Günter Grass ist einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller. Doch spätestens seit er den Literaturnobelpreis erhalten hat, ist er nicht mehr nur der Verfasser von berühmten Romanen wie "Die Blechtrommel" oder "Der Butt". In Günter Grass verschmilzt inzwischen Literatur mit dem öffentlichen Auftritt des Literaten.
Was ist der Unterschied zwischen Kleckerburg und Sandburg? Im Kreis seiner Übersetzer präsentiert sich Günter Grass im Gespräch über seine Gedichte wie nach einem erfolgreichen Kuraufenthalt - und überrascht mit einem Bekenntnis zur Kritik.
Von Till Brieglebmehr...
Antisemitismus ist manchmal Hass um seiner selbst willen, doch oft versteckt er sich hinter so genannter Kritik an Israel - welch Scheinheiligkeit. Allerdings geht auch die israelische Gesellschaft nicht immer ausreichend achtsam mit dem Hass um, der gegen andere gerichtet ist.
Ein Gastbeitrag von Avrum Burgmehr...
Wechsel an der Spitze des Cicero-Rankings der wichtigsten Intellektuellen aus dem deutschsprachigen Raum. Bislang rangierte Papst Benedikt XVI. auf dem ersten Platz der Rangliste. Doch nun hat ihn Literaturnobelpreisträger Günter Grass verdrängt.
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Günter Grass hat die "Blechtrommel" verfasst, den Literaturnobelpreis bekommen und ist durchaus umstritten - zuletzt wegen zweier Israel-kritischer Gedichte. Heute wird der Schriftsteller 85 Jahre alt. Wie gut wissen Sie über ihn Bescheid?
Ein Quiz.mehr...
In seinem neuen Band "Eintagsfliegen" versammelt Günter Grass seine jüngsten Gedichte, darunter die Attacken auf die Atommacht Israel und die Verteidigung Griechenlands. Es geht dabei nicht um Fakten oder Argumente, sondern um das "Unbequeme" in literarischer Form. Relevant ist das nicht unbedingt.
Von Thomas Steinfeldmehr...
Seit dem letzten Israel-Gedicht von Günter Grass zeigen sich die politische wie die schreibende Klasse in Israel bei jedem neuen poetischen Angriff abwehrbereit. Nun wird dem deutschen Dichter ein "Kreuzzug gegen das jüdische Volk" vorgeworfen. Weil er in seinem neuen Werk den Atomspion Mordechai Vanunu hochleben lässt.
Von Peter Münch, Tel Avivmehr...
"Eintagsfliegen" heißt der neue Gedichtband von Literaturnobelpreisträger Günter Grass. Darin enthalten: Viel Persönliches, sowie Texte zu Europa, Griechenland und eine kritische Liebeserklärung an Deutschland. Der Band könnte auch wieder Stoff für Kontroversen mit Israel bieten.
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Die Literatur von Günter Grass ist ohne die bildnerische nicht denkbar - und andersherum. Die Stadtgalerie Altötting zeigt Bilder und Plastiken des Schriftstellers. Kaum zu glauben, dass jemand, der so weinerlich ist, zugleich ein so großer Tänzer ist.
Von Hermann Unterstögermehr...
Die Schriftstellervereinigung PEN hat sich entschieden: Die Mitglieder wollen Nobelpreisträger Günter Grass als Ehrenpräsident behalten. Sie haben einen Antrag abgelehnt, Grass die Präsidentschaft abzuerkennen. Inhaltlich zu seinem israelkritischen Gedicht äußern wollen sie sich nicht. Die Vereinigung habe sich schließlich der Freiheit des Wortes verschrieben.
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Seine Worte seien ein Skandal, der Dichter habe kein Urteilsvermögen: So scharf kritisiert Benjamin Netanjahu das Gedicht von Günter Grass. Gleichzeitig ist Israels Regierungschef überzeugt, dass Iran nur deshalb eine Atombombe baue, um sein Land zu zerstören.
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In der Debatte um das Gedicht von Günter Grass lassen wir junge Israelis zu Wort kommen. Die finden: Auch Deutsche haben das Recht, sich über die Politik ihres Heimatlandes aufzuregen.
Protokoll: Antonie Rietzschelmehr...
Der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Günter Grass ist mit Herzproblemen in einer Hamburger Klinik aufgenommen worden. Seinem Büro zufolge handelt es sich um eine lang geplante Untersuchung. Der 84-Jährige hatte vor zwei Wochen mit einem umstrittenen Israel-Gedicht international Empörung ausgelöst.
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Ein bisschen weniger Aufregung und etwas mehr inhaltliche Diskussion über Günter Grass' Gedicht hatte Jauchs Talk im Gegensatz zur bisherigen Debatte zu bieten - aber nur ansatzweise. Lieblingsbeschäftigung scheint es zu bleiben, den Schriftsteller eher unmöglich zu machen als sich ernsthaft auf seine Diskussionsanregung einzulassen.
Eine TV-Kritik von Ruth Schneebergermehr...
Der Streit zwischen Israels Innenminister Jischai und Günter Grass geht in die nächste Runde: Nach dem DDR-Vergleich des Literaturnobelpreisträgers stellt der
Politiker von der strengreligiösen Schas-Partei ein Treffen in Aussicht. Allerdings macht er auch klar, dass es ihm dabei nicht um Versöhnung geht.
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Günter Grass hat sich erstmals kritisch über das Einreiseverbot geäußert, das die israelische Regierung gegen ihn verhängt hat. In einem kurzen Text mit der Überschrift "Damals wie heute - meine Antwort auf jüngste Beschlüsse" beschreibt der Schriftsteller, dass ihm bisher zweimal die Einreise in ein Land verwehrt worden sei: in die DDR und Ende der achtziger Jahre nach Birma.
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Der deutsch-französische Publizist Alfred Grosser, Sohn jüdischer Eltern, stellt sich in der Debatte um die Äußerungen von Günter Grass auf die Seite des Schriftstellers. Ein Gespräch über den Verlauf der Diskussion in Deutschland und Frankreich, über Kritik an Israel und "jüdischen Selbsthass".
Interview: Cornelius Pollmermehr...
Günter Grass warnt davor, Israels Politik könnte zur Auslöschung des iranischen Volkes führen. Aber welche Auswirkungen hätte ein Angriff auf die iranischen Nuklearanlagen wirklich?
Von Markus C. Schulte von Drachmehr...
Meinung
Günter Grass' Gedicht ist zum Politikum geworden, die Auseinandersetzung darüber wird in Deutschland mit einer Härte geführt, wie es sonst nirgends auf der Welt geschehen würde. Das Land wird von großer Unsicherheit gepackt, wenn ein Urteil Israel gelten soll. Am Ende lehrt der aktuelle Fall eines: Auch der gesellschaftliche Frieden ist ein hohes Gut.
Ein Kommentar von Stefan Korneliusmehr...
Für Micha Brumlik, Ex-Direktor des Fritz-Bauer-Instituts, hat Günter Grass in seinem umstrittenen Israel-Gedicht antisemitische Formulierungen benutzt. Für besonders skandalös hält Brumlik die Unterstellung, dass Israel das iranische Volk auslöschen möchte. Ein Gespräch über Ängste im Nahen Osten - ob und wie Deutsche Kritik an Israel üben dürfen.
Interview: Lars Langenaumehr...
Teheran ist der Provokateur - das bestätigen unzählige Berichte. In der Auseinandersetzung mit Irans Atomprogramm verwechselt Grass Ursache und Wirkung. Denkt man seine Argumentation weiter, lautet die Logik: Wenn Israel die Bombe haben darf, müsste doch Israels Feind dasselbe Recht zugebilligt werden. Es geht um ein Recht auf Waffengleichheit.
Von Stefan Korneliusmehr...
In Israel ist die Entrüstung über Grass zwar groß, doch das gute Verhältnis Merkels zu Jerusalem wird dadurch nicht beschädigt. Die Kanzlerin hat schon vor vier Jahren in absoluter Klarheit Solidarität bekundet - auch in Sachen Iran. Und Israel braucht Deutschland als einen der wenigen verbliebenen wohlwollenden Partner.
Von Daniel Brösslermehr...
Kritik an Günter Grass, Kritik an der israelischen Regierung für ihren Einreisebann: Nahezu einmütig halten die Kommentatoren deutscher Medien die Reaktion Jerusalems auf das Grass-Gedicht für überzogen. Doch auch der Literaturnobelpreisträger bekommt erneut sein Fett weg.
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Günter Grass warnt in der "Süddeutschen Zeitung" vor einem Krieg gegen Iran. In seinem Gedicht mit dem Titel "Was gesagt werden muss" fordert der Literaturnobelpreisträger deshalb, Israel dürfe keine deutschen U-Boote mehr bekommen.
Das Gedicht von Günter Grassmehr...
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