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Bäder und Thermen:13 Saunen in Bayern, die einen Besuch wert sind

Draußen ist es nass-kalt-eklig? Da haben Wellness-Tempel Hochkonjunktur. Eine Auswahl.

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Mathilden Hamam, München

Massage im türkischen Hamam Bad, 2006

Quelle: lok

Wo: Mathildenstraße 5 (Nähe Sendlinger Tor)

Ausstattung: Um sich mitten in München im Handumdrehen in den Orient zu versetzen, braucht man noch nicht einmal einen fliegenden Teppich. Ein Schritt über die Schwelle des Mathilden Hamams genügt. Den Besucher umfängt in den orientalisch bemalten Räumen ein wohliger Rosenduft. Bei Tee und Früchten wartet er, in das traditionelle Leintuch, den Pestemal, gehüllt, auf die Genüsse, die da kommen: Dampfbäder, Massagen auf dem heißen Nabelstein und Heilerde-Behandlungen.

Highlight: Das Rasul-Bad. Dabei werden verschiedene Schlämme auf die Haut gerieben, um im Aromadampf durch die Hitze tief in die Haut zu dringen und dort ihr entschlackendes Werk zu vollbringen. Darauf soll schon Cleopatra geschworen haben.

Das gefällt: La Sultana, La Diva oder 1001 Nacht - die Titel der Behandlungen versprechen Sinnliches.

Das gefällt weniger: Man muss sehr frühzeitig einen Termin ausmachen, das Angebot an Massagen sowie der Platz im Hamam sind begrenzt.

Publikum: Wellness-Jünger und gestresste Zeitgenossen, die für ihre Entspannung auch mal tiefer in die Tasche greifen können.

Mehr Infos: www.hamam.de

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Müllersches Volksbad, München

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Quelle: Stephan Rumpf

Wo: Mitten in München, neben der Muffathalle

Ausstattung: In dessen Kammern unter der prächtigen Kuppel soll der Körper langsam und in mehreren Stufen erhitzt werden. So steigern sich die Warm- und Heißlufträume von 40 über 60 bis 80 Grad Celsius. Der große Dampfraum bietet ebenfalls verhältnismäßig milde 45 Grad. Abkühlung findet der Gast danach zum Beispiel im Kaltwasserbrunnen, der den unzweideutigen Namen "Eiserne Jungfrau" trägt. In dieser halbkreisförmigen Dusche spritzt das kalte Wasser aus zehn Metallröhren von unten nach oben.

Highlight: Nach dem Schwitzgang geht es hinaus ins Freie: auf eine Holzterrasse, die in den Innenhof gesetzt wurde. Wer nicht gern mit fremden Menschen in einem Raum entspannt, kann gar ein Einzelkabine mieten.

Das gefällt: Die Jugendstil-Architektur des Baus wird in fast allen ihren Details liebevoll erhalten.

Das gefällt weniger: Am Wochenende oft sehr überfüllt.

Publikum: Münchner jeden Alters und Geschlechts.

Mehr Infos: https://www.swm.de/privatkunden/m-baeder/sauna/volksbad.html

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Phoenixbad Ottobrunn

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Quelle: Claus Schunk

Wo: Vom Münchner Zentrum bis Ottobrunn sind es mit dem Auto 13 Kilometer.

Ausstattung: Zehn unterschiedliche Saunen und Dampfbäder, Sauna-Garten, Poolbar, verschiedene Tauchbecken; außerdem ist eine Reihe von Zusatzleistungen buchbar - zum Beispiel Massagen, Hamam und Rasul. Ein Teil des Spa-Bereichs wurde erst 2010 gebaut. Gesamteindruck: fast noch neu und sauber.

Highlight: Die Blockhaussauna und der Außenpool.

Das gefällt: Großer Gratis-Parkplatz vor der Tür, nahe an München.

Das gefällt weniger: Sehr beengte Umkleidekabinen, Duschen oft kalt.

Publikum: Typisches Münchner Umland-Publikum. Man kennt sich beim Vornamen und duzt sich in der Sauna. Beliebtester Gag: "Sauna kommt von sau-nah."

Mehr Infos: www.phoenixbad.de

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Limes-Therme, Bad Gögging

Kopfmassage

Quelle: Symbolfoto: digitalstock

Wo: Vom Münchner Zentrum nach Bad Gögging bei Ingolstadt sind es mit dem Auto knapp 100 Kilometer.

Ausstattung: Römer-Saunalandschaft, Erholungsbad, Fitness- und Wellnessangebote mit medizinischem Schwerpunkt sowie Sportprogramme.

Highlight: Infrarot-Tiefenwärme, die besonders bei Problemen im HNO-Bereich sowie bei Muskelverspannungen hilft.

Das gefällt: Alles ist sehr auf die Gesundheit ausgerichtet.

Das gefällt weniger: Familien mit Kindern werden sich wahrscheinlich nicht so wohl fühlen, hier entspannen eher ältere Badegäste.

Publikum: Typische Kurgäste, Heilbadanhänger, Senioren.

Mehr Infos: www.limes-therme.de

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Prienavera, Prien am Chiemsee

Prienavera

Quelle: oh

Wo: Vom Münchner Zentrum bis Prien am Chiemsee sind es mit dem Auto knapp 90 Kilometer.

Ausstattung: Wechselnde Themensaunen, Dampfbad, Erlebnisbad, Saunagarten und -bar. Zusatzleistungen wie Lomi-Lomi-Nui Massagen, Balinesische Massage oder Hot Stone Massagen werden angeboten.

Highlight: Der Außenpool direkt am Chiemseeufer, in dem man das Gefühl hat, man schwimme direkt im See. Vom Becken aus sieht man die Kampenwand und das Schloss Herrenchiemsee. Und das auch nachts, denn es ist wunderschön beleuchtet.

Das gefällt: Fantastische Lage in beeindruckender Umgebung.

Das gefällt weniger: Das Prienavera ist ein verhältnismäßig kleines Bad.

Publikum: Chiemseeurlauber und Badefreunde aus dem Chiemgau.

Mehr Infos: www.prienavera.de

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Montemare, Tegernsee

Reiseangebote

Quelle: DH STUDIO Dirk Holst Köln

Wo: Bei freier Autobahn ist man von München aus in einer knappen Stunde da. Auch gut: Bahnhof ganz in der Nähe.

Ausstattung: Viele verschiedene Saunen, Dampfbad, ausreichend Ruhebereiche und ein vielfältiges Massageangebot. In der Sinnessauna wird meditative Musik gespielt.

Highlight: Das 17 Meter lange Saunaschiff Irmingard. Hier genießt man beim Schwitzen nicht nur die Aussicht auf den Tegernsee, sondern kann sich nach dem Saunabesuch im kühlen Seewasser abkühlen.

Das gefällt: Freitag und Samstag hat die Sauna sogar bis Mitternacht geöffnet.

Das gefällt weniger: Jede Menge kleiner Zusatzkosten, z.B. für die Reservierung einer Ruheliege (zwölf Euro pro Tag).

Publikum: Wochenendausflügler, Freizeitkapitäne und Münchner Saunafreunde, denen Erding zu groß und zu voll ist.

Mehr Infos: http://www.monte-mare.de/de/tegernsee.html

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Atlantisbad Herzogenaurach

Atlantis-Bad Herzogenaurach

Quelle: dpa/picture-alliance

Wo: Vom Münchner Zentrum nach Herzogenaurach sind es mit dem Auto etwa 194 Kilometer.

Ausstattung: Mehrere Saunen, Dampfbad, Whirlpool. Hier werden viele Massagen angeboten, aber auch Aquafitness-Kurse.

Highlight: Die Wasserrutschen und der Indoor-Bade-Bereich versprechen viel Spaß.

Das gefällt: Riesiges Terrain, die Besucher verteilen sich so gut über das ganze Gelände.

Das gefällt weniger: Am Wochenende, gerade am Nachmittag, sehr großer Andrang.

Publikum: Familien, Kinder, fränkische Wellness-Fans.

Mehr Infos: www.atlantis-bad.de

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Kaisertherme Bad Abbach

Erholung

Quelle: Symbolbild: iStockphoto

Wo: Vom Münchner Zentrum nach Bad Abbach bei Regensburg sind es mit dem Auto etwa 115 Kilometer.

Ausstattung: Diverse Saunen wie die Bio-Apfelsauna gegen die Winterdepression, Dampfgrotte, Panorama-Whirlpool, großer Ruheraum, viele Wellnessangebote wie das Naturmoor-Bad.

Highlight: Das Zusammenspiel aus Wärme, Auftrieb und den rhythmisch harmonisch fließenden Bewegungen beim Wasser-Shiatsu ermöglicht eine sehr tiefe Entspannung.

Das gefällt: Schöner Wellnessbereich mit großem Erholungsfaktor.

Das gefällt weniger: Schwimmbecken im Innen- und Außenbereich, nachmittags oft sehr überfüllt.

Publikum: Typische Kurgäste, Heilbadanhänger, viele Senioren.

Mehr Infos: www.kaiser-therme.de

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Therme Bad Aibling

Therme Bad Aibling

Quelle: Therme Bad Aibling

Wo: Von München aus sind es 60 Kilometer bis Bad Aibling. In etwa einer Dreiviertelstunde ist man mit dem Auto da - zumindest, wenn es am Irschenberg keinen Stau gibt.

Ausstattung: Diverse Saunen und zahlreiche Wasserbecken sorgen für Entspannung. Dazu gibt es regelmäßige Aufgüsse wie den "Wach auf"- oder den "Eiskalt"-Aufguss.

Highlight: Die Moorzeremonie, bei der man sich mit Aiblinger Moor einreiben kann, das einen hohen Anteil an Huminsäuren enthält. Anschließend fühlt sich die Haut wunderbar weich an. Die sieben Euro Aufschlag ist das allemal wert.

Das gefällt: Die moderne Therme mit ihrem schönen Ambiente ist nicht so überlaufen. Außerdem: verhältnismäßig günstige Eintrittspreise.

Das gefällt weniger: Um an den Sauna-Ritualen (Moorzeremonie, Salzpeeling) teilzunehmen, muss man sich zuvor anmelden. Leider gibt es nicht viele Plätze. Und: recht wenig Aufgüsse (meistens nur einmal in der Stunde). Zusatzanwendungen sind teilweise recht teuer.

Publikum: Älteres Publikum, aber auch immer mehr jüngere Paare.

Mehr Infos: http://www.therme-bad-aibling.de

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Chiemgau-Thermen Bad Endorf

Chiemgau Thermen

Quelle: oh

Wo: Vom Münchner Zentrum bis Bad Endorf sind es mit dem Auto etwa 85 Kilometer.

Ausstattung: Sechs Saunen, Dampfbäder, mehrere Außenbecken, ein Strömungskanal. Die Chiemgauthermen sind schön im Voralpenland gelegen, inmitten einer beeindruckenden Landschaft. Es gibt zahlreiche Wellness-Angebote wie Schokoladen- oder Ziegenbuttercreme-Packungen (25 Minuten für 33 Euro).

Highlight: Das Rasulbad (40 Minuten für 20 Euro), bei dem man sich mit verschiedenen Tonerdesorten einreibt und anschließend in einer Kräutersauna schwitzt. Hinterher ist die Haut weich wie ein Babypopo.

Das gefällt: weit weg von der Hektik der Großstadt.

Das gefällt weniger: Der Schwimmbereich ist am Wochenende sehr überfüllt.

Publikum: Typische Kurgäste, Freundinnen, die sich mal etwas Gutes tun möchten.

Mehr Infos: www.chiemgau-thermen.de

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Therme Erding

Therme Erding, Pressefoto, Zirbelstube

Quelle: Therme Erding

Wo: Mit dem Auto sind es von München etwa 40 Kilometer bis nach Erding.

Ausstattung: Europas größte Therme bietet alles, was sich das Wellness-Herz wünschen kann: unzählige Saunen, warme Erholungsbecken, mehrere Poolbars und natürlich die riesige Rutschenanlage.

Highlight: In der Zirbelstube (Foto) wird zu bayerischer Volksmusik alkoholfreies Weißbier verteilt.

Das gefällt: Das Thermenwelt-Ticket des MVV. Für 34 Euro geht's nach Erding und zurück - und vier Stunden Thermenaufenthalt gibt's dazu.

Das gefällt weniger: Aufwendige Anfahrt von München. Wer mit der Bahn kommt, muss vom S-Bahnhof Altenerding entweder 20 Minuten marschieren oder den Bus (alle 20 Minuten) zur Therme nehmen. Außerdem ist die Therme, vor allem am Wochenende, völlig überfüllt. Dafür gibt es jede Menge kostenloser Parkplätze.

Publikum: Gestresste Münchner, hier kommt jeder her - vom Kleinkind bis zum Rentner.

Mehr Infos: www.therme-erding.de

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Rupertus Therme Bad Reichenhall

Rupertus-Therme

Quelle: Rupertustherme Bad Reichenhall

Wo: Von München ist die Therme 134 Kilometer entfernt. Immerhin: Fast die gesamte Strecke lässt sich auf der Autobahn zurücklegen.

Ausstattung: Mehrere Saunen und Dampfbäder. Dazu gibt es erholsame Anwendungen mit Salz, Sole und Mineralsoleschlick (Laist), Massagen und vieles mehr.

Highlight: Ein Aufguss mit Salz aus den Alpen und die Laist-Zeremonie, bei der gesunder Soleschlick auf die Haut aufgetragen wird.

Das gefällt: Auf der Internetseite kann man sich über die Auslastung von Therme und Sauna informieren. Außerdem: Wer schon einmal in Bad Reichenhall ist, kann noch einen Abstecher nach Salzburg unternehmen.

Das gefällt weniger: Für Kinder ist außer den Rutschen wenig geboten. Schade ist auch, dass die Sauna selbst am Wochenende bereits um 22 Uhr schließt.

Publikum: Eher ältere Besucher und Kurgäste.

Mehr Infos: http://www.rupertustherme.de/de/therme/

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Therme Bad Wörishofen

Therme Bad Wörishofen

Quelle: dpa/picture-alliance

Wo: an der A96. Von München braucht man mit dem Auto etwa eine Stunde.

Ausstattung: Elf verschiedene Saunen - von der Römersauna (im Stil eines Kolosseums) bis zur klassischen Kelo-Sauna. Dazu gibt es ein Dampfbad, Heilwasserbecken sowie jede Menge tropische Palmen.

Highlight: Die Felsenduschen: Hier rauschen mehr als 500 Liter kaltes Wasser pro Sekunde in die Tiefe - ideal nach einem heißen Saunagang. Auch sehr schön sind die Duft-Nebelduschen.

Das gefällt: Bis zu vier Aufgüsse in der Stunde. Gratis-Salzpeeling den ganzen Tag.

Das gefällt weniger: Relativ hoher Eintrittspreis. Und: Kinder dürfen, außer am Familiensamstag, nicht in die Therme.

Publikum: Wer in die Therme will, muss mindestens 16 Jahre alt sein. Kinder können sich im Sport- und Familienbad austoben.

Mehr Infos: http://www.therme-badwoerishofen.de/

© sueddeutsche.de/bica/imei

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