Am 20. März 2003 schlugen im Irak die ersten Bomben ein, eineinhalb Monate später verkündete US-Präsident George W. Bush: "Mission accomplished." Doch auch zehn Jahre nach dem Einmarsch der "Koalition der Willigen" kommt der Irak nicht zur Ruhe. Der Sturz des Diktators Saddam Hussein hinterließ ein instabiles Land, in dem sich Sunniten und Schiiten blutig bekämpfen.
Die Terrorwelle dauert an: Nach zahlreichen Anschlägen in den vergangenen Tagen kommen bei Explosionen im Irak erneut zahlreiche Menschen ums Leben. Die prekäre Situation im Land verschärft sich auch durch den Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien.
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Sevar, Zhala und Sara stammen aus dem Nordirak und sind in Deutschland aufgewachsen. Zehn Jahre nach der amerikanischen Invasion sind sie jetzt mit ihren Familien zurückgekehrt. In eine Heimat, die sich fremd anfühlt.
Von Theresa Breuermehr...jetzt.de
Meinung
Die USA wollten mit dem Irak-Krieg einen neuen Nahen Osten schaffen. Ihre Militärmacht reichte aber nur zur Destabilisierung. Und jetzt verbinden sich die Folgen des Einmarsches unheilvoll mit denen der arabischen Revolution.
Ein Gastbeitrag von Joschka Fischermehr...
Sie laufen nicht im Gleichschritt: US-Präsident Obama und Israels Ministerpräsident Netanjahu haben ein kompliziertes Verhältnis. Doch dass der Friedensprozess im Nahen Osten stockt, dafür gibt es auch andere Gründe. Die Region ist im Moment nicht für den Frieden vorbereitet.
Von Stefan Korneliusmehr...
"Eines der außergewöhnlichsten Kapitel des Militärdienstes": US-Präsident Obama hat Soldaten gewürdigt, die im Irak im Einsatz waren. Der damalige amerikanische Außenminister Powell hingegen nimmt das Jubiläum zum Anlass, um Fehler einzugestehen.
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In einer von Krieg und Instabilität geprägten Dekade hat der Irak den Anschluss an die digitale Welt verpasst. Dass sich das nun ändern soll, macht manchen Politiker misstrauisch. Vom "internationalen Spion" aus der Telefondose ist die Rede.
Von Jan Hendrik Hinzel und Johannes Kuhnmehr...
Mit Gerhard Schröders kompromisslosem Nein zu einem militärischen Eingreifen im Irak ging Angela Merkel vor zehn Jahren hart ins Gericht. Doch die Irak-Erfahrungen, das Versagen der USA, für Demokratie und Sicherheit zu sorgen, lassen die Kanzlerin heute militärisch zögern.
Von Daniel Brösslermehr...
Besonders viel hat sich im Irak nach Saddam Hussein nicht verändert: Noch immer ist die Arbeitslosigkeit hoch, der Müll bleibt liegen, Kläranlagen sind defekt, Stromausfälle normal. Und auch Premier Nuri al-Maliki erinnert zunehmend an seinen Vorgänger.
Von Frederik Obermaiermehr...
Meinung
Als sie vor zehn Jahren den Irak angriffen, binnen weniger Tage nach Bagdad vorstießen und Saddam Hussein vertrieben, erlebten die USA ein kollektives Gefühl der Genugtuung. Heute hat sich Amerikas Politik von ihrem hyper-hegemonialen Augenblick weitgehend erholt. Aber um welchen Preis?
Ein Kommentar von Stefan Korneliusmehr...
Der Republikaner George W. Bush gab vor zehn Jahren den Befehl zum Angriff auf Bagdad. Die Begründung fußte auf einer Lüge. Irak versank in Chaos, mehr als hunderttausend irakische Zivilisten starben. Bushs neokonservative Vordenker sind abgetaucht. Heute will seine Partei am liebsten gar nicht mehr vom Krieg reden.
Von Nicolas Richter, Washingtonmehr...
Wütende Proteste, diplomatische Verwerfungen, schwere Verluste: Vor zehn Jahren sind die USA im Irak einmarschiert. Der Krieg hat das Machtgefüge der Welt verändert und eine ganze Generation geprägt - nicht nur im Irak, sondern auch im Westen.
Ein Spezial von Arte, SZ, Guardian und Le Mondemehr...
Vor zehn Jahren marschierten US-Truppen im Irak ein und beendeten die Herrschaft Saddam Husseins. Einer Studie zufolge starben während der Besatzungszeit Zigtausende, der Konflikt kostete mehr als 800 Milliarden Dollar. Die Summe könnte noch dramatisch steigen.
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John Kerry und Chuck Hagel kämpften einst in Vietnam. In Obamas Kabinett würden sie für eine zurückhaltende Außenpolitik stehen. Doch während Kerry von der Opposition akzeptiert wird, lehnen die Republikaner ihren Parteifreund Chuck Hagel ab.
Von Christian Wernicke, Washingtonmehr...
Der Fall erregte weltweit Aufsehen: Eine junge Frau misshandelte gefangene irakische Soldaten in Abu Ghraib, musste dafür ins Gefängnis und wurde schließlich unehrenhaft aus der US-Armee entlassen. Entschuldigen will sich Lynndie England aber bis heute nicht dafür. Ganz im Gegenteil, sie rechtfertigt ihre Taten sogar.
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Im Südirak steigt die Zahl von Leukämie-Fällen bei Kindern kontinuierlich an. Sind die Chemie-Abfälle des Krieges verantwortlich?
Von Dennis Ballwiesermehr...
Nach dem Abzug der USA flammt in Irak der Konflikt zwischen den Religionsgruppen auf: Der schiitische Ministerpräsident Maliki bezichtigt den sunnitischen Vizepräsidenten Hashimi eine terroristische Vereinigung unterhalten zu haben. Der floh vor der Festnahme und hofft nun auf die Hilfe des kurdischen Staatschefs Talabani. Sollte die Regierung zerbrechen, droht ein Bürgerkrieg.
Von Tomas Avenariusmehr...
Die Flagge ist eingerollt: Nach fast neun Jahren haben die USA mit einem Festakt in Bagdad den Irakkrieg offiziell beendet. Bis zum Ende des Jahres sollen die verbliebenen Soldaten das Land verlassen. Wie sie den Einmarsch der US-Truppen bejubelt haben, feiern die Iraker nun ihren Abzug.
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"Willkommen daheim": In seiner Rede auf der Militärbasis Fort Bragg dankt Obama Soldaten für ihren Einsatz in Irak. Zugleich würdigt er das Ende des Krieges dort - perfekt sei Irak zwar nicht, aber ein Land, das "souverän und stabil" sei.
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Überraschende Ankündigung aus dem Weißen Haus: Amerikas Soldaten verlassen in zwei Monaten vollständig den Irak. Der Krieg sei damit nach fast neun Jahren beendet, sagte US-Präsident Barack Obama in Washington. Damit ist auch das Vorhaben vom Tisch, mehrere Tausend US-Militärangehörige in dem Land zu belassen. Bagdad soll sich zuvor geweigert haben, den amerikanischen Soldaten weiter Immunität zu gewähren.
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Die USA haben im Irak nicht nur Tausende Soldaten und Billionen Dollar verloren, sondern auch den Krieg selbst. Auch die Iraker haben wenig gewonnen - am meisten profitiert Iran von den Veränderungen in der Region. Eine Bilanz des achtjährigen Krieges.
Eine Außenansicht von Thomas E. Ricksmehr...
Tausende Soldaten sind gestorben, die Streitkräfte sind überlastet, die Kosten so exorbitant, dass sogar die Ressourcen des reichsten Landes der Welt zu erschöpfen drohen: Nach zehn Jahren permanentem Kriegszustand erkennen die Amerikaner, dass der Preis zu hoch ist.
Von Reymer Klüvermehr...
Fotos des toten "Iceman" von Abu Ghraib gingen 2004 um die Welt. Doch obwohl die Umstände seines Todes intensiv untersucht wurden, wurde bis heute niemand für den Mord belangt. Das könnte sich nun ändern, berichtet das "Time Magazine".
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Bei seinem Bagdad-Besuch schlug US-Verteidigungsminister Gates der irakischen Regierung eine Verlängerung des amerikanischen Militäreinsatzes vor. Damit wäre der geplante Abzugstermin Ende 2011 hinfällig.
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