelpreisträgerin für Literatur, Swetlana Alexijewitsch. Seit Beginn des Ukraine-Konflikts ist der Schriftstellerverband zutiefest gespalten.

Von Tim Neshitov

Sehnsucht nach Freiheit

Die Vermittlerin

Hebatallah Fathy aus Kairo lehrt in München vergleichende Literatur. Sie baut Brücken zur arabischen Kultur und sagt: Das geht am besten mit Büchern

Von Martina Scherf

Neues Buch von Martin Walser

Meine Feinde

"Ich huste, also bin ich": Martin Walser schreibt in "Statt etwas oder Der letzte Rank" ein sehr intimes, unversöhnliches Lebens-Resümee.

Von Burkhard Müller

Literatur-Nobelpreis

Kein Anspruch auf Auszeichnung von solchem Rang

50 Jahre nach der Entscheidung für Nelly Sachs sind die Unterlagen der Akademie-Entscheidung einsehbar: Warum Paul Celan damals nicht den Literaturnobelpreis erhielt.

Von Thomas Steinfeld

Literaturkalender

Brücken zum Ich

Die Literatur ist immer mit der Zeit im Bunde. Das macht einen Literaturkalender zur selbstverständlichsten Sache fürs neue Jahr. Zum Beispiel den des Arche-Verlags.

Von Volker Breidecker

Deutsche Literatur

Die Falle Hoffnung

15 000 Briefe enthält der Nachlass von Christa Wolf. Jetzt gibt es eine klug komponierte, beeindruckende Auswahl, mit Briefen von 1952 bis zum Todesjahr 2011. Er gibt neue Einblicke in die intellektuelle und politische Biografie der Autorin.

Von Jörg Magenau

Fiston Mwanza Mujila

In meinem Bett beginnt mein Exil

Der kongolesische Schriftsteller über Modefetischisten, und was die afrikanische Literatur von Ernst Jandl lernen kann.

Interview von Jonathan Fischer

Türkei

Zeichen der Solidarität

Deutsche Literaten bei der Buchmesse in der Türkei? Ja!

Von Sonja Zekri

Im Schafhof

Lesung würdigt Autor Peter Weiss

Literatur

Heißer Stoff

Die Taschenbuch-Reihen der Fünfzigerjahre setzten auf unverwechselbare grafische Cover. Als Vorboten der Pop-Kultur revolutionierten sie die Ästhetik der Nachkriegszeit.

Von Hans Christoph Buch

Glosse

Das Streiflicht

Kolumne

Deutsche Feiern

So wie Weihnachten in einer säkularen Gesellschaft nicht mehr viel mit Religion zu tun hat, wird auch der Nationalfeiertag in Deutschland eher nüchtern begangen.

Von Kurt Kister

Fränkische Schweiz

Wie die Gruppe 47 die letzte Hinrichtung in der Pulvermühle inszenierte

Im Landgasthof Pulvermühle trafen sich 1967 die führenden Intellektuellen des Landes - Grass, Walser, Härtling. Und irgendwann wagt der Neuling Guntram Vesper, ein paar seiner Gedichte vorzulesen.

Von Olaf Przybilla, Waischenfeld

Zum 50. Todestag des Dichters Johannes Bobrowski
Johannes Bobrowski

Nachrichten aus dem Schattenland

Er war ein Autor für die beiden Deutschlands, mit dem Roman "Levins Mühle", den Gedichten aus "Sarmatischer Zeit": vor fünfzig Jahren starb Johannes Bobrowski.

Von Lothar Müller

Letztes Grass-Buch 'Vonne Endlichkait' wird vorgestellt
Buchkritik
Nachgelassenes Werk von Günter Grass

Sein letztes Buch ist geradezu versöhnlich

Viele nahmen ihm sein Israel-Gedicht übel, doch nun gibt es ein allerletztes Werk von Günter Grass, erschienen nach seinem Tod: "Vonne Endlichkait" ist nicht moralisierend, sondern ungewohnt selbstironisch.

Von Burkhard Müller

Literaturnobelpreiträger Günter Grass
"Eintagsfliegen"

Grass veröffentlicht neuen Gedichtband

"Eintagsfliegen" heißt der neue Gedichtband von Literaturnobelpreisträger Günter Grass. Darin enthalten: Viel Persönliches, sowie Texte zu Europa, Griechenland und eine kritische Liebeserklärung an Deutschland. Der Band könnte auch wieder Stoff für Kontroversen mit Israel bieten.

Günter Grass
Günter Grass dichtet wieder über Israel

Vom tragischen Helden

Seit dem letzten Israel-Gedicht von Günter Grass zeigen sich die politische wie die schreibende Klasse in Israel bei jedem neuen poetischen Angriff abwehrbereit. Nun wird dem deutschen Dichter ein "Kreuzzug gegen das jüdische Volk" vorgeworfen. Weil er in seinem neuen Werk den Atomspion Mordechai Vanunu hochleben lässt.

Von Peter Münch, Tel Aviv

Günter Grass

Letztes Aufgebot

Die Dokumentation der Trauerfeier für Günter Grass hat SZ-Leser stark angerührt. Sie bedanken sich nicht nur bei John Irving für seine Rede, sondern auch bei Mario Adorf, weil dieser klare Worte zu Grass' SS-Mitgliedschaft fand.

German author Grass smiles during SPD election campaign event in Hamburg
Ihre Post

Ihre Post zu Günter Grass

Zahlreiche Leser hat der Tod des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass sehr berührt. Das zeigen Briefe, die sie der SZ geschickt haben. Im Folgenden eine kleine Auswahl.

Günter Grass gestorben
Günter Grass

Im Schlaraffenland

Als Kriegsgefangenen verschlägt es den späteren Nobelpreisträger Günter Grass in die Küche einer US-Einheit im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck. In seiner Autobiografie schildert er die Umstände.

Von Gerhard Eisenkolb, Fürstenfeldbruck

Günter Grass

Jetzt! Und immerdar

Ausgerechnet "Vonne Endlichkait" sollte das nächste Buch von Günter Grass heißen. Es wird im Sommer erscheinen. Aktuell aber sorgt das letzte Interview des Nobelpreisträgers für Gesprächsstoff...

Von Luise Checchin

Grass im Dritten Reich

Allseits gescholtener Selbstentlarver

Seine Vergangenheit bei der Waffen-SS enthüllte Günter Grass spät. Für manche zu spät - das Bekenntnis löste heftige Reaktionen aus.

Von Franziska Augstein