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Die Welt der Finanzen ist multikausal - doch an Thilo Sarrazin scheint das vorbeigegangen zu sein. In seinem neuen Buch "Europa braucht den Euro nicht" zeigt der Provokateur zwar, dass er ein guter Ökonom ist, doch insgesamt ist das Werk äußerst problematisch. Warum, erläutert Marc Beise, Leiter des SZ-Wirtschaftsressorts, im Video-Blog.
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Gegen den Euro, gegen Europa: Das neue Buch von Thilo Sarrazin ist voller Detailhuberei, Widersprüche und wohlfeiler Provokation. So rät er etwa, Deutsche müssten sich in Bezug auf Europa vor einem "etwas perversen Sendungsbewusstsein" hüten - und nur so wird der Sarrazinismus sendefähig.
Von
Hans-Jürgen Jakobsmehr...
Thilo Sarrazin legt ein neues Buch vor, Günther Jauch bietet ihm für seine Thesen eine Bühne. Doch punkten kann Sarrazin nicht, denn Talkshow-Kontrahent Peer Steinbrück weiß, was die Zuschauer wollen: nicht Holocaust und Euro-Krise, sondern hemdsärmeligen Optimismus.
Eine Nachtkritik von
Nakissa Salavatimehr...
"Himmelschreiender Blödsinn oder verachtenswertes Kalkül": Kurz vor Erscheinen des neuen Buches von Thilo Sarrazin greift Finanzminister Schäuble den umstrittenen Autor mit scharfen Worten an. Auch Sarrazins Auftritt bei Günther Jauch erregt die Gemüter.
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Vor 50 Jahren kamen die ersten türkischen Gastarbeiter. Vor einem Jahr schwelte die Debatte um Thilo Sarrazin - und warf die Integrationsbemühungen in Deutschland zurück, meint Ferdinand von Schirach. Der Berliner Schriftsteller und Strafverteidiger nennt es im Gespräch mit sueddeutsche.de dumm und gefährlich, aus einzelnen Verbrechensfällen eine generelle Theorie abzuleiten - und warnt davor, "Grundsätze unseres Staates" in Frage zu stellen.
Interview:
Oliver Das Gupta und Roland Preußmehr...
Einst galt der "Gutmensch" nur als harmloser Weltverbesserer à la Peter Lustig. Doch seit Thilo Sarrazin oder Henryk M. Broder viel Aufmerksamkeit genießen, halten ihn politisch Inkorrekte für den Verschulder allen Übels. Und arbeiten sich an ihm ab.
Von
Max Scharniggmehr...
Ausdruck einer ideologischen Haltung: In Frankreich löste "Aristoteles auf dem Mont Saint-Michel" einen Skandal aus, nun liegt das Buch in deutscher Übersetzung vor. In einem historischen Kreuzzug stellt der Autor Sylvain Gouguenheim die Leistung der arabischen Wissenschaft für Europa in Frage.
Von
Thomas Ricklinmehr...
Vermutlich gibt es in Deutschland keine Journalistin, die einen intimeren Einblick in Thilo Sarrazins Leben bekommen hat als Güner Balci. Ihre Dokumentation zeigt einen Sarrazin, wie ihn kaum einer kennt - hätte sie nicht ihren Auftraggeber verloren.
Von
Thorsten Schmitzmehr...
Potpourri der Einigkeit: Beim Evangelischen Kirchentag in Dresden diskutiert Bundespräsident Wulff mit jungen Migranten über Integration und erhält nur Zustimmung. Die Wutbürger und Islamkritiker scheinen verschwunden - der Sarrazin-Debatte sei Dank.
Von
Matthias Drobinskimehr...
Nur in Deutschland macht man sich unmöglich, wenn man das Offensichtliche benennt. Reflexhaft ächtet die liberale Öffentlichkeit Sarrazin, obwohl die Gesellschaft eine faire Auseinandersetzung mit seinen Thesen bräuchte.
Ein Gastbeitrag von
Klaus von Dohnanyimehr...
Das SPD-Mitglied Sarrazin lästert gegen die geplante Migranten-Quote seiner Partei. Die SPD-Spitze steht da wie ein begossener Pudel: Auch nach dem Schiedsverfahren spricht Sarrazin weiter von erblicher Intelligenz.
Eine Analyse von
Thorsten Denklermehr...
Lange waren sich Gabriel und Nahles in tiefer Antipathie verbunden. Inzwischen arbeiten der SPD-Chef und seine Generalsekretärin gut zusammen. Doch der überraschende Kompromiss mit Thilo Sarrazin belastet ihr Verhältnis.
Von
Susanne Höllmehr...
SPD-Generalsekretärin Nahles will die Diskussion um den österlichen Kompromiss mit Sarrazin am liebsten sofort beenden. Dabei hätte die SPD-Spitze von Anfang an wissen können, dass die Hürden für einen Rauswurf viel zu hoch sind.
Ein Kommentar von
Susanne Höllmehr...
Thilo Sarrazin wird aus dem Schiedsspruch in seinem Parteiausschlussverfahren keine konkreten Konsequenzen ziehen. "Er hat nichts zurückzunehmen", sagte sein Rechtsbeistand, der frühere Hamburger Bürgermeisters Klaus von Dohnanyi.
Von
Susanne Höll, Berlinmehr...
SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles verteidigt die Entscheidung, Thilo Sarrazin nicht aus der Partei zu werfen. Doch auch nach einer Krisensitzung in Berlin ebbt die Kritik nicht ab.
Von
Susanne Höll, Berlinmehr...
Es gab für die Sozialdemokraten gute Gründe, es gar nicht erst zu einem Parteiausschlussverfahren gegen den umstrittenen Buchautor Thilo Sarrazin kommen zu lassen. Das Verfahren erst zu beschließen und es jetzt einzustellen, setzt das wichtigste Gut der SPD auf Spiel.
Ein Kommentar von
Thorsten Denkler, Berlinmehr...
Wenn Thilo Sarrazin in der SPD bleibt, dann will Sergey Lagodinsky nicht länger Genosse sein. Der jüdische Einwanderer, der einst den Arbeitskreis Jüdischer Sozialdemokraten gegründet hat, erklärt Andrea Nahles seinen Parteiaustritt.
Von
Matthias Drobinskimehr...
Sozialdemokraten streiten über Thilo Sarrazins Verbleib in der Partei, als hätte es keine Schlichtung gegeben. Gegner sind über die Entscheidung verärgert und verlangen von Generalsekretärin Andrea Nahles eine Erklärung - nur Sarrazin selbst ist restlos zufrieden, lobt den "Sieg der Vernunft".
Von
Nico Fried, Berlinmehr...
Mit seinen Thesen zu Muslimen hatte Thilo Sarrazin die SPD herausgefordert, nun darf der Provokateur Sozialdemokrat bleiben, obwohl er kaum etwas zurückgenommen hat. Es bleibt der Eindruck, die SPD-Führung sei eingeknickt.
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Er hatte Muslime angegriffen, ihnen Integrationsunwilligkeit vorgeworfen und über erbliche Intelligenzunterschiede schwadroniert: Deshalb will die SPD Thilo Sarrazin aus der Partei ausschließen. Vor dem Schiedsgericht trifft der Berliner Ex-Finanzsenator nun auf eine alte Widersacherin.
Von
Nico Friedmehr...
Nach stundenlanger Beratung vor der Schiedskommission kam die Einigung: Der Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin wird weger seiner provokanten Thesen zur Integration nicht aus der SPD ausgeschlossen.
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Es ist ein umstrittener Auftritt: Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen tritt Thilo Sarrazin an diesem Abend in der Reithalle auf. Demonstranten haben sich bereits angekündigt.
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Die Voraussetzungen für eine sachliche Debatte wären blendend gewesen. Doch am Ende gerieten gutgekleidete Grauköpfe ins Geifern: Warum der Auftritt Thilo Sarrazins vor dem Münchner Bürgertum zum Eklat wurde.
Von
Peter Fahrenholzmehr...
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