Akis Tsochatzopoulos war einer der mächtigsten Männer Griechenlands. Nun muss er sich mit seinem Clan vor Gericht verantworten. Der Ex-Verteidigungsminister soll beim Kauf deutscher U-Boote Schmiergeld kassiert und dabei Steuern hinterzogen haben.
Von Klaus Ott und Tasos Tellogloumehr...
Erst lässt die griechische Finanzpolizei eine Datei mit Namen von Steuersündern unbearbeitet. Zwei Jahre später taucht sie erneut auf. Nur fehlen auf der Liste plötzlich drei Verwandte des früheren Finanzministers Papakonstantinou. Nun steht er im Verdacht, ein Fälscher zu sein.
Von Christiane Schlötzermehr...
Drei Namen verschwanden von der Liste mit mutmaßlichen Steuersündern - alle drei sind Verwandte des damaligen griechischen Finanzministers Papakonstantinou. Jetzt ermittelt das Parlament gegen ihn. Es drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis.
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Giorgos Papandreou hat fulminant gekämpft - und ist doch gescheitert. Es bleibt ihm lediglich ein ehrenvoller Abgang, denn der neuen Übergangsregierung wird der griechische Premier vermutlich nicht mehr angehören. Doch die Griechen müssen weiter auf einen Neuanfang warten: Das alte Personal, das sein Versagen, seinen Egoismus und seine Machtgier schon einmal grandios unter Beweis gestellt hat, steht wieder bereit.
Ein Kommentar von Kai Strittmatter, Athenmehr...
Der Referendumsplan wurde ihm ausgeredet, jetzt steht Giorgos Papandreou am Abgrund: Der griechische Premier stellt die Vertrauensfrage. Beschädigt auch durch Merkel und Sarkozy, muss Papandreou um seine ohnehin schon sehr dünne Mehrheit fürchten. Kann er die Abstimmung politisch überleben? Kommt es zu einer Übergangsregierung? Wie verhält sich die Opposition?
Die wichtigsten Fragen und Antworten. Von Sebastian Gierkemehr...
Was kommt, wenn Giorgos Papandreou abtritt oder stürzt? Die Aussicht auf Neuwahlen und einen Regierungswechsel in Griechenland gibt wenig Grund zur Hoffnung: Die Auswahl ist so trostlos, dass es nur folgerichtig ist, wenn mangels Alternative die konservative Nea Dimokratia an der Spitze der Umfragen steht. Also genau jene Partei, die Griechenland an den Rand des Ruins getrieben und in Brüssel die gefälschten Budgetzahlen eingereicht hat.
Von Kai Strittmatter, Athenmehr...
Frisches Geld, weniger Schulden und ein gestärkter Euro-Rettungsschirm: Nach zähen Verhandlungen in der Nacht hat der EU-Gipfel weitere Hilfen für Griechenland beschlossen. Ministerpräsident Giorgos Papandreou spricht von einem neuen Kapitel in der Geschichte des Landes. Auch die Reaktionen vieler deutscher Politiker fallen positiv aus. Allerdings sei das Ende der Krise noch lange nicht erreicht.
Der EU-Gipfel zum Nachlesen im Liveblog.mehr...
Reines Kalkül oder echte Entschlossenheit, Athen im Euro-Raum zu halten: Der Besuch von Merkel in Griechenland, der nur durch eine unerwartete Lücke im Kalender zustande kam, wird begleitet von Mutmaßungen über die Beweggründe der Kanzlerin.
Von Nico Fried, Berlinmehr...
Meinung
Griechenland ist das schwächste Glied der Euro-Kette. Was dem Land in der momentanen Krise jetzt noch helfen kann, ist ein "Re-start" der Wirtschaft und des Verwaltungsapparats auf allen Gebieten. Dabei darf das griechische Volk nicht zum Laborkaninchen der Finanzmärkte werden - und muss sich selbst von abenteuerlichem Linkspopulismus abwenden.
Ein Gastbeitrag von Vassilis Vassilikosmehr...
Die Wahllokale sind geschlossen, die Bürger haben über ihre Zukunft entschieden - für den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone. Offizielle Hochrechnungen sehen die konservative Nea Dimokratia als stärkste Kraft, die Partei ruft zur Bildung einer Regierung der nationalen Einheit auf.
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Die einen verdienten Millionen, illegal, an der Steuer vorbei. Die anderen bekommen 630 Euro im Monat. Dafür, dass sie die Steuersünder jagen und den Schuldenberg Griechenlands bekämpfen. Trotz aller Frustration machen sie weiter. Und hoffen, dass die Wahl am Sonntag ihre Erfolge nicht gefährdet. Und der Staat ihnen endlich hilft.
Von Christiane Schlötzermehr...
Wieder einmal steht den Griechen das Wasser bis zum Hals. Wieder einmal signalisieren die Euro-Länder, dass sie dem gebeutelten Land nur noch wenige Tage gewähren wollen, bis die Sparauflagen erfüllt sein müssen. Die Drohungen wirken kompromisslos - doch kaum jemand rechnet mit der Pleite Griechenlands.
Von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
Griechenland hat bei vielen Investoren ein schlechtes Image. Das will die Regierung nun ändern - mit der Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen. Dafür bräuchte Athen jedoch die Erlaubnis der Brüsseler Wettbewerbshüter. Ob sich ausländische Investoren überhaupt für solche Zonen interessieren, ist bislang ungewiss.
Von Christiane Schlötzer, Istanbulmehr...
In Berlin prallen deutsche und griechische Realität aufeinander: Griechenlands Premier Samaras beschwört bei seinem Deutschland-Besuch Optimismus und erbittet mehr Zeit fürs Sparen. Gastgeberin Merkel will Athen zwar in der Euro-Zone halten, auf mögliche Zugeständnisse kommt sie aber nicht zu sprechen.
Von Nico Fried, Berlinmehr...
Die Regierung will und muss mehr Touristen anlocken - doch damit ist sie ziemlich spät dran: Viele Urlauber fahren woanders hin.
Von Kai Strittmattermehr...
Die Studenten sind frustriert, Professoren werden ins Ausland abgeworben, Gehälter gekürzt: Die griechischen Hochschulen stecken in einer tiefen Krise. Das macht Reformen schwierig - aber umso nötiger.
Von Christiane Schlötzer, Athenmehr...
Griechenlands Premier Papandreou hat sein Kabinett umgebildet - und hofft in der Krise auf einen alten Widersacher: Evangelos Venizelos wechselt vom Verteidigungsministerium ins Finanzministerium. Seine Aufgabe: ein 78 Milliarden schweres Sparprogramm gegen den massiven Widerstand der Bürger durchsetzen.
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Wir haben keine Zeit, aber wir nehmen sie uns: Konservative und Sozialisten streiten in Griechenland seit Tagen um den Chef der zu bildenden Übergangsregierung. Premier Papandreou kündigt am Mittwoch seinen Rücktritt an, die Entscheidung soll am Abend fallen. Doch was folgt, ist eine Blamage für die griechische Politik.
Das Protokoll des nächtlichen Versagens in Athen.mehr...
Europa hat zäh verhandelt - die Beschlüsse des Sondergipfels in Brüssel feierten vor allem Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy. Aber wie kamen die Mächtigen Europas zu ihrer Einigung? Ein Blick hinter die Kulissen des Gipfels.
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Endlich ein Durchbruch oder doch die nächste Enttäuschung? Europa blickt gespannt auf den EU-Gipfel in Brüssel. Vorschläge zur Lösung der Krise gibt es viele - aber das Problem ist, dass jedes Land zuerst an sich selbst denkt. Dabei geht es um viel mehr als nur die Rettung Griechenlands.
Von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
Während sich die Parlamentarier ein Ja zum Sparpaket abringen, herrscht in Athens Innenstadt großes Chaos: Auch in der Nacht liefern sich Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei, ein Luxus-Hotel wird evakuiert, aus dem Finanzministerium steigt Rauch auf.
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Griechenlands Premier Papandreou hat es geschafft: Das Parlament billigt seinen Sparkurs, die Staatspleite ist vorerst abgewendet. Von Athen über Brüssel bis Washington sind die Politiker erleichtert. Doch die Zukunft des Landes lässt sich mit Sparappellen nicht sichern. Nötig ist eine kleine Revolution - mit neuen Politikern, verantwortungsvollen Eliten und einem entscheidenden Beitrag der europäischen Staaten.
Ein Kommentar von Christiane Schlötzermehr...
Die Bundesregierung steht kurz vor einer Einigung mit Griechenlands privaten Gläubigern: Die deutschen Banken sind offen dafür, Staatsanleihen des Landes wesentlich länger zu halten. Ein Staatsbankrott hätte auch für viele Geldinstitute katastrophale Folgen: Er könnte laut europäischem Stresstest bis zu 15 Banken mit in den Abgrund reißen.
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Ob zu Fukushima, Libyen oder der Euro-Krise - in seinem ersten Jahr im Amt des Bundespräsidenten war von Christian Wulff nicht viel zu hören. Ist es deshalb gerechtfertigt, ihn einen "Bundesteddy" zu nennen? Nun ja: Er hatte auch so viel zu tun, wie ein Blick in seinen Terminkalender beweist.
Ein Überblick von Michael Königmehr...
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