Die Initiative "Neuanfang für Duisburg" macht Oberbürgermeister Sauerland für die Katastrophe auf der Loveparade verantwortlich und will ein Abwahlverfahren gegen ihn einleiten. Für einen Bürgerentscheid fehlen nur noch 5000 Unterschriften. Danach könnte es für die Gegner des CDU-Politikers allerdings schwer werden.
Bürokratie vor Pietät: Die Stadt Duisburg macht bei der Aufarbeitung der tödlichen Massenpanik bei der Loveparade vor gut einem Jahr erneut keine gute Figur. Die Stadt soll die Ausrichtung einer Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Katastrophe kurzfristig nicht genehmigt haben. Der Veranstalter der Trauerfeier spricht von Gängelei.
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21 Tote und mehr als 500 Verletzte forderte die Massenpanik bei der Duisburger Loveparade vor knapp 15 Monaten. Veranstalter, die Stadt, Polizei und die Landesregierung schieben sich gegenseitig die Schuld zu. 310 Seiten Protokolle und Genehmigungen zeichnen ein Bild davon, wer wann versagt hat.
Ein neuer Bericht der Staatsanwälte wirft der Duisburger Stadtverwaltung eklatante Fehler bei der Genehmigung der Loveparade vor. Einem Dezernenten der Stadt sollen sogar alle Gefahren bekannt gewesen sein - doch das Event war politisch gewollt.
Von
Bernd Dörries
Duisburgs Oberbürgermeister hat eine Verantwortung der Stadt für die Katastrophe mit 21 Toten stets verneint. Doch wie nun bekannt wurde, geht die Staatsanwaltschaft schon lange davon aus, dass die Genehmigung für das Tanzspektakel nie hätte erteilt werden dürfen.
Späte Einsicht: Der für die Loveparade-Tragödie in Duisburg harsch kritisierte Oberbürgermeister gibt Fehler im Umgang mit den Angehörigen der Opfer zu. In einem Interview räumt Sauerland ein, er habe versäumt, die moralische Verantwortung zu übernehmen.
In wenigen Tagen erinnert Duisburg an die Toten des Loveparade-Unglücks vor einem Jahr. Einer ist dabei unerwünscht: Oberbürgermeister Adolf Sauerland. Jetzt beginnt auch noch eine Bürgerinitiative damit, Unterschriften für seine Abwahl zu sammeln.
Von
Bernd Dörries
Nach der Loveparade-Katastrophe bräuchte Duisburg einen starken Oberbürgermeister, der Trost spendet. Amtsinhaber Adolf Sauerland kann das nicht, da er in die Ereignisse verstrickt ist. Deshalb hat er auf seinem Posten nichts mehr verloren.
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Bernd Dörries
Neue Ermitttlungsergebnisse zeigen, dass für das dramatische Ende der Loveparade in Duisburg mit 21 Toten sind nicht nur Stadt und Veranstalter verantwortlich: Auch die Polizei soll gravierende Fehler begangen haben.
Von
Bernd Dörries
21 Tote bei der Loveparade im Juli - und keine Schuldigen? Ein halbes Jahr später reagiert die Staatsanwaltschaft. Mit Ermittlungserfahren gegen Mitarbeiter der Stadt, des Veranstalters und der Polizei.
Die Verdächtigen bleiben weiter namenlos: Es wird keine Ermittlungen gegen Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland wegen des Loveparade-Unglücks geben.
Von
Bernd Dörries, Düsseldorf
Kaum traute sich Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland aus der Deckung, beendete eine Ketchup-Attacke sein Comeback. Nun ist der wegen der Loveparade-Katastrophe umstrittene Politiker erneut von der Bildfläche verschwunden.
Von
Bernd Dörries
Buhrufe mit Soße: Ein Kritiker attackiert den seit der Loveparade-Katastrophe umstrittenen Duisburger Oberbürgermeister Sauerland. Es ist eine ganz persönliche Abrechnung.
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Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen macht das Unternehmen von Fitness-Millionär Rainer Schaller für die Katastrophe in Duisburg verantwortlich. Der Sicherheitsaufwand sei völlig falsch eingeschätzt worden.
Von
Bernd Dörries, Duisburg
241 Beschwerden bekam der Presserat über die Berichterstattung zur Loveparade-Katastrophe in Duisburg. Nun hat das Selbstkontrollorgan eine Rüge ausgesprochen.
Die Abwahl von Oberbürgermeister Adolf Sauerland ist gescheitert: Den Gegnern fehlten im Stadtrat neun Stimmen für den entsprechenden Antrag - nicht nur die CDU stützte Sauerland, der nach der Loveparade-Katastrophe in die Kritik geraten war.
Veranstalter, Stadt und Polizei schieben sich lauthals gegenseitig die Schuld an der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten zu. Dabei hätten alle Beteiligten Grund, sich zu entschuldigen. Und sollten dann einfach mal eines tun: schweigen.
Ein Kommentar von
Nicolas Richter
21 Tote, kein Schuldiger: Im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags gehen Loveparade-Veranstalter und Innenministerium aufeinander los. Duisburgs OB Sauerland gibt sich rehabilitiert.
Von
Michael König, Düsseldorf
Für den Tod von 21 Menschen bei der Duisburger Loveparade will weiter niemand die Verantwortung übernehmen. Am Mittwoch wurden Gutachten präsentiert, die die Auftraggeber entlasten.
Die Polizei protestierte vergeblich: Loveparade-Veranstalter Schaller hat die Überwachungsvideos im Internet veröffentlicht - obwohl Kritiker vor einer Beeinflussung der Zeugen warnen. Ein Sicherheitsmann berichtet indes von einer weiteren Panne am Katastrophentag.
Rainer Schaller, Veranstalter der Loveparade in Duisburg, stellt Aufnahmen der Überwachungskameras ins Internet. Sie sollen beweisen, dass die Polizei Schuld an der Katastrophe trägt.
Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland wollte die Veröffentlichung von Dokumenten zur Loveparade verbieten - und scheiterte an der Blogger-Gemeinde.
Von
Hans Leyendecker
Die Stadt Duisburg unter Oberbürgermeister Sauerland verbietet Bloggern die Veröffentlichung vertraulicher Loveparade-Dokumente. Erste Begründung: Urheberrecht. Inzwischen geht es um Datenschutz.
Von
S. Klaiber
Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland gesteht: Die Besucherzahlen vor der Loveparade waren geschönt - aus Marketinggründen. Einen Rücktritt schließt er nicht mehr gänzlich aus, allerdings nicht sofort.