Er war KZ-Überlebender, Diplomat und scharfer Kritiker der kapitalistischen Finanzwirtschaft, nun ist der Schriftsteller Stéphane Hessel verstorben. Der gebürtige Berliner wurde 95 Jahre alt.
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"Egofiction" oder Experiment? Marcela Iacub hat über ihre Affäre mit Dominique Strauss-Kahn das Buch "Belle et Bête" geschrieben. Ihr Werk wurde bereits mit den Reportagen von Günter Wallraff verglichen, die erotische Intrige damit zum Mittel der Recherche erhoben. Strauss-Kahn freilich sieht das anders.
Von Joseph Hanimannmehr...
Er schreibt von Israel als zweiter Heimat, nicht als unvertraute Fremde. Marko Martins Buch "Kosmos Tel Aviv" ist aber immer dann am schwächsten, wenn es um den Nahost-Konflikt geht - und der Autor in die Klischeefallen tappt.
Von Thorsten Schmitzmehr...
Michael Jackson, Marie Antoinette und Joseph Ratzinger haben mehr erlebt, als zwischen zwei Buchdeckel passt. Eine Gruppe von Werbern hat Biografien radikal vereinfacht, in Piktogramme gepackt und nennt das: Shortology.
Von Carolin Gasteigermehr...
Für viele waren das kleine Gespenst und Räuber Hotzenplotz der erste Kontakt zur Literatur. Dass Otfried Preußler seine Leser ernst nahm, war wohl das größte Geheimnis seines Erfolgs. Am Montag ist der Kinderbuchautor im Alter von 89 Jahren gestorben.
Von Violetta Simon und Oliver Das Guptamehr...
Seine Werke haben Generationen geprägt. In den sozialen Netzwerken betrauern Tausende den Tod des Kinderbuchautors Otfried Preußler. Und ein Wunsch geht nun nicht mehr in Erfüllung.
Die Reaktionen im Überblickmehr...
Er schrieb legendäre Kinderbücher wie "Der Räuber Hotzenplotz" oder "Das kleine Gespenst" und lebte die Überzeugung: "Kinder sind das beste und klügste Publikum, das man sich als Geschichtenerzähler nur wünschen kann." Nun ist der Schriftsteller Otfried Preußler im Alter von 89 Jahren verstorben.
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Navid Kermanis gesammelte Reisereportagen aus Krisengebieten erzählen davon, wie Gewalt entsteht - und warum er als Chronist des Schreckens nicht immer unparteiisch bleiben kann.
Von Tim Neshitovmehr...
Dave Eggers schickt in "Ein Hologramm für den König" einen runtergerockten Consultant auf tragikomische Mission in Saudi-Arabien. Der Roman ist amüsant - und zugleich eine bittere Parabel über den Niedergang der USA und die Folgen der Globalisierung.
Von Christopher Schmidtmehr...
Lesbischer Sex, Giftmord, Neuscholastik: Der Kirchenhistoriker Hubert Wolf enthüllt einen Skandal mit theologischer Dimension. Die Geschichte spielt in einem Nonnenkloster. Einer der Verurteilten schrieb Dogmen für den Papst.
Von Rudolf Neumaiermehr...
Am Anfang war es nur ein Wort, eine Fiktion: der "homo oeconomicus". Doch längst hat dieses Modell die Macht über die reale Ökonomie, vor allem aber über die Individuen gewonnen. "Ego", die Kapitalismuskritik von FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher, lehrt uns das Grausen.
Von Andreas Zielckemehr...
Eigentlich wollte er die Satire zum Berliner Flughafen liefern, doch dann hat BER einfach seine Idee geklaut. Helmut Uwer veröffentlicht trotz des realen Chaos seine "20 Quadratmeter Startbahn". Ein Gespräch über die modernen Wutbürger und Matthias Platzeck.
Von Matthias Kohlmaiermehr...
Einmal in der Woche versorgt uns die Kolumne "Lesen mit Links" mit Buchtipps und den Neuigkeiten aus der Literaturszene. Heute: 9/11-Romane, die sich anfühlen wie die hochgelobte Serie "Homeland", nur eben in Buchform.
Von Jan Dreesmehr...jetzt.de
Was ist der Unterschied zwischen Kleckerburg und Sandburg? Im Kreis seiner Übersetzer präsentiert sich Günter Grass im Gespräch über seine Gedichte wie nach einem erfolgreichen Kuraufenthalt - und überrascht mit einem Bekenntnis zur Kritik.
Von Till Brieglebmehr...
"Kein ehrbarer Hamburger Kaufmann" soll er sein, andere bezeichnen Hans Barlach gar als "skrupellosen Zocker". Der Miteigentümer des Suhrkamp Verlags schädigt das Unternehmen immer weiter. Der Aufschub des Frankfurter Gerichts gibt ihm nun die Chance zum Ausstieg.
Von Andreas Zielckemehr...
Für Grönemeyer und Campino hat sie gearbeitet, dazu zwei Bände mit skurrilen Fischgedichten veröffentlicht - nun erscheint der Debüt-Roman von Arezu Weitholz. Darin wird nicht nur eine Liebe, sondern auch eine bestimmte Form des Journalismus beerdigt.
Von Ulrich Rüdenauermehr...
Wie regiert es sich, wenn jedes falsche Wort direkt in die Welt hinausgetwittert wird? Kümmern sich Politiker noch um mediale Kritik? Studenten haben mit Politikern und Journalisten über deren delikates Verhältnis gesprochen und die Interviews im Buch "Die gehetzte Politik" veröffentlicht.
Eine Auswahl.mehr...
Einmal in der Woche versorgt uns die Kolumne "Lesen mit Links" mit Buchtipps und den Neuigkeiten aus der Literaturszene. Heute: Science-Fiction, ein Erinnerungsgerät namens Skindle und "electroacoustic noise poems".
Von Jan Dreesmehr...jetzt.de
Der amerikanische Vietnam-Veteran Karl Marlantes hat 25 Jahre lang an seinem Roman "Matterhorn" geschrieben. Wie er darin alle Fronten und Facetten des Krieges zeigt, wird der Leser so schnell nicht wieder vergessen.
Von Christoph Schrödermehr...
Arjeta aus Sarajevo hat Freunde, Verwandte, vertraute Dinge und Verhaltensweisen verloren. Nur den Tisch der Großmutter konnte sie retten. In "Kirschholz und alte Gefühle" erzählt Marica Bodrozic von Jugoslawien, vom Leben im Berliner Exil und dem Wiedererwecken alter Gefühle - ein Roman von leuchtender Intensität.
Von Karl-Markus Gaussmehr...
Wenn Männer sich nicht herausgefordert fühlen, können Frauen leichter Karriere machen: Eine Topmanagerin erzählt anonym von ihren Erfahrungen in einem deutschen Unternehmen mit Milliardenumsatz. Das Buch ist eine Mischung aus Lamento und Ratgeber - und es wird skurril.
Von Kristina Maidt-Zinkemehr...
Denis Scheck wehrt sich gegen Vorwürfe, der Auftritt mit schwarz geschminktem Gesicht in seiner ARD-Literatursendung "Druckfrisch" habe sich an rassistischen Vorbildern orientiert. Vielmehr habe es sich um reine Satire gehandelt. Doch seine Kritiker im Netz wollen den Spaß nicht verstehen.
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Warum ist es so schwierig für einen afrikanischen Autor, ins Deutsche übersetzt zu werden? Warum lassen die Leser sich so viel Neues entgehen? Obwohl sich doch allein Chirikure Chirikure, der wichtigste Satiriker Simbabwes, lohnen würde. Ein Besuch auf den Afrikanischen Literaturtagen.
Von Tim Neshitovmehr...
Darf man töten, weil das eigene Leben durch Stalking zerstört wird? Nach seinem Afghanistan-Buch "Kriegsbraut" entdeckt Dirk Kurbjuweit das bürgerliche Berlin als Krisengebiet. Sein Stalking-Roman "Angst" stellt die Frage nach der Selbstjustiz - und verfängt sich in einem literarischen Dilemma.
Von Lothar Müllermehr...
Ab sofort wird Jan Drees uns auf jetzt.de einmal in der Woche in der Kolumne "Lesen mit Links" mit Buchbesprechungen und -tipps und den aktuellsten Neuigkeiten aus der Literaturszene versorgen. Heute unter anderem mit einem Sommerbuch für die kalten Tage und Vea Kaisers Wutanfall.
Eine Kolumne von Jan Dreesmehr...jetzt.de
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