Urlaub in den Metropolen:Wird es bald wieder voll in den Städten?

Touristen vor dem Brandenburger Tor in Berlin

Berlin war vor der Pandemie das beliebteste Städtereiseziel in Deutschland. Jetzt zieht die Nachfrage allmählich wieder an.

(Foto: Maurizio Gambarini/dpa)

Bis zur Pandemie waren Städtereisen so beliebt, dass es den Einheimischen schon zu viel war. Jetzt geht es wieder los. Erste Erfahrungen aus Berlin, Barcelona, Amsterdam, Florenz und Wien.

Shopping, Museum, Theater, ein Picknick im Park, ein Dinner im Sternelokal und vielleicht noch ein Bier in der Altstadtkneipe. Oder sich einfach nur neugierig treiben lassen in den Straßen einer fremden Stadt. In kaum einer Urlaubsform stecken so viele Möglichkeiten wie in einem Citytrip, und diese "Multioptionalität", so formuliert es der Tourismusforscher Julian Reif, sei auch der Grund für die stetig wachsende Beliebtheit von Städtereisen - gewesen. Bis Corona kam.

Wie wird es nach der Pandemie weitergehen? Bleiben Städte als Reiseziel attraktiv? Dieser Frage geht Reif als Projektleiter des Deutschen Städtereisemonitors nach, einer Studie, in der am Deutschen Institut für Tourismusforschung der FH Westküste die Auswirkungen der Pandemie auf den Städtetourismus in Deutschland untersucht werden. Im Sommer 2020 hat man dazu repräsentativ Menschen in Deutschland befragt, weitere Daten will man in den kommenden Monaten erheben. Und auch wenn vor einem Jahr der zweite Lockdown und damit auch der erneute Stillstand im Tourismus noch nicht absehbar gewesen sei, hält Reif die ersten Ergebnisse der Studie nach wie vor für aussagekräftig. "Der Städtetourismus wird wieder anziehen, aber er wird sich verändern", sagt er.

Den Urlaubern seien Dinge wichtig, die vor Corona nur eine untergeordnete Rolle spielten: Hygiene, Abstandsregeln, Sicherheitsmaßnahmen. Städtereisende werde es erst einmal weniger auf Events mit vielen Menschen, in Konzerte oder auf Weihnachtsmärkte ziehen, dafür mehr in die Gärten und Parks oder auch auf Ausflüge ins Umland. "Langfristig bleiben wird auch der Fokus auf ein digitales Besuchermanagement", sagt Reif. Das habe sich schon vor der Pandemie abgezeichnet. Denn mit Online-Tickets und Ampel-Systemen lässt sich nicht nur während einer Pandemie der Besucherandrang in Grenzen halten, sondern auch danach, wenn es darum geht, Overtourismus entgegenzuwirken, damit Städte nicht nur für Urlauber, sondern auch für die Bewohner attraktiv bleiben. Eva Dignös

Und wie gestaltet sich der Neustart nun konkret? Fünf Beispiele aus Deutschland und Europa:

© SZ vom 24.06.2021
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