Mit dem Feld-, Wald- und Wiesen-Federball sonniger Badeseenachmittage hat Badminton nichts gemein - bis auf das Zielobjekt, das tatsächlich Federball heißt. Der wird ähnlich wie beim Tennis am besten so übers Netz geschlagen, dass der Gegner ihn nicht zurückspielen kann. Beim Badminton - übrigens benannt nach einem englischen Landsitz, von dem aus sich das Spiel in Europa verbreitete - saust der mit Federn bestückte Korkball so rasant über das 1,55 Meter hohe Netz, dass trotz des vergleichsweise kleinen Spielfelds Schnelligkeit, hervorragende Reflexe und Ausdauer gefragt sind. Badminton ist zwar ein Spiel mit großer Tradition, wie indische Höhlenmalereien beweisen, als olympische Disziplin aber noch relativ jung: Erst 1992 in Barcelona konnte es seine Premiere bei olympischen Spielen feiern.
Dong Dong ist Olympiasieger im Trampolinspringen, Naomi Flood fährt natürlich Kanu und das Badminton-Duo Bruce/Li verliert einen Kampf: Manche Olympiateilnehmer machen ihren Namen alle Ehre - doch wie überwand der Brite Paul Drinkhall seine Niederlage? Die schönsten Namen der Spiele in der Übersicht.
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Meinung
Die London-Spiele haben eine neue olympische Disziplin geboren: absichtlich verlieren. Doch eine Regeländerung würde wenig bringen, denn Manipulation gibt es im Sport schon lange. Die Affäre um absichtliche Verlierer hat sogar etwas Gutes - sie lenkt den Blick auf ein Strukturproblem.
Ein Kommentar von Thomas Kistnermehr...
Chinas Verband zwingt Badminton-Spielerinnen zur Entschuldigung - eine Beteiligte tritt zurück. Schwimmer Markus Deibler rückt nach dem Verzicht von Olympia-Sieger Chad le Clos überraschend ins Finale über 200 Meter Lagen, auch Judoka Dimitri Peters gewinnt seinen ersten Kampf. Deutschlands Hockey-Männer besiegen Südkorea.
Olympia-Nachrichten in Kürzemehr...Olympiaticker
Olympia 2012 hat den ersten großen Aufreger: Der Badmintonverband sperrt acht Spielerinnen, weil sie versuchten, im Doppel absichtlich gegeneinander zu verlieren. Der vermeintliche sportliche Vorteil brachte die Spielerinnen dazu, ihr Schlechtestes zu geben - doch auch der neue Spielmodus wird kritisiert.
Von Raphael Honigstein, Londonmehr...
Drastisches Urteil gegen vier Badminton-Paare: Laut übereinstimmender Medienberichte wurden Spielerinnen aus China, Südkorea und Indonesien von ihren Verbänden disqualifiziert, ein Ausschluss vom IOC steht noch aus. Sie hatten Bälle absichtlich ins Netz oder ins Aus gedroschen - um in der Ausscheidungsrunde auf leichtere Gegner zu treffen.
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Aufstieg ist derzeit kein Thema: Die Badminton-Zweitligisten Neuhausen und Neubiberg geraten im Kampf um Nachwuchs und Sponsoren ins Hintertreffen.
Von Sebastian Heppmehr...
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