Knapp drei Wochen nach der Katastrophe von Duisburg hat das Gelände, auf dem 21 Menschen starben, einen neuen Eigentümer. Der will dort eigentlich ein Möbelhaus errichten - sich aus Rücksicht auf die Opfer aber zunächst zurückhalten.
Duisburgs Stadtverwaltung bemängelte die Pläne des Loveparade-Veranstalters - und stimmte trotzdem zu. Das erste Gutachten entlastet Bürgermeister Sauerland nur, wenn man seine Anhänge ignoriert.
Von
Bernd Dörries
Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun verhöhnt die Opfer der Katastrophe von Duisburg - als er in einem Internet-Kommentar die theologische Frage nach einem "strafenden Gott" behandelt. Heftige Reaktionen folgten prompt.
Von
Moritz Baumstieger
Spektakuläre Fälle wie die um Dominik Brunner, Loveparade und Jörg Kachelmann zeigen: Die Öffentlichkeit reagiert zunächst impulsiv wie ein junger Schläger. Doch sie ist auch lernfähig: Durch ihre Debatten entsteht Rechtsbewusstsein.
Von
Andreas Zielcke
Video
Hat die Polizei alles richtig gemacht? Wer war auf der Rampe für die Sicherheit verantwortlich? Die wichtigsten Fragen und Antworten aus der ersten Sitzung des NRW-Innenausschusses zur Katastrophe von Duisburg.
Von
Bernd Dörries, Düsseldorf
Seit der tödlichen Massenpanik fordern viele Bürger und Politiker den Rücktritt von OB Sauerland. Nun entlastet ein Gutachten die Stadt Duisburg - ihre Vorgaben seien nur falsch umgesetzt worden.
Die Union wird einer schnellen Abwahl des Oberbürgermeisters nicht zustimmen, sondern Ermittlungen abwarten. Sauerlands Pensionsansprüche sind im Falle eines Rückzuges noch völlig unklar.
Von
J. Bielicki und B. Dörries
Die Landesregierung von NRW unterstützt Opfer der Loveparade mit einer weiteren Million Euro. Ein Ombudsmann soll Hinterbliebenen beim Kontakt mit Behörden helfen.
Video
Obwohl Adolf Sauerland einen sofortigen Rücktritt ablehnt, könnte die Amtszeit des Duisburger Oberbürgermeisters nach der Loveparade-Katastrophe ein schnelles Ende nehmen: Die FDP drängt auf eine Sondersitzung des Rates, um den CDU-Mann abzulösen.
Immer mehr Anzeigen - doch Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland zieht noch keine direkten Konsequenzen aus der Tragödie auf der Loveparade. Immerhin: Er will sich einem Abwahlverfahren stellen.
Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland zieht die Konsequenzen aus der Tragödie auf der Loveparade: Er will vom Stadtrat abwählen lassen. Einen sofortigen Rücktritt lehnt er weiterhin ab.
Nach dem Desaster der Loveparade sollte Duisburgs OB Sauerland gehen - doch er sträubt sich. Wer sich nun empört, möge sich selber testen: Wäre man bereit, einen schlimmen Fehler freiwillig mit dem Verlust der materiellen Existenz zu büßen?
Ein Kommentar von
Detlef Esslinger
Der Veranstalter der Loveparade ist nicht "unbekannt", der Duisburger Bürgermeister ist nicht "unbekannt". Die Staatsanwaltschaft muss jetzt Namen nennen - und so endlich die Verantwortungslosigkeit in der Stadt beenden.
Ein Kommentar von
Heribert Prantl
Die Kommunikation auf dem Gelände war lausig, die Absprachen klappten nicht; sogar die Besucherzahlen wurden gefälscht - die Katastrophe von Duisburg hat viele Ursachen.
Von
Hans Leyendecker und Nicolas Richter
Nach der Trauerfeier für die Loveparade-Opfer geht die Diskussion um Schuld und Sühne weiter: Jetzt hat auch Bundespräsident Wulff Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland an seine politische Verantwortung erinnert.
Mit einem bewegenden Trauergottesdienst gedenkt die Stadt Duisburg der 21 Opfer der Massenpanik auf der Loveparade. Auch Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Wulff nahmen an den Feierlichkeiten teil.
Wut, Trauer, anhaltende Fassunglosigkeit: Duisburg gedenkt der Opfer der Loveparade-Massenpanik. Die Stadt begreift, dass ihr Name mit der Katastrophe verbunden bleibt - und zürnt ihrem Oberbürgermeister Sauerland.
Eine Reportage von
Hanna Ziegler, Duisburg
Duisburg trauert um die 21 Todesopfer bei der Love-Parade. Tausende versammeln sich im Stadion der Stadt. Erste Reaktionen.
Aufgezeichnet von
Hanna Ziegler
Noch ist unklar, warum die Polizei auf der Loveparede nicht beherzter eingegriffen hat. Manche Beamte sagen, sie hätten im Vorfeld warnen können, aber wollten keine "Spielverderber" sein.
Von
B. Dörries, H. Leyendecker und N. Richter
Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland will aus dem Amt scheiden. Allerdings tritt er nicht zurück: Er will sich im Duisburger Rat abwählen lassen.
Von
Bernd Dörries, Felix Berth und Jan Bielicki
Bilder
Nichts hören, nichts sehen, sich nicht bekennen: Der Zorn der Trauergemeinde auf die Organisatoren der Loveparade in Duisburg wächst.
Die Proteste
in Bilder.
Tage nach dem Inferno von Duisburg fragt auch Maybrit Illner im ZDF nach den Gründen für die Katastrophe. DJ Paul van Dyk wundert sich, Ruhr-Förderer Pleitgen relativiert.
Eine kleine Nachtkritik von
Ralph Pfister
Video
Der Druck auf Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland und die Loveparade-Veranstalter wächst. Auch prominente Stimmen aus der Union kritisieren Sauerland inzwischen scharf. Indes wird bekannt, dass die Veranstalter die Besucherzahlen offenbar über Jahre gefälscht haben.