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Wandern:Die schönsten Bergtouren zum Ende der Wandersaison

Im Herbst liegt in den Alpen zwar oft schon Schnee, aber einige Wanderungen auf niedrigere Gipfel sind noch möglich. Neun Tipps.

Von Isabel Bernstein

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Neureuth (1260 Meter)

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Quelle: imago stock&people

Die Neureuth ist ein das ganze Jahr über beliebtes Ausflugsziel. Kein Wunder, kann der Wanderer schließlich beim Schlussanstieg vom langgezogenen Bergrücken aus das Panorama der Tegernseer Berge genießen. Vom Wanderparkplatz aus zweigt der Weg zur Neureuth nach wenigen Metern von der Forststraße ab. Zwar könnte man auch die Straße weitergehen, sie ist aber steiler und weniger schön.

Dauer: eine Stunden Aufstieg, 45 Minuten Abstieg

Höhendifferenz: zirka 350 Meter

Anfahrt: A 8 bis Ausfahrt Holzkirchen, über Gmund nach Tegernsee. Am Bahnhof vorbei der Neureuthstraße folgen. Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz am Ende der Straße. Oder mit der BOB nach Tegernsee.

Besonderheit: Der Berggasthof Neureuth hat montags Ruhetag.

Anmerkung: Die Hinweise auf Einkehr-Möglickeiten sind coronabedingt nicht aktuell. Lieber eine Brotzeit mitnehmen.

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Hörnle (1550 Meter)

Bad Kohlgrub: Almwiese am Hörnle / Sonnentag am Berg

Quelle: Johannes Simon

Auf das Hörnle bei Bad Kohlgrub führt ein Winter- und ein Sommerweg. Letzterer ist im Schlussanstieg steil und kann im Frühjahr matschig sein. Wer, auf dem vorderen Gipfel angekommen, noch weiterlaufen mag, kann das mittlere und hintere Hörnle erklimmen.

Dauer: eine bis eineinhalb Stunden auf das vordere Hörnle

Höhendifferenz: 500 Meter

Anfahrt: A 95 bis Ausfahrt Sindelsdorf und über Murnau nach Bad Kohlgrub, Parken an der Talstation im Ortsteil Sonnen. Oder mit dem Zug nach Murnau, dort umsteigen Richtung Oberammergau; vom Bahnhof zu Fuß zur Hörnle-Schwebebahn.

Besonderheit: Wer die Hörnle-Schwebebahn nutzen möchte, kann im Internet die Fahrtzeiten erfragen. Die Hörnlehütte ist auch im Winter geöffnet.

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Hochthörlehütte (1475 Meter)

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Quelle: Martin Bernstein

Dass man auch ohne Gipfel eine tolle Aussicht haben kann, zeigt die Tour auf die Hochthörlehütte. Von der Terrasse aus blickt Bergsteiger auf das Wettersteingebirge und Richtung Ehrwald, und schon beim Aufstieg konnte er Halt machen am Ausblickspunkt auf den Eibsee. Die Wanderung startet an der Zugspitzbahn, der Bergbahn der Superlative. Kurz geht es am Eibsee entlang, dann zweigt der Weg links Richtung Hochthörlehütte/ Riffelscharte ab. Die meiste Zeit können Wanderer einen Pfad im Wald hinaufsteigen, die letzten Meter zur Hütte verlaufen dann auf einer Forststraße. Wer abwärts die Rundtour gehen möchte, legt weitere Meter auf der Straße zurück, die auch viele Mountainbiker nutzen. Und wenn es warm genug ist: Ein Sprung in den Eibsee lohnt sich.

Dauer: eineinhalb Stunden Aufstieg

Höhendifferenz: 500 Meter

Anfahrt: A 95 und B 2 über Garmisch-Partenkirchen und weiter auf der B 23 über Grainau zum Eibsee. Oder mit dem Zug von München nach Garmisch-Partenkirchen, dort umsteigen in die Zahnradbahn zum Eibsee.

Einkehr: Hochthörlehütte

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Zwieselberg (1350 Meter)

Ausblick vom Zwiesel auf den Isarwinkel der zum Teil nebelbedeckt ist PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUN

Quelle: imago/CHROMORANGE

Der Zwieselberg im Tölzer Land ist einer der Aussichtsberge, die sich von München aus mit am schnellsten erreichen lassen. Ein wenig überlaufener Weg startet an der Waldherralm in Wackersberg. Oben angekommen, kann es allerdings sein, dass man auf deutlich mehr Wanderer trifft als unterwegs: Viele kommen nämlich von der nahen Blombergbahn auf den Zwieselberg gelaufen.

Dauer: eineinhalb bis zwei Stunden Aufstieg, eineinhalb Stunden Abstieg

Höhendifferenz: 600 Meter

Anfahrt: A 95 bis Ausfahrt Sindelsdorf oder A 8 über Holzkirchen und Bad Tölz zur Waldherralm in Wackersberg. Oder mit der BOB nach Bad Tölz oder Lenggries und von dort aus mit dem Bus nach Wackersberg.

Besonderheit: Die Waldherralm hat montags und dienstags Ruhetag, außer an Feiertagen.

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Bodenschneid (1670 Meter)

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Quelle: Julie Fleischer / CC BY-SA 3.0

Der asphaltierte Weg, der vom Parkplatz Richtung Bodenschneid führt, lässt sich auch im Frühjahr problemlos gehen. An der Unteren Firstalm folgt der Wanderer der Ausschilderung zum Suttenstein nach links. Kurz bevor dieser Gipfel erreicht ist, zweigt der Schlussanstieg zur Bodenschneid rechts ab. Dieser Weg sollte auch beim Abstieg genommen werden, weil die beiden anderen über das Bodenschneidhaus und die Obere Firstalm steiler sind und deshalb rutschiger sein können.

Dauer: zwei Stunden Aufstieg, eineinhalb Stunden Abstieg

Höhendifferenz: zirka 600 Meter

Anfahrt: A8 und über den Schliersee hoch zum Spitzingsattel; dort besteht eine Parkmöglichkeit. Oder mit der BOB nach Fischhausen-Neuhaus, an der Haltestelle Neuhaus Bahnhof umsteigen in den Bus Richtung "Spitzingsee Kirche, Schliersee" bis zur Haltestelle Spitzingsattel.

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Baumgartenschneid (1450 Meter)

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Quelle: imago stock&people

Im Sommer wie im Winter ist die Baumgartenschneid in den Tegernseer Bergen ein beliebter Gipfel. Vielleicht auch, weil diese leichte Tour mit einem Abstecher auf die Felsnadel des Riedersteins (auch Galaun genannt) und in das gleichnamige Berggasthaus verbunden werden kann. Von dort aus führen zwei Wege (einer davon als Kreuzgang) zu einem Bergrücken, wo es links zur Kapelle auf dem Galaun geht und rechts über einen Kamm auf die Baumgartenschneid.

Dauer: zwei bis zweieinhalb Stunden Aufstieg, eineinhalb bis zwei Stunden Abstieg

Höhendifferenz: 650 Meter

Anfahrt: A 8 bis Ausfahrt Holzkirchen und nach Tegernsee. Parken am Ende der Riedersteinstraße. Oder mit der BOB nach Tegernsee und mit dem Bus weiter zur Haltestelle Schwaighof.

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Jochberg (1560)

Jochberg Jocheralm

Quelle: Manfred Neubauer

Der Jochberg ist von München aus über die Garmischer Autobahn schnell zu erreichen und daher auch bei Langschläfern ein beliebter Berg (weitere Bergtouren für Langschläfer gibt es hier). Der Wanderweg zweigt am höchsten Punkt des Kesselbergs ab und führt durch den Wald nach oben. Dort, wo sich die Bäume lichten, biegt der Weg zum Gipfel links ab.

Dauer: eineinhalb bis zwei Stunden Aufstieg, eine bis eineinhalb Stunden Abstieg

Höhendifferenz: 700 Meter

Anfahrt: A 95 bis Ausfahrt Kochel, über Kochel die Jochbergstraße hinauf Richtung Walchensee. Oder mit dem Zug von München nach Kochel am See, dort umsteigen in den Bus Richtung Garmisch-Partenkirchen Bahnhof.

Einkehr: Jocheralm

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Seekarkreuz (1600 Meter)

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Quelle: Imago

Beim Seekarkreuz bei Lenggries können Bergsteiger je nach Wetterbedingung am Parkplatz bei Schloss Hohenburg entscheiden, ob sie die längere, aber einfacher zu gehende Forststraße oder den steileren Grasleitensteig nehmen. Dieser kann bei Tauwetter schlammig und rutschig sein. Wer die (zugegebenermaßen wenig attraktive) Forststraße nimmt, steigt über die Seekar-Almen zum Gipfel auf.

Dauer: zweieinhalb bis drei Stunden Aufstieg, zwei Stunden Abstieg

Höhendifferenz: 900 Meter

Anfahrt: A 8 bis Ausfahrt Holzkirchen oder A 95 bis Ausfahrt Wolfratshausen über Bad Tölz nach Lenggries, Parken am St.-Ursula-Gymnasium. Oder mit der BOB nach Lenggries, von dort zum Ausgangspunkt laufen.

Besonderheit: Die Lenggrieser Hütte hat dienstags Ruhetag.

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Schildenstein (1610 Meter)

Schildenstein

Quelle: Luidger / CC-by-3.0

Viele Wege führen auf den Schildenstein in den Blaubergen - der anspruchsvollste durch die Wolfsschlucht ist jedoch nicht zu empfehlen, wenn im Frühjahr noch Schneereste liegen. Ein einfacherer Aufstieg führt über die Königsalm. 45 Minuten legt der Wanderer zunächst auf einem Forstweg zurück, ehe er (immer der Ausschilderung "Königsalm" folgend) die Buckelwiesen des Weidegeländes erreicht. Hinter der Alm führt ein kleiner, teils steiniger Steig über das Graseck zum Gipfel des Schildensteins.

Dauer: zwei bis zweieinhalb Stunden Aufstieg, eineinhalb bis zwei Stunden Abstieg

Höhendifferenz: 900 Meter

Anfahrt: A 8 bis Ausfahrt Holzkirchen, über den Tegernsee nach Kreuth. Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz Königsalm zirka 2,5 Kilometer nach Wildbad Kreuth. Oder mit der BOB von München nach Tegernsee und umsteigen in den Bus bis zur Haltestelle "Kreuth Klamm".

© SZ.de/amm
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