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München heute:Demonstranten setzen starkes Zeichen gegen rechts / "Biss"-Verkäufer: Fotograf zeigt Wohnungen

Die Aufnahmen von Rainer Viertlböck zeigen den oft verzweifelten Versuch, Ordnung ins Chaos des Lebens zu bringen und auch mit dem Wenigen, was man hat, in Anstand zu leben.

(Foto: Rainer Viertlboeck)

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Wie Menschen "oberhalb der Obdachlosigkeit" in einer so reichen Stadt wie München leben, will der Fotograf Rainer Viertlböck mit seinen großformatigen Aufnahmen von Wohnräumen der Verkäufer der Straßenzeitung "Biss" zeigen. Da stehen Möbel wie vom Sperrmüll neben ganz bürgerlichen Einrichtungen. Selbst in den unaufgeräumtesten Wohnungen finden sich liebevoll arrangierte Ecken mit Lebenserinnerungen oder Sammlerstücken. Und manchmal überrascht es mit wie wenig Menschen leben können. Wobei man sich als Betrachter dabei ertappt, dass man die eigene mitteleuropäisch geprägte Erwartungshaltung an möblierten Wohnraum zu Grunde legt.

Die Menschen, die hier leben, hat Viertlböck absichtlich nicht fotografiert, um deren Würde zu wahren und keine Sozialromantik zu verbreiten, wie er sagt. Doch auch so erzählen die Wohnungen viel über Menschen am Rande des Existenzminimums. Bei seiner Serie "Einblicke", die bis zum 15. Februar in der Architekturgalerie in der Türkenstraße zu sehen ist, ist Viertlböck mit der gleichen Großformatkamera und Sorgfalt zu Werke gegangen wie bei seinen High-End-Architekturaufnahmen oder seinen Stadtporträts, für die der Gautinger bekannt ist.

Mit seinen großformatigen Bildern von Wohnräumen setzt Rainer Viertlböck den Verkäufern der Straßenzeitung "Biss" ein würdevolles Denkmal.

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