USA:Reagan-Attentäter bekommt Freiheitsrechte zurück

Attentat auf Ronald Reagan, 1981

Am 30. März 1981 hat John Warnock Hinckley auf US-Präsident Ronald Reagan geschossen. Das Motiv war wohl Geltungssucht.

(Foto: dpa)

40 Jahre nach dem Attentat auf den damaligen US-Präsidenten will ein Bezirksgericht John Hinckley endgültig auf freien Fuß setzten.

Über 40 Jahre nach seinem Attentat auf den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan kommt John Warnock Hinckley frei. "Nach all diesen Jahren werde ich Herrn Hinckley ohne Auflagen freilassen", sagte US-Bezirksrichter Paul Friedman bei einer Gerichtsanhörung in Washington. Hinckleys psychische Probleme seien "am Abklingen" und er stelle keine Gefahr mehr dar, sagte Friedman.

Bereits im Jahr 2016 entließ Friedman Hinckley unter strengen gerichtlichen und medizinischen Auflagen aus einer psychiatrischen Klinik, in der der Attentäter zuvor drei Jahrzehnte lang behandelt wurde.

Reagans Tochter Patti Davis erklärte, sie sei gegen die Aufhebung der Überwachung von Hinckley, da sie befürchte, dass er Kontakt zu ihr aufnehmen könnte. "Ich glaube nicht, dass er Reue empfindet."

Reagan, sein Sprecher und zwei Sicherheitsbeamte waren bei dem Anschlag am 30. März 1981 teils schwer verletzt worden. Hinckley wurde 1982 in einem Schwurgerichtsverfahren wegen Unzurechnungsfähigkeit für nicht schuldig befunden.

© SZ/Reuters/kler
Zur SZ-Startseite
Kanzlerin Angela Merkel mit US-Präsident Joe Biden und Berater Jan Hecker

SZ PlusMerkels Reise nach Washington
:Gefeiert, verachtet, geehrt

Die Kanzlerin verbindet eine wechselvolle Geschichte mit den USA. Nun nimmt sie in aller Freundschaft Abschied - muss aber bis zuletzt an heiklen Themen wie Nord Stream oder China arbeiten.

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB