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München heute:Opposition im Stadtrat fordert 365-Euro-Ticket für alle / Debatte um City-Maut

U-Bahn am Marienplatz

Mehr Münchner sollen öffentliche Verkehrsmittel wie die U-Bahn nutzen. Nur: Wie viel sollen sie dafür bezahlen? Nun gibt es eine neue Debatte um ein mögliches 365-Euro-Ticket.

(Foto: Sonja Marzoner)

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Von Stefan Simon

Es gibt in der Sprache von Juristen, Politikern und Beamten einen ruhenden und einen fließenden Verkehr. Wäre man boshaft, könnte man sagen, dass beide Begriffe in München dasselbe beschreiben: Fahrzeuge, die sich nicht bewegen - auch dann nicht, wenn sie es sollten. Die Stadt leidet an Verkehrsverstopfung und scheitert regelmäßig beim Versuch, sie aufzulösen.

Der Dienstag war so gesehen ein Tag, den man sich womöglich merken muss. Die Opposition im Stadtrat hat ein 365-Euro-Ticket für alle gefordert, damit mehr Münchner auf Bus und Bahn umsteigen. CSU, ÖDP, Freie Wähler und Linkspartei ziehen an einem Strang, das ist neu und überraschte nicht nur die grün-rote Rathauskoalition, wie meine Kollegin Anna Hoben berichtet. Grüne und SPD hatten sich eine solche Flatrate auch schon vorgenommen, geraten nun aber unter Handlungsdruck.

Gleichzeitig hält die CSU plötzlich auch eine City-Maut für denkbar - und bekommt Unterstützung von den Grünen, während sie vom eigenen Parteinachwuchs Kritik erntet. "Solch parteiübergreifende Sachpolitik würde man sich öfter wünschen", kommentiert mein Kollege Andreas Schubert.

Die Debatten kommen in Fluss, und der Verkehr vielleicht eines Tages auch. Ruhenden Verkehr kann man sich dann trotzdem noch anschauen - da, wo er hingehört: auf den Parkplätzen.

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