:Neue Modellpraxis soll Notaufnahme der Uniklinik entlasten
Mainz (dpa/lrs) - An der Uniklinik Mainz wird heute eine Praxis eröffnet, mit der die Notaufnahme entlastet werden soll. Bei Patienten mit akuten Beschwerden entscheidet das Team dieser "Allgemeinmedizinischen Praxis am Campus" (APC), ob es sich um einen echten Notfall handelt oder ob dem Patienten empfohlen wird, einen niedergelassenen Arzt aufzusuchen. Dritte Möglichkeit ist eine Versorgung vor Ort durch die Ärzte der APC.
Hildesheim
:Kampf gegen Masern: Schüler müssen Impfpässe vorlegen
Hildesheim (dpa/lni) - Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung der Masern müssen Schüler an zwei Hildesheimer Schulen an diesem Montag ihre Impfpässe vorlegen. Damit sollen sie ihren Impfschutz gegen die Krankheit nachweisen. Betroffen sind die Waldorfschule und die St. Augustinus-Oberschule, wo jeweils der Jahrgang den Impfpass mitbringen muss, den der erkrankte Schüler besucht hat. Wer keinen Impfschutz nachweisen kann, dem droht ein vorübergehendes Schulbetretungsverbot, damit er sich nicht ansteckt. Zwei weitere Schulen hatten bereits vorher mit Masernerkrankungen zu tun.
Lungenkrankheiten
:Wie Wissenschaftler das Asbest-Problem kleinrechnen
Bis heute haben Opfer des lebensgefährlichen Baustoffs Probleme, eine Entschädigung zu erhalten. Über zweifelhafte Verbindungen zwischen Forschung und Berufsgenossenschaften.
Erfurt
:Bereits mehrere Dutzend Borreliose-Fälle 2019 bekannt
Erfurt (dpa/th) - Mindestens 42 Fälle von Borreliose sind in diesem Jahr in Thüringen bereits bekannt geworden. Im Vorjahr seien es im Vergleichszeitraum 20 gewesen, teilte das Gesundheitsministerium auf dpa-Anfrage mit. Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien (Borrelien) verursacht und von Zecken übertragen wird. Die Erkrankung ist oft zuerst an einer runden Rötung um die Stichstelle auf der Haut erkennbar. Zunächst können auch Symptome wie bei einer Grippe auftreten. Unbehandelte Borreliose kann unter anderem Gelenken, Nerven und dem Herzen chronisch schaden.
Mainz
:Mehr Medizinische Versorgungszentren in Rheinland-Pfalz
Mainz (dpa/lrs) - 121 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) gibt es derzeit in Rheinland-Pfalz. Das sind 73 mehr als knapp zehn Jahre zuvor. Das geht aus der Antwort von Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) auf eine kleine Anfrage der AfD hervor. Die meisten MVZ werden von Krankenhäusern getragen: Ihre Zahl stieg im Vergleichszeitraum (Ende 2009 bis Ende Januar 2019) von 23 auf 48. Aber: "Der Landesregierung ist kein Krankenhaus in Rheinland-Pfalz bekannt, das von Finanzinvestoren aufgekauft und zu einem MVZ umgewandelt wurde", heißt es in der Antwort.
Kassel
:Pflegepersonal für Versorgung schwerkranker Kinder fehlt
Kassel (dpa/lhe) - Familien mit unheilbar kranken Kindern müssen die häusliche Intensivpflege mangels Pflegekräften immer öfter selbst übernehmen. Die Ursache sei eine im Januar in Kraft getretene Regelung, sagte Markus Behrendt, Vorsitzender des Vereins "Intensiv Leben" in Kassel: "Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz gräbt der häuslichen Kinderintensivpflege das Wasser ab." Pfleger ziehe es wegen höherer Gehälter in stationäre Einrichtungen wie Krankenhäuser. Den ambulante Pflegediensten fehle das Personal für die häusliche Kinder-Intensivpflege.
Leipziger Straße 44 Magdeburg
:Seltene Erkrankungen rücken stärker in den Fokus
Magdeburg/Halle (dpa/sa) - Seltene Erkrankungen bekommen von Ärzten und Patienten zunehmend mehr Aufmerksamkeit. Immer mehr Anfragen verzeichnet etwa das vor fünf Jahren gegründete Mitteldeutsche Kompetenznetz Seltene Erkrankungen (MKSE) an den Unikliniken Magdeburg und Halle. Das Zentrum hilft, den Weg zur richtigen Diagnose und damit eine passende Therapie zu finden. Im vergangenen Jahr gab es nach Angaben des MKSE rund 300 Anfragen, etwa 215 waren es noch im Jahr 2017. Bundesweit gibt es 32 solcher Einrichtungen mit unterschiedlicher Struktur. Das MKSE arbeitet unabhängig und wird von den Krankenkassen finanziert.
Gesundheit
:Warnstreiks von Klinikärzte stehen bevor
Berlin (dpa) - Klinik-Patienten in Deutschland müssen in den kommenden Tagen mit Warnstreiks von Ärzten rechnen. Die große Tarifkommission der Ärztegewerkschaft Marburger Bund erklärte die Tarifverhandlungen für rund 55 000 Mediziner in den mehr als 500 kommunalen Krankenhäusern für gescheitert, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Gewerkschaft erfuhr. Warnstreiks seien ab sofort möglich. Operationen könnten verlegt werden, weitere Verzögerungen für Patienten bevorstehen.
Saarbrücken
:Kolling: Mehr digitale Gesundheitsprojekte im Saarland
Saarbrücken (dpa/lrs) - Arzt-Visite via Computer - das gibt es nach Ansicht von Staatssekretär Stephan Kolling (CDU) im Saarland noch zu selten. Der Gesundheitsstaatssekretär sagte am Samstag beim 13. Fachärztetag in Saarbrücken, von einer ärztlichen Beratung per Online-Chat oder Video-Schalte könnten etwa Senioren profitieren, die weniger mobil sind. Um solche Ideen zu verwirklichen, brauche es im Saarland aber "Experimentierräume, in denen digital unterstützte Versorgungs- und Unterstützungsangebote erprobt werden können". Die Angebote müssten an die regionalen Gegebenheiten angepasst werden. Dazu müsse der Gesetzgeber die Voraussetzungen schaffen. "Wir brauchen hier bei uns im Saarland solche Projekte", so Kolling.
Hannover
:Hausbesuch vom Sanitäter: Neue Wege in der Notfallversorgung
Hannover (dpa/lni) - Die seit Jahresanfang tätigen Gemeindenotfallsanitäter im Nordwesten sind zunehmend gefragt. Die Zahl der Einsätze steige von Monat zu Monat, berichtete der Leiter des Rettungsdienstes Oldenburg, Stefan Thate. Das bundesweit einmalige Modell wird in der Stadt Oldenburg sowie den Landkreisen Ammerland, Cloppenburg und Vechta erprobt. Pro Standort sind sechs erfahrene Notfallsanitäter mit einer Zusatzausbildung in dem neuen Job im Einsatz. Sie werden von der Rettungsleitstelle zu Patienten geschickt, wenn nach dem Notruf 112 klar ist, dass zwar keine Lebensgefahr vorliegt, aber medizinische Hilfe notwendig ist.
Dessau-Roßlau
:Höhepunkt der Grippewelle überschritten: Bislang elf Tote
Dessau-Roßlau (dpa/sa) - An den Folgen einer Grippeerkrankung sind in der laufenden Saison bislang elf Sachsen-Anhalter gestorben. Bei den Todesfällen handelt es sich nach Angaben des Landesamtes für Verbraucherschutz (LAV) um acht Männer und drei Frauen im Alter von 33 bis 90 Jahren. Sie stammten aus Halle, Dessau-Roßlau sowie den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Harz, Jerichower Land, Saalekreis, Stendal und Wittenberg. Bei einer 33-Jährigen habe eine Vorerkrankung am Herzen vorgelegen.
München
:Die Temperaturen steigen und damit auch die Zeckengefahr
München (dpa/lby) - Sonnenschein und steigende Temperaturen wecken nicht nur Frühlingsgefühle - es ruft auch Zecken auf den Plan. Die Zeckensaison beginnt nach Angaben des Gesundheitsministeriums eigentlich erst im Frühjahr, bei milden Temperaturen können die Krabbeltiere aber auch schon vorher aktiv sein. Das heißt: Auch jetzt besteht schon ein gewisses Risiko. Zwei Menschen sind dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zufolge in diesem Jahr bislang an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erkrankt. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) wirbt deshalb dafür, sich gegen diese Virusinfektion impfen zu lassen.
Erfurt
:Bericht: 8000 Thüringer süchtig nach Crystal Meth
Erfurt (dpa/th) - In Thüringen sind laut einem Medienbericht mehr als 8000 Menschen von der Droge Crystal Meth abhängig. Das berichtete der MDR am Freitag unter Berufung auf Zahlen der Thüringer Landesstelle für Suchtfragen. Damit sei jeder zweite Drogenabhängige in Thüringen im Alter zwischen 14 und 64 Jahren von der sogenannten Modedroge abhängig. Eine Sprecherin der Landesstelle habe dem Sender gesagt, die aufputschende Droge habe mittlerweile alle Gesellschaftsschichten erreicht.
Dresden
:Bislang weniger Borreliosefälle in Sachsen
Dresden (dpa/sn) - Zeckenbisse habe in Sachsen bislang zu weniger gemeldeten Borreliose-Erkrankungen geführt als im vergangenen Jahr. Bis zur zweiten Märzwoche gab es 97 Fälle, wie das Sozialministerium in Dresden mitteilte. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 111. Es gibt jedoch große regionale Unterschiede. Die höchsten Fallzahlen pro 100 000 Einwohner im Jahr 2019 wurden aus dem Landkreis Leipzig (7,8) gemeldet, den niedrigsten Wert hatte der Landkreis Zwickau. Dort gab es keinen einzigen Fall.
Gießen
:Hessische Krankenhäuser erhalten mehr Geld
Gießen (dpa/lhe) - Die Krankenhäuser in Hessen haben in diesem Jahr 132 Millionen Euro mehr zur Verfügung als noch 2018. Das berichtete das Regierungspräsidium (RP) in Gießen am Freitag. Das Gesamtbudget erhöhe sich damit auf 5,3 Milliarden Euro. Diese Zahlen ergeben sich aus dem nun vom RP genehmigten sogenannten Landesbasisfallwert 2019. Dieser gibt den durchschnittlichen Erlös je Fall aller stationär behandelten Patienten wieder und wird auf Grundlage der einzelnen Krankenhausbudgets ausgehandelt. Er ist eine wichtige Größe für die Finanzierung der Krankenhäuser und dient als Abrechnungsgrundlage. Der neue Wert gelte ab 1. März, erklärte das RP.
ikk gesund plus Magdeburg
:Netzwerk will Übergang von Klinik nach Hause erleichtern
Magdeburg (dpa/sa) - Für Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten werden derzeit in Sachsen-Anhalt reibungslosere Übergänge vom Krankenhaus zur Reha und bis nach Hause erprobt. Die IKK gesund plus hat nach eigenen Angaben ein 3,4-Millionen-Euro-Projekt gestartet, das aus dem Innovationsfonds der Krankenkassen finanziert werde. Konkret gehe es darum, die übergreifende Versorgung der Kranken zu verbessern, sagte der Vorstand der IKK gesund plus am Freitag in Magdeburg. Dazu sei ein elfköpfiges Team mit Patientenkoordinatoren aufgebaut worden. Von dem Projekt profitierten derzeit gut 1300 Versicherte der Krankenkasse.
Dresden
:Grippewelle in Sachsen hält an: Zahl neuer Meldungen steigt
Dresden (dpa/sn) - Die Grippewelle hält in Sachsen weiter an. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag in Dresden mitteilte, waren in der zweiten Märzwoche dieses Jahres 2614 neue Influenza-Erkrankungen registriert worden. In der Woche davor waren es 2326. Seit Beginn der Grippesaison im Oktober des vergangenen Jahres seien bislang landesweit 16 313 Influenza-Fälle gemeldet worden, darunter 32 Todesfälle. Mit etwa 4300 Erkrankungen gab es die meisten Fälle in der Stadt Leipzig, gefolgt vom Landkreis Leipzig und der Stadt Dresden.
Erfurt
:Grippewelle hat Höhepunkt in Thüringen wohl überschritten
Erfurt (dpa/th) - Der Höhepunkt der aktuellen Grippewelle scheint in Thüringen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Erfurt überschritten zu sein. Seit dem vergangenen Herbst seien 3944 Fälle von Virusgrippe gemeldet worden, teilte das Ministerium am Freitag auf Anfrage mit. In der zweiten Märzwoche wurden den Angaben zufolge 810 Menschen als neu erkrankt gemeldet. Damit blieben die Meldezahlen im Vergleich zur Vorwoche konstant.
Gesundheit
:Zwei weitere Hildesheimer Schulen von Masern betroffen
Hildesheim (dpa) - Der Masernausbruch im niedersächsischen Hildesheim hat sich auf zwei weitere Schulen der Stadt ausgeweitet. Betroffen seien die Waldorfschule und die St. Augustinus-Oberschule mit jeweils einem erkrankten Schüler, teilte der Landkreis Hildesheim mit. Die Gesundheitsbehörden ermittelten im Moment die Kontaktpersonen der betroffenen Schüler im privaten und schulischen Umfeld. Die Eltern sämtlicher Schüler würden informiert. Am Montag müssen die Schüler, die die beiden Erkrankten besucht haben, ihre Impfpässe vorlegen. Auch bundesweit steigt derzeit die Zahl der Masernfälle.
Gesundheit
:Senken schwere Grippewellen die Lebenserwartung?
Berlin (dpa) - Die schweren Grippewellen der vergangenen Jahre könnten die Entwicklung der Lebenserwartung in Deutschland negativ beeinflusst haben. Das vermuten Forscher des Berliner Robert Koch-Instituts mit Blick auf die Statistiken der vergangenen 25 Jahre.
Potsdam
:Zecken in Brandenburg aktiv: schon 47 Borreliosefälle 2019
Potsdam (dpa/bb) - In Brandenburg sind 2019 bereits 47 Fälle von Borreliose gemeldet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium Brandenburg auf Anfrage mit. Allein im Landkreis Uckermark wurden sieben Fälle bekannt - damit gab es dort die meisten Fälle im Land. Ende Januar waren die Milbentiere besonders aktiv: Zehn Meldungen stammten aus der Woche vom 21. bis 27. Januar.
Gesundheit
:Rückenschmerzen können viele Auslöser haben
Lorsch (dpa/tmn) - "Ich hab Rücken" - das ist eine weit verbreitete Klage. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland (61 Prozent) konnte diesen Satz im vergangenen Jahr sagen.
Mainz
:Mehr Geld für Kliniken: trotzdem Kritik an Landesregierung
Mainz (dpa/lrs) - Das Land Rheinland-Pfalz baut seine Förderung für die Krankenhäuser in diesem Jahr weiter aus. Insgesamt stehen 2019 rund 147 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln zur Verfügung und damit vier Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor, wie Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Donnerstag in Mainz sagte. Sie können etwa für Baumaßnahmen, Umstrukturierungen oder andere Investitionen ausgegeben werden. Der Krankenhausgesellschaft, den Krankenkassen und der Landtags-Opposition genügt das nicht.
Düsseldorf
:Einsatzkräfte üben für Ausbruch der Schweinepest
Düsseldorf (dpa/lnw) - Behördenvertreter und Feuerwehrleute haben am Donnerstag in einem Wald bei Düsseldorf für einen möglichen Ausbruch der afrikanischen Schweinepest trainiert. Dabei wurden drei Attrappen infizierter Schweinekadaver im Wald abgelegt. Geübt wurde, die Umgebung abzusperren und die toten Tiere möglichst sicher und hygienisch in ein Labor abzutransportieren. Dafür wurden zum Beispiel Hygieneschleusen aufgebaut, die Mitarbeiter trugen Sicherheitsanzüge.
Weimar
:Kassenärzte kritisieren Gesetz für mehr Sprechstunden
Weimar (dpa/th) - Das vom Bundestag beschlossene Gesetz für mehr Sprechstunden von Arztpraxen und schnellere Termine für Kassenpatienten stößt bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Thüringen auf Kritik. Damit greife die Politik in die ärztliche Selbstverwaltung ein, erklärte die KV am Donnerstag. Sie kritisierte vor allem die Vorgaben für offene Sprechstunden für Patienten ohne Überweisung. "Diese widersprechen einer sinnvollen Patientensteuerung nach dem Prinzip, dass vorrangig die Patienten behandelt werden, die das aus gesundheitlichen Gründen benötigen, und nicht die, die am lautesten danach verlangen", heißt es in der Erklärung.
Hannover
:Studie zeigt Ausmaß von Medikamentenversuchen an Heimkindern
Hannover (dpa/lni) - Kinder und Jugendliche aus niedersächsischen Heimen sind in der Nachkriegszeit für Medikamentenversuche benutzt worden. Das belegt eine Studie im Auftrag des Sozialministeriums, die am Donnerstag in Hannover vorgestellt wurde. Demnach wurden zwischen 1945 und 1978 an den kinderpsychiatrischen Abteilungen des Psychiatrischen Krankenhauses Wunstorf und der Universität Göttingen, in der Kinderklinik der Universität Göttingen, den Rothenburger Anstalten und im heilpädagogischen Kinder- und Jugendheim Brunnenhof in Rehburg-Loccum Medizintests und Impfversuche durchgeführt. Neben Psychopharmaka wurden zum Beispiel Polioimpfstoffe an Heimkindern getestet. In vielen Fällen handelte es sich um noch nicht zugelassene Arzneimittel.
Dresden
:Sächsische Ärztekammer warnt: Ostdeutsche Ärzte am Limit
Dresden (dpa/sn) - Die Sächsische Ärztekammer sieht das vom Bundestag beschlossene Gesetz zur schnelleren Terminvergabe für Kassenpatienten kritisch. "Gerade in Ostdeutschland arbeiten die niedergelassenen Ärzte am Limit. Zusätzliche Termine sind für diese Kollegen gar nicht möglich", teilte der Präsident der Landesärztekammer, Erik Bodendieck, am Donnerstag in Dresden mit. Der Bundestag hatte am gleichen Tag das sogenannte Terminservice- und Versorgungsgesetz verabschiedet.
Berlin (dpa) - Kassenpatienten in Deutschland sollen künftig schneller an Arzttermine kommen: durch mehr Sprechstunden, zusätzliche Vermittlungsangebote und extra Anreize für die Mediziner.
Medizinethik
:Genmanipulation am Menschen soll geächtet werden
Nach der Geburt genmanipulierter Zwillinge in China wollen Forscher solche Eingriffe zumindest für eine bestimmte Zeit untersagen lassen. Allerdings ist unklar, ob das Alleingänge verhindert.
Gesundheit
:Bundestag beschließt Gesetz für schnellere Arzttermine
Berlin (dpa) - Für Kassenpatienten in Deutschland soll es leichter werden, schnell an Arzttermine zu kommen. Darauf zielt ein Gesetz der großen Koalition, das der Bundestag beschlossen hat. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte, die Neuregelungen sollten den Alltag für Millionen Menschen verbessern. Die Pläne sehen unter anderem vor, dass Praxisärzte mindestens 25 statt 20 Stunden in der Woche für gesetzlich Versicherte anbieten müssen. Augenärzte, Frauenärzte und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte müssen mindestens fünf Stunden pro Woche als offene Sprechstunde ohne feste Terminvergaben haben.
Gesundheit
:In Spanien lebt es sich am gesündesten
Madrid (dpa) - Deutsches Essen? Pachi rümpft die Nase. "Zu fett, zu vitaminarm! Und ... darf ich ehrlich sein? Oft auch ungenießbar", sagt die 70 Jahre alte Madrilenin.
Hamburg
:Behörde verzichtet auf Rechtsmittel: Kuck behält Approbation
Hamburg (dpa/lno) - Nach der gerichtlichen Niederlage um die ärztliche Zulassung des vorbestraften Herzspezialisten Karl-Heinz Kuck verzichtet Hamburgs Gesundheitsbehörde auf Rechtsmittel. "Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) hat auf die Berufung im Fall Prof. Kuck verzichtet, weil nach kritischer Würdigung der Urteilsbegründung dieser Einzelfall für eine Bewertung von Verfehlungen bei der persönlichen Leistungserbringung von Krankenhausärzten nicht geeignet erscheint", teilte die Behörde dem "Hamburger Abendblatt" (Donnerstag) mit.
Mainz
:Land fördert konkrete Investitionen in 28 Kliniken
Mainz (dpa/lrs) - Das Land Rheinland-Pfalz wird in diesem Jahr konkrete Baumaßnahmen oder Investitionen in 28 Kliniken fördern. Das geht aus dem Krankenhausinvestitionsprogramm 2019 hervor, das Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) heute in Mainz vorstellen wird. Sie fallen unter die sogenannte Einzelförderung. Mit dem Geld können etwa Neubauten oder OP-Sanierungen bezahlt werden. Neben dieser Einzelförderung gibt es noch eine pauschale Förderung des Landes für die Krankenhäuser zwischen Pfalz und Westerwald. Sie wird nach einem vorgegebenen Schlüssel verteilt, der die Fallzahlen berücksichtigt.
Hannover
:Studie zu Ausmaß von Medikamententests an Heimkindern
Hannover (dpa) - Medikamente wurden in der Nachkriegszeit an Kindern und Jugendlichen in Heimen getestet. Um das Ausmaß dieser Versuche in Niedersachsen zu untersuchen, hat das Sozialministerium eine medizinhistorische Studie in Auftrag gegeben. Die ersten Ergebnisse werden heute in Hannover vorgestellt. Die Wissenschaftlerin Christine Hartig will unter anderem berichten, wo es Medikamenten- und Impfversuche im Rahmen der Heimerziehung gab und inwieweit diese gegen geltendes Recht verstießen. Die Untersuchung solle auch die Rolle der öffentlichen Verwaltung bei den Arzneimittelstudien unter die Lupe nehmen.
Gesundheit
:WHO: Digitalwerbung verlockt Jugendliche zu ungesundem Leben
Genf (dpa) - Chatten, Promis folgen, soziale Medien nutzen: Kinder und Jugendliche sind immer häufiger online unterwegs und werden dabei mit Werbung bombardiert, die ihre Gesundheit gefährden kann. Davor warnt die Weltgesundheitsorganisation. Um bei Erwachsenen Herzkrankheiten, Krebs und Fettleibigkeit zu verhindern, sei es wichtig, schon Kinder und Jugendliche vor Werbung für ungesunde Nahrungsmittel zu schützen. Die WHO fordert, dass Regierungen bessere Nutzungsdaten erhalten, um diese Werbewelt zum Schutz der Kinder besser zu regulieren.
Gesundheit
:Tarifstreit um Klinikärzte festgefahren
Berlin (dpa) - Auf Klinik-Patienten in Deutschland können neue Ärztestreiks zukommen. Im aktuellen Tarifstreit um die rund 55 000 Mediziner in den mehr als 500 kommunalen Krankenhäusern sind die Gespräche am Mittwochmorgen zunächst abgebrochen worden, wie ein Sprecher der Ärztegewerkschaft Marburger Bund mitteilte. Eine Eskalation bis hin zu Streiks ist demnach möglich. Dann könnten Operationen verlegt werden und weitere Verzögerungen für Patienten bevorstehen.
Klinikum Altenburger Land
:Chirurgen befreien Frau von 15 Kilo schwerem Tumor
Altenburg (dpa/th) - Chirurgen des Klinikums Altenburger Land haben einer 63-Jährigen einen 15 Kilogramm schweren Tumor entfernt. Die erfolgreiche Operation dauerte vier Stunden, wie eine Sprecherin des Klinikums am Mittwoch mitteilte. Der Patientin gehe es den Umständen entsprechend gut. Der Tumor hatte sich neben dem Darm ausgebreitet und diesen abgedrängt. Dadurch konnte die Patientin nichts mehr essen, wie Chefarzt Rigo Voigt laut Mitteilung erklärte. "Selbst an universitären Tumorzentren ist ein Tumor solchen Ausmaßes eine Seltenheit", sagte er.
Mainz
:Apothekerverband setzt auf mehr digitale Rezeptsammelstellen
Mainz/Longkamp (dpa/lrs) - Rund 100 Tage nach dem Start der landesweit ersten digitalen Rezeptsammelstelle in Longkamp setzt der Apothekerverband (LAV) Rheinland-Pfalz auf zahlreiche Nachfolger. Möglichst viele der bisherigen 80 Briefkasten-Sammelstellen im Land sollten bald zu digitalen Terminals werden, teilte der LAV am Mittwoch in Mainz mit. Die erste Stelle in Longkamp (Kreis Bernkastel-Wittlich) sei "auf allen Ebenen ein voller Erfolg".
Gesundheit
:Tabletten können Kopfschmerzen auch verschlimmern
Darmstadt (dpa/tmn) - Wer immer wieder und in kurzen Abständen Kopfschmerzen hat, sollte nicht einfach nur Tabletten nehmen. Denn typische Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure (ASS) oder Ibuprofen machen es dann eventuell nur schlimmer.
Frankfurt am Main
:Kammer will Gewalt gegen Ärzte dokumentieren
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Drohungen und körperliche Übergriffe gehören für Ärzte nach Einschätzung ihres Berufsverbands zum Alltag. Da verlässliche Daten fehlten, will nun die Landesärztekammer nach Mitteilung vom Mittwoch das genaue Ausmaß ermitteln. Dazu werde ein Meldebogen eingeführt. "Wir wollen uns mit einer "gefühlten" Zunahme von Gewalttaten nicht länger zufrieden geben", erklärte der hessische Kammerpräsident Edgar Pinkowski.
Gesundheit
:Zwei Paar Schuhe helfen Kindern gegen Schweißfüße
Berlin (dpa/tmn) - Wenn Kinder Schweißfüße haben, sind daran meist die Schuhe oder Socken schuld. Eltern sollten deshalb darauf achten, dass die Socken einen hohen Anteil an Naturfasern haben und die Schuhe nicht zu eng sind.
Erfurt
:AOK Plus: Erneut mehr Krankschreibungen in Thüringen
Erfurt (dpa/th) - In Thüringen haben sich im vergangenen Jahr wieder mehr Versicherte der AOK Plus krankschreiben lassen. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der Kasse hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Der Krankenstand lag 2018 demnach bei 6,3 Prozent - nach 6,0 im Vorjahr. Das sei ein neuer Höchstwert, hieß es in der Mitteilung. Auch 2017 war die Zahl schon gestiegen.
Dresden
:AOK Plus verzeichnet erneut Rekord bei Krankenstand
Dresden (dpa/sn) - Die Krankenkasse AOK Plus hat 2018 erneut einen Rekord beim Krankenstand in Sachsen registriert. Wie die Kasse am Mittwoch in Dresden mitteilte, lag der Wert im vergangenen Jahr bei 5,7 Prozent, 2017 waren es 5,5 Prozent. Bereits damals hatte die Kasse den höchsten Krankenstand seit 20 Jahren verkündet.
Rostock
:Zwei weitere Grippe-Tote in Mecklenburg-Vorpommern
Rostock (dpa/mv) - Die Meldezahlen für Grippe-Neuerkrankungen in Mecklenburg-Vorpommern bleiben auf konstantem Niveau: Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Mittwoch berichtete, wurden in der vergangenen Woche 622 Influenza-Infektionen gemeldet, in der Woche zuvor waren es 583 Erkrankungen. Allerdings habe sich nach dem Tod von zwei Patienten die Zahl der Grippetoten auf fünf erhöht. Alle Personen gehörten den Angaben zufolge einer Risikogruppe an.
München
:Krankenkassen nehmen mehr Klinikrechnungen auf den Prüfstand
München (dpa/lby) - Um fehlerhaften Klinikrechnungen auf die Spur zu kommen, hat der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) im vergangenen Jahr deutlich mehr Unterlagen in Bayern geprüft. Im Auftrag der Krankenkassen kontrollierte der MDK mit 409 000 Rechnungen rund 12 Prozent mehr Fälle als 2017 und 26 Prozent mehr als 2016. "Das ist extrem viel", sagte der stellvertretende Geschäftsführer des MDK Bayern, Max Peter Waser, der Deutschen Presse-Agentur in München. Bei rund der Hälfte der geprüften Fälle seien Fehler gefunden worden. Da die Kassen fehlerhafte Rechnungen im Schnitt um 1500 Euro kürzen, dürfte sich die Summe der Rückforderungen alleine im Freistaat auf 300 Millionen Euro belaufen.
Wiesbaden
:Klinik-Landschaft ist im Wandel: Neubau in Wiesbaden im Plan
Wiesbaden (dpa/lhe) - Einer der größten hessischen Krankenhausneubauten, die neue HSK in Wiesbaden, feiert Ende dieser Woche Richtfest. Die alte "Dr.-Horst-Schmidt-Klinik" war in die Jahre gekommen, eine Sanierung hätte sich finanziell nicht gelohnt, wie eine Sprecherin der Helios Verwaltung Hessen GmbH erklärt. Die Fresenius-Tochter Helios betreibt in Deutschland knapp 90 Kliniken.
Gesundheit
:TK: Mehr Beschwerden wegen möglicher Behandlungsfehler
Berlin (dpa) - Bei der Techniker Krankenkasse (TK) sind deutlich mehr Beschwerden wegen möglicher Behandlungsfehler eingegangen. Deswegen meldeten sich im vergangenen Jahr knapp 6000 Versicherte - zehn Prozent mehr als 2017 und ein neuer Höchststand, wie das Unternehmen mit insgesamt gut zehn Millionen Versicherten mitteilte. Die meisten Beschwerden betrafen demnach Behandlungen bei Chirurgen, Zahnärzten und Allgemeinärzten. Ungefähr bei jedem dritten Fall bestätige sich der Verdacht bei Überprüfungen. Die Kasse kritisierte teils jahrelange Gerichtsverfahren in solchen Fällen.
Gesundheit
:Wie Logopäden dem Sprechen auf die Sprünge helfen
Frechen (dpa/tmn) - Kaum eine Mutter oder ein Vater denkt bewusst darüber nach. Aber fast alle reden mit dem Kind - in jeder Alltagssituation. Und genau so ist es auch am besten, sagt Manfred Herbst, Vorsitzender des Verbands Deutscher Logopäden und Sprachtherapeutischer Berufe.
Gesundheit
:Wenn Stress krank macht
Krefeld (dpa/tmn) - Stress kennt jeder. Doch wann ist er ungesund? "Stress bedeutet grundsätzlich, dass es eine unspezifische Reaktion des Körpers oder Geistes gibt, die Menschen zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigt", sagt Christa Roth-Sackenheim, Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher Psychiater.
Gesundheit
:Ausschlafen kann schläfrig machen
Leipzig (dpa/tmn) - Endlich Samstag, endlich ausschlafen. Doch die erhoffte Wirkung will sich nicht einstellen: Auch nach zehn Stunden fühlen sich manche nicht richtig fit.