Kampf gegen den Terror

SZ PlusTerrorbekämpfung
:Kanalreinigung

Für Terroristen sind soziale Netzwerke wie ein Trainingscamp. Hier können sie rekrutieren, coachen, dicke Dossiers zum Bombenbau verteilen. Die Ermittler mussten lange zusehen, aber jetzt hilft ihnen ein neues Gesetz. Vor dem kuschen sogar Anbieter wie Telegram.

Text: Christoph Koopmann und Georg Mascolo, Illustration: Stefan Dimitrov

Nordrhein-Westfalen
:Sieben Männer wegen Terrorverdachts festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat in Nordrhein-Westfalen eine Gruppe vor allem von Tadschiken aufgedeckt. Sie sollen den "Islamischen Staat" unterstützt und Anschläge geplant haben.

Von Kassian Stroh

Terrorverdacht in Castrop-Rauxel
:Einer von zwei Brüdern aus Untersuchungshaft entlassen

Die Geschwister sollen versucht haben, Gift für einen islamistisch motivierten Anschlag zu beschaffen. Nun ist einer der beiden Männer wieder auf freiem Fuß.

Iran
:Der Staat im Staate

Die iranische Opposition fordert von den am Montag tagenden EU-Außenministern, die Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen. Doch in Brüssel scheut man sich.

Von Mirco Keilberth

Somalia
:Mindestens zehn Tote bei Terroranschlag auf Hotel in Mogadischu

Bewaffnete haben das Gebäude unweit des Präsidentenpalasts gestürmt. Der somalische Sicherheitsminister ist einem Bericht zufolge unter den Verletzten.

Somalia
:120 Menschen bei Anschlägen in Mogadischu getötet

Zwei Autobomben sind am Samstag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu explodiert, die Zahl der Opfer steigt seitdem rasant. Die radikal-islamistische Terrormiliz Al-Shabaab hat sich zu der Tat bekannt.

Völkerrecht
:Die Übel eines humanen Krieges

Samuel Moyns These lautet, dass sich die USA seit 9/11 in einem nicht endenden Krieg gegen den Terror befinden, gerade weil diesem Krieg mithilfe von Drohnen ein humaner Anstrich verpasst wurde. Das ist brillant erzählt - führt aber zur Hollywoodisierung des modernen Kriegsvölkerrechts.

Von Annette Weinke

SZ PlusIS-Anführer getötet
:Bidens Schlag gegen die Terrormiliz

Beim Angriff einer US-Sondereinheit in Syrien ist der Chef des IS ums Leben gekommen. Joe Biden feiert die Operation in Washington als großen Sieg. Doch ein Bin-Laden-Moment wie bei Barack Obama ist es nicht.

Von Thore Schröder, Bagdad, und Fabian Fellmann, Washington

SZ PlusZwanzig Jahre Guantanamo
:Schließt das Lager

Vor zwanzig Jahren wurde das US-Internierungslager Guantanamo auf Kuba errichtet. Es wurde zum Symbol für staatliche Willkür und Folter - und beförderte die weltweite Erosion völkerrechtlicher Standards.

Gastbeitrag von Wolfgang Kaleck

Gedenken
:"Der Staat muss seine Bürger besser schützen"

Fünf Jahre nach dem Attentat auf dem Berliner Breitscheidplatz sind sich Betroffene und Politiker einig, dass Terroropfer besser versorgt werden sollten.

Schlag gegen organisierte Kriminalität
:"Wir haben der Terrorfinanzierung einen extrem ergiebigen Geldhahn zugedreht"

Bei einer Großrazzia in drei Bundesländern sprengt die Polizei ein Netzwerk mutmaßlicher Geldwäscher mit Verbindungen zu syrischen Terrorgruppen. Das Zahlungssystem der Kriminellen: simpel und doch raffiniert - und vor allem blitzschnell.

Von Christian Wernicke

SZ-Podcast "Auf den Punkt"
:"Der 11. September hat alles verändert"

20 Jahre sind die Anschläge auf World Trade Center und Pentagon her. Die Folgen für die internationale Sicherheitspolitik spürt man noch heute.

Stefan Kornelius und Jean-Marie Magro

USA: 20 Jahre 9/11
:Die bittere Normalität nach dem Terror

Der Anschlag vor 20 Jahren und der "Krieg gegen den Terror" haben die USA verändert - und nicht zum Besseren. Das tragischste Erbe bleiben die Kriege mit zehntausenden Toten im Irak, in Afghanistan und andernorts.

Von Hubert Wetzel

Terroranschläge von Paris
:Ein Prozess, der alte Wunden aufreißt

Manche erhoffen sich von dem Verfahren aber auch eine emotionale Bewältigung der Morde vor fast sechs Jahren, die Paris traumatisierten. Zum Prozessauftakt tritt der einzige Überlebende der mutmaßlichen Täter auf.

Von Nadia Pantel, Paris

SZ PlusAfghanistan
:Tödlicher Irrtum

Eine afghanische Familie engagiert sich für das US-Militär und eine US-Hilfsorganisation - und hat deshalb gute Chancen, aus Kabul gerettet zu werden. Dann werden sie offenbar Opfer einer Drohne. Haben die USA ihre Schutzbefohlenen selbst getötet?

Von Paul-Anton Krüger

Afghanistan
:Mit Drohnen gegen Terroristen

Der sogenannte Islamische Staat greift mit Selbstmordattentätern und Raketen den Flughafen Kabul an. Die jüngsten Attacken zeigen, wie schwer er zu sichern sein wird - und vor welchen Problemen die USA nach ihrem Abzug stehen.

Von Paul-Anton Krüger

MeinungSicherheit
:Eine Welt voller Afghanistans

War der Einsatz "die Sache wert"? Wer so fragt, hat ein naives Verständnis von Sicherheit - das man sich in nur wenigen Ländern der Erde leisten kann.

Kommentar von Stefan Kornelius

Frankreich
:Teilabzug aus der Sahel-Zone

Staatschef Macron will etliche Soldaten nach Hause holen. Weniger als ein Jahr vor der Präsidentenwahl soll eine internationale Mission die französische Operation ersetzen.

Von Paul-Anton Krüger

Abstimmung über Schweizer Antiterror-Gesetz
:Wer ist hier die Gefährderin?

Die junge Schweizerin Sanija Ameti würde sich lieber auf ihre Promotion konzentrieren, doch nun bekämpft sie das neue Antiterror-Gesetz. Ihre Angst davor ist nicht zuletzt eine sehr persönliche

Von Isabel Pfaff

SZ-Podcast "Auf den Punkt"
:Fünf Jahre nach Paris: Europa im Kampf gegen den Islamismus

Zuletzt gab es mehrere islamistische Anschläge in Europa. Und das fünf Jahre nach den Terrorattacken in Paris. Was hat die EU seitdem gelernt?

Georg Mascolo und Jean-Marie Magro

Anti-Terror-Kampf
:Deutscher Einsatz bleibt gefragt

Die Bundeswehr zieht ihre Jets aus dem Nahen Osten ab und übernimmt neue Aufgaben.

Von Mike Szymanski

Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Polizei
:Reichskriegsflagge auf dem Balkon - Polizei Hamm räumt Fehler ein

Thorsten W. arbeitete 25 Jahre für die NRW-Polizei - er sitzt nun als Unterstützer der mutmaßlichen Terrorzelle "Gruppe S." in Haft. Sein Arbeitgeber gibt jetzt zu: Die Hinweise waren da.

Von Jana Stegemann

Kampf gegen den Terror
:Der Dschihadist als Lachnummer

Der Verfassungsschutz versucht neuerdings, mit satirischen Videos Sympathisanten der Salafistenszene abzuschrecken.

Von Moritz Baumstieger

MeinungKampf gegen den Terror
:Waffen reichen nicht

Die Bundesregierung will den Militäreinsatz über Syrien und dem Irak verlängern. Das ist gut so - aber zu wenig. Deutschland muss sich bei der Sicherung des Friedens stärker engagieren.

Kommentar von Georg Mascolo

USA
:Obama warnt vor "falschen Versprechen" im Anti-Terror-Kampf

In seiner letzten großen Rede zur Sicherheitspolitik betont der US-Präsident die Bedeutung von Demokratie und Menschenrechten - und warnt seinen Nachfolger davor, Foltermethoden wieder einzuführen.

SZ PlusKampf gegen den Terror
:Iraks Armee startet Großangriff auf den IS

Truppen rücken auf die Großstadt Ramadi vor, in deren Zentrum sich Hunderte IS-Kämpfer verschanzt haben. Die Offensive könnte ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen die Terrormiliz werden.

Von Tomas Avenarius

Kampf gegen den Terror
:Wer fliegt wann wohin

Die Innenminister der EU-Staaten haben sich auf die Speicherung von Fluggastdaten geeinigt - nicht alle sind begeistert.

Von Thomas Kirchner

Kampf gegen den Terror
:USA wollen Spezialkräfte verstärken

Elitesoldaten sollen in den Irak verlegt werden, um der dortigen Armee und den kurdischen Peschmerga-Verbänden bei der Bekämpfung des IS zur Seite zu stehen.

Kampf gegen den Terror
:So will Deutschland Frankreich gegen den IS helfen

Tornados zur Aufklärung, Tankflugzeuge und ein Kriegsschiff: Das plant die Bundesregierung.

Von Stefan Braun

Kampf gegen den Terror
:Jeder will im Endspiel die beste Ausgangslage

Warum USA und Russland in Syrien nicht zusammenarbeiten können.

Von Paul-Anton Krüger

Kampf gegen den Terror
:Comics statt Bomben

Im Kampf um die Herzen junger Muslime kehrt ein altes Propaganda-Mittel zurück: Die USA werfen über Syrien Flugblätter ab. Mit drastischen Darstellungen warnen sie davor, der Islamisten-Miliz IS beizutreten.

Von Nicolas Richter

CIA
:US-Basis Diego Garcia unter Folterverdacht

Erzwungene Falschaussagen, erlogene Erfolgsgeschichten und brutale Quälereien zur Musik der Red Hot Chili Peppers: Der TV-Sender Al Jazeera will neue Details über CIA-Geheimgefängnisse - unter anderem im Indischen Ozean - erfahren haben.

Forschungsprojekt der EU
:Terrorabwehr über die Kanalisation

Geheimdienste überwachen und filtern die Datenkanäle des Internets, um Terroristen auf die Spur zu kommen. Mit dem gleichen Ziel arbeiten Wissenschaftler im Auftrag der EU an der Überwachung der Abwasserkanäle.

NSA-Anweisung an ihre Mitarbeiter
:Markige Sprüche zum Auswendiglernen

Seit den Snowden-Enthüllungen steht die NSA unter Druck. Jetzt zeigt ein internes Papier, dass die NSA ihre Mitarbeiter in der Krise nicht im Stich ließ: Sie gab ihnen "talking points" an die Hand, mit denen sie auf die Enthüllungen reagieren sollten. Ein Blick auf die bisherigen Aussagen von Geheimdienstvertretern macht klar: Sie haben sich dran gehalten.

Von Isabel Pfaff

Kampf gegen den Terror
:Irak will amerikanische Drohnen kaufen

Drohnen, Hubschrauber und andere moderne Waffensysteme: Weil die Gewalt im Irak zunimmt, fordert Ministerpräsident al-Maliki Militärhilfen von den Vereinigten Staaten. Bei einem Treffen in Washington zeigt sich US-Präsident Obama zwar gesprächsbereit, aber wenig verbindlich.

Ferngesteuerter Herzschrittmacher
:Dick Cheney fürchtete Tötung per Knopfdruck

Als Vizepräsident der USA unter George W. Bush war Dick Cheney ein Anschlagsziel. Um sich vor Terroristen zu schützen, griff er zu einer originellen Vorsichtsmaßnahme.

Terrorwarnung in Lahore
:USA schließen Konsulat in Pakistan

Nach neuen Drohungen gegen US-Diplomaten handelt das Außenministerium umgehend: Die USA ziehen ihre Diplomaten aus dem Konsulat im pakistanischen Lahore ab.

Angst vor Anschlägen im Jemen
:Obama mahnt, Terrorwarnungen ernst zu nehmen

Al-Qaida sei fast besiegt, aber nach wie vor gefährlich: US-Präsident Obama bekräftigt die Warnungen vor der Terrorgefahr im Jemen und anderen Ländern. Nach zahlreichen anderen Ländern schließen nun auch die Niederlande ihre Botschaft in Sanaa.

Warnung vor Terroranschlägen
:Briten und Amerikaner sollen Jemen verlassen

Im Jemen ist die Lage nach den angeblichen Anschlags-Drohungen des Al-Qaida-Führers weiter höchst angespannt. Nach der vorsorglichen Schließung ihrer Vertretungen in Sanaa ziehen London und Washington nun ihr Botschaftspersonal ab. Ihre Bürger sollen das Land sofort verlassen.

Schließung von US-Vertretungen
:Al-Qaida-Führer befiehlt Anschläge

Nach der Schließlung von zahlreichen US-Vertretungen und einer weltweiten Reisewarnung sind nun alle US-Bürger, die sich in Jemen aufhalten, aufgefordert, das Land unverzüglich zu verlassen. Grund soll ein abgehörtes Gespräch zwischen Al-Qaida-Chef Zawahiri und einem weiteren Führer des Terrornetzwerks sein, melden US-Medien. Darin planten sie "etwas Großes".

Angst vor Terroranschlägen
:Drohnen über Sanaa

Noch bis Ende der Woche bleiben viele amerikanische Botschaften im Nahen Osten und in Ostafrika geschlossen. Vor allem in Jemens Hauptstadt Sanaa befürchten die USA Anschläge und sorgen für Alarmstimmung. Ist das Angst vor einem neuen Bengasi? Oder eine willkommene Ablenkung vom NSA-Skandal?

Von Johannes Kuhn

Al-Qaida-Terrorwarnung
:Deutsche Botschaft im Jemen bleibt geschlossen

Angst vor Anschlägen der al-Qaida: Am Sonntag und Montag bleibt die deutsche Botschaft im Jemen geschlossen. Auch andere Länder schließen ihre Vertretungen in muslimischen Ländern. Geheimdienste warnen, dass mutmaßliche Terroristen verdächtig häufig kommunizierten.

Mutmaßlicher Terrorist Scheich Mohammed
:Staubsauger konstruieren gegen den Wahnsinn

Erst folterte die CIA Khalid Scheich Mohammed, den mutmaßlichen Chef-Planer der Anschläge von 9/11, in ihren Geheimgefängnissen. Dann durfte er sich einem ungewöhnlichen Projekt widmen: Der US-Geheimdienst ließ ihn einen Staubsauger entwerfen. Eine erstaunliche und entlarvende Anekdote über den Anti-Terror-Krieg.

Umstrittene Lufteinsätze
:Gericht in Pakistan ordnet Stopp der CIA-Drohnenangriffe an

Die pakistanische Justiz schaltet sich in den politischen Streit um Drohneneinsätze der USA ein: Ein Gericht hat der Regierung in Islamabad aufgetragen, die Luftangriffe auf Terrorverdächtige zu stoppen. Um unschuldige Zivilisten zu schützen, müsse man die unbemannten Flugzeuge notfalls abschießen.

Großfahndung in Boston
:Festnahme mit Panne

US-Präsident Obama lobt die Sicherheitsbehörden - und schweigt gnädig über eine Ermittlungsspanne. Die Aufarbeitung der unglaublichen Jagd auf die mutmaßlichen Attentäter dreht sich auch um die Frage: Wie gut war die Arbeit von Polizei und FBI?

Von Sascha Gorhau

MeinungVereitelter Bombenanschlag in den USA
:FBI spielt Terror-Helfer

Darf der Staat Menschen in ihr Verderben locken? Der junge Bangladescher, dessen Anschlagsplan das FBI vereitelte, hätte sich sein Bombenmaterial ohne Hilfe der Ermittlungsbehörde niemals beschaffen können. Er hätte den Anschlagsversuch nicht einmal unternommen, ein FBI-Informant überredete ihn. Die Bekämpfung von Verbrechen, die es noch gar nicht gibt, nimmt in den USA orwellsche Züge an.

Reymer Klüver

Kampf gegen Terror
:USA nehmen Haqqani-Netzwerk in Schwarze Liste auf

Für mehrere aufsehenerregende Angriffe in Afghanistan soll das Haqqani-Netzwerk verantwortlich sein. Die Aufnahme in die Terrorliste soll nun die Finanzierung der Gruppe erschweren.

Anschläge auf Israelis
:Israels Urlaubsziele verschärfen Sicherheitsvorkehrungen

War das Bus-Attentat in Burgas nur der Anfang? Angeblich plant die Hisbollah in Staaten rund um das Mittelmeer weitere Anschläge auf israelische Staatsbürger. Die Behörden sind alarmiert.

Paul-Anton Krüger

SZ JetztTerrorbekämpfung im Netz
:Trolle gegen Terroristen

Trolle sind die Plagegeister des Internets. Warum also nicht ihre Zermürbungsstrategien auch anderswo einsetzen, fragte man sich im US-Außenministerium. Jetzt werden dort Trolle für den Kampf gegen den internationalen Terrorismus ausgebildet.

Von Kristina Machalke

Aussage eines Bin-Laden-Vertrauten
:Privataudienz beim Terrorfürsten

Er wurde verurteilt, weil er ein Flugzeug in die Luft sprengen wollte. Jetzt hat der Brite Saajid Badat vor Gericht Interna von al-Qaida verraten.Terrorchef Bin Laden persönlich habe ihm eingeredet, seine Selbstmordmission würde die US-Wirtschaft zerstören.

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