Zurück in der Offensive: Wenige Stunden nach einem umjubelten Auftritt von Rick Santorum umschmeichelt Mitt Romney beim Gipfel der Republikaner in Washington seine Parteifreunde. In seiner Rede blickt er auf seine Zeit als Gouverneur zurück - und gibt den unerschrockenen Kämpfer gegen Liberale, Abtreibung und Homo-Ehe. Santorum umgarnt währenddessen die Anhänger der Tea-Party-Bewegung.
Von
Matthias Kolb, Washington
"Wir müssen ihn stoppen": Mit Pizza-König Herman Cain und dem Sohn Ronald Reagans präsentiert sich Newt Gingrich als einzig konservative Alternative zu US-Präsident Obama. Auch wenn die Vorwahl in Florida wohl verlorengeht, plant Stehaufmännchen Gingrich, noch lange weiterzukämpfen. Die Partei-Elite ist entsetzt, doch seine Anhänger feiern ihn für seine plumpen Slogans und seine scharfe Zunge.
Von
Matthias Kolb, Tampa
Triumphaler Erfolg für Mitt Romney: Der frühere Gouverneur erhält in Florida knapp 50 Prozent aller Stimmen und lässt seinen schärfsten Konkurrenten Newt Gingrich deutlich hinter sich. Auf dem dritten Platz landet Rick Santorum, dahinter Ron Paul. Trotz des eindeutigen Votums wollen die unterlegenen Bewerber weiter kämpfen.
Alte Freunde werden zu Unbekannten, der Einkauf im Supermarkt zur Herausforderung und das eigene Ich löst sich immer mehr in der Krankheit auf: Die Angst vor Alzheimer ist gegenwärtig - und doch weichen ihr die meisten Menschen aus. Rudi Assauer geht einen anderen Weg. Er hat seine Alzheimer-Erkrankung öffentlich gemacht. Professor Lutz Frölich vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim erklärt, was das für die Gesellschaft bedeuten könnte.
Interview:
Violetta Simon
An diesem Sonntag wäre Ronald Reagan 100 Jahre alt geworden. Bis heute verehrt Amerikas Rechte ihren Helden als den "größten Präsidenten des 20. Jahrhunderts - nun versucht auch Obama, von der Reagan-Manie zu profitieren.
Von
Christian Wernicke
Ronald Reagans angebotsorientierte Wirtschaftspolitik bedeutete in den achtziger Jahren eine Revolution. Doch ihre einfachen Rezepte erwiesen sich als übertrieben - sie mischen die Welt bis heute auf. Ihr Schöpfer wäre nun 100 geworden.
Ein Kommentar von
Alexander Hagelüken
Er ist heute der Inbegriff des Hexenjägers, der mit seinen Verdächtigungen reihenweise Menschenleben ruinierte: US-Senator Joseph McCarthy entfesselte in den fünfziger Jahren eine gnadenlose Jagd auf vermeintliche Kommunisten und Spione in der Regierung. Lutz Hachmeister hat das Leben des Finstermanns in einem aktuellen Film rekonstruiert - leider etwas fernsehspielhaft.
Von
Willi Winkler
Die Schere klafft immer weiter auseinander: In Ländern mit hohen Einkommensunterschieden profitieren vor allem diejenigen vom Wirtschaftswachstum, die ohnehin schon vermögend sind, zeigt eine Studie. Die Armen gehen leer aus.
Von
Caspar Dohmen
"Ich habe nichts geerbt. Was ich habe, habe ich verdient": Kurz vor der womöglich entscheidenden Vorwahl der Republikaner in South Carolina inszeniert sich Favorit Mitt Romney als lebendes Beispiel für den "Amerikanischen Traum". Sein ärgster Verfolger Newt Gingrich teilt in der TV-Debatte in alle Richtungen aus. Auch gegen den Sender, der ihn auf pikante Bekenntnisse seiner Exfrau anspricht.
Von
Matthias Kolb, Washington
Das konservative Lager der US-Republikaner macht mobil für seinen Lieblingskandidaten im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur. Doch noch liegt Rick Santorum hinter Mitt Romney auf Platz 2 - bei der nächsten Vorwahl in South Carolina muss er dringend punkten.
Von
Reymer Klüver, Washington
Zum Abschluss der offiziellen Trauerfeierlichkeiten ehren die USA Ronald Reagan mit einem Staatsakt. Zahlreiche Staats- und Regierungschefs aus aller Welt und Weggefährten kamen zur Trauerfeier nach Washington. Es sei schwer, Reagan gehen zu lassen, erklärte Präsident George W. Bush.
Das Magazin "Vanity Fair" hat erstmals Auszüge aus dem Tagebuch von Ronald Reagan gedruckt. Der frühere US-Präsident plaudert darin unter anderem über Gorbatschow, Gaddafi und Prinz Charles.
Der US-amerikanische Comicautor Howard Cruse übersetzt Bürgerprotest in Bilder. Und das nicht erst, seit die Besetzung der Wall Street ein Ziel ist, sondern schon seit Jahrzehnten. Cruse ist Kämpfer und Kultfigur - im Gespräch mit sueddeutsche.de erläutert er seine Sicht auf den Protest unserer Tage.
Interview:
Daniel Wüllner
Rasanter denn je macht Hollywood im Augenblick europäische Filme neu: In Matt Reeves' winterlichem Vampirfilm "Let Me In" wächst aus der Einsamkeit eines Jungen die Liebe zu einem eigenartigen Mädchen. Die Geschichte, die 2008 schon einmal verfilmt wurde, ist etwas mickrig, doch bis zum Schluss möchte man die Hoffnung für die beiden nicht aufgeben.
Von
Fritz Göttler
Es ist der gefährlichste Moment für eine Diktatur: Wenn die Figur an der Spitze stirbt, dann gibt es keine natürliche Ordnung mehr - es droht ein Machtkampf oder gar Anarchie. Das Begräbniszeremoniell ist daher überlebenswichtig für totalitäre Staaten. Denn es gibt keine bessere Gelegenheit, die Masse zur Geschlossenheit zu zwingen.
Von
Stefan Kornelius
Passende Ausbildung, großes Engagement, überzeugendes Auftreten - viele Faktoren beeinflussen das berufliche Fortkommen. Aber nicht alles lässt sich planen: Erfolgreiche Menschen haben auch ein gutes Gespür für Chancen, die ihnen das Leben bietet - und greifen im richtigen Moment zu. Doch wie macht man sich den Zufall zum Verbündeten?
Ein Sprecher der neuen libyschen Führung bezeichnet den Tod Gaddafis als "historischen Moment" - es sei das "Ende der Tyrannei und der Diktatur". Der Ex-Machthaber war schillernd und brutal zugleich. Mit eiserner Hand regierte er Libyen fast 42 Jahre lang - bis die Protestwelle des Arabischen Frühlings auch sein Land erreichte.
Versagen wird belohnt, Leistung wird bestraft: Erst mussten die Staaten die Finanzmärkte retten, jetzt herrschen die Märkte über die Staaten. Damit droht das Ende der Politik. Demokratie wird zum Formelkram.
Ein Gastbeitrag von
Erhard Eppler
Präsident Obama steht unter Druck: Die Amerikaner trauen ihm einfach nicht zu, das Land aus dem Tal der Tränen zu führen. Nur wenn er beweist, dass er die Konjunktur wiederbeleben kann, hat er eine Chance, wiedergewählt zu werden. Das Land schlittert in einen Wahlkampf, der nur ein Thema kennt.
Ein Kommentar von
Reymer Klüver
Chris Christie ist die jüngste und mutmaßlich letzte große Hoffnung der Republikaner, einen Kandidaten ins Präsidentschaftsrennen gegen Barack Obama schicken zu können, der die Partei elektrisiert. Doch der 49-Jährige ziert sich - und könnte den Republikanern ein ernsthaftes Problem bescheren.
Von
Reymer Klüver